Equalizer - Sinn und Qualität

Dieses Thema im Forum "DAW / Komposition" wurde erstellt von inoisane, 5. November 2008.

  1. hi,

    Letztens habe ich mir einen Track aus dem Forum angehört, es war der 81min Mix. Er erschien mir gar nicht so interessant, sondern eher langweilig. Dann hatte ich mehr oder weniger zufällig den Equalizer von Winamp eingeschaltet und siehe da, die Bässe waren viel breiter, lauter und insgesamt wirkte der Mix viel cooler und hörbarer. Nach vielem Herumprobieren ("klingt nun "rock" oder "party" besser?") habe ich ihn wieder ausgeschaltet und die lautstärke im verstärker höher geregelt und siehe da, da hörte es sich plötzlich ohne Equalizer gut an.

    Einige Tage zuvor hatte ich mal versucht einen Klang zu basteln und dabei einen Equalizer gebraucht, um den Klang zu formen.

    Beide Erfahrungen zusammen genommen brachte mich zu folgendem Gedanken und der Frage nach dem SINN.

    Wie sinnig ist es, einen Equalizer zu nutzen, wenn man sich fertige Tracks anhören möchte?

    Ich habe festgestellt, dass meine Lieblingssongs von professionellen Bands ganz ohne EQ gut auskommen. Egal ob kleine oder laute Lautstärke, der Track hört sich immer geil an. Bei einigen anderen Tracks wie eben jenem Mix war es so, dass der EQ dem Hörgenuß echt einen Boost nach vorne verschaffte.

    Da kam mir dann der zweite Gedanke, nämlich zur QUALITÄT eines Tracks. Könnte man allgemein sagen, dass wirklich gute (gut gemischte) Tracks auszeichnet, dass man keine EQs braucht, um sie zu genießen? Während es ein Hinweis auf einen eher unprofessionellen oder amateurhaften Mix ist, wenn man erst noch manuell die Stärke der Höhen und Tiefen per EQ einstellen muss? Letztenendes greift man per EQ ja auch in die Musik ein, zumal der EQ auch zur Klangerzeugung im weitesten Sinne verwendet werden kann, und man ja eigentlich davon ausgehen sollte, dass Musikerinnen und Musiker diesen Part selbst machen, wenn sie Musik produzieren.

    Machen meine Gedanken Sinn?

    )- inoisane
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ich habe meine Abhörkette grade so umgebaut, das der EQ beim Musikhören immer im Zugriff ist.

    Das ein Mix leise schlecht(er) klingt ist bei vielen Amateuermixen so.

    Wenn du mal dauf achtest wirst du aber auch feststellen, das viele Profi-Mixe auf Dauer nicht gut lauter zu ertragen sind. Denn die sind einfach so stark komprimiert, dass man nach ein paar Minuten nur noch leiser drehen will.

    Im Bassbereich ist die Gehörempfindlichkeit bei kleineren Lautstärken geringer. Wenn man einen Track leiser dreht geht also der Bass weg.
    Professionelle Tracks komprimieren den Bass daher recht stark - eher so knapp vor durchlaufendem Dauerton. Die Kunst ist dann, das es sich immer noch dynamisch anhört.

    Ein Mix ist "im Prinzip" nur für eine Lautstärke "richtig". Und das ist bei vielen Amateurmixen (meinen auch) eben die Lautstärke, bei derer erstellt wurde. Für den Endkunden also eher zu laut.

    Ein absolut elementarer Mix-Tipp ist daher leiser, noch leiser und ganz leise abzuhören.


