Neu

KI in der Kunst - Pro und Contra

  • #61
ja mit mit ist ja richtig - ich sehe das nur hier nicht, dass noch etwas anderes daneben auch genutzt wurde.

nehmen wir noch mal das erste beispiel.



die idee dahinter war, dass man ja mal ein youtube short machen könnte, bei dem man KI einsetzt.
dieser idee mangelt es zunächst mal daran, dass hundertausend andere leute das schon seit fast 10 jahren auch machen und inzwischen mehr KI content bei youtube zu sehen ist wie gefilmter.

der inhalt reduziert sich darauf, dass ein mann aus dem zimmer geht. der titel bezieht sich galant darauf, der weitere kontext aber ist völlig unklar.

dann schauen wir uns mal die methode an, die er benutzt hat: er hat das video mit einem prompt generiert, den er seinerseits vorher mit KI generiert hat. gut, kann man irgendwie gesitreich finden, aber völlig eigenständig oder neu ist es auch nicht gerade.

noch größere fragezeichen habe ich dann bei der ästhetik und bei der motivation des schöpfers. wenn ich sowas irgendwo sehe, nehme ich das überhaupt nicht als kunstwerk wahr. dann eher einen schmetterling auf der wiese oder ein kreidebild von einem vierjährigen..

mal im vergleich dazu kunst.





wäre beides auch kunst, wenn es mit KI gemacht worden wäre.

kann man natürlich trotzdem alles blöd finden.


Der Anteil des Menschen ist für mich hier entscheidend, wenn jemand in 5 Sekunden Texteingabe der KI vorgibt ein 10 Sekunden Video von zwei tanzenden Katzen zu erzeugen, dann kann das putzig sein, hat für mich aber keinen künstlerischen Effekt. Das zitierte Video finde ich auch sinnentfernt, analog zum Katzenbeispiel.

Ich meinte eher dieses längere Scifi-Video mit Text/Hintergrundmusik. Vielleicht ist es ganz hilfreich den Kollegen Kraken mal zu fragen, mit was er das erzeugt hat, wie viel Aufwand das war etc. Hat er den Text verfasst, die KI sprechen lassen? Hat er die KI für die Texte genutzt, dann sich aus 5 Varianten das Beste ausgesucht? Ist die Musik von ihm, hat er wie ein Drehbuchautor die Szenen beschrieben, war der Output am Block oder mussten Teile zusammengefügt werden?

Ich bin bei Dir, dass einmal auf den Knopf drücken keine Kunst erzeugt.
 
  • #62
woher kennst du denn meinen ansatz. :)
weil du geschrieben hast, dass dein Prompt lediglich "1" war.
das ist genau der unterschied zwischen dem schöpfen eines kunstwerkes und dem herumspielen mit kostenlosen web apps: als künstler hast du im regelfall zuerst eine idee, und dann wählst du deine werkzeuge danach aus.
richtig:)
Beispiel.
ich nehme eine aufnahme eines realen 911 notrufes.
diesen verfremde ich granular - nur so stark, dass man worte wie robbery - hit - down gut verstehen kann, aber der rest zwar verständlich aber eher als stimmung mitschwingt.
es gibt npch ein gesungesnes fragment über abhängigkeiten von obrigkeiten.
eher ein claim -zweideutig, aber ohne zusammenhang zum realen notruf der schreienden frau.
jetzt baue ich einen simplen Industrial-Dance track.
Dieser ist nur das transportmittel.
ich lasse das in einem club abspielen.
ich lade ihn ins netz.
leute tanzen dazu oder hören das im auto. sie finden es cool und geil.
sie trinken dabei cocktails oder unnterhalten sich über belanglosigkeiten.

ich lächele traurig - weil ich weiß, dass keiner zuhört. - wie bei dem notruf, der 2 minuten lang vom department ignoriert wurde.

Frage:
ist das kunst?
ist es mehr oder weniger kunst, wenn ich die drums gererativ erzeuge? vielleicht, weil generatives eine form von chaos ist? ist es eindrucksvoller, wenn ich die drums roh übersteuere ohne fx um die gewalt zu verdeutlichen?

ist es überhaupt wichtig, oder geht es dabei einfach nur um das befriedigen von sensationslust?
wenn ich das ganze jetzt in suno hochlade und eine trance oder swing version daraus mache, - wieder mit einfügen der fragmente - hat das cover dann ein anderer wert?


....


Ist ein track der filigran gebaut wurde und handwerklich perfekt ist, mit der idee ein beeindruckendes statemant für mein geschick zu erstellen damit ich bewundert werde - kunst?
oder ist das eitelkeit?

und auch wenn das kein zwingendes merkmal ist, aber viele künstler machen sich ja tradionell sogar ihre eigene werkzeuge, weil sie schon dafür eine eigene idee haben.

einen prompt in eine kostenlose web app einzugeben, die geklautes bildmaterial von dritten neu kombiniert und dir ein bild von einem haifisch in einem polizeiauto generiert, ist keine schöpfung, weil daran ja fast nichts selbst gemacht ist.

wenn "haifisch im polizeiauto" in ein textfeld einzugeben kunst ist, dann ist es auch kunst, "1" in ein textfeld einzugeben und ein völliges zufallsergebnis damit zu generieren.
ich hoffe mein beispiel oben genügt , ich würde jetzt wieder das selbe schreiben;)
ja, das ist das, was ihr vertreter der jeweiligen radikalen positionen nicht verstehen wollt und könnt:
dass es nicht das gleiche ist festzustellen, dass prompts einzugeben keine kunst ist - oder die benutzung von KI komplett auszuschließen.
keine ahnung, wo ich jemals radikale positionen vertreten haben soll. ich beschimpfe niemand der musik macht - so wie er es für richtig hält. ob mit Magix* musik200, dawless, oder rein generativ.
Ignoranz - die mag ich nicht. arroganz ebensowenig - vorallem, wenn dabei kunst mit handwerk gleichgesetzt wird.
wenn jemand anfängt sich für musik zu interesssieren, dann kann er nicht wie früher einfach so in 3 musikgeschäfte seiner stadt gehen und synths ausprobieren - der zugang ist heute anders.
LASS DOCH DIE LEUTE SUNO NEHMEN, WENN DAS JEMAND WILL - warum musst du auf diese menschen draufhauen und ihnen sagen, dass das kinderkram ist?

aber ich wiederhole mich hier. dann versteht es halt nicht und interpretiert weiter euer geschlossenes weltbild in alles rein, was jemand anderes sagt.
?welches geschlossene welt bild? wieso euer (du schreibst doch nur mir)?
ich benutze regelmäßig irgendwelceh KI apps um irgenwelches zeugs zu machen, aber ich generiere keine kompletten "kunstwerke", indem ich ein prompt eingebe, weil das halt einfach BS ist. :)
genau wie man melodien nicht ausschließlich würfeln kann... bzw. wenn, dann nur einmal, weil die kunst daran dann ja nur aus dem konzept besteht)
was willst du damit sagen? dass du es richtig machst und andere falsch?
kein menschmuss bei suno melodien dem zufall überlassen - aber das erfordert eben mehr als ein einwortprompt.
du nutzt also irgendetwas um irgendwie zeug zu machen?
respekt!
welchen anspruch soll ich denn jemandem zubilligen oder einen bei ihm vermuten, der prompts eingibt um damit retortenkunstwerke zu generieren.
da kannst du doch jede wette eingehen, dass er dabei selbst keinen anspruch an die sache hat.

oder welchen anspruch, denkst du denn, hat er wohl selbst dabei an die sache?

an eine tätigkeit, die maximal 3 minuten dauert und wo man mit dem ergebnis nichts anderes macht als sie auf tiktok hochzuladen oder trollpostings daraus zu fabrizieren, mit denen man vermeintlich ewig gestrige technologieverweigerer outen will?

prinzipiell sehe ich das so, leistung ist arbeit pro zeit.
der TE martin schreibt dazu in einem anderen seiner diversen KI threads folgendes...



