Meine Musik unter die Leute bringen, aber wie???

Rolo
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Ein Medienträger ist ja sozusagen die Auslese, bei der man sich 300xMal überlegt, welche Titel raufkommen und in welcher Reihenfolge.
Zudem kommt, daß viele nicht auf eigenem Label veröffentlichen und die Labels sich natürlich nur die Perlen raussuchen.
 
Cosso
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so manches andere existiert nur noch in der streaming dimension und wirft nur kostendeckend erlöse ab wenn du zu den oberen 300 gehörst.
Wenn 300 allerdings nicht schon viel zu hochgegriffen ist und man das Gefühl hat, dass es vlt. nur noch 30 sind.
In einigen Charts ist ein und derselbe Act ja zeitgleich ohnehin mit mehreren Titel aus seinem Album vertreten.
 
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Rolo
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dieser tage verlieren natürlich immer mehr leute die lust überhaupt noch weiterzumachen, denn im seriösen bereich kann man, konservativ betrachtet, kaum noch geld verdienen.

Aber wenn die Leute schon immer so gedacht hätten gäbe es keine Undergroundmusik. Das wäre doch schade.
 
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[nur noch musik]
Aber wenn die Leute schon immer so gedacht hätten gäbe es keine Undergroundmusik. Das wäre doch schade.

die beste zeit war, als man selbst davon gut leben konnte.

aber früher war eh alles besser.

noch 5 jahre und man kann auch mit software nichts mehr verdienen. das löst sich auch demnächst alles auf.

aber ich kann ja immer noch beamter oder betrüger werden. oder man macht eine professionelle bürgergeldverwaltung auf.
 
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[nur noch musik]
Wenn 300 allerdings nicht schon viel zu hochgegriffen ist und man das Gefühl hat, dass es vlt. nur noch 30 sind.
In einigen Charts ist ein und derselbe Act ja zeitgleich ohnehin mit mehreren Titel aus seinem Album vertreten.

was man sicher sagen kann ist, dass der prozentuale anteil von CD zu streaming bei der musik der jugend extrem gering ist.

das ist bei jazz anders. da kannste streaming vergessen und kein mensch kennt dich, aber mit dem richtigen vertrieb, selbst publishen und selbst produzieren (fiktive kosten null) vorausgesetzt, bist du mit 250 CDs problemlos kostendeckend.

250 sind 1 pro laden in der EU oder so. das schafft man mit praktisch allem.
 
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Neusiker
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aber ich kann ja immer noch beamter oder betrüger werden. oder man macht eine professionelle bürgergeldverwaltung auf.
Ich denke, man muss sich als Musiker generell von Musik als Konsumprodukt verabschieden. Der Markt ist runter, seitdem sie ohne Qualitätsverlust kopierbar ist. Billiger als Null geht nicht, oder woll ihr sogar noch Geld ausgeben dafür, dass jemand eurer Musik Aufmerksamkeit schenkt? Ich, Testhörer an Tisch 124, biete 1min Zuhören für nur 5,99€. Bei Volumenlevel von > 75 dB-Minuten wird die Audienz abgebrochen. Freie Sicht auf meine Mimik ist garantiert.

Nur noch Konzerte machen oder Zeug auf Anfrage, Maßanzüge für die Ohren. Verdient mit Dienstleistung euer Geld und hört auf, eure Musik für umme ins Netz zu pusten, das entwertet sie erst recht. Macht euch rar, geht in den Untergrund, lasst Spotify an disharmonischem, arhythmischen Schrott ersticken.

Leider ist der Tipp nicht ernstzunehmen aus diversen Gründen. Wenn sich einer zurückzieht, kommt halt ein anderer nach. So beutet ihr euch selber aus. Den professionellen Musikern muss es erst noch schlechter gehen, dass sie sich neue, eigene Geschäftsgrundlagen ersinnen. Aber ich hab eh gut reden, war nie Musiker, bin keiner und werde nie einer sein. Die spielerische Erforschung von Musik ist Hobby für mich, da kann ich nach Herzenslust rumdilettieren, Geld verdien ich mit anderen Talenten.

