Fusion Drive vs. SSD

deeptune

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Vielleicht sollte man bei solcher Art Diskussion auch immer berücksichtigen, dass nicht jeder ein Vollprofi ist, dessen Projekte (egal ob Logic oder Cubase,oder what ever) mindestens 100 Audio-Spuren, 30 VST Tracks am Laufen haben. Ich muss einem Hobbymucker mit seinen 16 Spuren Audio, Midi und nen paar Hardware Synths nicht vorkauen, dass es ohne voll SSD Ausstattung heute nicht mehr geht. Das ist Humbug. Und wenn der Mac dann auch noch nicht mal zum 3D Rendern, kompexen Videoschnitt oder fetten Matrixberechnungen verwendet wird, erst recht nicht. Klar sind 2TB SSD intern sexy, aber bei den Preisen die Apple da aufruft und als „Hobbyschrauber“ definitiv nicht notwendig.
 

einseinsnull

ich weiß eh alles besser.
das man bei großen Projekten einen Unterschied merkt.
es ging ja um audio, oder? bei gewöhnlichen audioproduktionen wirst du niemals mehr transferrate brauchen als eine SATA 300 disk hergibt.

Das macht ja auch nicht Logic, sondern MacOS bzw. jedes halbwegs moderne Betriebsystem:
normalerweise machen das betriebssysteme nur, wenn ein programm es verlangt. es wäre irgendwie unlogisch, beim ersten durchgang dateien mit einer DAW einzulesen und die dann im RAM zu halten. wenn das so wäre, könnte man ja auch gleich alles vorher ins ram laden, so wie das z.b. ein sampler macht.
 
Vielleicht sollte man bei solcher Art Diskussion auch immer berücksichtigen, dass nicht jeder ein Vollprofi ist, dessen Projekte (egal ob Logic oder Cubase,oder what ever) mindestens 100 Audio-Spuren, 30 VST Tracks am Laufen haben. Ich muss einem Hobbymucker mit seinen 16 Spuren Audio, Midi und nen paar Hardware Synths nicht vorkauen, dass es ohne voll SSD Ausstattung heute nicht mehr geht. Das ist Humbug. Und wenn der Mac dann auch noch nicht mal zum 3D Rendern, kompexen Videoschnitt oder fetten Matrixberechnungen verwendet wird, erst recht nicht. Klar sind 2TB SSD intern sexy, aber bei den Preisen die Apple da aufruft und als „Hobbyschrauber“ definitiv nicht notwendig.
Wer sparen MUSS, kann durchaus auch sehr viel langsamere Komponenten benutzen und AUCH zu einem Ziel kommen.
Nicht, dass wir uns hier falsch verstehen - man KANN ein Fusion Drive verwenden und die mit den großen SSDs sind sogar eine gute Alternative, die mit den kleinen eher Mo(o)gelpackungm aber auch das geht weil es muss. Aber sobald es nur noch mechanisch ist, wird es halt langsam. Das ist weniger bequem ..

Theoretisch kann man übrigens auch mit einem 2-Kern Rechner "was machen", es ist halt mehr so eine Frage von optimaler Ausstattung. Ich würde einem Musiker auch nicht unbedingt einen Mac Pro empfehlen, heute nicht mehr. Und man kann auch mit langsameren Anbindungen auch arbeiten, Audio ist nicht überschnell, dh SATA ist schon ok, SATA3 besser und PCI halt noch besser. Man muss hier einfach relativ arbeiten und meiner Meinung nach ist das größte Entscheidungsmoment das, ob man Apple die 600€ gibt, um eine normale vernünftige SSD einzubauen. Die eigentliche SSD kostet natürlich keine 600€ und das FD ist dann zudem ja noch inbegriffen, das behalten sie auch wenn sie es nicht einbauen quasi rein finanziell mit ein. DAS ist der große böse Anteil. Beim aktuellen iMac ist das 720€ für 2TB SSD statt Default beim größten 27" iMac. Beim kleinsten sind es sogar 840 für dann 1TB vom Fusion Drive dorthin. Da kann ich sehr gut verstehen, dass man dann das FD wählt, oder das 2TB FD ggf. noch in Kauf nimmt.
 
Zuletzt bearbeitet:

rz70

öfters hier
Es kommt auch immer darauf an, wofür man den Speicher braucht. Bei mir sind die 3 TB zu einem sehr großem Teil einfach ein Ablagesystem für unzählige Samples, Videos, Fotos, etc. Da brauch ich keine SSD für. Das wäre totaler Blödsinn. Alternativ zur Fusion kann man die Daten auch extern lagern. Mit USB-C und TB3 geht das auch mittlerweile sehr gut. Ich hab gerne alles im Rechner, daher passt das mit dem Fusion Drive. Schön wäre es, wenn bei der 3TB Platte 512 oder 256 GB SSD wäre. Aber Apple wäre nicht Apple wenn es so wäre. Traurig aber wahr.

Und um es noch mal klar zu formulieren:
Wer schnellen Speicher für all seine Daten braucht, sollte auf jeden Fall zu einer SSD greifen.
 