... und damit ist doch eigentlich alles gesagt.

er würfelt ergebnisse oder rekombiniert vorhandenes und nennt das dann kunst - weil er keine andere wege kennt etwas zu komponieren oder zu gestalten und kreativität darauf reduziert.

kreativität einzusetzen um werke zu schaffen funktioniert z.b. so:

als marc mit der hilfe von kandinsky die idee entwickelt hat eine eigene farbsprache zu verwenden, mit der er die natur nicht so abbilden wollte wie sie war sondern verfremdet, bis er schließlich damit begann blaue pferde zu malen, hat er sich vorher über zwei jahre lang mit der philosophie dahinter auseindergesetzt.
seine intrinsische motivation war zunächst, dass er die natur als unvollkommen empfand, seine methode war die o.g. farbsprache, bei der das blau für die männlichkeit as well as das geistige stand, und somit auf der meta ebene die blauen pferde genau die verfremdung der realität, die die darstellen sollten, auch gleichzeitig selbst erklärten.

das ist kunst.
gut dass du mir sagst, wass du unter kunst verstehst, drunter ging es wohl nicht:)
vielleicht willst du ja hier ein stück von dir beschreiben mit der aussage dahinter wie es wirkt und warum es so große kunst ist, dass alles andere daneben verrblasst?
anlasslos innerhalb von minuten zufallsergebnisse zu produzieren würde ich davon abgrenzen wollen.
ich auch - na und?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #64
Heute kannst du vielleicht noch sehen, dass es AI ist, morgen vielleicht schon nicht mehr. Wenn du weißt welchen Schalter du drücken musst, kannst du heute noch Geld mit AI machen.

 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Logan5
  • #66
Ich bin bei Dir, dass einmal auf den Knopf drücken keine Kunst erzeugt.

Der Herr Scenturio brachte ja den Punkt mit der "Länge des Prompts", die unter Umständen die Grenzen des Erreichens der Schöpfungshöhe aufzeigen oder definieren könnte.

Ich würde noch einen Schritt weiter gehen und im Hinblick auf die Überschrift (bzw. das Ausgangsposting von Martin "drüben") zwischen (Kunst) "mit KI" und "nur mit KI" unterscheiden.

"Nur mit KI" wäre dann das, was ich oben zerrissen habe, ergo "Prompteingabe als einzige Technik kann nicht zu Werken führen."

"Unter anderem mit KI" ist dann potentiell legitim, denn wenn jemand noch eine zweite Technik benutzt, dann hat er sich ja schon mal mindestens die Methode selbst ausgedacht.

Jetzt suche ich dafür eine Analogie. Denn "nur mit Bleistift" (was ich gerade schreiben wollte) wäre vermutlich voll daneben, denn das geht ja, nur mit Bleistift Kunst zu schaffen.

Kann man eine Trennlinie vielleicht dort ziehen, wo keinerlei "Handwerk" mehr dabei ist und die Schöpfung überhaupt nur geistig stattfindet?

Selbst für Fluxus muss ich eine Webseite programmieren oder ein Radio unter eine Brücke stellen, selbst ein langweiliges Liebeslied von der Stange bedarf noch des Klavierspielens und des Singens und ggf. der Notation - eine Geschichte muss ich immer entweder erzählen oder aufschreiben, sie mir nur auszudenken führt noch nicht zu einem Werk.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: betadecay
  • #67
Frage:
ist das kunst?

ja, ist es - weil du dir etwas dbei denkst, weil es dir etwas bedeutet.

ob ich drumcomputerdudelmusik gerne höre oder doof finde, und ob es viel oder wenig arbeit war, ist da eher zweitrangig.

wenn du ein konzept benutzt hast, wenn du dich zwischendurch von irgendwas inspirieren hast lassen, dann besteht eine beziehung zwischen dem künstler und dem ...ding... und dann ist es ein werk.

ist es mehr oder weniger kunst, wenn ich die drums gererativ erzeuge? vielleicht, weil generatives eine form von chaos ist? ist es eindrucksvoller, wenn ich die drums roh übersteuere ohne fx um die gewalt zu verdeutlichen?

ist es überhaupt wichtig, oder geht es dabei einfach nur um das befriedigen von sensationslust?
wenn ich das ganze jetzt in suno hochlade und eine trance oder swing version daraus mache, - wieder mit einfügen der fragmente - hat das cover dann ein anderer wert?

populärmusik kompositionen sind wahrscheinlich kein geeigneter gegenstand um über die grenzen zu streiten, weil man das da schon bei der handgeschriebenen ebenso machen könnte.

ich persönlich lehne KI und alles andere "generative" für mich selbst ab, ich setze ereignisse lieber selbst, weil ich halt ein verdammter kontrollfreak bin.

aber aus meinem kunst-begriff ausschließen würde ich das, was du da gemacht hättest, deswegen nicht gleich.

genau wie bei meinen 100,000 "1"en ist ja immerhin ein konzept dahinter... und dann kann ja auch das das kunstwerk sein, und nicht die daten oder gegenstände, die dabei entstehen.


Ist ein track der filigran gebaut wurde und handwerklich perfekt ist, mit der idee ein beeindruckendes statemant für mein geschick zu erstellen damit ich bewundert werde - kunst?
oder ist das eitelkeit?

ich würde mal so sagen: bei etwas hand- und kopf-komponiertem kann man nicht mehr abstreiten, dass es kunst ist.

es sei denn man billigt das erheben eines etwas zu einem kunstwerk demjenigen zu, der es gemacht hat, und derjenige sagt selbst "nö, das ist keine kunst, ich probiere hier nur was rum."

dann muss man das so akzeptieren.

LASS DOCH DIE LEUTE SUNO NEHMEN, WENN DAS JEMAND WILL - warum musst du auf diese menschen draufhauen und ihnen sagen, dass das kinderkram ist?

und das ist genau diese radikale position.

dass das eingeben des prompts "mann geht aus dem raum" oder "berlin techno gedudel mit saxophon solo" bereits eine schöpferishe tätigkeit wäre.

damit wird meines erachtens alles andere entwertet und du würdest das werk auf die form reduzieren.

und nein, um die methode geht es dabei nicht wirklich, sondern um den zusammenhang zwischen dem tun, dessen begründung, und dem ergebnis.

gut dass du mir sagst, wass du unter kunst verstehst, drunter ging es wohl nicht:)

das muss man schon mal erörten (klären kann man es ja eh nicht :) ), was man denn unter kunst versteht, wenn man über "ki in der kunst pro und contra" diskutieren will.

ansonsten verweise ich noch mal auf meinen obigen versuch zwischen "mit KI" und "nur mit KI" unterscheiden zu wollen.


wenn´s bei "TR 808 in der musik pro und contra" oder "hier könnt ihr eure yamaha montage kunst posten" nicht klingelt, dann weiß ich auch nicht. so funktioniert schöpfen einfach nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #68
ja, ist es - weil du dir etwas dbei denkst, weil es dir etwas bedeutet.
siehst du, ich sehe das nicht als kunst an, ich frage mich eher ob es noch gesund ist - ich befürchte eher, das es aus sensationslust als aus einer nachricht besteht ... ...das ist nichts auf das ich stolz bin.
ob ich drumcomputerdudelmusik gerne höre oder doof finde, und ob es viel oder wenig arbeit war, ist da eher zweitrangig.

wenn du ein konzept benutzt hast, wenn du dich zwischendurch von irgendwas inspirieren hast lassen, dann besteht eine beziehung zwischen dem künstler und dem ...ding... und dann ist es ein werk.
das wäre mich zu wenig, aber das hat nichts mit ki oder anderen werkzeugen zu tun. da geht es um die definition von kunst - und das macht jeder mit sich aus :)
populärmusik kompositionen sind wahrscheinlich kein geeigneter gegenstand um über die grenzen zu streiten, weil man das da schon bei der handgeschriebenen ebenso machen könnte.

