Korg Polysix

Danke dir fürs teilen. :)

Meine zweite Heimat. Das Video war längst überfällig. ;-)

Die Bilder entstanden im Juni während der Weißen Nächte. Zu dieser Zeit wird es nicht dunkel.
 
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MFakaNemo

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mal eine Frage zum Polysix: geht der mit einem Kenton MIDI/CV anzusteuern? MIDI hat er ja von Werk aus nicht.
 

MFakaNemo

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nochmal eine Frage, weil ich unlängst die Diskussion um "Haltbarkeit" und Nutzungsdauer und Nutzen im Allgemeinen hatte, im Vergleich zum Juno.

Mir gehts primär um die Anfälligkeit bzw die Reparaturbedürftigkeit eines Polysix. Ist es tatsächlich so, dass der Polysix ein Synthesizer ist, der generell recht anfällig ist, bei verschiedenen Komponenten? Öfter durchchecken lassen oder bestimmte Komponenten tauschen? Das hat ja dann auch was mit Langlebigkeit und Nutzen für sein Geld zu tun. An sich ist der Polysix ein sehr schön klingender Synth, aber hat man mit einem Juno klanglich gesehen nicht doch mehr von Soundmöglichkeiten und Langlebigkeit?
 

MFakaNemo

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danke:) @fanwander
man kann also, wenn die Batterie brav gewechselt wurde davon ausgehen, dass die Wartung/Pflege bei beiden dann quasi gleich ist?
du hast quasi das Thema ICs sofort richtig erfasst ;-)
 
Sehe ich nicht ganz so. Ich hatte/habe zwei P6. Irgendwas war immer. Batterie sowieso, Stimmungsschwankungen, Kontaktprobleme der Tastatur, Problem mit den LEDs usw.

Der Juno-60 war einer meiner ersten Synths überhaupt. Da war noch nie was.

Ich mag beide, weil sie sich klanglich super ergänzen. Aber wenn es um die Zuverlässigkeit geht, dann hat der Juno die Nase weit vorn.
 
Zuletzt bearbeitet:

tom f

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ja, jetzt :D EDITIERT!
ok, da hätte ich einfach etwas langsamer sein müssen :D
Ich habe aktuell 3 Polysix und hatte früher schon einen.

Ich stimme da Florian zu - das absolute Primärproblem sind die Akkuschäden.

Es kann auch sein, dass man als Erwerber ein Gerät mit repariertem Säureschaden bekommt und das zwar so sauber gemacht wurde, dass man es optisch gar nicht merkt - dennoch aber über geringste Säurereste die in den Leiterbahnen kriechen auch Jahre später Probleme bekommen kann die schwer zuzuordnen sind.

Polysixe die nie einen Batteieschaden hatten würde ich als ähnlich solide wie die Junos einstufen - das kann man parallel auch mit der Lebensdauer vom Mono/Poly belegen - der hat keine Batterie und ist absolut nicht für gröbere Macken bekannt.

Von denen hatte ich auch schon 4 oder 5 und die funktionieren einfach.

Und was ist denn schon so solide bei den Junos generell ?

106er: Kaputte Voiceboards all over the place

Alpha Juno 2: So gut wie immer ist der Aftertouch kaputt - ähnlich wie beim JD-800, der hat dann auch noch das Problem mit den Tastengewichten ... Roland baut auch keine Mercedes.


Man kann also maximal den 6er und den 60er als solide bezeichnen ;-)
 

MFakaNemo

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ok, dass ich das auseinanderhalte.. am zuverlässigsten sind also Juno6/60.
von Polysix wäre daher eher abzuraten,wenn ein Batterieschaden war? ok.. die meisten Anzeigen, grade auch Kleinanzeigen, geben ja an dass die Batterie VOR dem Auslaufen gewechselt wurde, und oftmals ist auch gleich noch MIDI an Bord.

D.h. also: Juno6/60 vor Mono/Poly vor Polysix?
 

tom f

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Der Juno 6 und der 60er sind sehr solide - JA - was anderes behauptete ich ja nicht.

Selbst MEIN 106er funktioniert tadellos - aber was soll ich von einem Gerät auf andere schliessen wenn sehr viele Menschen Probleme damit haben.

Von mir aus mag man auch sagen der Polysix sei nicht super robust, wenn man das Urteil halt rein oberflächlich ohne die Hintergründe fällt.

Was kann das Gerät denn dafür dass die Akkus so mies waren und viel Leute das zu selten gecheckt haben ?

Der 303 macht man ja auch keine Schuld daraus, dass die ebenso im Übermass dank ausgeronnener Batterien optisch oder technisch versaut sind.

Aber der Mono/Poly ? Also wirklich - was soll an dem unsolide sein - 5 Stück ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss aber auch nicht Nichts.


