Diesen "letzten" Zweifel – "man weiss ja nie ob es richtig war" – kenne ich nur zu gut.
Egal, ob es sich um die Wahl einer bestimmten Studioverkabelung handelt, oder ob nicht doch ein anderer Synthesizer besser wäre, ein anderes Arrangement passender – letztlich sind das alles Entscheidungen, bei denen ich mich oft nur deshalb für eine der möglichen Alternativen entscheide, weil das Ausprobieren aller anderen Alternativen unvertretbar viel Zeit und/oder Geld kosten würde.
Wobei es eigentlich schon falsch ist, wenn ich schreibe, dass ich mich für eine der möglichen Alternativen entschieden hätte. Zutreffender wäre, dass ich bei einer der möglichen Alternativen bleibe.
Denn statt mich zu fragen, wie eine der – potenziell unendlich vielen – besseren Alternativen aussehen könnten und wie ich diese umsetzen könnte (und welches neue "Zeug" im Sinne von Hardware, Software, Raum, Akustik, Ergonomie usw. ich dafür brauchen würde), ertappe ich mich oft bei der Frage, ob das, was ich da grade mache, überhaupt unbedingt verbessert werden muss, oder ob es so, wie es ist, nicht schon gut genug ist – anstatt mich in der potenziell uferlosen Alternativenprüfung zu verlieren.
Warum schreibe ich dann aber davon, dass ich mich "oft bei dieser Frage ertappe", als ob das etwas Schlechtes wäre? Weil ich dummerweise zum Perfektionismus neige – und daher leider nur allzu oft das Tatsächliche zugunsten des Möglichen verwerfe.
Umgekehrt wäre ich zumindest produktiver.
EDIT: Tippfehlerkorrektur (q.e.d.)