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generativer Sequenzer/Melodiezentrale (für Nichtmusiker)

  • #31
Wenn Software involviert sein darf, wäre Harmony Bloom auch einen Gedanken wert:

(EDIT: Bitte nicht von dem entsetzlichen Vorschaubild abschrecken lassen. Das Video ist durchaus informativ, auch wenn Chris manchmal etwas gewöhnungsbedürftig ist)

 
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M.i.a.u.: Kavenzmann
  • #32
Denkanstoss vom grossen Steve Lukather: "If i gave you my guitar, you wouldn't sound like Luke but if you gave me your's it'd still sound like Luke, ya know?"
 
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M.i.a.u.: MaschinenMensch, GDU, Pepe und eine weitere Person
  • #33
Vielen Dank für eure konstruktiven Gedanken!

Da hab ich erstmal viel Input, den es abzugrasen und für mich zu bewerten gilt.


Mit knapp 50 Lebensjahren und rund 20 Jahren Selbstständigkeit in der Filmbranche kenne ich mich ein wenig.
Die Begeisterung für die Fotografie und später Film lief bei mir ebenfalls zunächst über die Technik - die Kreativität kam später dazu. Es gibt also beide Ansätze.
Im Übrigen habe ich als Jugendlicher Akkordeon gelernt und zu Hause stand ein Klavier... Leider habe ich schnell die Begeisterung verloren und bin lieber Skateboard gefahren.
Als Erwachsener hab ich mich dann ausgiebiger mit Percussion beschäftigt. Ich spiele seit Jahren gar nicht mehr, weil mir die Spielpartner fehlten und allein spielen mich nicht glücklich machte. Ein Cajon und ein paar Bongos sind aber noch da.

Jetzt bastel ich an meinen Synthies herum und habe großen Spaß, verbringe Stunden mit der Tonformung und bin oft mein eigener Spielpartner dank teilautomatischer Abläufe.

Ich interessiere mich dabei kaum für Popmusik und klassisches Songwriting/Arrangements, sondern begreife das Schaffen von Klangskulpturen (trifft es besser als "Musik") eher als befriedigende Tätigkeit selbst.
Da ich auch seit Jahren immer wieder Fieldrecordings mache und damit schon einiges an Soundscapes geschaffen habe, möchte ich diese als klangliche Grundlage dazu nutzen.

Ich möchte z.B. polyrythmische Strukturen aus Klängen bauen, die zwar harmonisch sein dürfen, diese Harmonien im besten Falle auch immer wieder brechen....

Deep Listening ist z.B. so ein Ding, dass mich stark beeinflusst.

Sorry für den Ausflug!


Wie gesagt nochmals Danke für den Input - man sieht/hört/liest sich bestimmt wieder!
 
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M.i.a.u.: oli und Orphu
  • #34
So, jetzt gebe ich auch noch meinen Senf dazu:
Mit der großen Welt der Harwaresequenzer kenne ich mich nur bedingt aus. Oxi One und Keystep kenne ich. Von alleine mache die eher nicht generative Musik.
Ich liebe mein Modularsystem...und empfehle daher natürlich diesen Weg. Natürlich muss man sich im klaren darüber sein, dass das Ganze schnell teuer werden kann.
Am Ende des Tages gibt es viele Methoden Musik zu machen und ich denke darüber sollte man als erstes nachdenken. Es gibt wahrscheinlich für jeden Ansatz (PC/Mac, Modulare, Hardware) Geräte, die einen Teil der Funktionen haben, die Du brauchst. Nur wie willst Du Musik machen???
Viele Spaß
DJ
 
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M.i.a.u.: Kavenzmann
  • #35
Das schrob ich eigentlich schon:
Keine DAW, am liebsten Hardware mit direktem Zugriff, um Veränderungen bei der Performance einfach zu ermöglichen.

Mein Setup ist bisher teilmodular, weil ich Standalone-Geräte favorisiere, Modulare aber nicht ausschließen will (siehe z.B. mein Intellijel Sealegs).

Aus Kostengründen könnte ich mir aber auch vorstellen, mein MacBook zumindest zum Ausprobieren spielerischer Ansätze mit einzubinden.
 
