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Brainstorm Moderne Legenden?!

Wilde Suche nach Themen, Ideen …
Gibt es sowas heute noch?

Musik wird nicht mehr legendär, also werden es die Instrumente auch nicht?

Wo bleiben die Jupiter8, Junos, MS20, 303s, Microwaves uswusf heute?

Oder sind es heute die Plugins?
Was gibt es da an modernen Legenden, also solche über die wir in 20 Jahren zurückträumen und das G.A.S. juckt so einen 2025 Synth zu ergattern?
Selbst dem JP80x0 Gebrauchtpreis scheint selbst ne authentische Emu nicht zu jucken.

Aber was erreichte nach der Jahrtausendwende derartigen Status?

Schon interessant wie eng das alles zusammenhängt und wie irrelevant? neues Gear wird, wenn sich daran kein Kult knüpfen will.

Es stellt elektronische Musik in Frage oder das was man meint, was es denn ausmacht(e).

Heute können wir uns fast alles leisten.
Viele hier haben die Hütte voll von Gerümpel
im Werte von deutlich 5 stellig.

Wie seht ihr's? Sinnfrage?
 
Gibt es sowas heute noch?
klar... ist nur nicht immer leicht vorherzusehen. Wer hätte es denn damals bei dieser furchtbaren Bassgitarren-Emulation gedacht , das sie später mal mit einem eignen Musikstil berühmt wird?

Spontan hätte ich gesagt das der Moog Muse ein moderner Klassiker ist. Auch wenn nicht jeden Tag im Forum darüber geschrieben wird, ist das ein außerordentlich vielseitiger gut zu bedienender Synth, der für das Gebotene preiswert ist, wenn auch nciht billig.
 
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M.i.a.u.: sllk
Klar, so unter uns entstehen nerdige, interne Legenden, aber, und das ist der große, bedeutende Unterschied: Völlig losgelöst von einem musikalischen Kult, aus Sicht der Konsumenten.

Der Muse ist leicht ersetzbar, genauso wie fast jeder andere aktuelle Synth.
 
Musik wird nicht mehr legendär,
ein These die ich auch nicht sofort unterschreiben würde. Man darf nicht vergessen das wir heute auf viele Jahrzehnte moderner Musikgeschichte zurückblicken und uns an unsere Jugendtage erinnern.

Jugendliche von heute haben doch auch ihre Stars... auch wenn ich einer Taylor Swift nix abgewinnen kann, die Swifties würden mich für diese Arroganz wohl ordentlich dissen.
 
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M.i.a.u.: robworld, sllk und notreallydubstep
Wäre mal interessant, welche Instrumente aus deren Sicht stilprägend sind
Glaube kaum das das die Mehrheit interessiert, womit Taylors Swift Produzent seine Machwerke eindüdelt.
War mir damals auch eher egal womit z.B. the Prodigy auf der Bühne stehen ... Hauptsache man kann abhotten und Spaß haben.
 
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M.i.a.u.: fanwander, robworld, Orphu und 3 andere
  • #10
Glaube kaum das das die Mehrheit interessiert, womit Taylors Swift Produzent seine Machwerke eindüdelt.
War mir damals auch eher egal womit z.B. the Prodigy auf der Bühne stehen ... Hauptsache man kann abhotten und Spaß haben.

Glaub sowas wie Les Paul oder Strat war auch Nicht-Musikern damals ein Begriff. Ob's so auf Synths übertragbar wäre?

Sind halt großteils Maschinen des Hintergrunds.

Aber: Selbst mein Vadder kannte den MS20 ... vom sehen
 
  • #11
Die Frage lässt sich am Ende ohne Glaskugel kaum beantworten.Zunächst fehlt der zeitliche Abstand. Ich finde Dinge aus den 90s mittlerweile besser als in den 90s, das betrifft nicht zwingend nur Synthesizer.

Der zweite Punkt ist das Überangebot - und das betrifft im Grunde viele Lebensbereiche, von Film, Instrumente, Musik etc. - Moog Muse vor 20 Jahren, vermutlich zum Niederknien… Heute, eher ein solides Instrument, gibt aber auch noch … und den …..

Der Gewöhnungseffekt. Der Synth an sich ist nicht neu, das Futuristische ist weg, wenn zusätzlich viele eh nur noch Konserven von NI oder Arturia verwenden.

Es gibt für mein Empfinden aber Synthesizer, die haben so eine Aura. Moog One, Baloran … das muss nicht direkt ein teurer Bolide sein, der Microkorg ist ja ein „Volkssynth“….
 
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M.i.a.u.: Marius, Teiko, micromoog und 4 andere
  • #12
Glaub sowas wie Les Paul oder Strat war auch Nicht-Musikern damals ein Begriff. Ob's so auf Synths übertragbar wäre?
Gitarristen waren schon immer Poser und hielten ihr Instrument akrobatisch in die Luft und machten damit irgendwelche Fikuckchen ... bietet sich bei einer Gitarre auch eher an, als mit nem 100 kg schweren CS-80

Also lässt sich das nicht einfach so übertragen.