ich persönlich lehne KI und alles andere "generative" für mich selbst ab, ich setze ereignisse lieber selbst, weil ich halt ein verdammter kontrollfreak bin.
das finde ich absolut in ordnung, wenn du es so formulierst. - nicht in ordnung finde ich, wenn du deine ansicht anderen aufzwingen willst.
aber aus meinem kunst-begriff ausschließen würde ich das, was du da gemacht hättest, deswegen nicht gleich.

genau wie bei meinen 100,000 "1"en ist ja immerhin ein konzept dahinter... und dann kann ja auch das das kunstwerk sein, und nicht die daten oder gegenstände, die dabei entstehen.




ich würde mal so sagen: bei etwas hand- und kopf-komponiertem kann man nicht mehr abstreiten, dass es kunst ist.
ja, da ist wieder die definitionsfrage ;)
...ist ein billardspieler ein künstler, ist ein eiskunstläufer ein künstler, ist ein maurer ein künstler?
wie ich oben schon geschrieben habe: nur weil etwas toll ist, schön klingt und handgemacht (oder wie auch immer gemacht ist) hat es für mich noch nichts mit kunst zu tun - in sofern hast du wahrscheinlich recht, da bin ich vielleicht zu radikal.
für mich müsste schon ein sozialer aspekt dabei sein, damit etwas kunst wird.
es sei denn man billigt das erheben eines etwas zu einem kunstwerk demjenigen zu, der es gemacht hat, und derjenige sagt selbst "nö, das ist keine kunst, ich probiere hier nur was rum."

dann muss man das so akzeptieren.



und das ist genau diese radikale position.

dass das eingeben des prompts "mann geht aus dem raum" oder "berlin techno gedudel mit saxophon solo" bereits eine schöpferishe tätigkeit wäre.
richtig
vorher ging es ja um den inhalt von jemand, der einfach nur seine sachen vorgestellt hat - und nicht dieser meta-kunst-tread.
daher ging es ursprünglich auch nicht um kunst.
...als ich angefangen habe musik zu machen waren die ersten sachen objektiv einfach nur schlecht. alles war sehr ... zufällig... ... aber es weckte den wunsch nach mehr.
das ist, was mich an dem draufhauen stört und ärgert. heute ist der zugang anders, auch die kultur. alles wird oft sofort geteilt - egal wie gut, zufällig, naiv ... etwas ist.
aber warum kann man nicht einfach vom guten ausgehen?
warum nicht mutmachen?
warum glauben, dass jedes generative stück mist sein muss?
warum nicht glauben, dass es für jemand der erste schritt ist und er sich noch entwickeln wird?
warum nicht glauben, dass sich hinter einem offensichtlich banal klingendem ki track etwas größeres verbirgt?
-
und grade in foren springen dann oft einige mit auf den zug auf und hauen mit drauf ein - warum?
wir wollen es doch weitergeben, wir wollen, dass es nicht stirbt, sondern ein iteresse wecken.
ich zumindest freue mich schon, wenn ein junger mensch nicht mit brüllwürfeln musik konsumiert.

wenn dann jemand nach dem einstiegs geburtstagsliedprompt interesse bekommt - das ist doch schön.
damit wird meines erachtens alles andere entwertet und du würdest das werk auf die form reduzieren.
das sehe ich wieder nicht so. wenn etwas kunst ist, dann wird es nicht weniger kunst, wenn etwas anderes danebengestellt wird.
vielleicht geht es dann unter. der wert bleibt aber gleich.
ich mache wenig sachen, von denen ich möchte, dass sie jemand gut findet. lieber ist es mir oft, wenn es nicht, oder nur wenig gehört wird.

möglicher weise wäre das bei dem reinen handwerklichem ansatz anders.
und nein, um die methode geht es dabei nicht wirklich, sondern um den zusammenhang zwischen dem tun, dessen begründung, und dem ergebnis.



das muss man schon mal erörten (klären kann man es ja eh nicht :) ), was man denn unter kunst versteht, wenn man über "ki in der kunst pro und contra" diskutieren will.

ansonsten verweise ich noch mal auf meinen obigen versuch zwischen "mit KI" und "nur mit KI" unterscheiden zu wollen.


wenn´s bei "TR 808 in der musik pro und contra" oder "hier könnt ihr eure yamaha montage kunst posten" nicht klingelt, dann weiß ich auch nicht. so funktioniert schöpfen einfach nicht.
:)
ich glaube, dass wir ein anderes verständnich von kunst haben, - und das finde ich komplett in ordnung. - ich finde es auch sehr angenehm, dass du dich auf die diskussion einlässt - und diese wieder auf ein normales level gebracht hast:)

nur fände ich es wirklich schön, wenn man anders denkenden oder anders produzierenden - oder beginnern - offener und wohlwollender begegnet.
mit den ergebnissen der ki tools kann man nicht mehr sagen ob etwas "machmaltechno" oder ob etwas anderes dahinter steht. das meiste klingt erst einmal gut und glatt. aber möglicher weise steckt in einem prompt oder hybrider arbeit mehr zeit und kunst als hinter einem handwerklich beeindruckendem konventionellem track.

...aber ich weiß auch, dass ist nur meine meinung.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #69
  • Daumen hoch
  • wunderbar
M.i.a.u.: 11ish und VEB Synthesewerk
  • #70
Warum wird fotografiert wenn man es auch malen könnte?
Wieso werden Drumcomputer, Sampler & Sequencer genutzt obwohl es "echte" Musiker gibt?
Warum kann ein Künstler in eine Dose kacken und es als Kunstobjekt zum Goldpreis verkaufen?
Warum kann man KI nicht als ein Werkzeug sehen, wie alles andere auch?
Weil es kein Werkzeug ist.
Der Anteil an Kreativität die es einem abnehmen kann ist zu groß.
Du kannst den besten Fotoapparat, die beste Drummachine haben , du wirst nicht in der Lage sein etwas halbwegs ansprechendes zu erschaffen , wenn du keine kreative Idee hast.
Bei der KI ist das anders. Sie erschafft, basierend auf anderen Werken irgendwas. Relativ egal was der user sagt.

"erschaffe mir ein künstlerisch ansprechend wirkendes Bild. Es soll scheinbar einen tieferen Sinn haben und abstrakt sein"

lucid-origin_erschaffe_mir_ein_künslterisch_ansprechend_wirkendes_Bild_an_Anlehnung_an_die_b-0.webp

🤷‍♂️

Hätte ich das vor 5 Jahren in einer Ausstellung aufgehängt , hätten die Leute geguckt und darüber sinniert. Und heute?
Ki macht und dumm, träge und faul.


So faszinierend ich das vor wenigen Jahren fand, so langweilig, uninspiriert und gefährlich find ich es heute.

Früher war es auch technsichen Limitationen wenigstens noch abstrakt und irgendwie skurril interessant.
da52d592-2260-4896-9d68-5f42412ab83f_verstaerker_the_beauty_and_the_beast_grotesque_black_and...webp

Ki kann gern einkaufen gehen, staub wischen , Steuerunterlagen rausauchen und sowas.. aber nicht die Dinge übernehmen die mir Freude bereiten.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Zustimmung
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: 11ish, Jörg, roh'signal und 2 andere
  • #71
Weil es kein Werkzeug ist.
Der Anteil an Kreativität die es einem abnehmen kann ist zu groß.
Du kannst den besten Fotoapparat, die beste Drummachine haben , du wirst nicht in der Lage sein etwas halbwegs ansprechendes zu erschaffen , wenn du keine kreative Idee hast.
Bei der KI ist das anders. Sie erschafft, basierend auf anderen Werken irgendwas. Relativ egal was der user sagt.