Das Internet frisst alles, was in der Erschaffung nur Zeit in Anspruch nimmt, keine nennenswerten natürlichen Ressourcen. Die Zeit, die jemand für irgendwas was aufwendet, wird nicht mehr wertgeschätzt. Michael Endes Roman "Momo" mal gelesen? Euer Zeitguthaben schmilzt in der Inflation.
 
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"bücher" ist aber ein interessantes stichwort für diese diskussion.


Bücher

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CDs

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warum?

weil CDs teurer und schlechter transportabel sind als mobiles internet? hmmm...
 
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Weil wenige E-Book Reader nutzen und weil die Formate dafür schlechter kopierbar sind und weil ein Buch comittment bedeutet,
dh es werden wohl eher wenige Menschen E-Books massenweise anhäufen ohne sie zu lesen und nicht zueletzt ist den Menschen - vielen - nicht vollkommen egal was sie lesen sondern sie wollen ein bestimmtes Buch von einem bestimmten Autor.

"Irgendwie finde ich keinen Download für Marx Gesamtausgabe - egal, les ich halt Perry Rhodan Band 157."
 
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Weil wenige E-Book Reader nutzen und weil die Formate dafür schlechter kopierbar sind

die leute kopieren ganze kataloge an musik und sie kopieren auch 300 gigabyte große samplingliberaries... und bei usnerer audio software oder bei spielen ist onlein sogar oft der einzige vertriebesweg, den de rhersteller anbietet... ich sehe nicht, warum das bei büchern nicht auch gehen sollte.

und weil ein Buch comittment bedeutet

ich kann das total schlecht einschätzen, wie der durchschnittsdeutsche so musik konsumiert.

mir fehlt es total in plattenläden zu gehen und dort nach alles genre/label/datum/ sortiert vorzufinden oder mir etwas empfehlen zu lassen. hören die leute heute einfach nur noch irgendwas?
 
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die leute kopieren ganze kataloge an musik und sie kopieren auch 300 gigabyte große samplingliberaries... und bei usnerer audio software oder bei spielen ist onlein sogar oft der einzige vertriebesweg, den de rhersteller anbietet... ich sehe nicht, warum das bei büchern nicht auch gehen sollte.
Natürlich geht das, schon klar
hören die leute heute einfach nur noch irgendwas?
weiß ich nicht.
Ich vermute aber mal die hören einfach das was der Algorithmus ihnen vorsetzt,
Und weil sie das hören, setzt er ihnen noch mehr davon vor.
Und weil ja so viele das dann hören, kriegen das dann alle vorgesetzt, denn das ist ja was die Leute hören.

Das ist die kybernetische Drift vor der man schon vor langer Zeit gewarnt hatte.

Die kleine Schwester der Singularität. Optimert und vollendet von Vorgaben von Produktmanagern.
 
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das beantwortet noch nicht die frage, warum es kein youtube für belletristik gibt. das ist mir schon öfter aufgefallen, dass sowohl legale als auch weniger legale angebote in diesem bereich eher rar sind - während der einzelhandel mit gedrucktem boomt.

kann es sein, dass das auch an der angebotsseite liegt? und die musikbranche schneller auf neuen medien umsteigt als die schreibende zunft?
 
Neusiker
Neusiker
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Das ist die kybernetische Drift vor der man schon vor langer Zeit gewarnt hatte.
Kann mir jemand folgende bescheidene Vermutung bestätigen? Die Toplists von Schrottifee und Co. würden dabei nach wie vor konfektioniert. Extra für die ordentlichen GEMA-Mitglieder, die dafür locker mal nen Bonuspfennig rüberwachsen lassen. Hab ich irgendwo erlogen, äh, gelesen. Kann aber sein, dass sich das auf die Hot rotations von Radiosendern bezog, aber warum sollteces bei Streamern anders sein?

wärhend der einzelhandel mit gedrucktem boomt.
Was? Er darbt eher. Du weißt schon, dass die Präsentationsflächen der großen Buchhändler bereits an die größten Verlage versteigert werden? Alles Ausverkauf der guten Sitten.
 