Aber: Selbst mein Vadder kannte den MS20 ... vom sehen
Ich halte das für Nerdwissen.

Aber vielleicht hast du einfach Recht, so stilbildende Synths gibt es in der Masse der heute verfügbaren Geräte einfach seltener.
Oder es ist auch schwer heutzutage etwas neues Stilbildendes zu machen. Techno wurde sicher durch 303s,101 und 909s geprägt ... aber erfinde mal n neuen Techno. An den verfügbaren Synths und deren Soundeigenschaften liegts nicht.

Naja.. mehr kann ich dazu nicht sagen, die Diskussion ist ein bisschen zu philosophisch für mich . Kein Mensch der damals die 303 missbraucht hat, hatte gedacht damit mal nen Hype auszulösen.
Also einfach neugierig bleiben, Musik machen und vielleicht nicht jedes Gerät so einsetzen wie es der Hersteller vorschreibt. Die gar nicht neue Erkenntnis lautet also: man erreicht sicher mehr wenn man sein vorhandenes Gear gut kennt, als immer wieder was Neues zu kaufen. Damit drehen wir uns im Kreis, denn die große Auswahl an Synths hab ich ja schon angebracht.

Gute Nacht!
 
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M.i.a.u.: robworld, sllk, JanTenner und eine weitere Person
  • #13
das Futuristische ist weg,

Das ist allerdings wahr. Für mich war elektronische Musik der 90er, insb der Trance anfang der 90er, immer eine Reise durchs All - Heute ist es nur noch Bühnenfwuerwerk.

Der Grund weshalb ich überhaupt das Interesse dafür entwickelte elektronische Musik zu mögen ist quasi weg.
 
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M.i.a.u.: Teiko
  • #14
Die meisten der legendären Klangerzeuger würde ich nicht geschenkt haben wollen, zu 'ner 808 hab' ich als alter Breakdancer noch ein wenig Bezug, die Schwurbelinchen aus den 90ern muss ich kennen, würde aber keinen davon in meiner Musik nutzen wollen FS1R und K5000 sind mir da lieber und auch ein Jupiter 8 würde bei mir wohl nur Staub ansetzen, Wavetables ohne Ringmod, FM & Co find ich unspannend, von daher ist hier auch kein Bedarf am Microwave 1.
Ich mag Musik die mich klanglich überracht, amtliche Sounds und legenäre Klangerzeuger sind in der Beziehung eher kontraproduktiv.
 
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M.i.a.u.: feilritz und notreallydubstep
  • #15
Wäre mal interessant, welche Instrumente aus deren Sicht stilprägend sind

Ich mach mal den Spätmillenial / Early-Gen-Z:

Fruity Loops, Massive, Serum.

Mit diesen dreien hast du schon mal den grossen Teil der Bildschirmfraktion abgedeckt. Für die EDM-Szene vielleicht noch Sylenth obendrauf. Diese Dinge kennen eigentlich alle, die sich mit den Sachen und wie sie hergestellt werden auch nur im Ansatz auseinander gesetzt haben.

Aber; das gesellschaftliche Revival steckt seit drei Jahren in den 80ern fest, weil das die letzte Dekade war, die man noch popkulturell verwursten konnte, ohne zwangsläufig auf einen Subkultur-Drift zu stossen. In den 00ern ist es erst recht fragmentiert. Jeder kennt "Everything at its right place", aber wer assoziiert das mit dem Prophet 5? Geschweige denn all die gecrackte Software, die den Sound der Soundcloud-Generation geformt hat.

Abgesehen davon hab ich eher den Eindruck, dass das hier eine Nischendiskussion ist. Der Pöbel erkennt den Synth nicht als Modell, er erkennt das Zeitalter. Dieses erklärt er zur Legende – und der Synth ist Kollateralschaden daraus, allenfalls Special Interest für Nerds.

Es gibt für mein Empfinden aber Synthesizer, die haben so eine Aura. Moog One, Baloran … das muss nicht direkt ein teurer Bolide sein, der Microkorg ist ja ein „Volkssynth“….

Microkorg, guter Einwand. Den sehe ich am ehesten als moderne Hardware-Legende – er war so bezahlbar und so cool, das wirklich jede Band einen haben wollte. Vom Impact her auch noch den Minilogue (Analogrevival, was die Brutes alleine nicht schafften), aber der wird dir kein 2000s-Indie-Kid aus dem Stand mit Namen nennen können.

Und das mit der Aura ist ebenfalls ein guter Punkt. Super 6 wäre da für mich so n Kandidat. Oder auch die farbigen neueren Moogs.

Aber für beides trifft der oben genannte Punkt; kein kollektives historisches Gedächtnis.
Und das gibt es auch nicht für diesen ominösen "Juno", aber der wird dir halt so lange als 80er-Assoziation um die Ohren gedroschen, bis du ihn unweigerlich damit verknüpfst. Versuch das mal heute, in einem Zeitalter, wo sechs Supersynth-Plugins in einem Jahr erscheinen, die du, selbst wenn du willst, gar nicht alle gleichzeitig verstehen kannst, sondern, wenn dann, nur horten.
 