  • #36
und die anwort wäre immer noch die gleiche:
Wer auf zwei völlig unterschiedliche Fragen die gleiche Antwort gibt, hat vermutlich irgendwas Grundsätzliches in der Kommunikation nicht verstanden.
Kavenzmann hat ausdrücklich nach Geräten gefragt, da ist es wohl angebracht, ihm neben möglichen Alternativen auch bestimmte Geräte vorzuschlagen und diese in Hinblick auf seine Fragestellung zu beschreiben.
Außerdem hat er seine Ambitionen und bisherigen Versuche detailliert beschrieben und sogar per Video untermauert (und damit gezeigt, dass er das Wesentliche im Grunde schon verstanden hat - vom Akkordeon-Unterricht ist offensichtlich durchaus einiges hängengeblieben!). Wer das alles gelesen/gesehen/gehört hat

die technik ist egal - erst mal sollte man üben einen geraden strich zu zeichnen.
...und das geht mit einem Bleistift schon mal etwas besser als mit einem Aquarellpinsel, demnach scheint die Technik vielleicht doch nicht ganz so egal zu sein.

dann muss man verstehen, dass man das malen muss was man sieht, und nicht das was man weiß.
Das muss man nur, wenn man etwas kopieren will oder z. B. eine Landschaft abmalen will.
Vordemberge-Gildewart hat ganz anders gemalt (war aber bestimmt ganz falsch).

dann muss man stück für stück lernen, dass man olivgrün aus bleigelb und schwarz mischt
Das muss man nur lernen, wenn man farbig malen will.
Käthe Kollwitz hat das vermutlich gewusst, ihr Werk hätte aber ohne diese Erkenntnis kaum anders ausgesehen.

, wie man sukzessivkontraste richtig einsetzt oder vermeidet,
Ja. Irgendwann später. Viel später. Oder auch gar nicht.

und dann muss man sich für einen stil entscheiden.
Hat er. Ambient, Drones.
Die Frage zu lesen hilft bei der Beantwortung derselben (ach ja, Tschuldigung - das hattest du ja gar nicht versucht). Dann kommt man auch gar nicht erst auf Pinsel-blau-orange-Scheinvergleiche.

"nimm mal acryl, DJ bobo hat auch damit angefangen" wäre eher kein hilfreicher rat.
So einen dusseligen Rat hat hier auch keiner gegeben.

Schöne Grüße
Bert
 
  • #37
Hast du zufällig ein iPad?
Dann kann ich auch noch "Fugue Machine" empfehlen, das ist wie geschaffen für dich!
Komm ruhig mal nach Wallenhorst (im März ist da auch wieder "Nerdlich der Mitte")...

Schöne Grüße
Bert
 
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M.i.a.u.: Lauflicht, oli und Kavenzmann
  • #39
"nimm mal acryl, DJ bobo hat auch damit angefangen" wäre eher kein hilfreicher rat.

Dann erzähl auch die ganze Wahrheit: "Nachdem BoBo mit Acryl angefangen hat hat er hunderte von qm Leinwand beschmiert mit Spraydosen, Aquarell, Bleistift, sich nackt und mit Farbe beschmiert über die Leinwand gewälzt und die komplette Affinity Suite ausprobiert bis er seinen eigenen Stil gefunden hat."

Das hört sich allerdings nicht mehr so gut an, weils keine "Kompetenz" ausstrahlt und keine einfache Lösung verspricht. Dafür isses die Wahrheit.

Nebenbei: Schicklgrubers Sohn hat mit Öl angefangen. Da sieht man wieder im Öl liegt kein Segen, so rein Weltsituationsmässig gesehen. Wolt ich nur mal anmerken.
 
  • #40
Hast du zufällig ein iPad?
Dann kann ich auch noch "Fugue Machine" empfehlen, das ist wie geschaffen für dich!

Würde dazu auch den Thread hier im Forum empfehlen, da sind paar Infos und Musikbeispiele zusammengetragen...