Dem kann ich zustimmen. Schau auf Anspruch und Anwendung. Auch das Starten von Programmen muss nicht für jeden schnell sein, nur - ist SSD heute Stand der Technik und Apple macht es halt aktuell noch sehr teuer, weil im iMac genug Platz für sowas ist.
Bei den anderen zB MBPs bauen sie halt 256GB SSDs ein, die natürlich für jeden zu klein ist, der mehr macht als Facetube und Office.
 

faulskemper

......
normalerweise machen das betriebssysteme nur, wenn ein programm es verlangt. es wäre irgendwie unlogisch, beim ersten durchgang dateien mit einer DAW einzulesen und die dann im RAM zu halten. wenn das so wäre, könnte man ja auch gleich alles vorher ins ram laden, so wie das z.b. ein sampler macht.
Nein, die Betriebssysteme machen das stets (wenn Programme wie z.B. Datenbanken das nicht *explizit* verhindern) und nutzen freies RAM damit optimal aus, was sehr logisch ist. Kann auch jeder mal testen: Einfach zweimal von einem *langsamen* USB-Stick eine 1-2GB große Datei auf den Rechner kopieren und man wird feststellen, wie schnell das das zweite Mal geht, weil eben nicht mehr tatsächlich vom Stick gelesen wird, sondern nur noch von der „Kopie“ im RAM.

Hier mal ein Ausschnit von dem Programm „top“ unter Linux, das es aber auch unter MacOS im Terminal gibt, von unserem HTPC:

Code:
Tasks: 173 total,   2 running, 171 sleeping,   0 stopped,   0 zombie
%CPU(s): 16,4 us,  6,0 sy,  9,0 ni, 55,2 id, 13,4 wa,  0,0 hi,  0,0 si,  0,0 st
MiB Spch:  15697,7 total,   5892,7 free,   1213,2 used,   8591,7 buff/cache
MiB Swap:   3906,4 total,   3906,4 free,      0,0 used.  14087,1 avail Spch
Die Bedeutung:
15697,7 total <--- Die Kiste hat 16GB RAM
5892,7 free <--- Davon sind knapp 6GB tatsächlich ungenutzt
1213,2 used <--- von Programmen und deren Daten sind etwa 1,2GB genutzt
8591,7 buff/cache <--- als Festplattencache sind etwa 8,5GB belegt

Die 8,5GB werden zwar als Festplattencache benutzt, gelten aber dennoch prinzipiell als „verfügbar“. D.h, wenn nun ein weiteres Programm gestartet wird oder ein laufendes Programm plötzlich viel Speicher vom Betriebssystem anfordern sollte, werden Daten aus dem Festplattencache natürlich verworfen (wenn die 6GB freies RAM nicht ausreichen sollten) weil diese im Zweifelsfall neu gelesen werden könnten.

Wie gesagt, dieser Mechanismus wird rein vom Betriebssystem verwaltet, weil nur das Betriebsystem weiß, welche Teile des RAMs aktuell frei sind oder welches Programm Speicher anfordert und ob evtl. Cache wieder verworfen werden müsste. Man kann also sagen, dass moderne Betriebssysteme ungenutztes RAM dafür nutzen, um aus jeder Art von Festplatte eine Art Hybrid/Fusion Drive zu machen. Das nützt selbst der schnellsten SSD, weil aus dem RAM lesen deutlich schneller ist. Natürlich ist diese Art von „Fusion Drive“ nicht persistent über Reboots.

Würden DAWs von sich aus versuchen, soviel Audiomaterial wie möglich voran ins RAM zu laden und dort zu halten, wäre das schlecht: Im schlimmsten Fall würde man sich das RAM damit vollstopfen, obwohl es gar nicht gebraucht würde, weil man z.B von dem 15-Minuten-Song immer nur an dem Intro rumbastelt. Die DAW kriegt auch leider nicht mit, wenn Du z.B. nebenbei ein anderes Programm startest, was ebenfalls viel RAM benötigt. Daher kümmern sich heutzutage Programm um solche Cachingfragen nicht mehr und überlassen das i.d.R. dem Betriebsystem. (Wie gesagt, es gibt Ausnahmen: Datenbanksysteme cachen in der Tat ihren Kram oftmals selbst, weil sie mehr Spezialwissen über die Dateistrukturen und Optimierungen haben als das Betriebssystem, aber das ist ein anderes Thema)
 
Das ist ein sehr gutes Stichwort - Apple verbaut nämlich auch gern wenig RAM, aber ein Rechner liebt viel RAM, was da rein passt muss nicht gecached werden. Das hast du gut erklärt.
Hoffe, dass sich das allgemein verbreitet. Ich erlebe das schon seit Quadra 650, auch da waren die schon mit zu wenig RAM ausgeliefert und Leute dachten, dass sie lahm sind, noch schlimmer bei den ersten Macbooks (diese bunten) - die waren alle so klein ausgerüstet, dass der Rechner damit immer rumchachen musste und dann denken doch gerade die mit weniger Wissen Apple ist lahm. Selbst schuld - aber auch vermeidbar seitens Apple.

Genug RANT. Oder besser immer wiederholen, bis sie es ändern.
iPhones unter 64GB auszuliefern oder nur anzubieten ist genau so frech.
 


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