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M.i.a.u.: Archivicious, robworld, micromoog und 3 andere
  • #16
Microkorg, guter Einwand. Den sehe ich am ehesten als moderne Hardware-Legende – er war so bezahlbar und so cool, das wirklich jede Band einen haben wollte.
Der setzt hier auch schon lange Staub an bzw. ist in 'nem Sitzmöbel verschwunden, von daher könnte das funktionieren und selbst Snoop Dogg hatte ihn schon in 'nem Video. Hat mit seiner Distortion im Amp Bereich auch sowas wie einen eigenen Charakter.😵‍💫

Hier ab 1:20 ff zu sehen...

Snoop Dogg - Drop It Like It's Hot (Official Music Video) ft. Pharrell Williams
 
  • #17
Mich interessiert an einem Instrument eigentlich nichts weniger als die Frage ob das Produkt legendär ist oder nicht.
Das macht die Dinger nur zu Sammlerobjekten und treibt die Gebrauchtpreise nach oben bis man zum Schluss eine 808 nur noch gegen einen Mittelklassewagen eintauschen kann, weil Banken so viel Bargeld überhaupt nicht vorrätig haben.
 
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M.i.a.u.: notreallydubstep, sllk, elbonzoseco und eine weitere Person
  • #18
Ich würde Eurorack im Allgemeinen als Moderne Legende bezeichnen. Weiß jetzt nicht wie da der Stand ist, also ob da das Interesse langsam wieder abflacht oder nicht.

Ansonsten wird man ja von neuer Soft- und Hardware förmlich erschlagen, da haben es zukünftige Legenden sicher schwer. Bei Software würde ich schon so Serum, Diva, Massive und Sylenth1 sagen, aber auch Ableton.

Vielleicht kann man das heute ein wenig daran messen was man so in Tutorials über die Produktion von Elektronischer Musik sieht?
 
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M.i.a.u.: deeptune, Bruce und ModernerPurist
  • #19
Aber was erreichte nach der Jahrtausendwende derartigen Status?
Vielleicht der Roland V-Synth? Moog Voyager? Waldorf Quantum? Sequential Prophet X? Korg Radias???

Bei einigen Geräten aus den 90ern gehen die Preise ja auch schon deutlich hoch, etwa Waldorf Microwave XT. Das ist eine Entwicklung, die dynamisch ist.
 
  • #20
Gibt es sowas heute noch?
Ja klar.

Es liegt natürlich immer im Auge das Betrachters, ich zum Beispiel mache ganz viel legendäre Musik.
Ansonsten finde ich das was Uli da abzieht auch ziemlich legendär, alles nichts neues da man das Rad ja nun mal nicht neu erfinden kann, aber der Neutron zb. ist ja mal ein ganz gelungenes Produkt.

Es hängt immer sehr viel von der persönlichen Sichtweise ab.
Ich habe schon Legenden aus den 80ern gemischt, genau so auch neue Künstler die Barfuß nur mit Gitarre und durch ihre Texte soviel Emotionen transportieren das ich mache Abende für mich als Legendär für immer in Erinnerung behalten werde.
 
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M.i.a.u.: micromoog
  • #21
War mir damals auch eher egal womit z.B. the Prodigy auf der Bühne stehen ... Hauptsache man kann abhotten und Spaß haben.
Kann ich nachvollziehen, ich fande das damals ziemlich legendär wie der Typ rechts auf den RIESIGEN Haufen Lautsprecher geklettert ist und angefangen hat zu Randalieren…..die Arme Gitarre😁
 
  • #22
Musik wird nicht mehr legendär, also werden es die Instrumente auch nicht?
Wäre es denn wichtig, dass etwas "legendär" wird? Das alles war für mich eher so elitäre Schutzzone - als die Teile teuer waren.
Musik darf das, tut es immernoch. Ob es "uns" geholfen hat, dass die alten Synths so teuer sind? Damals waren sie noch teurer:

Hätte jeder die Situation wie jetzt, wäre es für "die Leute" besser. Vielleicht ist das Naseplattdrücken auch, was viele damals getriggert hat, das Erkämpfte ist etwas wert. Wenn Fairlight und Co. so normal und so billig wie ein ZX81 gewesen wäre, wie hätte sich die Musik dann angehört?

Sicher sind heute 3500€ zB "viel", aber damals war das Verhältnis noch viel viel extremer:
Beispiel: Der VW Spar-Käfer (Auto) kostete 4500 DM Anfang der 70er, ein Synth für 4000 DM bei damaligem Einkommen war also wirklich ein Hammer, kaum zu erreichen - kostete auch eher 7-10000 DM, dein Jahresgehalt oder mehr, dagegen sind selbst teure Synth aufgrund der heutigen Herstellungsmethoden einfach zu besorgen, es sind dann eher 1-3 Monatsgehälter. Klar gibt noch teurere, aber nur um zu klären, wie viel teurer das war, das Lohnniveau lag weit tiefer.