Neben Fugue Machine könnte es sich auch lohnen mal Senode anzuschauen, denn da kann man Sequencerlinien sehr intuitiv bauen und easy / live switchen... (der Entwickler hatte das ursprünglich live auch mit seinem Drumset kombiniert und durch seine Drums getriggert / Sequenzen weitergeschaltet)
 
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M.i.a.u.: Kavenzmann
  • #41
Vielleicht wäre pamela's new workout intressant um alle deine Eingänge deiner diversen klangerzeuger in schwung zu halten?
 
  • #42
Wer auf zwei völlig unterschiedliche Fragen die gleiche Antwort gibt, hat vermutlich irgendwas Grundsätzliches in der Kommunikation nicht verstanden.
Kavenzmann hat ausdrücklich nach Geräten gefragt, da ist es wohl angebracht, ihm neben möglichen Alternativen auch bestimmte Geräte vorzuschlagen und diese in Hinblick auf seine Fragestellung zu beschreiben.

im regelfall fragen leute hier nach allem möglichen anderen dingen - und bekommen als antwort immer nur geräte empfohlen - obwohl danach nicht gefragt wurde.

dass es hier mal 3 oder 4 leute umgekehrt gemacht haben ist ein echtes highlight des forums :)

und wenn jetzt ausgerechnet die geräte-fraktion plötzlich das "das war aber nicht gefragt"-argument rausholt dann ist das keine nennenswerte kreative leistung, mit der man irgendwelche preise gewinnen würde.

die geräte-empehler empfehlen im regelfall das gerät, das sie selbst haben, was selten funktioniert, da ja jeder anders arbetiet und denkt.


außerdem hat niemand dieser gesagt, dass man dazu kein gerät bräuchte.

ich empfehle ja für akkorde und polyrythmiken immer papier und bleistift als gerät. alternativ dazu meinen eigenen sequenzer. welche konsequenz das dann hat, darfst du dir aussuchen.
 
  • #43
Es ist doch immer erlaubt, seine Meinung hier darzustellen, dazu ist das Forum doch da.
Eine "beste" Empfehlung gibt es einfach nicht.

Ich find's gut, dass hier ganz unterschiedliche Ansichten zusammenkommen und ich mir als Fragesteller daraus selbst ein Bild machen kann.

Geräte-Empfehlungen sind einfach ein Teil davon, genauso wie der Rat, erstmal Musiktheorie zu lernen oder sich einen Lehrer zu suchen.

Ich für meinen Teil habe in diesem kurzen Thread schon jede Menge Input bekommen. Sowohl interessante Geräte/Software, als auch ein paar Tips in Richtung Harmonielehre, Musikverständniß. Wobei das ja auch alle nix Neues für mich ist - ein Auffrischung schadet aber sicher nicht.

Polyrhythmen enstehen bei mir übrigens oft im Kopf oder einfach durch ausprobieren - ich gehe das ganz entspannt an. Die Welt der Rhythmik ist eh mein Faible und ich könnte mir sogar vorstellen zu den Melodien und Tönen dazuzutrommeln. Aber immer eins vor dem andern...

FYI: Melodicer und Metropolix finde ich beide sehr interessant, genauso wie den MidiCake oder den CL NDLR - die aber beide rein auf Midi kommunizieren.

Das tolle am Metropolix: Den gibt's auch solo und er läßt sich natürlich hervorragend mit meinen anderen Synth "verbinden".
Damit meine ich weniger Midi (durchaus willkommen), sondern die diversen Möglichkeiten mit CV raus- und reinzugehen.
Ich hatte schonmal ein bisschen mit Sequenzen experimentiert, dessen Notenwerte ich durch ein Delay moduliert habe - sowas macht mir ungeheuren Spaß.
Also Grundmelodie schaffen - schön einfach und dann ab durch den Moulationswahnsinn und wieder zurück.

Andererseits hat gerade der Melodicer einen ungeheuer flexiblen Zugriff auf die "richtigen" Parameter - gefällt mir sehr gut und scheint mir sehr performanceorientiert.
Die Logik beim Metropolix hab ich noch nicht verstanden, finde aber prinzipiell gut, dass er "nur" 2 Spuren kann und diese sich auch gegenseitig beeinflußen.
 