    Der EA Mix hat m.E. Tracks, die einfach Probleme machen - ich hab grade den Bass *nur* bei 40Hz, das ist reiner Zufall ob das beim Kunden grade wiedergegeben wird oder nicht. Kommerzsound macht den Bass breitbandig und obertonreicher. (Also Kick mit piiuuuu Modulation, das bringt auch gleich Pseudodynamik, bei der hohen Frequenz klingt es lauter. Und so viel Klirr, das es eben nicht nur 40 sondern auch 80 und 120Hz für kleinere Boxen hat. )
     
  3. Crabman

    Crabman recht aktiv

    hm...klingt plausibel.werd ich bei meinen Sachen noch häufiger mal berücksichtigen.Auch wenn ich es hasse leise Musik zu machen :)
     
  4. mookie

    mookie B Nutzer

    ja, das abmischen bei geringer lautstärke ist ein tipp den ich vor jahren schon gehört habe und seitdem anwende. ich finde das ergebnis auch besser als bei hoher LS.
    allerdings teste ich meine tracks dann meist auch auf höherer LS auf verschiedenen anlagen um zu hören ob ich nicht z.b. zuviel bass rein hab
     
  5. Crabman

    Crabman recht aktiv

    oh ja,DAS kenne ich nur zu gut-leider trotz hoher Lautstärke :)

    Naja mitlerweile ist ok,hab aber trotz Bassgewaltiger Monitore `n kleines Weilchen gebraucht bzw musste die Sachen erst häufiger auch mal auf verschiedenen PA`s hören,meine "Sweet"und "No go" Spots im Studio ausloten,sehr gutklingende Platten zum Vergleich hören usw...

    Kreativität is bei mir ok,war dafür nie ein Mastering Genie aber man kann ja nicht alles können :cool:
     
  6. C0r€

    C0r€ -

    ich höre auch lieber leise ab, dann ist die Ermüdung auch geringer.
    Beim EQ booste ich auch mal. Ist bei mir nicht tabu. Bloß aufpassen muss man mit schmaler Bandbreite bzw. hoher Güte (Q), dann bekommt man bei bossten bei der betreffenden Frequenz ein klirren rein, im Prinzip ein Nachklingen wie man es vom (Bassreflexrohr-) Subwoofer her kennt - verringerte Dynamik. Analog-Eqs kann man auch als verzerrer einsetzen, wenn man sie schön übersteuert, und hat dann noch ordentlich kontrolle über den Klang. Kommt auf den EQ an, ob es gut klingt. Meist hilft es, bevor man es übersteuert reinsendet, die Bässe etwas wegzunehmen. Ist beim Sidechaining von Kompressoren genauso...

    Eine idee ist auch erst abzusenken, und dann wieder zu boosten. Bringt mehr noise rein - kann gewünscht sein :D
    Oft ist dezentes Einsetzen letztenendes weniger penetrant und damit zu bevorzugen.
    Mal ist dezent dann 0.5db, mal 5dB, das muss man ausprobieren.
     
  7. mookie

    mookie B Nutzer

    ich glaub nicht dass sowas an den monitoren liegt, sondern
    1.das mein beim musizieren immer lauter wird (zumindest ich) und nicht am selben tag, sondern am nächsten mit "frischen" ohren besser leise abmischen kann
    2. du bist glaub ich ja auch dj und da is man eh bassgeschädigt und taub ;-)
     
  8. Gute Mixe sind so gemacht, das man i. d. R. seine Tone Regler am Gerät nicht nutzen braucht. Na ja, so ein olles Küchenradio etc. mal ausgenommen, ich gehe mal von einer ausgewogenen Abhörmöglichkeit aus. Ein guter Mix zeichnet sich dadurch aus, das man nicht mehr selber nachregeln braucht, Hörgewohnheiten vermiesen einem das jedoch. Wer immer basslastig hört, wird nichts anderes mehr wollen. Ist wie mit überall Ketchup auf dem Essen, irgendwann weiß man gar nicht mehr wie eine Kartoffel natur schmeckt. In einem guten Mix maskieren sich die Instrumente nicht gegenseitig und jedes hat seinen Platz. Dafür ist halt der EQ in den Mixer-Slots da. Der finale EQ, sorgt nur für ein homogenes und ausgewogenes Gesamtbild.