Heute: Man klickt bei Thomann, muss keine Briefe in die USA schreiben, man hat die Info, weiss wie es klingt - damals musste man wissen und erarbeiten. Hart!

Klar ist: dass man viel tun musste für Synth (egal welchen) - sowas bleibt in vielen lange erhalten. Ein alter Prophet 5 ist daher noch immer ein anderer Stellenwert als ein Prophet 5 Revision von heute
, oder P10. Ich würde mir heute den neuen holen. Damals koste der 3-4 Käfer. Überlege mal, was das bedeutet. Das war nicht mal im Traum leistbar. Linn Drum oder sowas, konnte sich keiner so hinstellen.
Ich interessiere mich für den Sound, nicht den Kult - hab mir damals 2x keinen P5 gekauft, so für 1850DM etwa war ein Angebot und später etwas teurer. Alles wollte digital - mir war der P5 Sounds aber zu kalt (war natürlich ein Rev 3). Den Minimoog für 900DM konnte ich mir auch gerade nicht leisten, wäre aber gut gewesen, die 808 für 400DM, die Leute wollten ja was anderes. Das kam dann später zurück. Das waren die Mitt-80er. Sampler waren teuer,
unter 3.5k und viel mehr - gabs das nicht.

Sprich - es sind viele psychologische Gründe, wieso diese Geräte so ein Gefühl von langen unerfüllten Wünschen aka "Nase platt drücken an der Ladenscheibe" haben - sowas stand nicht mal in den Läden, und du musstest wissen und lernen, was es gibt und wo. Heute kannst du Youtube und Co fragen.



Es kann auch mit heutgen Synths in 40 Jahren dazu kommen, dass sie so einen Status erlangen, sei es durch Musiker, die
ggf. das Zeug einfach noch haben oder was auch immer. Ansich bin ich froh, dass dieser Zirkus vorbei ist - ich fand das nie gut, dass was so teuer oder selten ist. Das war eine Elite, die sowas hatte. Viele Artists, die ich mag, hatten sowas nicht, die haben das mit billigerem Zeug gemacht, manches davon ist nur in Teilen "cool". Aber drüber geredet hat man sicher nicht über Korg 700s oder sowas.

Von mir will ich da nicht mal reden, ich hatte das meiste Geld in
Sampler gesteckt ;) Richtig viel.
Ich wollte den Sound von morgen, nicht den von heute oder gestern.

Bin eher froh über Remakes & Clones, weil dann gleicht sich das aus.
"Ich" habe mehr davon, wenn Musiker die Teile haben und nicht nur die Großen.



Die coolsten Synths heute wie der Muse stehen heute bei Hobbymusikern und Zahnwälte haben die Memorymoogs und Schmidts. Das hat sich durchmischt. Jupiter 8 haben noch immer nur die, die das unbedingt wollen.
Wir haben System 8 und Co. Und ich fand den 6er eh besser, der 8er hat lahme LFOs.


Von Software und Computern muss ich wohl nicht reden, das ist womit sehr viele eigentlich arbeiten und die haben sehr gute Emulationen aber auch sehr gute Synthkonzepte bereit gestellt. Schon vor 25 Jahren haben Leute mit Rechner und Microkorg Musik gemacht, die man legendär nennen kann. Das bedeutet nichts. Auch nicht, dass früher alles besser war. War es nicht. Es gibt tolle Musik heute, aber der Kampf um das Zeug ist kleiner.

Hinweis: es gibt so "legendär"-Threads hier ZB
 
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M.i.a.u.: Darwinian, micromoog und sllk
  • #23
Das alles ist für mich eher so elitäre Schutzzone.

Nein, so ist es nicht gemeint.

Eher so, dass Musik und auch Musikinstrumente heute nicht mehr den "heroischen Maßstab" darstellen.
Das macht sie in gewisserweise beliebig, da der Kanal in die musikalische Popularität nicht mehr existiert.

Es ist praktisch nur noch Liebhaberei.

Wir wissen doch alle, dass es zum Musikmachen keinerlei spezieller Hardware bedarf.
Es recihen DAW Stock Plugins aus, um jegliche Musik zu machen, die in Nichts nachsteht.

Das es anders klingt, geschenkt, die Hörgewohnheiten haben sich längst angepasst,
aber der explizit besondere Sound, der ein ganzes Genre begleitet, bleibt komplett aus.

Die letzten waren wohl Trance mit dem JP80x0 und Virus, danach in letzten Zügen Evolution
von DnB mit NI Massive, die noch maßgeblich den Sound formten, die dann aber auch durch
unzählbaren anderen Möglichkeiten ersetzt wurden - Die aber alle kein Sound an sich bieten,
der unbedingt notwendig wäre. Es ist egal, was man nutzt und egal womit man was macht
und in Folge dessen sind es nur noch die Fähigkeiten des Musikers/Produzenten, die letztendlich
maßgebend sind.

Was auch irgendwo gut ist, man kann sich nicht mehr Sound erkaufen, sondern muss liefern.

