Mehrere Novation SL Controller Keyboards an einem Host

Dieses Thema im Forum "Controller & MIDI" wurde erstellt von Tim Kleinert, 10. August 2010.

  1. Hi,
    Bin gedanklich verschiedene neue Live-Setup-Konzepte am durchspielen, darunter auch Rechner-basiert. Da würde es mich interessieren, ob es möglich ist, mit mehreren Novation Remote SL Keyboards gleichzeitig verschiedene Softsynths innerhalb eines Hosts anzusteuern -also quasi ein Keyboard pro Softsynth. Laut der Novation-Seite unterstützt Automap3 ja mehrere Novation-Hardware-Einheiten gleichzeitig an einem Rechner, und man sieht ja in den Demo-Videos Leute, die ein Launchpad und ein SL-Controller gleichzeitig nutzen. Mich würde aber dieses spezifische Szenario -mehrere SL-Keyboards gleichzeitig, deren Tastaturen und Display/Encoder-Interfaces jeweils einen anderen Softsynth ansteuern- interessieren. Das wäre eine traumhafte Sache. Aber von dem wenigen was ich von der Sache verstehe bin ich zwar eher skeptisch, denn wie soll der Host wissen welcher Controller was steuert? Es sei denn man kann das irgendwo zuweisen. Kann jemand etwas dazu sagen?
    thx & cheers,
    tim
     
  2. marv42dp

    marv42dp aktiviert

    Ob bzw. wie das mit Automap funktioniert, weiß ich nicht, aber Du kannst das Gewünschte durchaus auch ohne Automap realisieren. Zuweisung der SL via MIDI-Eingang der VSTi-Spur, und die Encoder senden MIDI-CCs.
     
  3. fab

    fab -

    identifizieren lassen sich die controller ja über midi ports und channels.

    allerdings wirft bei usb-anbindung windows manchmal die usb-ports durcheinander. dazu gibt es im brainspawn (forte) forum inzwischen schon klinische versuchsreihen. wenn man virtuelle midi ports dazwischen hängt wie zb mapletools ports und das über eine matrix verbindet (zb von hermann seib) kann man unfälle wenigstens schnell reparieren, ohne alles neu zu laden.

    die idee eine tastatur pro instrument finde ich aber auch klasse. man braucht bestimmt etwas zeit, bis dann alles sicher klappt.

    ps: ich meine, irgendwo auf der novation page gelesen zu haben, dass man mehrere nocturns in automap "kaskadieren" kann. d.h. mit glück, dass sie als verschiedene geräte erkannt und evtl. gemeinsam umgeschaltet werden...
     
  4. Danke für Eure Antworten.

    Mir kam die geniale Idee, die Manuals runterzuladen :mrgreen:, und sieh an: laut Manual geht das problemlos, ist sogar dafür ausgelegt. Die Automap HUD Server-Software listet ja alle laufenden Plugins als "Clients" auf, und unterstützt mehrere Automap-Hardwaregeräte, die jeweils auf irgendeinen dieser "Clients" frei zugreifen können. Das scheint eine sehr feine Sache zu sein.

    Hmmm -das werde ich mir ernsthaft überlegen. So eine Burg aus SL-Keyboards und Rechner... :mrgreen:

    cheers,
    tim
     
  5. fab

    fab -

    ein fuchs, der tim. bin auf den praxisbericht gespannt. wär ja klasse, wenn novation das usb-port-problem beherrscht - oder ist das für mac?
     
  6. Ich bin Windows-User. Mit welchem Windows arbeitest denn Du?

    Bezüglich USB kann ich zwischen XP und W7 immerhin einen definitiven Unterschied spüren. Wo ich bei XP seltsamerweise einen Treiber für jeden USB-Port jeweils neu installieren musste wenn ich das betreffende Gerät da anschloss (z.B. beim NordModular G2), ist das bei W7 kein Thema mehr. (Kleine Nebenbemerkung: Der G2 Editor funktioniert auf W7 problemlos.) Da scheint USB-mässig also etwas gegangen zu sein. Keine Ahnung ob oder inwiefern sich das auf die von Dir beschriebene Problematik auswirkt.

    Falls der Rechner die Port-Reihenfolge der angeschlossenen Controller durcheinanderwirbelt (habe ich zwar noch nie erlebt), sehe ich in meinem hypothetischen Szenario eigentlich kein Problem darin. Denn man wählt ja am Controller selber das zu bedienende PlugIn aus, da spielt keine Rolle an welchem Port er hängt. Automap kommuniziert nicht über MIDI. Die Tastatur schon, über normales USB-MIDI. Wenn man für jede Tastatur einen anderen Kanal einstellt, und bei den Instrumenten-Kanälen im Cubase/Nuendo "all MIDI inputs" angibt, dann spielt auch da die USB-Port-Reihenfolge keine Rolle denn es werden alle ankommenden MIDI-Daten entgegengenommen. Einfach der MIDI-Kanal muss dann stimmen.

