ja, ist es - weil du dir etwas dbei denkst, weil es dir etwas bedeutet.
siehst du, ich sehe das nicht als kunst an, ich frage mich eher ob es noch gesund ist - ich befürchte eher, das es aus sensationslust als aus einer nachricht besteht ... ...das ist nichts auf das ich stolz bin.
ob ich drumcomputerdudelmusik gerne höre oder doof finde, und ob es viel oder wenig arbeit war, ist da eher zweitrangig.
wenn du ein konzept benutzt hast, wenn du dich zwischendurch von irgendwas inspirieren hast lassen, dann besteht eine beziehung zwischen dem künstler und dem ...ding... und dann ist es ein werk.
das wäre mich zu wenig, aber das hat nichts mit ki oder anderen werkzeugen zu tun. da geht es um die definition von kunst - und das macht jeder mit sich aus :)
populärmusik kompositionen sind wahrscheinlich kein geeigneter gegenstand um über die grenzen zu streiten, weil man das da schon bei der handgeschriebenen ebenso machen könnte.
ich persönlich lehne KI und alles andere "generative" für mich selbst ab, ich setze ereignisse lieber selbst, weil ich halt ein verdammter kontrollfreak bin.
das finde ich absolut in ordnung, wenn du es so formulierst. - nicht in ordnung finde ich, wenn du deine ansicht anderen aufzwingen willst.
aber aus meinem kunst-begriff ausschließen würde ich das, was du da gemacht hättest, deswegen nicht gleich.
genau wie bei meinen 100,000 "1"en ist ja immerhin ein konzept dahinter... und dann kann ja auch das das kunstwerk sein, und nicht die daten oder gegenstände, die dabei entstehen.
ich würde mal so sagen: bei etwas hand- und kopf-komponiertem kann man nicht mehr abstreiten, dass es kunst ist.
ja, da ist wieder die definitionsfrage ;)
...ist ein billardspieler ein künstler, ist ein eiskunstläufer ein künstler, ist ein maurer ein künstler?
wie ich oben schon geschrieben habe: nur weil etwas toll ist, schön klingt und handgemacht (oder wie auch immer gemacht ist) hat es für mich noch nichts mit kunst zu tun - in sofern hast du wahrscheinlich recht, da bin ich vielleicht zu radikal.
für mich müsste schon ein sozialer aspekt dabei sein, damit etwas kunst wird.
es sei denn man billigt das erheben eines etwas zu einem kunstwerk demjenigen zu, der es gemacht hat, und derjenige sagt selbst "nö, das ist keine kunst, ich probiere hier nur was rum."
dann muss man das so akzeptieren.
und das ist genau diese radikale position.
dass das eingeben des prompts "mann geht aus dem raum" oder "berlin techno gedudel mit saxophon solo" bereits eine schöpferishe tätigkeit wäre.
richtig
vorher ging es ja um den inhalt von jemand, der einfach nur seine sachen vorgestellt hat - und nicht dieser meta-kunst-tread.
daher ging es ursprünglich auch nicht um kunst.
...als ich angefangen habe musik zu machen waren die ersten sachen objektiv einfach nur schlecht. alles war sehr ... zufällig... ... aber es weckte den wunsch nach mehr.
das ist, was mich an dem draufhauen stört und ärgert. heute ist der zugang anders, auch die kultur. alles wird oft sofort geteilt - egal wie gut, zufällig, naiv ... etwas ist.
aber warum kann man nicht einfach vom guten ausgehen?
warum nicht mutmachen?
warum glauben, dass jedes generative stück mist sein muss?
warum nicht glauben, dass es für jemand der erste schritt ist und er sich noch entwickeln wird?
warum nicht glauben, dass sich hinter einem offensichtlich banal klingendem ki track etwas größeres verbirgt?
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und grade in foren springen dann oft einige mit auf den zug auf und hauen mit drauf ein - warum?
wir wollen es doch weitergeben, wir wollen, dass es nicht stirbt, sondern ein iteresse wecken.
ich zumindest freue mich schon, wenn ein junger mensch nicht mit brüllwürfeln musik konsumiert.
wenn dann jemand nach dem einstiegs geburtstagsliedprompt interesse bekommt - das ist doch schön.
damit wird meines erachtens alles andere entwertet und du würdest das werk auf die form reduzieren.
das sehe ich wieder nicht so. wenn etwas kunst ist, dann wird es nicht weniger kunst, wenn etwas anderes danebengestellt wird.
vielleicht geht es dann unter. der wert bleibt aber gleich.
ich mache wenig sachen, von denen ich möchte, dass sie jemand gut findet. lieber ist es mir oft, wenn es nicht, oder nur wenig gehört wird.
möglicher weise wäre das bei dem reinen handwerklichem ansatz anders.
und nein, um die methode geht es dabei nicht wirklich, sondern um den zusammenhang zwischen dem tun, dessen begründung, und dem ergebnis.
das muss man schon mal erörten (klären kann man es ja eh nicht :) ), was man denn unter kunst versteht, wenn man über "ki in der kunst pro und contra" diskutieren will.
ansonsten verweise ich noch mal auf meinen obigen versuch zwischen "mit KI" und "nur mit KI" unterscheiden zu wollen.
wenn´s bei "TR 808 in der musik pro und contra" oder "hier könnt ihr eure yamaha montage kunst posten" nicht klingelt, dann weiß ich auch nicht. so funktioniert schöpfen einfach nicht.
:)
ich glaube, dass wir ein anderes verständnich von kunst haben, - und das finde ich komplett in ordnung. - ich finde es auch sehr angenehm, dass du dich auf die diskussion einlässt - und diese wieder auf ein normales level gebracht hast:)
nur fände ich es wirklich schön, wenn man anders denkenden oder anders produzierenden - oder beginnern - offener und wohlwollender begegnet.
mit den ergebnissen der ki tools kann man nicht mehr sagen ob etwas "machmaltechno" oder ob etwas anderes dahinter steht. das meiste klingt erst einmal gut und glatt. aber möglicher weise steckt in einem prompt oder hybrider arbeit mehr zeit und kunst als hinter einem handwerklich beeindruckendem konventionellem track.
...aber ich weiß auch, dass ist nur meine meinung.