How to: Wirklich schöne Synth Strings?!

Rastkovic

PUNiSHER
Es gibt verschiedene Techniken wie man Synth Strings erstellen kann. Sägezahn oder PWM mit Unison/Chorus, JP80x0 Supersaw.... vielleicht möchte jemand mal aus dem Nähkästchen reden was seine bevorzugte Methode ist?

Es soll in erster Linie um Techniken gehen, nicht um Geräte.
 

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Schwer, es gibt da kein allgemeingültiges Rezept das mit jedem Synth funktioniert, wenn ein Synth 'ne bestimmte Funktion nicht kann oder sie nicht entsprechend klingt, muss man kreativ sein und was anderes nutzen. Ist halt auch 'ne ziemliche Geschmackssache, soll es obertonreich und mit Modulationen oder Sweep oder eher clean sein.
 

fanwander

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Mein Rezept sind die "Polymoog"-Strings. Der Trick besteht hauptsächlich darin, dass man Vibrato und PWM mit unterschiedlichen LFO-Frequenzen moduliert, und das für jeden beteiligen VCO separat. Beim Polymoog hatte man ein Saw-VCO und ein Rechteck-VCO, für den Saw gabs halt nur Vibrato, fürs Rechteck Vibrato und PWM. Für eine System100m-Demo habe ich das mal nachgebaut:
play: http://www.florian-anwander.de/roland_system100m/roland100m-pads.mp3

Beim konkreten Beispiel war auch nochmal eine Oktave drunter dabei mit langsameren Modulationen.
 
Zuletzt bearbeitet:

blauton

6 von 5
Ich benutz mono Strings aus verschiedenen Synth, am liebsten aus Bass Station und Moog Mother eigentlich.
Die hier sind aus Bass Station II (2x), Nord Lead 4 und Aparillo für den Orchestersound.
Eine Stimme der BS geht durch einen speziellen physical modelling Filter, und jede Stimme hat halt ihren eignen Klang und Position im Raum und Stimme, ich glaube das ist relativ wichtig.

Daneben benutz ich oft ein Cello Sample, oder ein spezielles hybrides phys mod Stringinsturment und mische das mit rein synthtischen Voices
so daß so ein hybrider Charakter entsteht, hier allerdings ists nur der Filter.
Ich benutz auch immer wider andere Stringsounds in Kombination, je nach Stück und Stimme-

Ansonsten was Florian sagt.
 

blauton

6 von 5
Ja würde ich auch als Pad bezeichnen - ich kann mir gut einen "richtigen" Stringsound noch dazu vorstellen
im Kontrast dazu wenn der Filter mehr zu ist.
 
Logan...alles andere ist grottig. :D

Die Strings gibt es nicht. Es geht von drahtig bis verwaschen. Je nach Einsatzgebiet von poppig bis 70s Soft Porno verlangt es unterschiedliche Strings, sonst verkleisteht dir alles.

Wie Florian schon sagte, mit einem Synth so viel subtile unterschiedliche Bewegung schaffen wie möglich ohne dass es leiert.
 

Summa

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Rastkovic

PUNiSHER
Ja würde ich auch als Pad bezeichnen - ich kann mir gut einen "richtigen" Stringsound noch dazu vorstellen
im Kontrast dazu wenn der Filter mehr zu ist.
Vermute der String Charakter kommt mehr durch, wenn der Klang einstimmig, bzw. einstimmig mit Oktavierung ist. Geballte Akkorde gehen dann Richtung Pad.

Oder man macht sich wirklich daran für mehrstimmige Spielweise den speziellen Charakter von Cello, Viola, Violine einzeln herauszuarbeiten. So hast du das ja auch ungefähr gemacht, sofern ich dass richtig verstanden habe.....
 

fanwander

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Oder man macht sich wirklich daran für mehrstimmige Spielweise den speziellen Charakter von Cello, Viola, Violine einzeln herauszuarbeiten.
Klar das macht extrem viel aus. Mein ewiges Beispiel ist das resonator Video von Kenneth Elhard, da gehts zwar nicht um Streicher sondern um Bläser; aber die Tatsache, dass er einfach einen typischen Wiener Klassik Bläsersatz spielen kann macht mehr als die Hälfte vom Eindruck aus (ab 3:00):
 

fanwander

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swissdoc

back on duty
Der Trick besteht hauptsächlich darin, dass man Vibrato und PWM mit unterschiedlichen LFO-Frequenzen moduliert, und das für jeden beteiligen VCO separat.
Das könnte beim Moog One noch recht spannend sein. Drei VCOs und vier LFO und dazu noch geloopte Envelopes, wenn das mit den vier LFOs über Kreuz auf Pitch und PWM der drei VCOs nicht taugt. Wenn es sein muss, dann kann man dort noch zwei oder drei Sounds layern und obendrauf gibt es noch Chorus und Eventide Reverb. Könnte klappen.
 

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Ich bin froh, dass ich offenbar nicht der einzige bin.
(Ich hatte immer so ein Bild à la Aretha Franklin vor dem geistigen Auge...)


Anyway... zurück zu den Strings...
An eine Frau hab' ich dabei nie gedacht, der Text passt auch irgendwie nicht zu 'ner Frau, zumindest wenn sie hetero ist.

@swissdoc Ein klein wenig Keyfollow (+/- per Oszillator möglichst unterschiedlich) auf die LFO Rate lässt die Sache auch weniger berechenbar wirken.
 

PySeq

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Bei der Demo vom TAL-UNO-LX hatte ich mal bei meinem Lieblingssound "Low Strings" (klingt ungefähr wie "Soundtrack") geguckt, wie der gemacht ist: PWM, vom LFO moduliert, nach einer Weile setzt noch Vibrato ein, dazu kommt der (Juno-)Chorus (stärkere Einstellung). Dabei muß die LFO-Zeit mit dem Chorus genau zusammenpassen, was man wahrscheinlich am besten mit einem Oszilloskop überprüfen könnte. Ist jetzt nicht für Oszillatoren getrennt, sowas geht beim Juno ja gar nicht. Klingt trotzdem toll. Es hängt aber auch mit dem Grundklang der Wellenformen des Juno zusammen. Ich wollte dasselbe immer gern auf anderen Plugins machen, aber da gelingt der Klang immer nur zu so 80%, hat nicht dieselbe Fülle und Wärme. Ein ganz gutes Ergebnis brachte die BS2, aber dann eben erstmal mono. Wollte das für poly mal samplen, bin aber noch nicht dazu gekommen.

Hatte noch diese Beschreibung gefunden, wo das so ähnlich empfohlen wird:
https://www.soundonsound.com/techniques/synthesizing-strings-pwm-string-sounds

Zu meiner Überraschung kann mit solchen Einstellungen auch der M-Audio Venom ganz gut klingen (Sound "SuperJuVee").

Ähm, ich gehe jetzt von SynStrings aus, die also hauptsächlich "Lush" sein sollen, "Teppiche" also. Sollte es hier mehr darum gehen, aus einem Synth halbwegs realistische Streicherklänge zu bekommen (wie bei Stringmaschinen), dann wäre das was Anderes. Die sind ja eher ein bißchen "kratzend". :)
 


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