Ich bin in den 90ern eingestiegen. Das war für mich eine Zeit, in der ich Geräte nahezu vergöttert habe
und irgendwo auch eine extrem spannende Forschungsreise, da es die Kanäle von heute noch nicht gab.

Und heute? Fast ausschließlich Redundanz. Jedes Instrument kann einen Titel tragen, es ist ein Leichtes
selbst prägnante Inhalte zu ersetzen. Klar, klingen reine und teure Hardware Produktionen cool, aber das kann
Software auch, nur anders und es ist völlig Banane, ob ich nun mit der Volca Serie, den authentischen Originalen,
einem Modularsystem oder mit Software ne bspw AcidTechno Nummer mache.

Mir ist bewusst, dass diese Sichtweise wohl aneckt. Das wollen viele nicht hören, aber so nüchtern betrachtet, ist es doch so?
 
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M.i.a.u.: robworld und micromoog
  • #24
Wer braucht denn den "Heroismus"? Die Hersteller? Ist der Performer da nicht der Mittelpunkt? Das ist natürlich Binse, wirst du sicher auch so sehen.

Liebhaberei sind die Vintage Synths vielleicht auch, bis auf die, die diese Teile eben auswählen, weil dieses Ergebnis damit eben gut ist oder schlicht weil man es schon hat - manches war einfach neu und hat etwas verändert! Das gilt ja auch für neue Synths, super Auswahl.

Genres sind auch eine klare Beschreibbarkeit - also Bekanntheit - Es bedeutet: ja, da hat einer und später das Umfeld den 9-Zoll-Nagel getroffen. Und dann reden die Nerds auch über "das Womit" - Heute wäre es eher auch mal so, dass man es auch mit etwas anderem Zeug auch hinbekommen hätte. Die frühen Elektroleute haben oft mit abgelegten Sachen der Profis gearbeitet.

Ob Axel F nun mit nem Jupiter oder Prophet 5 gemacht wurde oder mit Software - ist eher nicht weshalb es heute bekannt ist. Das war eine Filmmusik zu einem damals zeitgeistigem Action-Krimi-Komödien-Film. Das wurde dann bekannt. Von Harold F haben die Leute vermutlich damals eher wenig gewusst - das ist der gleiche Typ, der Didi Filme vertont hat. "das muss Diiiidii sein, das muss Didi der Doppelgänger seeeein". Das ist heute sogar auch Kult. Fletch klang übrigens genau so, das ist eben der Nachfolger - der Hit der nach "all that she wants" (Ace of Base) kommen musste, um mal in alten 80ern zu bleiben. Das ist heute auch so.
Ein Hans Zimmer macht Musik, die etwas zu dick ist für Poperfolge, aber es gibt da heute auch Gründe - manchmal klappt es auch einfach nicht - trotz Planung. Aber es kommen immer coole Acts mit eigentlich klassischen Sachen, mal nen Moog, nen SCI Synth, etc.

Das ist doch super, dass Instrumente verfügbar sind, möchtest du, dass eine Linndrum wieder 6999€ kosten? Wem soll das nützen? Prince ist tot. Aber der Nachfolger dann…

Sieh es positiv - Synthesizer ansich sind heute bekannt, in den frühen 80er war die letzte Zeit, wo man noch halbwegs "anders" war damit, ab Mitte 80er war das durch, es gab FM, Sampling und so weiter - und wichtiger war, dass Musiker diese Sache ausgereizt haben - das war dann das Ding.
Heute ist es eben nur noch das. Du musst heute mit Musik begeistern oder dem dahinter liegenden Inhalt. Oder beides.

Das darf auch stumpf sein - dh. auch simpel und primitiv funktioniert - nur fragt keiner Micky Krause, was für Synths der nutzt, ob das ITB war oder ob der einen Muse hat? Elektronik gabs schon bei Heino 1982 - aber keiner hat das gekauft für Elektronik und so.

Kann nur so weiter reden, das ist alles anders, und die Gewohnheiten sind andere, die Herstellung auch. Aber Musiker gibt es noch immer sehr gute.
Das ist sogar logisch - und wir können uns nicht hinter Synths verschanzen und man wird schon geliebt, weil man einen Buchla hat. Selbst das haben schon einige durch in der Synthszene, unter Nerds - wohlgemerkt - du musst auch da abgebrühte abgefuckte Leute begeistern wie mich, die sagen - na, Herbert Eimert hat das schon 1952 beschrieben, nice, aber kenn ich schon.

Musiker können mit Originalität noch immer was erreichen, aber auch mit anderen Elementen, die gerade bei Pop auch mehr ziehen als "das Unbekannte", denn das hat immer was progressives, das sind nicht die meisten.

Das ein Stil wie Trance über Dekaden schon da ist, ist eben auch ein Beleg dafür wieso heute "keiner" mehr Rock'n'Roll macht (ggf. kommt das auch wieder)- und klingt wie damals. Das erfindet sich auch mal neu, mit Glück passts und kommt an. Aber Rock gibts noch länger, aktuell sind Stoner Rocker recht in, aber nicht überall und bei jedem, egal - die haben auch was gemacht, was es vorher nicht genau so gab. Aber sie haben ihre Gitarren eben auch nicht neu erfunden.
 