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M.i.a.u.: fanwander und oli
  • #44
Vielleicht solltest Du Dir auch mal von Eventide Misha anschauen, ich könnte mir vorstellen, dass das passt, so wie ich die Reviews in Erinnerung habe und Deine Wünsche verstehe. Habe Misha allerdings nicht selbst, plane aber ein paar Ideen für meinen persönliches Sequenzerprojekt zu klauen ;-)
 
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M.i.a.u.: Kavenzmann
  • #45
Den kenn ich auch schon - zumindest aus Videos.

Ich hab zuletzt noch zwischen Atlantix (solo) und dem Black Sequencer von Erica geschwankt.
Der Black Sequencer hat eigentlich mehr Power, allein schon wg. den 4 separaten Sequenzen a 16 Steps.
Haptisch ist er durch die großen Encoder vermutlich auch netter zu bedienen.

Für mich ist die direkte Bedienbarkeit und Übersicht über die Hauptvariablen (Pitch, Pulse, Gate) aber DER Ausnahmepunkt, den der Black Seq. m.M. nachnicht bietet.
Denn der Metropolix kann ja trotzdem auch sehr komplex werden und hat diverse Modulationsoptionen sowohl intern als auch für die externe Ausgabe.
Damit ist er in einem (halb-)modularen Setup maximal gut eingebunden.

Durch den Sealegs kenne ich ja die grundsätzliche Größe und Bedienphilosophie bei Intellijel bereits. Dabei finde ich den Ansatz direkten Zugriff bei hoher Komplexität zu gewährleisten ziemlich gut gelöst und durch die bisherigen Firmwareupdates auch konsequent verbessert.
Er konzentriert sich halt total auf eine kurze Stimme.
Super finde ich auch, dass die Noten zwar per Fader eingestellt werde, dessen Wert aber im Display angezeigt wird. Dadurch werde ich auch einwe nig mehr über Noten lernen.

Die bittere Pille ist halt, dass es prinzipiell eigentlich nur eine einzelne Sequenz mit max. 8 Stages gibt. Das ist erstmal ziemlich wenig für komplexe Melodien/Sequenzen.
Da es aber "Stages" und nicht nur Steps sind und ein Stage bis zu 8 Steps haben kann, sind theoretisch bis zu 64 Steps pro Pattern möglich.
Allerdings kann man den Pitch per Step nicht einfach festlegen sondern nur durch "Accumulation" variieren. Das ist ein wenig anders als die direkte Noteneingabe.
Auch gibt es eine Art zweite Sequenz, die allerdings nur eine Ableitung der Hauptsequenz ist. Es können halt andere Modulationen genutzt, Gates verändert oder Steps ausgelassen werden.

Summa sumarum kann ich nur sagen, dass mir der Metropolix ziemlich gut zu passen scheint. Denn ich will ja eigentlich nur 1 Melodie-Spur bauen und ausgehend von einer einfachen Notenfolge weitermodulieren. Der zweite Track würde bei mir evtl. eine zweite eher bassige oder dronige Stimme sequenzieren.

Langes Gesabbel: Metropolix ist bestellt - juchuu!
Irgendwann kommt vermutlich noch ein Keystep (32 oder Pro?) dazu, womit ich dann voll versorgt wäre.

Edit: Ein Buch über Harmonielehre hab ich auch ausgegraben! ;)
 
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M.i.a.u.: oli
  • #46
mit ableton hast du
chord, arpeggiator, lfo, scale. das kannst du verketten wie du möchtest und wenn du am ende scale hast, wird immer was halbwegs harmonisches bei rumkommen.
einfacher klassiker wäre:
chord -> arp(langsam) -> chord -> arp -> scale. mit lfo kannst du dann bestimmte parameter modulieren. aber da geht natürlich mehr, erst recht durch das flexible midi routing in ableton.
wenn man dann gefunden hat was man mag und will, kann man das ja immernoch in hardware gießen und das konto dementsprechend erleichtern.
 
  • #47
Stimmt alles. Hab ich auch schon ausgecheckt und beschlossen, dass ich ohne Software und mit möglichst viel direktem Zugriff arbeiten möchte.
Klar - das Konto findet das nicht so prickelnd...
Aber hey, Kompromisse mache ich im Alltag ausreichend und oft auch einsichtig gerne. Aber nicht beim Hobby!
 
