Externe Midi-Clock?

Dieses Thema im Forum "DAW / Komposition" wurde erstellt von wanna be, 4. März 2006.

  1. Hi,

    wann ist es sinnvoll eine externe Midi-Clock zu benutzen? Und was ist der unterschied zwischen einer Midi-Clock und einer Word-Clock? :dunno:
     
  2. Plasmatron

    Plasmatron aktiv

    Word Clock benutzt man die die Audio Kommunikation ,digital, ( AES zB ) zwischen Geräten zu synchronisieren. Wenn man das nicht tun würde würden die Signale die ganze Zeit knacksen ! Der Sender weis ja nicht im welchen Takt der empfänger läuft, dazu dient die Wordclock - damit kann man dann mit einer Masterclock ganze Verbände von digitalen Geräten auf ein " Wandlertempo" bringen - das hat nichts mit dem Tempo von einem Sequenzer oderso zu tun sondern nur mit der Abtastrate zB 48 Khz

    Die Midi Clock wird dazu genutzt um Midi Geräte , also zB einen Arpegiator eine Synths mit dem Tempo eines Sequenzers zu synchroniesieren -

    das Geschieht unabhängig von der Wordclock, denn ein Midi Synchronisiertes Gerät kann auch über Wordclock synchronisiert werden ! OK ??
     
  3. Ich verstehe das jetzt so: Ich habe ein paar digitale Klangerzeuger die ich über Midi-clock tempomäßig in einklang bringe. Gleichzeitig bringe ich sie mit einer Word-clock soundmäßig in einklang. Wenn ich noch analoge Klangerzeuger mit im Setup habe laufen diese nur in der Midi-clock mit, da sie mit Abtastraten nix am Hut haben. Heißt das, daß die Digitalen alle mit der gleichen Abtastrate senden müssen? Ich kann also nicht den einen mit 48Khz und den anderen mit 96Khz betreiben, weil sich der sound dann "beißt"? Abtastrate gleich Qualität des Klangs? Was ich noch meinte, war, ob es sinnvoll ist eine, ich kam vorhin nicht auf den Namen, Midimasterclock einzusetzen, sprich, ob verschiedene Geräte sich evtl untereinander nicht ganz genau "verstehen".
     
  4. Moogulator

    Moogulator Admin

    sinnvoll ist midi clock, wenn 2 midi maschinen einen <a href="https://www.sequencer.de/specials/sequencer.html">Sequencer</a> haben und nicht auseinanderlaufen sollen.. temposync und gleichtakt.

    dazu auch sync der lfos..

    verwechseln sollte man nie steuersignale und audiosignale..

    audio benötigt auch synchronisation, AES hats mit drin, sp/dif hat ansich auch soetwas drin.. ist aber nicht für verkettung von mehr als 2 teilen gedacht..
    daher gibts den wordclock sync.

    das brauchst du nur, wenn du den DIGITALEN AUDIOAUSGANG mit einer SOUNDKARTE oder ähnlichem (digital verbindest.. sonst nicht!!
    analoge audio muss nicht synchronisiert werden.

    ja: audioteile müssen mit der gleich SampleRate arbeiten, ansonsten wäre ein sauteurer converter fällig..

    klanglich spielen übrigens die AUFLÖSUNG und die SR eine rolle..
    mit 24bit und 44.1 kann man schon ne menge machen..
    ein einziges bit mehr bringt oft mehr als die SR erhöhung, weil es nur die probenzahl erhöht, die auflösung jedoch die werte-bereiche verdoppelt pro bit!..
    dazu kommt, das die SR sinnigerweise oberhalb 44.1 die obere grenzfrequenz nicht mehr sinnvoll erweitert.. sprich: oberhalb des hörbaren bereichs..
     
  5. Ok,

    über den unteren Absatz muß ich mir erst mal ein paar Gedanken machen.

    Danke erstmal
     
  6. midiclock wird pro 4/4 note 96 mal gesendet. dh. bei einem halbwegs timingfesten gerät (Sequencer) ist die garantierte auflösung 1/96 note.
    eine 1/16 note "dauert" also 6 clocks, eine 1/32 note "dauert" 3 clocks...etc

    allerdings sind bei höheren tempi die zeitfenster schon ziemlich klein. midi überträgt grade mal 3125 bytes / sekunde.....

    wenn man sich mal einen midimonitor aufm rechner installiert, sollte man zumindest den midicklock (wenn aktiviert) und/oder aktive_sense sehen können
     
  7. Plasmatron

    Plasmatron aktiv

    um vielleicht den Sinn einer Wordclock noch mal zu verdeutlichen. Wir haben zwei Geräte , eins gibt ein digitales AUDIO Signal raus , das andere empfängt das digitale AUDIO Signal.

    Beide Geräte sind auf 44,1 Khz eingestellt - grob gesagt gibt jetzt das Gerät 44100 mal in der Sekunde einen Impuls raus - damit der Empfänger also das digitale Signal ! abtastet ! muß er zur gleichen Zeit in Empfangsbereitschaft stehen. Wenn jetzt beide mit 44,1 laufen - das aber nicht Synchronisiert - dann weis der eine nicht in welchem Taktmoment der Gerade steht.

    Dafür ist die Wordclock in einem digitalen Verbund. Man spricht hier auch von der Masterclock ! der zB von Apogee BigBen heisst und nix anderes tut ausser eine stabile Clock auszugeben und damit alle digitalen Geräte in einem Studio in gleichem Takt laufen. Wohlgemerkt es geht hier nur um die gleichtaktung von Abtatstraten der digitalwandler !!!! das hat garnichts mit Midiclock zu tun.

    Wordclockgenerotoren für einen größeren Verbund , ab zwei Geräten sind sehr teuer und die Wordclock legt einen entscheidenden Teil der Klangqualität bei. Midiclock ist lediglich eine Information über die Geschwindigkeit die dein Song im Sequenzer hat, um zb einem externen Delay zu sagen hier- ich laufe mit 124 Bpm und du tust das jetzt auch - unabhängig von der Samplerate deines digitalen Systems :)

    hoffe helft
     
  8. Ja, hilft,

    das ist sehr schön erklärt, danke!
     

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