    Ich selber nutze wenn es geht keinen EQ, zumindest nicht zum pushen, eher um störende Bereiche zu mindern. Im Final-Mix, da ist immer ein EQ in der Masterspur.
     
  9. Crabman

    Crabman recht aktiv


    Bassgeschädigt mit Sicherheit-da könnt ich drin baden :)

    Meine Ohren sind aber noch erstaunluch gut in Schuss worüber ich mich aber selbst wunder. :dj: :schwachz:


    Mache/überprüfe meinen Mix zwar auch nie am selben Tag (im Gegenteil,da nehm ich mir deutlich mehr Zeit für als für den Track selbst,auch Wochen später änder ich nochmal wieder `ne Kleinigekeit)aber stimmt schon,passierte bisher nicht so oft das ich mich bei sehr geringer Lautstärke dann nochmal mit auseinandergesetzt habe.werd ich jetzt häufiger mal probieren...
     
  10. Crabman

    Crabman recht aktiv


    Bassgeschädigt mit Sicherheit-da könnt ich drin baden :)

    Meine Ohren sind aber noch erstaunlich gut in Schuss worüber ich mich aber selbst wunder. :dj: :schwachz:


    Mache/überprüfe meinen Mix zwar auch nie am selben Tag (im Gegenteil,da nehm ich mir deutlich mehr Zeit für als für den Track selbst,auch Wochen später änder ich nochmal wieder `ne Kleinigekeit)aber stimmt schon,passierte bisher nicht so oft das ich mich bei sehr geringer Lautstärke dann nochmal mit auseinandergesetzt habe.werd ich jetzt häufiger mal probieren...
     
  11. Grobe Faustregel: Ein Mix funktioniert dann, wenn man bei auch bei äußerst geringer Lautstärke Bassdrum, Snare (den Groove) noch gut hören und den Gesang immer noch gut verstehen kann - ohne Frequenz-Überlappungen anderer Instrumente.

    (bin zwar nicht der Mix-Gott, hatte aber früher mein Geld durchaus nicht unerfolgreich als Tontechniker verdient)
     
  12. tomcat

    tomcat -

    Gibt ganz gute Bücher zum Thema Psychoarkustik. Auch das spielt stark rein, Mensch hört nicht linear in allen Tonhöhen ;-)
     
  13. Die da wären? :D
     
  14. Anonymous

    Anonymous Guest

    einen eq zu benutzen ist vollkommen hirnrisig .vor allem dann ,wenn mann keinen rechten glauben hatt.
    durch den eq erfahren wir gott in dem klang . verschiedene eqs implementieren einen art des versuches mit dem wahren Ich im eingklääääng zu kemmen .
    ne quatsch nicht kämen oder so.
    einige eqs habn überhaupt kein normales bewustsein.
    wobei man auch hier wiedr zwischen bewustheit und bewustsein unterscheiden muss.
    ein beispiel
    der eq von psp istz total reaktinär.
    wenn anton hitler diesen eq schon 10978 gehabt hätte, wäre obama niemal bundezkassler gewerdes.
    es gibt auch ganz einfache eqs die die arbeiterschaft reflektoieren.
    davor muss man sich in den achterbahn nehmen. dann wiederum gibt es neutrale eqs die voll was von scheise am arsch sind ,
    das sie voll oportunischtisch sind- auf so eun charakterloses saudreck kannst du voll ma pfeifen (ohne r wo du denkst mann ).
    am besten fährt mann wen man nur noch humanistische limiter benutz t
    wahrlich ich sage euch :wer einen eq benutzt wird durch einen eq verenden

    ps : winamp ist voll die nazifotze
     
  15. tomcat

    tomcat -

    Hehe, wenn ichs auswendig wüsste hätt ichs geschrieben. Hab 2, bin aber grad ganz woanders (räumlich, nicht geistig ;-) )
     
  16. Mach 'n Song draus ... :cool:
     

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