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M.i.a.u.: sllk, notreallydubstep, verstaerker und eine weitere Person
  • #25
Das wollen viele nicht hören, aber so nüchtern betrachtet, ist es doch so?
Nein. Aber ich bilde mir ein zu verstehen was "dein Problem" sein könnte :

Das war für mich eine Zeit, in der ich Geräte nahezu vergöttert habe
und irgendwo auch eine extrem spannende Forschungsreise
Deine Erinnerung täuscht dich und vermischt Dinge
Wenn du damals die ersten Synths hattest ,war das selbstverständlich eine riesen Nummer. Das war aufregend und neu.
Frag mich mal , als ich zum ersten mal ne Sherman über ne 707 gelegt habe. Das mag 2006 gewesen sein.
Da war auch viel von "keine Ahnung wie das alles funktioniert und was ich da grad mache" dabei.
Wie soll man das heut noch haben?

Dir fehlt Motivation und Kreativität für neues um dich selbst zu überraschen
(das interpretiere ich subjektiv aus meinem Blickwinkel, also sorry falls ich völlig daneben liege )
die Schwämme an verfügbaren Synths hat die Kreativität gekillt und du machst immer in leichten Varianten das selbe, daher glaubst du es gibt keine Stilprägenden Synths , nichts Aufregendes mehr.
Klar es wurde vieles schon 1000 Mal gemacht, was es nicht leichter macht. Das ständige im Forum sein und youtube glotzen , verstärkt diesen Eindruck.

Ich schaffe es doch immer mal wieder mich selbst zu überraschen - manchmal mit ganz einfachen Experimenten aus denen plötzlich ein Album entsteht.
Mal versuchen naiv an Dinge ranzugehen ohne größeres Ziel, einfach mal Features von Gerät XY erkunden, die man noch nie richtig benutzt hat. Das am beste jeden Tag oder jede Woche einmal. Am besten mit gesteckten Zeitrahmen.

Die Klang & Struktur ist so entstanden. Klar sind die Sounds und Strukturen nicht neu – das hat Morton Subotnik vor 50 Jahren schon so ähnlich gemacht. Aber für mich persönlich ist das, in Kombination mit dem Erlebnis, andere Musiker motiviert zu haben, daran mitzuwirken, etwas Besonderes.
Oder neulich hab ich ne einfache Fläche aus m Moog Muse durch den Buchla-Frequenzshifter geschickt. In Kombination mit den richtigen Effekten und Modulationen war das ein unfassbares Aha-Erlebnis. Vielleicht wird ja das das nächste große Ding: frequenzgeshiftete Flächen und alle brauchen plötzlich n Moog-Muse und den Buchla 285e !?
 
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M.i.a.u.: sllk
  • #26
Vermutlich ist das alte Gear wie Ms20, Moog Minimoog oder Moog Modular etc etc deshalb so legendär, weil es etwas neues am Prosumer/Consumer Markt war..es war sprichwörtlich NEU.
Die 90er sind da schon 'next Generation' und die heutigen Synths eben die neueste Generation. da flacht der WOW Effekt schon mal ein wenig ab..

Insofern wird der damalige Legendenstatus wohl in dieser Form nicht mehr erreichbar sein..

Amerika wurde 1492 auch nur einmal erst-endeckt und nicht wiederholt...man kann jetzt philosophieren und sagen aber es starteten immer wieder neue Schiffe gen Westen und erforschten das Neuland immer wieder, aber das Bewusstsein dass ein neues Land existiert wurde eben 1492 geschaffen..darauf wurde dann aufgebaut..
 
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M.i.a.u.: notreallydubstep
  • #27
Nein, so ist es nicht gemeint.

Eher so, dass Musik und auch Musikinstrumente heute nicht mehr den "heroischen Maßstab" darstellen.
Das macht sie in gewisserweise beliebig, da der Kanal in die musikalische Popularität nicht mehr existiert.

Gratulation. Du bist erwachsen. Genauso wie all die anderen Leute im Synthesizer-Subreddit erwachsen sind und jedesmal einen Anfall bekommen, wenn irgendein Youngster "der Juno kann doch gar nichts" reinschreibt. Auch weil er objektiv recht hat, aber damit gerade ihre Kindheitsträume und -erinnerungen einschmeisst.

Nochmal. Das Plebs assoziiert die Ästhetik mit der Zeit, nicht das Gerät. Es gab Leute, die hielten selbst den REV2 meines Kumpels für Vintage, sobald das Display ausging.

Diejenigen, die es nicht tun, stecken tief in der Materie drin und kommen idR. vom gleichen kindlichen "vergöttern" von etwas her, wie du.

Thom Yorke hat EAIRP auf dieser Tour mit dem Rhodes gespielt. Die Leute waren trotzdem schon nach dem zweiten Akkord "wooohooo".