"erschaffe mir ein künstlerisch ansprechend wirkendes Bild. Es soll scheinbar einen tieferen Sinn haben und abstrakt sein"

Anhang anzeigen 281728


🤷‍♂️

Hätte ich das vor 5 Jahren in einer Ausstellung aufgehängt , hätten die Leute geguckt und darüber sinniert. Und heute?

Ki macht und dumm, träge und faul.


So faszinierend ich das vor wenigen Jahren fand, so langweilig, uninspiriert und gefährlich find ich es heute.

Früher war es auch technsichen Limitationen wenigstens noch abstrakt und irgendwie skurril interessant.
Anhang anzeigen 281729

Ki kann gern einkaufen gehen, staub wischen , Steuerunterlagen rausauchen und sowas.. aber nicht die Dinge übernehmen die mir Freude bereiten.

Ich bin mir nicht sicher, ob das was du beschreibst Kreativität ist. Im Prinzip gibt es einen Aspekt den die KI besonders gut kann, nämlich bestehende Muster zu replizieren. Das ist halt das was viele machen, sie wollen so klingen wie XY, holen sich den EQ der so klingt wie XY, laden sich einen Referenztrack, bauen irgendein Genre nach. Das ist halt genau das was die KI viel besser kann. Was sie nicht kann ist Ideen haben. Ist halt blöd das alles wegbricht wonach die meisten Streben. Die Idee ist der König der Zukunft, nicht mehr die Ausführung. Ausführen kann die KI viel besser. Ich sehe das in meinem Job jeden Tag, die meisten Leute scheitern daran eine Fragestellung zu entwerfen. Sie können ganz fleißig arbeiten, aber eigene Ideen haben sie nicht. Es ist sogar so, dass häufig die mit den Ideen keine so guten und peniblen Arbeiter sind. Die Aufteilung ist wahrscheinlich so von der Natur vorgesehen, jeder besetzt eine Nische. Es wird nämlich auch keine Lösung sein, wenn alle auf einmal ganz viele Ideen haben.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: oli
  • #72
Weil es kein Werkzeug ist.
Der Anteil an Kreativität die es einem abnehmen kann ist zu groß.
Du kannst den besten Fotoapparat, die beste Drummachine haben , du wirst nicht in der Lage sein etwas halbwegs ansprechendes zu erschaffen , wenn du keine kreative Idee hast.
Bei der KI ist das anders. Sie erschafft, basierend auf anderen Werken irgendwas. Relativ egal was der user sagt.

"erschaffe mir ein künstlerisch ansprechend wirkendes Bild. Es soll scheinbar einen tieferen Sinn haben und abstrakt sein"

Anhang anzeigen 281728


🤷‍♂️

Hätte ich das vor 5 Jahren in einer Ausstellung aufgehängt , hätten die Leute geguckt und darüber sinniert. Und heute?

Ki macht und dumm, träge und faul.


So faszinierend ich das vor wenigen Jahren fand, so langweilig, uninspiriert und gefährlich find ich es heute.

Früher war es auch technsichen Limitationen wenigstens noch abstrakt und irgendwie skurril interessant.
Anhang anzeigen 281729

Ki kann gern einkaufen gehen, staub wischen , Steuerunterlagen rausauchen und sowas.. aber nicht die Dinge übernehmen die mir Freude bereiten.

Als die ersten Kameras aufgetaucht sind wurden sie abgetan als simples Reproduktionswerkzeug,
Foto = einfaches Abbild der Realität auf Knopfdruck vs Malen/Zeichnen = echte handwerkliche und menschengemachte Kunst.

Dieselbe Diskussion in grün bei Drumcomputern vs echte Drummer mit echtem human Groove
Trotzdem haben sich in beiden Fällen über Jahrzehnte hinweg völlig eigenständige Kunstarten/Musikstile entwickelt.
Ich denke mit KI wird es ähnliche Entwicklungen geben weil sie die menschliche Kreativität nie vollständig ersetzen können.

Nur weil heute Dank KI etwas aussieht wie Kunst, heisst es noch lange nicht, dass es welche sein muss.
Die Kriterien haben sich geändert - oder auch nicht wenn ich so an manche moderne "Kunst" denke ;-)
Man wird jedenfalls neue Wege finden dies zu beurteilen.

Der kreative menschliche Input wird mMn. sowieso deutlich überschätzt bei Massenware Musik/Kunst.
Punk (hör ich auch ab und an) oder Ballermann haben sicher ihre Daseinsberechtigung - ist jetzt jedoch nicht mein Maßstab für kreative Musik.
Aber wie so oft geht es dabei wohl eher um pers. Geschmack als um Kreativität.

Die Zukunft wurde immer schwarz gemalt mit jeder neuen Technik die aufkam, egal ob Kamera, TV, Synthesizer, CGI,...
trotzdem gibt es noch Kunstmaler, Theaterschauspieler, Cellisten, Bühnenbilder, ...
Natürlich wird sich vieles ändern, aber sicherlich nicht alles oder für jeden zum Schlechten.

Abgesehen davon, denke ich jeder Trend wird auch Gegentrends erzeugen,
also wieder mehr handwerkliches, "echtes", menschengemachtes - weil Menschen mögen echte Menschen.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: 11ish
  • #73
Ich denke mit KI wird es ähnliche Entwicklungen geben weil sie die menschliche Kreativität nie vollständig ersetzen können.
Natürlich kann KI keine menschliche Kreativität ersetzen, weil es keine Kreativität in dem Sinne hat.

Und natürlich ist nicht jeder Ballerman Hit oder ein Foto vom Sonnenuntergang am Meer ein kreatives Feuerwerk. Im Prinzip könnte es mir egal sein, wer solchen Mist nun fabriziert.
Aber die gesellschaftlichen Auswirkungen werden massiv sein.
Es passiert bereits folgendes: Wofür es bisher kreative Menschen brauchte, wird einfach KI eingesetzt. Die Herstellung eines Produktes (Werbemittel, Filme, Illustrationen etc) wird billiger , die zusätzlichen Gewinne durch Einsparungen teilen sich KI Betreiber und Firmen am oberen Ende der Auswertungskette.
Was machen die Künstler:innen für ihren Lebensunterhalt?

Und es betrifft natürlich nicht nur Künstler:innen und Musiker:innen sondern - und das ist das eigentlich große Problem - breite Massen an einfacheren Arbeitenden. Es wird substantielle Fragen aufwerfen wie unsere Gesellschaft und die Wertschöpfung funktioniert. Nicht das die unlösbar sind, aber bisher hält die Menschheit doch lieber verzweifelt an der Vergangenheit fest. Das fängt schon bei der harmlosen Frage an welche Art Motor unsere Fortbewegungsmittel nutzen. Das wird also nicht reibungslos von statten gehen.

Nenn mich Schwarzmaler, aber ich sehe da große ungelöste Probleme und eher wenige Chancen.
 