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kann es sein, dass das auch an der angebotsseite liegt? und die musikbranche schneller auf neuen medien umsteigt als die schreibende zunft?

Es gibt das Gutenberg Projekt. Da ist die Frage wie man diese Inhalte bequem auf nen E-Reader bekommt.

Und das sind alte Schinken dort.

Das Problem ist: Bücher muss man umformatieren, scannen etc.. was bei Musik und Film halbwegs automatisch geht

Ich fürchte daß ein Teil der Antwort auch ist daß die Lesekompetenz um mehrere hundert Prozent gesunken ist.

Schon mein 12 Jahre jüngerer Bruder hat nix mehr gelesen. Der wollte Videos zum lernen.

Weiß gar nicht ob der schonmal ein Buch gelesen hat.
 
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. Du weißt schon, dass die Präsentationsflächen der großen Buchhändler bereits an die größten Verlage versteigert werden? Alles Ausverkauf der guten Sitten.
Was mir seit der Pandemie aufgefallen ist:
es werden Bücher per Plakat beworben wie Kinofilme. Zeug von dem noch nie jemand mit Geschmack gehört hat. Krimis und so.

Ich vermute daß das gemachte Bücher sind so wie früher Groschenromane.
Wo es mehr um sublime Wert(um)vermittlung mittels Buchtrojaner geht - wie bei Hollywood ja auch - verpackt in billige Unterhaltung.
 
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Extra für die ordentlichen GEMA-Mitglieder, die dafür locker mal nen Bonuspfennig rüberwachsen lassen. Hab ich irgendwo erlogen, äh, als gelesen.
Irgendwas in der Art bestimmt. Allein schon weil es um $$$ geht.

Übrigens hat die CIA zumindest früher auch Science Fiction verlegt und solche Dinge. Wie auch Scientology.
Dh - Beinflussung mittels Kultursteurung gibt es bei uns eher mehr als das bei den Stalinisten der Fall war.
 
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Ich denke was man braucht ist n paar Gleichgesinnte, und Kontakte in die Printmedienwelt bzw andere Medien.

Und dann macht man einen neuen Trend auf der gehypt wird.

So wie dise App letztes Jahr von der keiner mehr spricht.
 
Cosso
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Bei meiner Frau, auf jeden Fall... die lässt für ein gutes Buch auch ein gutes Essen stehen.
In meinem Fall- wenngleich ich gerne auch in netten kleine Buchläden stöbere, will ich allerdings nur Bargeld oder einen guten Whiskey 😇

BTW: Die am meisten gespielte Musik in meinen besuchten kleinen Bücherläden ist überwiegend guter alter Jazz der 30/40er... und da bleib ich dann auch zumeist länger... die letzten 5 Scheiben (hier allerdings CD`s) die ich von dort mitgenommen habe waren `n paar Sachen von Henry Mancini.
(Techno gibt es dort weder über die Lautsprecher und Regalen gottlob nicht... aber Kraftwerk&Jarre etc.)
 
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wie praktisch, ich kann zwei beiträge mit nur einer antwort beantworten.

Was? Er darbt eher.

Ich fürchte daß ein Teil der Antwort auch ist daß die Lesekompetenz um mehrere hundert Prozent gesunken ist.

auf die gefahr hin, dass ich mich wiederhole: bücher werden immer noch genau so viele verkauft wie zuvor.

das beispiel buchmarkt stellt also einen gegensatz zum tonträgermarkt dar, weshalb es uns dazu dienen könnte rauszufinden, warum es bei tonträgern so ist, dass ereignisse wie "mp3 tauschbörsen", "paid streaming" oder "corona" zu massiven einbrüchen führten.
 
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schon klar.
Behauptung:

Bücher werden von 30jährigen Frauen gekauft und Musik wurde von 15 jährigen gekauft als sie noch gekauft wurde.

30 jährige Frauen die lesen gibts immer noch, 15 jährige die Musik kaufen nicht mehr.
 