Das es anders klingt, geschenkt, die Hörgewohnheiten haben sich längst angepasst,
aber der explizit besondere Sound, der ein ganzes Genre begleitet, bleibt komplett aus.

Die letzten waren wohl Trance mit dem JP80x0 und Virus, danach in letzten Zügen Evolution
von DnB mit NI Massive, die noch maßgeblich den Sound formten, die dann aber auch durch
unzählbaren anderen Möglichkeiten ersetzt wurden - Die aber alle kein Sound an sich bieten,
der unbedingt notwendig wäre. Es ist egal, was man nutzt und egal womit man was macht
und in Folge dessen sind es nur noch die Fähigkeiten des Musikers/Produzenten, die letztendlich
maßgebend sind.

Ich höre dir aus Chartproduktionen um 2010 herum die Omnisphere-Presets raus. Es könnte daran liegen, dass ich damals 17 war und du nicht mehr.

Und hätte Eddie damals einen Prophet rumstehen gehabt, klänge Jump halt anders, aber das Riff würde noch genauso knallen.

Und heute? Fast ausschließlich Redundanz. Jedes Instrument kann einen Titel tragen, es ist ein Leichtes
selbst prägnante Inhalte zu ersetzen. Klar, klingen reine und teure Hardware Produktionen cool, aber das kann
Software auch, nur anders und es ist völlig Banane, ob ich nun mit der Volca Serie, den authentischen Originalen,
einem Modularsystem oder mit Software ne bspw AcidTechno Nummer mache.

Mir ist bewusst, dass diese Sichtweise wohl aneckt. Das wollen viele nicht hören, aber so nüchtern betrachtet, ist es doch so?

Weiss ich nicht. Es hat ausgereicht, dass Steve Duda 2019 "natürlich habe ich noch Ideen" in einen Podcast gehustet hat, um Leute sechs Jahre lang tausend Forenseiten zu einem kommenden Serum 2 füllen zu lassen. Und als der vor ungefähr nem Jahr dann endlich da war, war da durchaus so etwas wie eine kollektive Ekstase unter denen, die wussten, worum es geht.

Steve Porcaro hat mal in einem Interview gemeint, dass er seine Analogsynths am ersten Tag durch Sampler ersetzt hat, wo es halbwegs funktionierte und besser klang. Für ihn war das ein Werkzeug. Die Leute, welche das Rosanna-Solo bis zum Erbrechen totanalysieren, sind fast ausgeflippt, aber bis heute nicht in der Lage, es auch nur auf dem Klavier nachzuspielen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Archivicious, elbonzoseco, Scenturio und eine weitere Person
  • #29
Klar, so unter uns entstehen nerdige, interne Legenden, aber, und das ist der große, bedeutende Unterschied: Völlig losgelöst von einem musikalischen Kult, aus Sicht der Konsumenten.

Der Muse ist leicht ersetzbar, genauso wie fast jeder andere aktuelle Synth.
Keine Ahnung warum du so eingestellt bist? Hast du nicht letztens herr bar von clark gepostet. Ist das so lange her? 2007. Aber danach gab es nichts mehr? Ich kann da noch viel gutes hören.
Du stellst immer Suggestivfragen.


Diese ganzen LegendenSynthesizer von früher, waren langez Zeit keine Legenden mehr.
Ich glaube, weil in den 90ern immer mehr VA's aufkamen, hat man sich den richtigen wieder zugewandt und natürlich auch weil viele den alten Schrott gekauft haben und damit exzellente neue Musik geschaffen haben. Weil sie die Geräte anders verwendet hatten, als es davor der Fal war. Die wollte kaum einer haben, die Legenden und wuren gekauft, weil sie billig waren.

Und du vergisst, dass die Kultpreise der alten Synthesizer auch neu sind. Die sind stetig gestiegen. Der Status ist nach der Jahrtausendwende auch für diese gestiegen.
Wir haben aber heute Dinge, wie eine Machinedrum!!! Die ist auch kult. Oder dein genannter jp8080. Und dafür sind einige alte im Preis gefallen. Juno 60 zum Beispiel. Und die alten haben natürlich auch etwas vorsprung.

Wenn es um Kult geht musst du auch bedenken, dass es heute wesentlich schwerer ist, dass irgendein Synthesizer kult wird. Weil es soviel gibt und ständig etwas neues kommt. Früher gab es eben nur wenige Syntheszer und die waren dann bei allem was rang und namen hat. Da stand ein Modell für Welthits und Weltruhm. Oder ganz früher für umbruch und innovation. Diese Wertung über den Kra kommt alles aus der Vergangenheit und hat sich in der Szene heute völlig aufgebläht.
Was spricht dafür, dass ein Minimoog einfach so überlegen gut ist und deswegen so begehrt? Insofern sag ich ein minimoog ist völlig overhyped, aber das kann man sich nicht vorstellen, wenn man das selbst anders sieht. Nur kannst du es selbst auch nicht erklären ohne metaphysisch oder esoterisch zu werden.

