Eventide DSP4000: Das Geld wert?

Dieses Thema im Forum "Effekte" wurde erstellt von pickings312, 31. Dezember 2015.

  1. Hallo,
    lohnt es sich heutzutage noch in den Eventide DSP4000 zu investieren? (kostet so etwa um die 1000€ heutzutage)
    Was mich an ihm schon seit längerer Zeit fasziniert ist nicht nur die Qualität und Bandbreite der Effekte (wovon ich viele niemals so gut programmieren könnte), sondern auch die Freiheit bzgl. VSig (das Erstellen eigener Algorithmen). Wollte es als Einstieg in erweiterte DSP-Programmierung nutzen.

    Nun im Vergleich zu Reaktor bzw. Umgebungen wie Max/MSP / Pd, welche Vorteile bzw. Erweiterungen bietet der DSP-4000 noch ? Hat jemand Erfahrungen gemacht mit dem Gerät?

    Danke im Voraus!
     
  2. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Ich habe einen H3000 mit allen Presets. Leider hat er kurz nach Kauf ein Problem entwickelt und stellt sich immer wieder ab. Ich konnte also noch nicht tief einsteigen. Was ich gehört habe, war spektakulär bis abgedreht. Die Reverbs fand ich nicht so prall.

    Der 4000er bietet dan von allem noch ein wenig mehr, best in DSP you could get 1998. SOS hat einen guten Review online. Analog und digital Anschlüsse in 20/24 bit. Intern 56 bit. 44.1/48 kHz Abtastrate, kein 96 kHz.

    Alternative in Hardware sehe ich eigentlich nur im Digitech TSR 24 S, preislich günstiger. Oder im Hause Eventide, 3000er oder 8000er dann. Die Eventides sind einfach Profi Liga. Gute Dokumentation, gute Presets, bewährte Pitchshifter, Support ab Werk wohl bis heute.
     
  3. Alternativ das Rocktron Intelliverb
     
  4. Bernie

    Bernie Alien

    Abgedrehte Effektketten erstellen, in Echtzeit editieren, superschnelle und einfache Bedienung und alles recht latenzfrei in Echtzeit am großen Dial verändern -da können PlugIns nicht mithalten. Auch sind die Effekte von sehr hoher Qualität und man kann schöne abgedrehte Dinge machen. Welche Software hat schon ein EH Big Muff, bei dem man die Batteriespannung stufenlos herunterregeln kann? Ich möchte meine beiden 4000er jedenfalls nicht missen.
     
  5. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Hallo?
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    dann bitte das

    [​IMG]
     
  7. Bernie

    Bernie Alien

    cool, kannte ich nicht, aber der 4000er ist doch eh viel leistungsfähiger, als der 3000er. Emuliert das PlugIn auch den H-4000?
     
  8. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Nope, die H3000 Factory emuliert auch nur einen Teil vom H3000:

    - pitch, delay, modulation, and filtering
    - delays, amplitude modulators, envelope followers, pitch shifters, filters, and low frequency oscillators

    Trotzdem eine feine Sachen, wenn man denn in the box mag...
     
  9. Bernie

    Bernie Alien

    das große scrollbare Display im 4000er macht das Editieren recht einfach, ich mag das.
     
  10. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Noch cool, im Bild oben steht "Low Pass" aber im Frequendiagram daneben wird ein High Pass mit Resonanz Peak gezeigt...
     
  11. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Cool, ich konnte den H3000 wieder zum Laufen bringen. Es war ein banales Kontaktproblem mit dem Hauptverbindungsstecker vom Netzteil zur Platine. Ein bekanntes Problem und in den FAQ zum Gerät beim Hersteller dokumentiert. Aufstecken, Deoxit rein und zusammen stecken. Geht.

    Was die Reverbs betrifft: Weiter hinten bei den Presets sind dann welche dabei, die ganz brauchbar hallen. Bis dahin war ich noch nicht gekommen.

    Zu Deiner Frage zurück: Ja, ich denke, dass ein H4000 auch heute noch lohnt. Eventide verwendet variable Samplerate beim Pitchshiften, daher klingt das speziell und gut. Reverbs sind dann ab H4000 - Stichwort Blackhole - auch stilbildend.
     
  12. Anonymous

    Anonymous Guest

    keine, 15 Jahre alte chips :roll:
    auf preset hopping scheinst du ja nicht aus zu sein und auch nicht auf zeug wie mach mir mal den queen chor ;-) :kaffee:
    den ganzen softwareschnack kannst du auf jeden rechner weiterschleppen und jeweils die neusten cpus benutzen und Speicher reinknallen wie du lustig bist und an I/0 dran hängen was gerade zur hand ist, auch kannst du deine algos oversampeln ohne ende also in absurden samplingrates laufen lassen; so neuen schick schnack wie zdf filter o.ä. wirst du aus der uralt hardware nicht rausquetschen können, die neue software kann auch gleich noch zeug wie echtzeittimestrech, spectral und granular foo, convolution und so, da kommt keine hardware mehr mit bei den Möglichkeiten, bis auf Kyma (kyma is ja auch mehr so hybrid) :kaffee:
     
  13. Da hast du durchaus recht. Auf der anderen Seite mag ich aber den Mangel an Speicher + I/O. Kann am besten arbeiten, wenn ich eingegrenzt bin und versuche diese Grenzen so weit zu pushen wie möglich. Nur so lerne ich am besten.

    Habe auch eher darauf abgezielt, entweder Reaktor oder Reaktor + DSP4000 (und nicht den Eventide ausschließlich) zu nutzen.

    Hat also jemand Erfahrungen mit der Kombination gemacht? Was bietet der DSP 4000 außer Pitchshift/Timestretch noch granularmäßiges (wenn man tiefer geht, also nicht von den Presets her)?