  • #74
KI ist ein nützliches Tool mehr nicht

man kann damit durchaus seine Kreativität visualisieren .... bzw... Dinge schnell umsetzen lassen, die man selber nicht umsetzen könnte, oder viel Zeit in Anspruch nehmen würde... eine nützliche Grafik auf einer Verpackung z.B.
allerdings ist das Ergebnis, ausser von der Idee her, Seelenlos , ohne Handschrift ... ob das Kunst ist..... kann man drüber streiten ...es kann sicher sein, wenn eine krasse Idee verdammt gut gepromptet wird
aber eigentlich ist das IMO nur für Fun und Skizzen geeignet ...nicht für ernsthafte Kunst, die Menschen erwerben würden

Beispiel...
der Kraken hat ne tolle Idee für ein Gemälde .... und lässt die KI das Bild generieren... findet es toll und hält sich für den grossen Künstler
der Verstärker kommt auf die gleiche Idee und lässt von der gleichen KI generieren

Ergbenis: beide Bilder sind nahezu identisch , oder haben viele erkennbare Parallelen in der Ausführung , die Menschen nicht haben können!
könnten sie malen und hätten es getan, wäre trotz gleichem Ansatz, zwei völlig unterschiedliche Werke rausgekommen

Alle Grafischen Darbietungen sehen plötzlich ultra professionell aber auch gleich aus
das sehr gute wird zur Mittelmässigkeit

vielleicht wird in Zukunft schlechtes, quasi die Imperfektion zum Qualitätssiegel ... eben das von Menschen gemachte, was seltener sein wird
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Scenturio und Logan5
  • #75
pro ki:


der große vorteil für mich:
strukturierung / komprimierung von größeren ideen
übrerprüfung meiner ideen, thesen und konzepte

die sachen, die ich mache, möchte ich größten teils lieber nicht mit meinem direkten umfeld teilen. daher hatte ich bisher viele ideen, die ich weniger reflektiert umgesetzt oder verworfen haben.

manches würde ich nicht erstellen können - oder nicht fertig werden (in der zeit, die ich zur verfügung habe) - bilder, die ich im kopf habe, würde ich nie selbst so zeichnen oder montieren können.
zb. eine geschichte schreiben. viele ideen, viel inhalt, viele grenzprobleme.
mit LLM kann ich das wundarbar strukturieren und auch hinterfragen. das LLM versteht mich direkt und erkennt, was ich will - ich muss mich auch nicht (mehr) rechtfertigen, weil der hintergrund schon als konzept erklärt werden kann.
die möglichkeit eines audits oder lektorats ist für mich gigantisch.
schauen, ob es in einem konstrukt logikfehler oder andere probleme gibt - für das LLM kein problem.

das LLM hat seine eigenen grenzen. das hilft mir meine entwürfe zu überdenken und zu entscheiden ob ich etwas wirklich machen soll oder nicht.

natürlich muss ich auch den output hinterfragen - und ich muss mir weiterhin sichersein, was ich will.

also kann ich für mich zusammendfassend sagen, dass ich jetzt sachen machen kann, die ich zuvor nicht machen konnte:)
- und vielleicht kommt manchmal sogar kunst dabei heraus;)
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: robworld
  • #78
Welcher Künstler würde das denn tun? :grin:
Andy Warhol!

Seid Marcel Duchamp sind die kriterien die hier besprochen ( und in beziehung zu "Kunst" gesehen) werden längst obolet und ein alter hut.
bzw längst besprochen und ausdiskutiert...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #79
...Es passiert bereits folgendes: Wofür es bisher kreative Menschen brauchte, wird einfach KI eingesetzt. Die Herstellung eines Produktes (Werbemittel, Filme, Illustrationen etc) wird billiger , die zusätzlichen Gewinne durch Einsparungen teilen sich KI Betreiber und Firmen am oberen Ende der Auswertungskette.
Was machen die Künstler:innen für ihren Lebensunterhalt?
All die Auswirkungen die du beschreibst hast du mit jedem technischen Meilenstein - ist halt Fortschritt.

z.B. mit dem Aufkommen von PCs/DAWs und Internet
Jeder konnte ab da autarker Musiker sein ohne ein Studio zu mieten.
Dank Sequencer/Drumcomputer musst du nicht mal mehr selbst Instrumente spielen können.
Du kannst Musik produzieren und Bücher schreiben und alles selbst vermarkten.

Ich hab auch keine Werbeagentur gebraucht um mein Business auf die Beine zu stellen.
Durch HTML-Selbststudium, DIY-Photoshop/Dreamweaver konnte ich selbst mein Corporate Design samt Website erstellen.
Heute gibt es unendlich viele Möglichkeiten für Laien wie Canva oder CMS/Wordpress.

Und Dank KI kannst du heute als Nachwuchsregisseur und einer Handvoll talentierter Schauspieler
Filme auf Hollywood-Niveau kreieren mit minimalem Budget.
Oder als charismatischer Sänger perfekt auf Dich abgestimmte Musik samt Musikvideo erstellen
- ohne nervige Bandkollegen oder Studiomusiker die bezahlt werden wollen.

Es gibt beim Fortschritt immer Gewinner und Verlierer - ansonsten würden wir alle noch immer nur auf akustischen Instrumenten spielen.
Wer gut ist in dem was er macht wird kreative Wege finden sich durchzusetzen gegen andere.
Entweder mit KI oder um sich bewusst von der Konkurrenz abzuheben ohne KI.

Ist deine grösste Sorge, dass KI-Betreiber und Big Business das meisste Geld absahnen
und der grösste Teil der Künstler nur die Peanuts abbekommen?
Wenn ja , wo ist der Unterschied zur Zeit vor KI oder vor Computer?!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: TimotheusVanDieren
  • #80
All die Auswirkungen die du beschreibst hast du mit jedem technischen Meilenstein - ist halt Fortschritt.
Nein. Nicht in dem Maße. Fortschritt kann man und sollte man gestalten und nicht immer wieder so geschehen lassen wie es einigen wenigen nutzt.

Jeder konnte ab da autarker Musiker sein ohne ein Studio zu mieten.
Und wo sind die Studios? Hast du den Eindruck das die Musik in den letzten 25 Jahren eher besser oder schlechter geworden ist?
(wenn du mich fragst - einfach mehr und beliebiger)

Und Dank KI kannst du heute als Nachwuchsregisseur und einer Handvoll talentierter Schauspieler
Filme auf Hollywood-Niveau kreieren mit minimalem Budget.
Meinst du echt das die kreative Arbeit nur aus einem Regisseur und ein paar guten Schauspielern besteht? Das sagt auch nur jemand der vom Filme machen absolut keine Ahnung hat.
Wer VFX braucht das sein Film funktioniert, der sollte besser keine Filme machen. Wer ohne KI kein vernünftiges Buch schreiben kann, dem fehlt die Fantasie und Kreativität.
( Hintergrundinfo: ich arbeite als VFX Artist und weiß ganz gut wie viel Kreativität von Regisseuren und Schauspielern und dann vom Rest des unfassbar riesigen Teams kommt)
Ist deine grösste Sorge, dass KI-Betreiber und Big Business das meisste Geld absahnen
und der grösste Teil der Künstler nur die Peanuts abbekommen?
Es gibt mehrere Aspekte die mir da Sorgen bereitet. Schon heute konzentriert sich viel Macht um die, die das meiste Geld haben. KI wird das nochmal verstärken.
Die erzählen uns doch heute schon auf allen Kanälen was ihrer Meinung nach das einzig Richtige ist. Mischen sich direkt in Politik und gesellschaftlicher Meinungsbildung ein.
Guck mal auf linkedin oder X wie viel Werbung da für KI gemacht wird. Das ist absolut krass. Wieso muss denn heutzutage jede email perfekt formuliert sein und 32 Höflichkeitsformeln einbauen owohl die Firma nicht genug "man"power übrig hat um den Mitarbeitern genug Zeit für das Verfassen von emails zu geben?
Wieso muss ich ,wenn ich einfach mal die Hotline von DHL anrufen will, mich erst durch KI chatbots und dann mit einem KI Telefonspracheassitenten rumschlagen , um an Ende doch mit einem Mitarbeiter zu sprechen , dem ich dann zum 10. Mal die Sendungs ID durchgeben muss? Was meinst du, wer hat da Zeit (und Geld) gespart - ich oder DHL?

