Re: Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM
MickMack schrieb:
Und warum schafft das DSI in polyphone, und Arturia viel günstiger in monophone!?
Seit dem Model D sind 46 Jahre technologischer Fortschritt ins Land gezogen. Es ist kein Wunder, dass ein DSI OB-6 sechs mal zwei Oszillatoren plus Sub-Osc für rund €3000,- herbei zaubern kann, wenn die relevante Logik mit integrierten Schaltkreisen (Microchips) realisiert wird und nicht umständlich durch Spulen, Widerstände, Transistoren und Kondensatoren einzeln zu den entsprechenden Synthesizer-Baugruppen zusammen gelötet und anschließend auf Herz und Nieren geprüft werden muss, so wie es beim Minimoog der Fall ist. Man braucht blos mal die jeweiligen Stimmmodule zu vergleichen und schon sieht man, wo die Ersparnis her kommt:
DSI Prophet-6 (oben) und OB-6 (unten):
Quelle:
https://www.petermmahr.com/arrival-of-the-dsi-ob-6/
Und dagegen der Minimoog Model D:
Quelle:
http://forum.moogmusic.com/viewtopic.ph ... 4&start=15
Wie der letztendliche Fertigungsprozess bei DSI aussieht, weiß ich nicht, aber wenn ich mir die Bilder von den Boards anschaue, dann würde ich darauf wetten, dass die keiner mehr mit der Hand zusammen lötet. Als Gedankenanstoß, was derzeitige Technologie möglich macht, sieht man in dem folgenden Video, wie PC-Mainboards hergestellt werden:
https://www.youtube.com/watch?v=ylk6VMBLrvM
Fairerweise muss man natürlich noch abwarten, wie die Reissues vom Minimoog letztendlich unter der Haube aussehen werden, aber ich habe so meine Zweifel, dass man die ursprüngliche Bauweise zugunsten einer billigeren und moderneren Konstruktionsweise aufgeben wird. Einen derartigen Imageschaden könnte
Moog bei dem sprichwörtlichen Flaggschiff nicht hin nehmen.