Herbe Entäuschung und krasse Reinfälle

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MacroDX

MacroDX

Hat ein Bild mit Robotern wo aufm Mond rumlaufen
Ich arbeite als Studiomittelpunkt mit NI Maschine
Jetzt wo du´s erwähnst: Das Ding war auch ne herbe Enttäuschung für mich in der Hinsicht, dass ich eigentlich automatischen Tempoabgleich für Loops erwartet hatte. So, wie ACID das schon zwölf Jahre vorher konnte...
 
Cosso

Cosso

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inwieweit eignet sich der Kronos nicht fürs Sounddesign? Verstehe ich nicht. Mit dem Vorgänger habe ich bis heute Spass, Kronos und Oasys sind gerade was experimentielle Klänge betrifft den anderen Workstations von Roland und Yamaha weit überlegen.
Der Kronos ist wahrlich ein echtes (Synthese)Monster und es braucht praktisch schon einen Lebensabschnitt, um in die Tiefen dieses Flaggschiffs vorzudringen.
Vielleicht ist er dadurch auch einfach zu mächtig geraten weil er natürlich seine Zeit braucht und in Anspruch nehmen will, um Zugang zu ihm zu finden.
Das kann mitunter auch abschreckend wirken und die Sounds die mit ihm weit unter seiner Oberfläche alle möglich sind, erfordern auch das richtige Gespür des Sounddesigners.

Für mich gehört der Kronos zur Kategorie "den Baum vor lauter Wald nicht zu sehen (ja umgekehrt:D)" und er mir einfach zuviel Aufmerksamkeit abverlangt hätte und ich für mich (mit einem Yamaha und FM-Board) einfach weniger brauchte.
Aber ganz klar ist der Kronos eine Art "Todesstern" unter den Flaggschiffen und ganz besonders interessant für geduldige Soundtüftler- und Forscher.
 
[Artinus]

[Artinus]

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Twisted Electron Therapsid MK1:

Einer meiner ersten Synths. Hat die ganze Zeit Midi Hänger und die Build Quality war schon von Anfang an eher bescheiden, von der Tatsache das im Midi IN sogar ein Bauteil einfach fehlt garnicht zu schweigen. Hat ordentlich Geld gekostet und das war eigentlich nur rausgeschmissen.

Irgendwann hab ich mir einen sammich sid gekauft. Der war billiger, besser gebaut und hat sogar 2 Sid chips drin.
 
Klaus P Rausch

Klaus P Rausch

playlist
Der Kronos ist wahrlich ein echtes (Synthese)Monster und es braucht praktisch schon einen Lebensabschnitt, um in die Tiefen dieses Flaggschiffs vorzudringen.
Vielleicht ist er dadurch auch einfach zu mächtig geraten weil er natürlich seine Zeit braucht und in Anspruch nehmen will, um Zugang zu ihm zu finden.
Das kann mitunter auch abschreckend wirken und die Sounds die mit ihm weit unter seiner Oberfläche alle möglich sind, erfordern auch das richtige Gespür des Sounddesigners.
Das ist in etwa auch meine Einschätzung.

Man ist mit den 9 Engines etwas übers Ziel rausgeschossen, vor allem weil das Bediensystem nicht schlank genug geraten ist. Zwar kann man sich über 9 gänzlich unterschiedliche Instrumente freuen, aber man muss sie sich erschließen, also lernen. Und soviele Gelegenheiten haben viele Leute gar nicht, das in überschaubarer Zeit hinzukriegen. Der Beleg dafür sind die Forenbeiträge speziell in korgforums.com, wo man nachlesen kann, wie schwer sich auch nach Jahren so mancher Instrumentenbesitzer damit tut. Selbst simpelste Organisationen wie Controllerzuordnung für Modulationen sind für jemanden, der noch andere Dinge im Leben zu erledigen hat, fast eine Zumutung.