Das die Mehrheit guter Künstler nur noch Peanuts bekommen find ich mehr als traurig.
Ich höre doch das es wirklich viele gute Künstler gibt , die aber unter der Masse an Schrott nicht mehr durchkommen. Erst wird die KI anhand ihrer Werke trainiert und dann ist ihre einzige Möglichkeit ein paar Kröten zu verdienen jede Woche auf Konzerten rumzutingeln und mehr oder weniger gute YT videos zu produzieren.

Ich war Anfangs sehr an KI interessiert, bin jetzt aber sehr kritisch, weil die Nutzung sich nicht so entwickelt wie ich es mir naiver Weise vorgestellt hatte.
 
  • #81
Nein. Nicht in dem Maße. Fortschritt kann man und sollte man gestalten und nicht immer wieder so geschehen lassen wie es einigen wenigen nutzt.
Ich sehe es eher pragmatisch. Dort wo mir Fortschritt hilft werde oder muss ich ihn nutzen um mit der Konkurrenz mitzuhalten.

Und wo sind die Studios? Hast du den Eindruck das die Musik in den letzten 25 Jahren eher besser oder schlechter geworden ist?
(wenn du mich fragst - einfach mehr und beliebiger)
Ja, es gibt mehr und beliebigere Musik, trotzdem finde ich noch neue Perlen.
Musik die einen in jungen Jahren geprägt hat besitzt nunmal idR einen grossen emotionalen Stellenwert.
Und was uns an aktueller Musik beliebig erscheint wird der Soundtrack des Lebens für die aktuelle Jugend sein.

Meinst du echt das die kreative Arbeit nur aus einem Regisseur und ein paar guten Schauspielern besteht? Das sagt auch nur jemand der vom Filme machen absolut keine Ahnung hat.
Wer VFX braucht das sein Film funktioniert, der sollte besser keine Filme machen. Wer ohne KI kein vernünftiges Buch schreiben kann, dem fehlt die Fantasie und Kreativität.
( Hintergrundinfo: ich arbeite als VFX Artist und weiß ganz gut wie viel Kreativität von Regisseuren und Schauspielern und dann vom Rest des unfassbar riesigen Teams kommt)
Ich mag u.a. Jarmusch, Tarantino und das Multitalent Rodriguez. Schon 1992 hat letzterer mit unter 10K$ etwas auf die Beine gestellt was andere nicht mit dem hundertfachen Budget schaffen (El Mariachi). Alle 3 waren in der Lage mit dem Budget einer einzigen ZDF-Traumboot-Folge Filmgeschichte zu schreiben.

Mit dem Aufkommen von DSLRs/DSLMs und digitalem Schnitt/PostFX wurde es schon vor 20 Jahren einfacher/billiger
einen Cinematic Look zu kreieren und da hab ich noch nicht die Möglichkeiten von Cinema4D/Maya erwähnt,
ganz zu Schweigen von der Entwicklung in den letzten 10-12 Jahren: DJI-Drohnen sowie Pro/Consumer Steadycams/Gimballs/Dollys.

Ich denke mit KI hast du als Nachwuchsregisseur die Möglichkeit die Produktionskosten nochmals deutlich mehr zu senken.
Je nachdem wo deine Stärken/Schwächen sind.
z.B. Unterstützung bei Planung, Drehbuch, in der Post FX, etc.
(aktuell Premiere Pro: wie surreal es ist, dass man eine Sequenz via Generative Extend um 2 Sekunden verlängern kann!)

Und du kannst dir eine komplett passende Filmmusik erstellen lassen.

All das ändert nichts daran, dass du trotzdem selbst mit Talent, Kreativität und Visionen (und Glück/Connections) gesegnet sein musst.

Es gibt mehrere Aspekte die mir da Sorgen bereitet. Schon heute konzentriert sich viel Macht um die, die das meiste Geld haben. KI wird das nochmal verstärken. Die erzählen uns doch heute schon auf allen Kanälen was ihrer Meinung nach das einzig Richtige ist. Mischen sich direkt in Politik und gesellschaftlicher Meinungsbildung ein.
Guck mal auf linkedin oder X wie viel Werbung da für KI gemacht wird. Das ist absolut krass. Wieso muss denn heutzutage jede email perfekt formuliert sein und 32 Höflichkeitsformeln einbauen owohl die Firma nicht genug "man"power übrig hat um den Mitarbeitern genug Zeit für das Verfassen von emails zu geben?
Wieso muss ich ,wenn ich einfach mal die Hotline von DHL anrufen will, mich erst durch KI chatbots und dann mit einem KI Telefonspracheassitenten rumschlagen , um an Ende doch mit einem Mitarbeiter zu sprechen , dem ich dann zum 10. Mal die Sendungs ID durchgeben muss? Was meinst du, wer hat da Zeit (und Geld) gespart - ich oder DHL?
KI ist halt momentan der absolute Hype und steckt trotzdem noch in den Kinderschuhen.
Es wird nicht lange dauern, dass sie besser sein wird als ein beliebiger First/2nd-Level Supporter.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: ecaep
  • #82
Ich mag u.a. Jarmusch, Tarantino und das Multitalent Rodriguez. Schon 1992 hat letzterer mit unter 10K$ etwas auf die Beine gestellt was andere nicht mit dem hundertfachen Budget schaffen (El Mariachi). Alle 3 waren in der Lage mit dem Budget einer einzigen ZDF-Traumboot-Folge Filmgeschichte zu schreiben.

Mit dem Aufkommen von DSLRs/DSLMs und digitalem Schnitt/PostFX wurde es schon vor 20 Jahren einfacher/billiger
einen Cinematic Look zu kreieren und da hab ich noch nicht die Möglichkeiten von Cinema4D/Maya erwähnt,
ganz zu Schweigen von der Entwicklung in den letzten 10-12 Jahren: DJI-Drohnen sowie Pro/Consumer Steadycams/Gimballs/Dollys.

Ich denke mit KI hast du als Nachwuchsregisseur die Möglichkeit die Produktionskosten nochmals deutlich mehr zu senken.
Je nachdem wo deine Stärken/Schwächen sind.
z.B. Unterstützung bei Planung, Drehbuch, in der Post FX, etc.
(aktuell Premiere Pro: wie surreal es ist, dass man eine Sequenz via Generative Extend um 2 Sekunden verlängern kann!)
Ich bin ehrlich gesagt etwas irritiert über deine Aussagen. Das ist in sich nicht logisch irgendwie.

Zum einen stellst du fest , das gute Regisseure schon vor 30 Jahren tolle Filme mit wenig Budget gemacht haben. (Ohne KI und sicher ohne großartige FX oder gar VFX)
Aber zeitgleich meinst du man bräuche KI (oder modernere Mittel) um gute Filme zu machen?

Ich würde auch hier KI wirklich nicht mit besseren Kameras gleichsetzen. Das kann man doch überhaupt nicht vergleichen. Z.B. bezüglich Drohnen. Es war doch ökologischer und ökonomischer Wahnsinn welchen Aufwand man früher für einen Kameraüberflug betreiben musste - Hubschrauber !!!.

Im übrigen lehne ich KI nicht per se ab. Ich sehe aber eine Vielzahl große ungeklärte Probleme. Du scheinst immer die Prämisse zu haben das billiger und schneller gleich besser ist.
Ich finde wir sollten uns sehr gut überlegen wo wir das wie einsetzen . Auch sollte man bedenken das KI noch extrem teuer ist und Unternehmen die das anbieten nicht wirtschaftlich operieren. Die KI Rechenzentren verbrauchen gewaltige Mengen Energie ... in Anbetracht der Tatsache wie fragil unsere Welt noch ist bzgl Energieabhängigkeiten und Kosten, sollte man das nicht ignorieren.
Oder schaut man mal auf RAM und GPU Preise... die zahlen wir als Endkunden doch doppelt und dreifach. Zum einen für KI Services, dann höhere Preise für unsere technischen Geräte , dazu werden viele Jobs abgeschafft oder schlechter bezahlt und unser Strom wird auch teurer.
 