  • #48
Wollte dem Thread mal ein mittelfristiges Ende gönnen:
Nach 2 Monaten mit dem Metropolix und den Make Noise Sachen habe ich beschlossen, dass ich so nicht zum Ziel komme.
Ich habe immer viel gespielt, bin aber dem Sound, den ich eigentlich machen will, nicht wirklich näher gekommen.

Also nochmal nachgedacht und per Zufall den Vermona Perfourmer entdeckt und sehr günstig gebraucht vom Händler geschossen.
Das MakeNoise Trio habe ich für deutlich mehr verkauft, den Metropolix dazu und einiges an anderem Geraffel ebenso.

Nun steht hier primär der Perfourmer mit seinen vier Kanälen und mächte natürlich auch mindestens vier Kanäle sequenziert bekommen können.
Obwohl ich es möglichst hands-on haben wollte, war mir itgendwann klar, dass es vermutlich nicht geht.

Es ist dann am Ende der OXI One MKII geworden und zwar weil ich einen Matrix-Sequenzer haben wollte und der Oxi von allen mir bekannten die größte Userbase hat. Entsprechend groß ist die Anzahl an interessanten Tutorials und Tips+Tricks im Netz.
Es gab dann am vermalledeiten BF ein paar Prozente, sodass ich dann gewartet und zugeschlagen habe.
Ja - es sind auch noch ein paar andere Teile eingezogen (shame on me!), aber die zentralen Geräte sind Perfourmer und Oxi sowie das Sealegs als extrem vielseitiges Effektgerät für Delay, Reverb und diverse andere Modulationen.

Ich habe viel zu wenig Zeit, um diese drei Geräte auch nur ansatzweise in Ihren Möglichkeiten kennenlernen oder gar ausschöpfen zu können.
Aber Spaß kommt eben sehr schnell auf und nach ein bisschen Bastelei am Oxi kann ich genüßlich am Perfourmer schrauben und meine, es kommt so etwas ähnliches wie Musik dabei heraus.

Hier ein Beispiel von heute nach 1h Beschäftigung mit der Arp Sektion des Oxi - außer etwas FX vom Sealegs nur ganz roh mit dem Zoom L6 aufgenommen:

Anhang anzeigen Arpeggiornata_Oxi+P4+SL.mp3

Mit dem Oxi kann man unglaublich schnell schon als Anfänger mit ein paar Handgriffen etwas zusammenbauen, auf dessen Grundlage sich dann die ausgefuchstesten Tracks bauen lassen. Hier habe ich nur ganze 4 Noten für ein Arpeggio verwandt und dann solange an der Reihenfolge herumprobiert, bis mir das Ergebnis gefallen hat. Mit drei Stimmen vom Perfourmer habe ich dann den Round-Robin-Modus genutzt und jede Stimme etwas anders zusammengebastelt, sodass das Ganze etwas abwechslungsreicher wird. Ein wenig leicht moduliertes Delay und Reverb - fertig.

Besonders mag ich an meinem kleine Setup, dass ich über das Panning der einzelnen Perfourmer-Stimmen den FX-Anteil direkt am Gerät bestimmen kann. Einfach den linken Ausgang ohne FX-Send, den rechten mit am Mixer einstellen, schon kann ich während des Schraubens kurze Töne oder Sektionen durch schnelles Panning der FX-Sektion zuführen oder einzelne Stimmen ganz rausnehmen oderoderoder.

Am Ende habe ich einfach gemerkt, dass zu viel technisches Wissen für mich als musikalisher Anfänger nicht so konstruktiv war.
Reduktion auf ein Hauptgerät ohne Erweiterungsmöglichkeiten a la Modular und ein Sequencer mit einer kleine FX-Sektion können schon sehr mächtig sein. Relativ schnell entdeckt man Kniffe und Besonderheiten, da die Möglichkeiten auf den ersten Blick begrenzt erscheinen.
Das wurde mir übrigens klar, als ich den Aufbau für die Hans Zimmer Tour gesehen habe und dann mal eine Übertragung eines Konzertes gesehen und gehört habe. Soooo viel zeug, aber die Musik hat mich null berührt...
 
