MacBook Pro zum produzieren

Dieses Thema im Forum "Apple MacOS" wurde erstellt von snafu, 10. September 2010.

  1. snafu

    snafu -

    Moin,

    mir ist am Wochenende mein "alter" Desktop WinXP Rechner abgeschmiert.... Motherboard defekt... nich so wild, war eh 6 Jahre alt und ich will mir eh was neues holen!

    Am liebsten wär mir der Umstieg auf OS X und ein MacbookPro, in der aktuellen i7 Version mit 7200 500 Gig Platte und High Res antiglare sowie 4 Gig RAM.

    Ich versuche mich jetzt schon seid Tagen im Netz schlau zu machen ob der Rechner meinen Anforderungen genügt. Was ich in diversen Foren zu lesen bekomme ist sowas von unterschiedlich dass ich derbe verwirrt bin. Die Aussagen gehen, von "30 Spuren und viele PlugIns kein Problem" bis zu "nach 6 Spuren inkl. 3 bis vier SW-Synts und Effekten ist schluss". Mir ist klar dass es extrem auf die verwendeten PlugIns ankommt... das ein Reaktor viel Leistung frisst ist mir bewusst!

    Jetzt meine eigentliche Frage: Reicht das MBP für folgende Anwendungen aus:

    Fall 1: èber enstprechendes FW-Interface mit meinem E-Schlagzeug per MIDI Toontrack Superior Drummer 2.0 als VST in Cubase spielen (Vielleicht noch eine Audio Spur zusätzlich)

    Fall 2: Drum and BAss produzieren. Sequenzer Cubase 5, ca. 4 Instanzen Kontakt mit je 2 bis 4 Augängen und effekten auf den Kanälen, zusätzlich zwei bis drei Softwaresynts (meist die Qubase internen) und ein paar Audiospuren.

    Komme ich dafür mit einem MBP aus ohne alle Nse lang bouncen zu müssen? Eine Desktoplösung möchte ich eher nicht da ich mit Freunden Länderübergreifend produziere und wir uns ab und an treffen... da möchte ich gerne meine DAW dabei haben!

    Vielen Dank schon mal für eure Antworten!

    Grüsse

    Snafu
     
  2. Moogulator

    Moogulator Admin

    Also selbst mit einem älteren Dualcore Macbook sind 40 Spuren kein Problem. Das liegt auch stark an der Wahl der internen Platte und dem, was du ggf. an Platten dranhängst. Perfekt ist natürlich ein SSD oder Hybridlaufwerk. Der Prozessor hat bei Spuren nicht so viel zu tun wie die Platte. Bei Reaktor ist es quasi umgekehrt. Da bringt dir der i7 was.

    Ich denke, dass du damit auskommen wirst. Wenn es dein Hauptrechner wird, würde ich ein dickes Modell wählen. Jeder Desktop bietet aber oft mehr, weil Mehrkern, was bei Audio ne Menge bringt, selbt die kleinen 4-Core MacPros. Da passen auch die 3.5" Platten rein, die natürlich auch bessere Performance bringen. Was nicht heißt, dass Books das nicht können, aber sie sind immer langsamer und teurer. Ok, gibt noch den iMac mit 4Kern, Apple traut sich leider nicht, die hochtaktigen 130Watt Prozessoren in die 17"er wenigstens zu bauen. Vermutlich ist die Idee des Desktopersatzes da noch nicht angekommen, ähnlich wie Netbooks nicht angekommen sind.

    JA - Aber dennoch: Man kann mit den Books was anstellen, würde bei viel Reaktor und Co mind i5 empfehlen. Vollständige Produktion. Kommt nur drauf an, wie viel man umbouncen will und wie bequem man so drauf ist. Aus meiner Sicht ist das seit dem Powerbook damals der letzten Serie möglich, damit habe ich über Jahre alles gemacht.

    :hallo:
     
  3. snafu

    snafu -

    Hey,

    danke dir für deine Antwort.... es wird in jedem Fall der i7 und mit "schnell" drehender Platte. SSD ist mir als Erstausrüstung bei Apple einfach zu teuer... das kann man imo später bei bedarf nachrüsten, ebenso wie RAM... Mir is einfach wichtig dass ich meine DAW mobil habe, dass ich dabei gewisse Abstriche gegenüber einer Desktop Lösung machen muss nehme ich in Kauf!

    Gruss
     
  4. Moogulator

    Moogulator Admin

    Mein Tipp ist sich nicht bei Apple, sondern die Platten und Speicher woanders zu holen, besonders SSDs. Das ist bei Apple alles deutlich teurer, wenn man das per BTO macht.

    RAM: Plan mal 4GB ein, ist ja auch nicht so teuer. Platte lieber schnell als groß, ideal eben SSD und noch eine dranhängen, dann holst du sehr viel raus aus dem Ding. Aber mobil ist ok, dann solltest du das tun.
     
  5. snafu

    snafu -

    Eben, später ne SSD kaufen und die interne als Ext. dran hängen.... das is der Plan!
     
  6. tomcat

    tomcat -

    SSD bricht oft in der Performance bei grossen Dateien ein.

    8GB Ram beim MBP15/17 ist als BTO ausnahmsweise nicht teurer (war vor dem Sommer so, aktull nochmal checken was 2x4GB 1033er Dimms kosten). Einfacher Grund, du musst die alten Chips wegschmeissen (oder beinahe verschenken, sind 2x 2GB und so 50-80 Euro wert wenn du einen Abnehmer findest - iMac 27" Leute können die brauchen, die haben 2 Steckplätze dafür frei) und neue kaufen. Kommt in etwa aufs selbe wie gleich BTO 8GB. 4GB sind eh serienmässig drinnen, die reichen für deine Anwendung sicher.

    HDD mit 7200 uMin ... wenn du keine Verwendung für die mitgelieferte 500er hast dann würd ich auch die $50 Aufpreis schlucken. Bevor du dein MBP zerlegst usw.... Externes Gehäuse für 2.5 HDD usw um die alte zu recyclen ... der Aufwand zahlt sich nicht wirklich aus. Platten sind unglaublich billig geworden.

    Wie Moog sagt, plane eine ext FW800 HDD fürs Recording ein, die Kombo ist gut. OS + App von der internen HDD und Recording auf die externe. Für unterwegs oder auch so reicht aber auch die interne 7200er.

    FW IF für Apple ist traditionell Motu ein Tip, die haben ihren Hauptfocus auf Mac und dafür auch sehr gute und immer aktuelle Treiber.
     

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