    Eben -um's noch rasch erwähnt zu haben: Ich würde Cubase als Host-Software einsetzen (was eh praktisch ist falls man mal mit Backing-Tracks arbeiten will) . Meines Wissens nach unterstützt Automap keine Standalone-VST-Hosts (wie eben z.B. Brainspawn Forte), da müsste man wie gesagt mit dem Advanced-Mode arbeiten, mit den damit einhergehenden Einschränkungen. Aber auch da: der Advanced-Mode arbeitet komplett über MIDI, mit den richtigen Kanaleinstellungen am Gerät und beim Host sehe ich auch da kein USB-Port-Problem.

    Oder vielleicht kapiere ich hier etwas falsch. :mrgreen:
     
  7. fab

    fab -

    ich habe noch xp. wär ja klasse, wenn das in Seven besser wäre.
    solange du nur nach midi-kanälen unterscheidest und nicht nach ports hast du eh kein problem. neu tastatur und plugin auswählen musst du aber doch hoffentlich nicht bei jedem startup?

    für brainspawn forte gibt es mittlerweile auch eine remote control für automap, kann faders, solo, mutes und ein paar sachen. außerdem kann man sich die remote control funktionen auch noch in einem human readable .xml anpassen. aber forte hat in der tat keine timeline - backing tracks gehen also nur über vsts wie exergyXT. wenn man vorrangig backing tracks hat, ist cubase sicher komfortabler.

    brainspawn ist eher dann gut, wenn man viele vst patches und splits umschalten muss. das geht aber wiederum bisher nur für die gesamte konfiguration, jedenfalls über die praktischen "scenes". (program changes an einzelne vsts senden ist natürlich auch möglich, aber das will forte ja gerade vermeiden...).

    halt uns auf dem laufenden...btw, was spricht eigentlich für den rechner bzw. gegen die nord stage+A6+G2 kombi?
     
  8. Die MIDI-Settings des Controllers sind speicherbar, ebenso die des DAW-Projekts (wo die Plugins bereits vorbereitet sind). Einmal laden. Die Idee ist, alle live benötigten Plugs (sind ja nicht allzuviele) gleichzeitig am laufen zu haben (bei einem neuen i7-Laptop kein Problem) und via Mixer-Control-Page lediglich zu muten/unmuten. So kann man nach Bedarf auch schön Layers machen, inkl. Level-Kontrolle mit den Fadern.

    Ah, OK, wusste ich nicht, ich informier mich da mal weiter.

    Nord Stage habe ich keinen. Das Analogzeug nehme ich aus Prinzip nicht on the road. Zu schwer, fragiler und mir auch zu wertvoll -ich denke da vorallem ans Thema Reisen/Fliegen. Beim Rechnerbasierten Setup ist ja nur der Rechner selber vergleichsweise fragil, und den würde ich dann ja ins Handgepäck nehmen (für die Controller gäb's dann natürlich gute Flightcases.)
    Live waren es die letzten 6 Jahre eben zwei G2X, und das war in vielen Belangen super: leicht, robust und zuverlässig, super bedienbar, im Nu auf- und abgebaut, und mit "ein bisschen" Patchen :mrgreen: alles möglich. Ich mache ja von experimentellen ambient solo-gigs über Jazz(-Rock) und Funk bishin zu 4-on-the-floor live-act Sachen so ziemlich alles, und brauche ein Live-Konzept welches das alles abdecken kann.
    Die G2X sind wie gesagt super. Nur finde ich dass in den letzten Jahren einerseits Rechner und Software erheblich zuverlässiger und leistungsfähiger, und andererseits Plugins sehr viel besser geworden sind. Will hier bitte keine Diskussion lostreten (!), aber Plugins wie Zebra, Alchemy und Massive klingen für mich erheblich besser als alles was es im digitalen Hardwarebereich gibt. Ganz zu schweigen vom ganzen Processing-Zeug -Amplitube, SpaceMaster2 (mein absoluter Lieblingshall!), etc. -da kann punkto Klang keine Hardware mehr mithalten. Wäre schön dies auf der Bühne zu haben. Als Modular-Ersatz käme dann Reaktor, was eh cool wäre, da ich beim G2 immer mehr ans Limit des Machbaren komme. Insbesondere die Core-Technologie finde ich interessant, meine "abstrusen" :mrgreen: G2-Patches basieren ja alle auch auf abstrakten Low-Level-Konzepten.
    Aber im Endeffekt ist es mein seit sehr vielen Jahren gehegter grosser Traum, die Schizophrenie zwischen Studio und Live aufzuheben, d.h. im Studio sowie Live genau dieselbe Technologie zu verwenden, anstatt für Live alle notwendigen Sounds mit dem Live-Gear nochmals so gut wie möglich nachzuprogrammieren. Diesbezüglich stelle ich sogar oft auch meine analogen Synthies in Frage, da die ja nicht auf die Bühne mitkommen.

    Ich hab' gerade mal geschaut was so ein 61er SL MK2 kostet -ist ja garnicht so teuer. Die Hardware ist nämlich OK, die Tastatur ist wirklich gut. Mal Ende Monat Kontostand checken, vielleicht liegt's drin.
     

Diese Seite empfehlen