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M.i.a.u.: oli, martin_ffm, DanDay und 3 andere
  • #49
Selbst ich hab nen Oxi - kann ich gut verstehen, Hapax ist wieder weg. Find ich auch intuitiver. Danke für das Rückmelden - sowas ist echt viel wert. Gerade sowas.
 
  • #50
Schau Dir mal ornament & crime an, da gibt es verschiedene Sequenzer mit unterschiedlichen Sequenzerkonzepten mit und ohne Quantizer und Scale und zusätzliche Quantizer mit Scale, wovon mehrere als Applets gleichzeitig laufen können (z.B. einer für Trigger/Gates und einer für die Tonhöhe).
Viele Parameter sind CV/Gate steuerbar, sodass man das auch gut modulieren kann, wenn es sich ständig verändern soll.
Zufallsgenerierte Sequenzen gehen damit gut, z.B. per Trigger neu die Sequenz auswürfeln (https://firmware.phazerville.com/TB-3PO) oder als Turing-Machine mit ständiger Veränderung (https://firmware.phazerville.com/TwoRings), natürlich ein Euclidean Pattern Generator (https://firmware.phazerville.com/EuclidX) und ein vom Melodicer inspirierter Sequenzer (https://firmware.phazerville.com/ProbMeloD).
Als alleinigen Sequenzer würde ich O_c nicht einsetzen, sondern eher von einem "normalen" Sequenzer aus antriggern (clock von Sequenzer Spur Triggern) oder parallel laufen lassen: gleiches oder runtergeteiltes Clock Signal wie das des normalen Sequenzers reinfüttern.
 
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  • #51
Mag alles sein.
Aber noch ein Gerät zu kaufen wäre genau das, wovor ich hier eher abraten möchte.
Lieber erstmal mit der vorhandenen Aparatur arbeiten anstatt immer wieder neues Gerät auszuprobieren.
Der O&C ist ja durch die verschiedenen Firmwares und die wenigen Tasten nochmal weitaus komplexer als es der Oxi schon ist.
 
  • #52
O_c kann man fertig mit Firmware kaufen, z.B. O.R.N.8 und dann nutzen es viele so, dass sie eine App-Kombination einstellen, speichern und ewig so lassen, weder die Firmware noch die Applet-Konfiguration ändern. O_c nutzen z.B. viele "nur" als quad quantizer, weil es das besser kann als viele Quantizer. Bei den generativen Sequenzern stellt man dann letzten Endes einmal ein und lässt es laufen, so viel editiert man da nicht dran rum wenn es dann mal läuft, außer ein paar spezielle Parameter wie Häufigkeit usw., die man via CV auf Potis oder Fader legen kann für eine Performance.

Mit einem "normalen" Sequenzer ala OXI arbeitet man eher linear und packt dann noch random oben drauf und kann dann ggf. noch ein wenig mehr Kompliziertes (permutation o.Ä.) reinbauen. Beim O_c kann man da von Grundauf generativ arbeiten mit verschiedenen anderen Konzepten/Algorithmen und Logik/Branching usw. Nicht nur mit einem Konzept, wie wenn man sich eine Turing Machine holt (das ist ggf. auch empfehlenswert). Das ist dann ggf. komplexer, das ist doch die Idee dahinter?
Generativ und Performance ist ein Kompromiss. Kontrolliertes Chaos sozusagen.
Beim O_c lädt man sich seine Module rein und nutzt die dann. Durch die Grafische Ansicht ist das meiste selbsterklärend und mit den Encodern recht leicht editierbar. Weil man das Meiste eh nur einmal einstellt ist das kein Nachteil für generative Sequenzen. Die ladbaren Module finde ich relativ simpel, die könnten gerne noch mehr Parameter haben. Dafür bekommt man sie schnell ans Laufen und gute Ergebnisse, weil jeder Algorithmus für sich läuft und sinnvoll, eher simpel, parametriert ist.

Aber klar, mit dem OXI kann man viel machen. Ich wollte nur Aufzeigen dass für die Erzeugung von generative Sequenzen andere Ansätze/Konzepte existieren, wovon es Einige gebündelt im o_C gibt.
 
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