Wer sich dagegen eine nach der anderen Sektionen systematisch vorknöpft, kann jahrelang viel Spaß damit haben. Die tatsächlichen Qualitäten abseits der durchaus gelungenen Presets muss man sich also erkämpfen, und das ist wirklich nicht jedermanns Sache. Allerdings ist das kein Vorwurf an die Entwickler, von einer Workstation wird heutzutage viel verlangt, und es ist nah an der Quadratur eines Kreises, das auch noch kindersicher hinzukriegen.
 
solitud

solitud

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Meine größte Enttäuschung war der Neukauf eines Roland JD-800. Der hatte überhaupt nicht das was ich wollte. [...] Die Pads waren ok, aber eigentlich suchte ich was echt knackiges.
Gerade für Pads ist der aber mehr als o.k.!
Auf meinem JD-800 gibt es ausschliesslich Variationen von Ice Man, Hearts of Space und Aurora Borealis :)
 
S

Sebastian R.

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Roland E-20.
1990 für fast 3000,- DM neu gekauft. Ein Montags-Modell, war sofort defekt.
6 Wochen Reparatur, kein Ersatz. So dämlich ist man, wenn man jung ist,
nicht auf Ersatz zu pochen. Also: 6 Monate Eier schaukeln.
Mein repariertes KB war dann nun in Ordnung.
Styles waren sehr professionell, leider überladen (nicht universell einsetzbar),
Sounds waren wie Plastik, aber ok (gekappte LA-Synthese),
Hardware war Kinderspielzeug-Qualität, und das für ein Profi-Gerät.
Schlimmer: Prospekte warben mit "Intelligent Synthesizer", was für ein Quatsch und Hochverrat zugleich.
Ich wusste natürlich, dass es ein Arranger-KB war, aber ich habe mich fast tot gekauft
an diesen QM-E Cards, wo dann neue Styles drauf waren. Sauteuer für ich glaube 16 neue
Rhythmen, von denen mind. die Hälfte oft unbrauchbar waren oder der Bezeichnung nicht entsprach.
Seit E-20 war mir klar: Nie wieder ein Begleit-KB mit Fest-Styles. Künftig nur noch programmierbar.
Mit dem GEM WS2 kam dann die Erlösung ins Haus und ich habe das E-20 für 1650,- DM
nach ein paar Monaten verkauft.
 
Scenturio

Scenturio

O̡̯̮̘̗̻͟͡i̸̼̘͞ṟ́͢u̻̯̤͘t͉̪̦͇̹̥n̛͚̯̯͙ͅͅe̛̟̠̞c҉҉̤͕̹̩
und ich habe das E-20 für 1650,- DM
nach ein paar Monaten verkauft.
krasser Preisverfall ... wäre interessant zu wissen, ob sich der Ladenneupreis in dem Zeitraum auch entsprechend nach unten entwickelt hat. ;-)
 
Michael Burman

Michael Burman

⌘⌘⌘⌘⌘
3000 DM für E-20? :shock: Irgendwie sehr teuer. :agent: Ich erinnere mich an E-86 und E-96. Das war Mitte 90er. Die Kisten waren teuer, aber wenigstens imposant. Ich hab' sie selber nicht besessen. Begleitautomatik wollte ich sowieso nicht haben. Mitte 90er hatte ich eine KORG X3R.
 
K

karlk

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Es ist weder eine herbe Enttäuschung noch ein krasser Reinfall - eher eine herb-krasse Anekdote:

Vor ein paar Jahren habe ich mir bei Waldorf Spectre für den Blofeld heruntergeladen, v1.00, weil ich bis dato noch die ältere Verson hatte, ich glaube v0.9. Beim Installieren sprang mein Antivirus Programm an, die Datei sei virenbefallen. Ich habe sie dann noch mal von einem anderen Rechner aus heruntergeladen (weil es hätte sein können, dass mein Rechner ein Virus hatte). Auch eine Freundin von mir hat es für mich heruntergeladen und bei sich ausprobiert. Und immer sprang das Virusprogramm an.
Dann gibt es da noch diese online-Virus-checker: dort hochgeladen und von ca 40 Virusprogrammen, zeigten 3-4 an, dass Spectre verseucht sei. Daraufhin habe ich Waldorf per eMail angeschrieben. Und ein Walddorf-Techniker hat zurückgeschrieben, so in etwa sinngemäß (an genaueren Wortlaut kann ich mich nicht erinnern): unsere Programme enthalten keine Viren und abgesehen davon (jetzt kommt der Brüller) "richtige bzw. professionelle Musiker gehen mit ihren ArbeitsPCs nicht online". Da ich kein richtiger Musiker bin, bin ich weiterhin mit meinem PC online gegangen und hab weiterhin die v0.9 verwendet, um nicht dauerhaft das Gepiepse des Virusprogramms zu hören. Nach einem halben Jahr, habe ich die v100 noch mal heruntergeladen und das Virusprogramm sprang nicht mehr an. Ich habe dann die CRC-Prüfsummen gecheckt (von der angeblich verseuchten und der später heruntergeladenen, nicht verseuchten v1.00) und die waren unterschiedlich - dass heißt , da wurde am Code etwas verändert.

Mir ist klar, daß manche Antivirenprogramme zu "hyperaktiv" (wegen der Heuristik usw.) sind und auch dann anspringen, wenn eine Datei sauber ist. Wahrscheinlich war das auch in diesem Falle der Fall. Aber, die Art und Weise, wie ich von einem Waldorf High-Potential (den Namen verrate ich nicht) abgespeist wurde, hatte schon was.
PS: Und ich kauf immer noch Waldorf Produkte: die Kinder können nix für ihre Eltern *;-)
 
S

Sebastian R.

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Der Roland E-20 war schon reduziert !!
Obwohl der Nachfolger E-30 in den Startlöchern stand, wusste ich nichts davon.
Der E-30 war auf einmal zu haben, und ich stand mit nem E-20 da.
Mein E-20 war einer der Letzten, weil ich den noch (mit ebenfalls langer Lieferzeit) bestellen musste.
Wie blöd musste ich gewesen sein.

Die UVP des E-20 war 3500,- DM, ich hatte mich damals (leider) nur aus Zeitschriften "schlau" gemacht.
Dort war die Rede von sogar knapp 3600,- DM Anschaffungspreis. Ohne Zubehör oder Cards.
Als ich das KB dann zu Hause hatte, war ich regelrecht geschockt (Qualität, Haptik, Tastatur).
In den Zeitschriften wurde die Plastik-Qualität schon leicht angedeutet, aber den Satz, dass die Styles
"bombastisch" programmiert daher kommen, hat mich begeistert. Muss Ausgabe 1989 gewesen sein.
Lehrgeld halt, wenn auch teuer.

Seit Mitte der 1990er mach ich nichts mehr mit Bühne oder Begleitung. Aber mein GEM WS2 besitze ich
immer noch (zum Klimpern). Die Kiste funzt seit fast 30 Jahren, auch das Disk-LW (habe ich damals
für horrende 700,- DM dazu gekauft).

Für mich gehört das E-20 als krasser Reinfall meines Lebens, weil ich ihn nach kurzer Zeit wieder verkaufen MUSSTE,
denn auf der Bühne suchte ich brauchbare Styles, vor allem Disco-Rhythmen, die das KB einfach nicht hergab.
Gäste wollten damals schon Diskofox-artige Mucke zum Tanzen, die bot auch keine Style-Card, die ich kaufte.
Nach der etwa sechsten Style-Card habe ich das Ganze mit Cards für schlappe 1650 DM verkauft.
Ich weiß nicht mehr, was die QM-E Cards kosteten, waren aber auch nicht billig.
 
rauschwerk

rauschwerk

pure energy noise
Korg Poly-800 (genauer: EX-800)
Müll auf ganzer Linie. Es gibt nichts, gar nichts, was dieser Synthesizer gut könnte. Pure Zeitverschwendung sich damit zu befassen. Nach ca. 3 Wochen und vielen Versuchen sich das Gerät irgendwie doch gut zu reden, habe ich es wieder verkauft.
 
 


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