Übrigens: ich würde mir Synths die klanglich und von der Aura so unterschiedlich sind wie Juno 6/60 und Polysix keinesfalls anhand des Kriteriums Zuverlässig gegeneinander aufrechnen.

Zuverlässig ist so eine Sache - natürlich gibt es bei allen Synths - egal wie solide - auch mal ein Gerät was aus dem statistischen Mittel fällt und dann bist Du erst gearscht.

Wer primär Sicherheit im finanziellen und wartungstechnischen Kontext will muss Neuware mit Garantie kaufen.
 

tom f

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.. die meisten Anzeigen, grade auch Kleinanzeigen, geben ja an dass die Batterie VOR dem Auslaufen gewechselt wurde
Da zeigt meine tatsächlich halbwegs umfangreiche Empirie - Synthunter als Hobby mit Vorliebe für Polysix - abseits meiner eigenen Geräte, dass das sehr oft einfach nur Lügen sind.

- wenige wissen/checken es nicht
- einige stellen sich doof und sagen sie hätten keine Ahnung
- viele Lügen

Polysix komplett ohne JEGLICHEN Säureaustritt sind tatsächlich richtig selten - und wenn mir heute einer 3 solche hinstellt so kaufe ich die alle.

ABER: es gibt ja neben dem aufwendigen Kiwiboard ja auch diesen Assignerboard Klon der 1:1 die Features des Originals erhält und das Thema eigentlich erledigt - wenn nicht der Säureschaden sogar auf andere Platinen - durch Hochkantlagerung etc. - übergegriffen hat.

Ist halt mehr Geld. mehr Arbeit und nicht Original - aber es geht.
 
Ja so sieht's aus.

Erwischt man einen Juno der kurz darauf abkackt, dann will ich daran nicht Schuld sein. Alte Synths ohne Garantie. Man sollte wissen auf was man sich da einlässt.

Ich würde erstmal schauen ob mir der Klang zusagt. Denn beide haben Stärken und Schwächen.
 

tom f

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Witzig an der Demo von Marko:

Sie klingt schön - bildet für mich aber keinesfalls die Sounds ab die ich am Polysix so schätze.
Würde ich einen Demo zum Gerät machen klänge die komplett anders und wenn ich raten müsste womit er die Demo eingespielt hatt würde ich kaum auf den Polysix tippen.

Ein tolles Argument FÜR den angeblich klanglich doch eingeschränkten Polysix :sowhat:
 
Klingt wie ein Juno oder? ;-)

Ich denke dass jeder bestimmte klangliche Vorlieben hat und die sind unterschiedlich.
Zum Glück ist das so, sonst klingen wir alle gleich.
 

Pepe

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Was kann das Gerät denn dafür dass die Akkus so mies waren und viel Leute das zu selten gecheckt haben ?
Rückwirkend würde ich den KORG Designern (bei all meiner Liebe zu deren Produkten - siehe meine Signatur!) doch gerne einen A....tritt verpassen, was die Platzierung der Akkus im Polysix und Poly-61 anbetrifft. Die konnten zwar damals vielleicht nicht ahnen, dass die analogen Biester Jahrzehnte später noch mal heiß geliebt werden würden, aber man hätte die Akkus irgendwie von der Platine abgekapselt im Chassis verbauen können. Das hatte Roland doch beim Jupiter-4 etwa 10 Jahre zuvor ganz schön vorgemacht. Da kann eine ausgelaufene Batterie höchstens dem Holzboden schaden, aber nicht der Platine.
 

fanwander

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Unzuverlässige Kisten.
Sagen wir so, ich hatte inzwischen vier Juno 6/60 auf der Werkbank; zwei mit abgekackten CMOS ICs in der Gate-Ansteuerung (vermutlich wegen fehlender Dämpfungs-Caps in der Nähe), drei mit prellenden oder garnicht funktionierenden Keyboards. Die offen liegenden Metall-Kontaktfahnen der 6/60 neigen zur Korrosion und sind übelst schwer zu reinigen (ca 6-8 Stunden Arbeit - been there, done that, don't want the t-tshirt), während die Gummikontakte eines Korg 1.) deutlich weniger gefährdet sind, und 2.) wenn sie denn verschmutzt sind in ca 30 Minuten getauscht oder in 60 Minuten neu graphitisiert sind.
 

tom f

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Ihr sollt das Graphit vorher einfach nicht runterputzen :mrgreen:

Ich habe das bis dato immer noch mit Sanftheit und etwas Alkohol - auf den Wattestäben :) - zum Laufen gebracht.

Und zwar durchaus nachhaltig
 

tom f

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Naja die Audioqualität ist grotig und das Reverb laut :)

Aber: der Polysix ist tatsächlich ein Klanggigant und ich würde sagen er ist die 21 jährige französische Cousine des Prophet 5.

Die subtile Eroktik ist aber nicht für Jedermann und andere stehen halt auf den Typ Pamela Anderson -> Juno 6/60
 


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