N
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Und dann gibt es noch Schulbücher (großer Markt) und Fachliteratur (großer Markt) sowie Kinderbücher (großer Markt)

die ebenfalls nicht tangiert sind,
 
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Denke, das liegt in der Natur der Sache. Wie viele deiner Bücher hast du denn mehrmals gelesen? Und wie viele deiner CD's hast du mehrmals gehört?
Wie viel emotionale Intensität entwickelst du beim Lesen? Wie viel ist es beim Hören von präferierter Musik?
Wer liest beim Feiern? Und wer hört Musik?

das spricht eigentlich eher für den kauf von musik auf tronträgern als für den kauf von büchern.

bücher werden auch ausgeliehen, weiterverkauft, und es gibt auch das ein oder andere ebook, und trotzdem blieben die umsätze staibil und die läden sind proppevoll, während die plattenläden alle schon lange zu haben.

Wo ist dein nächster Buchladen und wo dein Musikladen?

bücher gibt es in jedem dritten geschäft, von toys are us über das antiquariat bis hin zu großen stores wie hugendubel, die in franfurt die absoluten top standorte hauptwache und nordwestzentrum besetzen, während von den 25 mir bekannten schallplattengeschäften, die schon früher in nebenstraßen und hinterhöfen gewesen sind, kein einziges mehr übrig geblieben ist.

Was war früher da: Der Buchdruck oder Elvis ;-)

auch das spricht eigentlich eher gegen das alte, oder?

im grunde genommen lässt sich doch text sogar viel einfacher digitalisieren.

es gibt auch immer noch eine buchmesse, während die messen für tonstudiotechnik und PKWs gerade ihrem ende entgegensehen.

wie gesagt, ich sehe das phänomen des fortbestands von büchern verursacht durch den mangel an alternativen digitalen angeboten - den aber kann ich mir irgendwie nicht erklären.
 
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[nur noch musik]
Und dann gibt es noch Schulbücher (großer Markt) und Fachliteratur (großer Markt) sowie Kinderbücher (großer Markt)

die ebenfalls nicht tangiert sind,

gibt es doch beides zu hauf im internet?

was natürlich sein kann ist, dass beim statistischen bundesamt die bedienungsanleitungen von behringer spielzeug als "buch" mitgezählt werden.

dann sind es natürlich in wahrheit nur halb so viele. :D
 
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um zum thema zurückzukommen:

weltklasse-material wie aktuala oder the necks bekommen auf youtube auch nur 10,000 klicks. und danach wird gezielt gesucht, weil man es schon kennt.

wenn man also etwas einfach nur einstellt und mehr als 5 klicks bekommt, sollte man schon glücklich sein.
 
AddictedToSuperGlue
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Bandcamp.com Beim Veröffentlichen sehr viele Tags setzten. Ich Filter dort fast immer über die Tags. Mann kann sich halt die Neuerscheinungen zu jedem Genre und auch Genre Kombinationen anzeigen lassen. Mit vielen vernünftigen Tags ist dein Release zügig für die Hörer in der dementsprechenden Nische zu finden. Mit ein paar abseitigen Tags wirst du teilweise viele Wochen und Monate unter den Neuheiten angezeigt, mit Playbutton zum direkt hören. Mit etwas Glück schnappt sich jemand mit ner ordentlichen Reichweite einen deiner Tracks und lädt ihn auf SoundCloud hoch. Mir ist schon diverse Male aufgefallen das dort auch User selber auf ihren teilweise sehr gut besuchten Blogs Plattenkritiken schreiben und die dementsprechende Bandcamp Künstler Seite auf deren Blog wieder verlinkt wird. Nebenbei sind die Betreiber der Seite auch einfach unglaublich fair und der Künstler ist denen wichtig. Sobald was verkauft wird, wirst du wenige Tage später den Löwenanteil des Verkaufspreises überwiesen bekommen.

 
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olutian
olutian
arschimov
hab in über einem jahr noch nix verkauft auf bandcamp. nun hab ich mal verschiedene tags eingesetzt. mal schauen obs was bringt.

ich habe aber das gefühl niemand will meine musik hören. die statistik bestätigt das.

es scheint als habe ich mir das falsche hobby gesucht...
 
 


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