  • #83
Ich bin ehrlich gesagt etwas irritiert über deine Aussagen. Das ist in sich nicht logisch irgendwie.

Zum einen stellst du fest , das gute Regisseure schon vor 30 Jahren tolle Filme mit wenig Budget gemacht haben. (Ohne KI und sicher ohne großartige FX oder gar VFX)
Aber zeitgleich meinst du man bräuche KI (oder modernere Mittel) um gute Filme zu machen?

Ich würde auch hier KI wirklich nicht mit besseren Kameras gleichsetzen. Das kann man doch überhaupt nicht vergleichen. Z.B. bezüglich Drohnen. Es war doch ökologischer und ökonomischer Wahnsinn welchen Aufwand man früher für einen Kameraüberflug betreiben musste - Hubschrauber !!!.

Im übrigen lehne ich KI nicht per se ab. Ich sehe aber eine Vielzahl große ungeklärte Probleme. Du scheinst immer die Prämisse zu haben das billiger und schneller gleich besser ist.
Ich finde wir sollten uns sehr gut überlegen wo wir das wie einsetzen . Auch sollte man bedenken das KI noch extrem teuer ist und Unternehmen die das anbieten nicht wirtschaftlich operieren. Die KI Rechenzentren verbrauchen gewaltige Mengen Energie ... in Anbetracht der Tatsache wie fragil unsere Welt noch ist bzgl Energieabhängigkeiten und Kosten, sollte man das nicht ignorieren.
Oder schaut man mal auf RAM und GPU Preise... die zahlen wir als Endkunden doch doppelt und dreifach. Zum einen für KI Services, dann höhere Preise für unsere technischen Geräte , dazu werden viele Jobs abgeschafft oder schlechter bezahlt und unser Strom wird auch teurer.
ich stimme mit dir in vielem ueberein, jedoch betrift das doch eher allgemeines zusammenleben, gesellschaft und politik, als kunst an sich??

was mich wirklich irritiert ist, dass das thema von vielen musikern so polarisiert betrachtet wird, insbesondere bei eigentlich technologieoffenen elektronikern.

neulich hat mir ein musiker beschrieben, dass das kommerzielle generieren von loops fuer hiphopper und saenger, bei ihm als einnahmequelle wegbricht.
klar, das ist traurig fuer ihn - jedoch seine frueheren kunden/verwerter sehen das sicher anders.
aber auch da geht es um handwerk / broterwerb und nicht um kunst.
ob einer seiner kunden den loop bei ihm bestellt, ausgewählt und gekauft hat, oder ein jetzt tool dafür verwendet - das wird für das, was derjenige dann veröffentlicht nicht relevant sein - sonst würde derjenige bei dem musiker als loopliferant bleiben.

kann es sein, das nicht ki das problem ist, sondern die unzureichende entlohnung derer, die von ihrer kunst leben wollen - und ihre werke und dienstleistungen für ihren lebensunterhalt anbieten (müssen/wollen)?

das würde es für mich erklären, warum es manche so triggert. - und warum ich immer das gefühl habe, dass man aneinander vorbei redet.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: robworld
  • #84
jedoch betrift das doch eher allgemeines zusammenleben, gesellschaft und politik, als kunst an sich??
Als ob man das so völlig isoliert betrachten kann. Kunst greift doch immer wieder Themen aus dem Leben auf und ist wichtiger Teil unseres Lebens.

Worum es hier in dem thread geht ist auch nicht klar ersichtlich. Das es z.B. nur um den Einfluß von KI auf die Inhalte der Kunst gehen soll, also das Musik z.B. anders klingt als ohne KI tools , kann ich nicht erkennen.

Im übrigen bin ich auf die anderen Aspekte schon ein gegangen. Konsenz: Ich sehe nicht ein warum KI Dinge übernehmen soll , die mir Freude bereiten.


kann es sein, das nicht ki das problem ist, sondern die unzureichende entlohnung derer, die von ihrer kunst leben wollen - und ihre werke und dienstleistungen für ihren lebensunterhalt anbieten (müssen/wollen)?
das ist im Kunstbezug natürlich das Problem schlechthin. Alles was aktuelle generative KIs können, haben sie doch mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit ungerechtfertigt, unlizensiert von existierenden Werken gelernt. Und nun verdienen die Betreiber damit ihr Geld? Es gibt auch nicht nur unzureichende Entlohnung, es gibt KEINE Entlohnung.

Selbst wenn man da jetzt mit Regularien daher kommt wie Künstler zukünftig entlohnt werden, wie soll denn heute noch nachvollzogen werden womit im Detail welche Ki trainiert wurde und welchen Anteil die jeweiligen Künstler daran haben und in welcher Höhe die entlohnt werden müssen?

:dunno:

das würde es für mich erklären, warum es manche so triggert. - und warum ich immer das gefühl habe, dass man aneinander vorbei redet.
Wenn du es so formulierst, interpretiere ich da das du es ungerechtfertigt findest das man damit unzufrieden ist.

Würdest du auch schreiben, es triggert manche wenn z.B. ihr Synthesizer aus dem Studio geklaut wird und der Dieb sie dann auf ebay vertickt?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #86
ich stimme mit dir in vielem ueberein, jedoch betrift das doch eher allgemeines zusammenleben, gesellschaft und politik, als kunst an sich??

was mich wirklich irritiert ist, dass das thema von vielen musikern so polarisiert betrachtet wird, insbesondere bei eigentlich technologieoffenen elektronikern.

neulich hat mir ein musiker beschrieben, dass das kommerzielle generieren von loops fuer hiphopper und saenger, bei ihm als einnahmequelle wegbricht.
klar, das ist traurig fuer ihn - jedoch seine frueheren kunden/verwerter sehen das sicher anders.
aber auch da geht es um handwerk / broterwerb und nicht um kunst.
ob einer seiner kunden den loop bei ihm bestellt, ausgewählt und gekauft hat, oder ein jetzt tool dafür verwendet - das wird für das, was derjenige dann veröffentlicht nicht relevant sein - sonst würde derjenige bei dem musiker als loopliferant bleiben.

kann es sein, das nicht ki das problem ist, sondern die unzureichende entlohnung derer, die von ihrer kunst leben wollen - und ihre werke und dienstleistungen für ihren lebensunterhalt anbieten (müssen/wollen)?

das würde es für mich erklären, warum es manche so triggert. - und warum ich immer das gefühl habe, dass man aneinander vorbei redet.
Das Problem an der Sichtweise ist, dass eben diese angrenzenden Tätigkeiten den Pool bilden aus dem Kunst hervorgeht. Sie sorgen außerdem dafür, einen Anreiz zu schaffen Fähigkeiten auszubilden die eben quasi als Zweitverwertung monetarisiert werden können, sollte der fest geplante Durchbruch zum Popsternchen wider Erwarten doch ausbleiben. Dadurch wird Kunst noch mehr in den Hobbybereich getrieben und das Niveau sinkt in der Breite. Das ganze ist ein System und ohne Fundament leidet auch die Spitze.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: verstaerker
  • #87
Möchte man verhindern das Kunst dann nur noch als Hobby betrieben wird (weil einen Lebensunterhalt kann man dann ja kaum noch bestreiten) , müsste man die Förderung von Kunst deutlich ausbauen. Damit würde die Allgemeinheit dafür aufkommen das einige wenige davon profitieren, das man Musik, Grafik , Animation etc billiger herstellen kann.
Mir fehlt ehrlich gesagt jedes Verständnis dafür, das man das in irgendeiner Form befürworten kann. Ganz besonders hier. Wir sind doch nicht alles nur Synthisammler.