Es gibt heute nicht mehr den Produzentenm der fest im Lineup einen Synth hat. Wieviele Synthesizer gab es in den 70ern, 80ern oder 90ern und wieviele gibt es heute, plus den ganzen alten Kram?
Es war ja eine stetige Entwicklung und inn war das was neu war. Das Zurücksehen selbst, bei Synthesizern ist ein neues Phänomen oder? Heute ist alles interessant, was es jemals gab. Die Szene ist gut vernetzt und ständig mit vergleichen und Präsentationen beschäftigt. Was in sich selbst wiederum ein Grund ist.

Es gibt auch heute nicht mehr so den Musikkult oder Megastars. Einfach weil es zu viel gibt. Weil alles ständig überall verfügbar ist. Du musst dich nicht entscheiden, für wenige Künstler und auf cds sparen. Es ist alles überall verfügbar und das entwertet natürlich auch. Ich hab damals als Kind auf MTV gewartet bis ein bestimmtes Video kam, damit ich es aufnehmen kann.
Schau in den Mainstream. Auch die Labels haben nicht den einen großen Star, aber können das heute besser so verkaufen, auch wenn dem nicht so ist. Obwohl ich denke, das geht heute auch noch sehr gut. Es gibt mehrere Megastars, aber keiner der heutigen Stars kann den Kultfaktor eines Michael Jacksons haben.
Um so mehr Götter es gibt, desto weniger Anhänger hat jeder.

Aber das heißt nicht, dass du selbst der Musik keinen Wert geben kannst. und Kut für dich selbst entdecken kannst.
Du brauchst doch diesen Trubel, Hype um ein Instrument oder eine Band nicht oder? So schätze ich dich nicht ein. Warum ist dir das mit dem Kult hier aber wichtig? Oder ist das der Beweis für die Überlegenheit der alten Instrumente und Künstler? Das früher alles besser war?

Es gibt heute viel mehr, aber dafür nichts Großes. Alles ist zersplittert und von kurzer Dauer.
Es liegt an einem selbst.
Ein muse ist keineswegs ersetzbar. inwiefern ist er ersetzbarer, als ein obx oder jupiter 8? Natürlich gibt es weniger der alten, aber vom persönlichen Wert. Die Frage kannst du dir selbst beantworten. Wann soll ein Synth aus 2025 kult geworden sein? Das passiert nicht über nacht.
Welche Relevanz hat es, dass ein Minimoog begehrt ist, oder ein juptier oder sonst was? Die meisten wollen ihn, weil er begehrt ist und nicht weil er so toll ist. Weil es weit oben in der Szenerangordnung steht.
Siehste doch. Das kann auch ein ob-12 sein. Oder jp8080. Es könnte alles sein. Ich sag auch ein rhythm wolf.
Vielleicht wird irgendwas anderes kult, was du heute gar nicht siehst, wie zum Beispiel ein iridium oder kraftzwerg, warum auch immer.

Und seit wann sind Synthesizermodelle bei Konsumenten (Hörern?) Kult? Das war doch noch nie so. Selbst Fender oder Gibson wird den meisten normalen Konsumenten nur im Ansatz etwas sagen. Geschweige denn irgendwelche Modelle.

Es gibt doch plausible Gründe, warum das heute nicht mehr so ist.
Clark nutzt ständig anderen Kram. Thom yorke hat den analog four benutzt und auch einen prophet 08. Ist trotzdem kein Kult.
Gibt doch kaum einen Synth, der fest mit einem großen Künstler verbunden ist. Aphex twin hatte sie alle, die sau.


Ach und was auch noch dazu kommt:
Durch die hohe Dichte an Musik und Künstlern kommt es heute auch kaum noch zu einer Musikrevolution.
Früher gab es eine lokale Szene, die ihr Ding gemacht haben. Das Zeug konnte sich dort entwickeln, bevor es an die Öffentlichkeit kam und kommerziell erfolgreich wurde. Die waren abgeschottet.
Heute ist das nicht mehr so. Es kann deswegen nur zur langsamen evolution kommen. Und was neu ist, verbreitet sich schnell und fließt überall ein. alles wird hochgeladen und jeder versucht auf sich aufmerksam zu machen. Gibt es noch abgeschlossene Szenen,die musikalisch relevant sind?
Die ganzen Influenncer, die ständig auf der Suche nach irgendwas besonderem und neuen sind. Da ist keine Zeit für organische eigenständige Entwicklungen.
 
  • #30
kommt es heute auch kaum noch zu einer Musikrevolution.

Davon spreche ich doch die ganze Zeit. Von der engen Kopplung zwischen Popularität und Legendenstatus.

Das ist keine Suggestion, keine Subjektivität, das ist schlicht Fakt, der noch weiter geht, als nur Popularität,
denn welcher Synth hat auch unpopulär klanglich, in kleiner Szene, eine Alleinstellung?

Gibt es nicht: Alles beliebig austauschbar - was, und das ließe sich nicht abstreiten - auch mit der ungeheuren Masse
an KLangerzeugern zusammenhängt, nicht zuletzt der noch größeren Anzahl an Plugins.

Aber Einzigartigkeit? Fehlanzeige.
 

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