Ich sehe auch nicht wieso es per se ein Vorteil sein soll, das es mit solchen "Werkzeugen" leichter ist "Kunst" zu erschaffen. Das Argument , damit jeder mittellose potentiell große Künstler seine Visionen umsetzen kann, überzeugt mich nicht.
Wer Kunst erschaffen will, braucht keine teuren Werkzeuge dafür und hat schon lange alle Mittel dafür.

1773838132186.webp
 
  • #88
Als ob man das so völlig isoliert betrachten kann. Kunst greift doch immer wieder Themen aus dem Leben auf und ist wichtiger Teil unseres Lebens.

Worum es hier in dem thread geht ist auch nicht klar ersichtlich. Das es z.B. nur um den Einfluß von KI auf die Inhalte der Kunst gehen soll, also das Musik z.B. anders klingt als ohne KI tools , kann ich nicht erkennen.
das sollte kein angriff sein, ich bin mir nur oft unsicher, ob man über das gleiche redet.
Im übrigen bin ich auf die anderen Aspekte schon ein gegangen. Konsenz: Ich sehe nicht ein warum KI Dinge übernehmen soll , die mir Freude bereiten.
das ist doch über haupt kein problen, niemand zwingt dich diese hilfsmittel zu benutzen - und wie man diese sachen benutzt, das kann komplet unterschiedlich sein - ein tool um ein objekt aus einem bild zu entfernen oder ein amboss-metall-percussion-was-weis-ich-was-sample generieren, das ist etwas anderes als ein prompt: mach mir einen welthit.
trotzdem beruhen diese sachen alle auf den llms
das ist im Kunstbezug natürlich das Problem schlechthin. Alles was aktuelle generative KIs können, haben sie doch mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit ungerechtfertigt, unlizensiert von existierenden Werken gelernt. Und nun verdienen die Betreiber damit ihr Geld? Es gibt auch nicht nur unzureichende Entlohnung, es gibt KEINE Entlohnung.

Selbst wenn man da jetzt mit Regularien daher kommt wie Künstler zukünftig entlohnt werden, wie soll denn heute noch nachvollzogen werden womit im Detail welche Ki trainiert wurde und welchen Anteil die jeweiligen Künstler daran haben und in welcher Höhe die entlohnt werden müssen?

:dunno:
wenn du damit geld verdienst ist das anders, als wenn du es als hobby betreibst.
und selbst im kommerz kann man verschiedener meinung sein, wie lange ein copyright gelten darf.
grenzen zwischen cover/copie/remix... geregelt oder alles einfach public domain.
die monalisa wird nicht weniger wert, nur weil es poster und kopien davon gibt oder jemand versucht "etwas im stil von" zu machen.
(ok, zu hochgegriffen? geschenkt;)

was ich meine:
war nicht das internet dafür da, wissen zu demokratisieren ?
war napster wirklich ein poblem (für die künstler, isb, die kleinen)?
bisher haben google/meta andere daten misbraucht, jetzt kommen auch andere firmen und andere inhalte dran...
finde ich auch nicht toll, fand ich nicht toll - trotzdem benutze ich msoffice und co.

ich fände es besser, wenn trainingsdaten, so wie es am anfang kommuniziert wurde, allen zugänglich gemacht werden, ich fände es wichtig die blackbox zu offnen, zu sehen, wie ein inhalt erzeugt wird - aber das kann ich nicht beeinflussen.

alles tendiert zum monopol, weil konzerne, regierungen und bürger so sind wie sie sind.
nicht die technik, oder deren anwendung ist, so wie du es sagst, oder wie ich dich verstehe, das problem, dann wäre es die allgemeine ungerechtigkeit, global bis lokal.
Wenn du es so formulierst, interpretiere ich da das du es ungerechtfertigt findest das man damit unzufrieden ist.

Würdest du auch schreiben, es triggert manche wenn z.B. ihr Synthesizer aus dem Studio geklaut wird und der Dieb sie dann auf ebay vertickt?
nein, das habe ich nicht gemeint.
ich rege mich über sehr vieles auf, und gewiss über einen physischen einbruch.
- wobei... wenn jemand bei mir einbricht und meine cds und klangbibliothek klaut... dann würde ich mich zuerst fragen wessen geistes kind das wohl war...
jeder darf sich aufregen, auch über ungerechtigkeit und machtkonzentration.

ich trenne nur anders.
mir sind andere meiner persönlichen daten wichtiger als material das ich willentlich zum veröffentlichen herstelle. - was damit jemand macht - das muss er selbst verantworten :)

______
...sorry, für den langen text...
- ich mag einfach nicht, das menschen, isb anfänger, kleingemacht werden, nur sie sie diese tools bennutzen. auch wenn es vielleicht nicht dem eigenen anspruch aus der eigenen lebenssituation entspricht.
... mein erstes cubase auf dem atari... ...ich kannte einige, deren dongle so leicht war, wie meins. damit habe ich mehr probleme als mit unlizensierter benutzung meiner inhalte.
...und kunst ist halt - kunst.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: robworld
  • #89
war nicht das internet dafür da, wissen zu demokratisieren ?
Klar. Super. Du vertiefst damit die Diskussion ungemein. Aber es sollte ja jeder darüber entscheiden können ob er seine Wissen, Können, Kunst frei zur Verfügung stellt oder nicht.
Wir bräuchten ein grundlegend anderes Gesellschafts und Wirtschaftssystem, wenn wir wollen das Künstler kein Geld mehr verdienen müssen.

das ist doch über haupt kein problen, niemand zwingt dich diese hilfsmittel zu benutzen - und wie man diese sachen benutzt, das kann komplet unterschiedlich sein - ein tool um ein objekt aus einem bild zu entfernen oder ein amboss-metall-percussion-was-weis-ich-was-sample generieren, das ist etwas anderes als ein prompt: mach mir einen welthit.
trotzdem beruhen diese sachen alle auf den llms
Allso derzeit kann ich mit Dingen dir mir Freude bereiten meinen Lebensunterhalt verdienen. Ob das in 3 Jahren noch so ist, ist ungewiss.

Ob ich mir ein so aufwändiges Hobby mit teuren Synths noch leisten kann, wenn ich Bürgergeld neue Grundsicherung bekomme, zweifelhaft. Wahrscheinlich zwingt man mich das Gelumpe erstmal zu verscherbeln.
 
  • :(
M.i.a.u.: robworld
  • #90
Das Problem an der Sichtweise ist, dass eben diese angrenzenden Tätigkeiten den Pool bilden aus dem Kunst hervorgeht. Sie sorgen außerdem dafür, einen Anreiz zu schaffen Fähigkeiten auszubilden die eben quasi als Zweitverwertung monetarisiert werden können, sollte der fest geplante Durchbruch zum Popsternchen wider Erwarten doch ausbleiben.
das verstehe ich - wirklich.
und es ist vielleicht auch nicht richtig, wenn und wie jemand wie ich, der davon nicht lebt, darüber nachdenkt.
in so fern ist diese neue technik etwas, dass möglicher weise unser zusammenleben vollständig ändert. und das in bereichen, in denen man vor 10 jahren noch nichts davon ahnen konnte :(

Dadurch wird Kunst noch mehr in den Hobbybereich getrieben und das Niveau sinkt in der Breite. Das ganze ist ein System und ohne Fundament leidet auch die Spitze.

alleine das mit dem schwindenden niveau, das funktioniert von alleine, ob mit oder ohne ki.
der output war vorher schon sehr groß. durch selbstvermarktung, billigere technik und daraus folgender masse.
jetzt ist es noch einmal beschleunigt worden.

aber perlen gibt es auch heute, egal wie es produziert wird - und gab es früher auch. - und von den leuten, die ich von früher kenne, macht heute keiner berufsmäßig musik - keiner, den ich kannte, hat jemals von musik gelebt. - bis auf einen opernsänger und einen orchestermusiker :)
 
×
Dir gefällt Sequencer.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!

Neue Beiträge

Zurück
Oben