Möglichkeiten Synthesizer Theorien ?

Dieses Thema im Forum "Digital" wurde erstellt von Mad Mexx, 18. November 2010.

  1. Hallo ;
    ich interessiere mich eigentlich ziemlich stark für Harware-Klangsynthese und arbeite mich diesbezüglich auch gerne durch das eine oder andere Buch dazu. Die Tage müsste auch ein Roland JP-8000 in meinem Postkasten landen ; durch die Vorfreude darauf stellt sich bei mir wie immer folgende Frage deren Antwort ich generell noch nirgens wo richtig eroieren konnte :
    Wieviel Möglichkeiten bietet eigentlich der klassische Synthesizer ?
    Wann ist ein Synth vollkommen ausgenutzt ?
    Gibts da irgendwo Zahlen oder diverse Theorie dazu oder ist das eher eine philosophische Frage ?
    Wann ist für euch der "klassische Synthesizer" richtig ausgenutzt ?
    Ich spreche jetzt nicht speziell von Hardwaremonstern im Hochpreisssektor mit hunderten Parameter sondern eher von den kultigen "kleinen" wie z.B. der Roland JP-8000.
    Liebe Grüsse
     
  2. Mach mal ein Bild von Deinem "Postkasten".

    Ja.
     
  3. SvenSyn

    SvenSyn aktiviert

    Nunja, früher, so sagt man, setzte die Technik der Synthesizer das Limit... da konnteste sagen, dass du bestimmte Sachen nicht machen kannst, weil die das Gerät nich kann... Heute gilt das denke ich nicht mehr, mit den heutigen technischen Möglichkeiten, Hard- und Softwaresynths usw. setzt eigentlich nur der Mensch selber das Limit... die Technik kann das.
     
  4. Das jetzt in der moderne eigentlich alles möglich ist ist eigentlich nicht die antwort die mich interessiert ; viel eher :
    Könnte ich rein theoretisch nur als Beispiel mit ner TB303 und Jupiter Kombo noch überraschen ??
    Ist da noch Platz nach oben ?
    Selbst auf mich bezogen reizt mich ein Synth mit begrenzten Möglichkeiten um vieles vieles mehr als die modernste "I can do all you want " Maschine.
     
  5. SvenSyn

    SvenSyn aktiviert

    Na selbstverständlich kannst du damit überraschen! Was ich mit meine rEinlassung auch sagen wollte, war, dass eigentlich nur die eigene Kreativität entscheidend ist, nicht das Gerät, was man benutzt.

    Und da muss ich dir rechtgeben: mit begrenzteren Möglcihkeiten komme ich persönlcih auch zu besseren Ergebnissen, weil man sich im Produktionsablauf nicht unbedingt in (oft unnützen) Details verlieren kann.
     
  6. Ja, abernicht durch den Klang, sondern dadurch, dass Du mit klanglichen und musikalische Gewohnheiten brichst. Mach Zwiefache und Gstanzln mit den Teilen und schon überraschst Du.
    Ob das jetzt oben ist? Ich finde oben ist alles. Man begibt sich halt an einen anderen Ort in einer unbegrenzten Fläche.
     
  7. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    So ein Synth ist schnell ausgereizt, man kann sich mit etwas Erfahrung ausrechnen, welche Funktionen zu Realisierung bestimmter Sounds unbeding notwendig sind. Natuerlich kann man mit nachgeschalteten Effekten das Spektrum des jeweiligen Synths weiter vergroessen, verliert dabei aber ein wenig an Steuer- und Reproduzierbarkeit. Soll heissen dass es im Endeffekt komplizierter wird als sich gleich 'nen halbwegs gut ausgestatten Synth zu holen und sich mit den gebotenen Funktionen ausgiebig zu beschaeftigen...
    Eine zusaetzliche Huellkurve, ein weiterer LFO, zusaetzliche FM/AM Verschaltungsmoeglichkeiten etc. stoeren nicht, erhoehen die Auswahl und Ausdrucksmoeglichkeiten, machen den Synth an sich nicht komplizierter, schliesslich muss man nix neues lernen, sondern einfach nur flexibler...
    Es liegt doch an einem selbst irgendwann zu entscheiden dass ein Sound jetzt gut genug ist, hat was mit Disziplin zu tun, sowas kann man lernen ;-)
     
  8. Ok ; jedoch wie in etwa kann man das ausrechnen ?
    Parameter hoch Parameter durch 10 ?
    Oder fehlts da an Erfahrung meinerseits ?
    Wenn ich z.b. bei meinem Micrkorg die Presets durchgehe bin ich immer überrascht was man da eigentlich alles rausholen kann. Das geht von Dschungelambient-Sounds über Bassdrums zu den unterschiedlichsten Formen von Lead-Sounds usw.....
     
  9. Moogulator

    Moogulator Admin

    Was genau ist ausgereizt? Ansich sind die meisten Synthesizer begrenz im Konzept und Möglichkeiten. Subtraktive sowieso. Dh, er wird- so man ausgereizt so sieht, alle Baugruppen zu verwenden und etwas abgehoben zum musikalischen Nutzen sieht, mit Ringmod, Sync und dem was sonst so in VAs und Co vorhanden ist und bei Analogen generell sehr schnell (vorallem Kompaktsynthesizer, modulare ggf. etwas später) treffen.

    viewtopic.php?f=2&t=9970

    Ggf. überraschen dich so gesehen Dinge, die DU noch nicht gemacht hast und in der Form DU sie in deinen Stücken noch nie auf DIESE WEISE eingesetzt hast? Da kann man schon noch was erleben. Und es ist immerhin flexibler als ein "Klavierklang", dennoch gibt es sicher recht vielfälte Klaviermusik.

    Falls du einige Synthesekniffe NOCH nicht kennen solltest, dann hast du natürlich die Chance diese erst mal anzutesten und eben deren Neuheit für dich zu genießen. ISt ne tolle Zeit. Und später ggf. div. Effekte danach auszuprobieren oder bestimmte Spielarten mit dem Sound..? Ja, ist eine philosophische Frage.

    vielleicht ist das eine Inspiration..
    Sound Synthesis
    https://www.sequencer.de/synth/index.php ... nsetzen%3F
    Klein: Hoch, so klein ist der JP ja nicht. Aber vielleicht bist du ein Kandidat für einen Modula Synthesizer - zB den G2 oder Reaktor oder Origin?
     
  10. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey


    Das laesst sich gar nicht berechnen, von den moeglichen Parameter Kombinationen sind sicherlich 'ne ganze Reihe alles andere als sinnvoll, z.B. weil man einfach nix hoert. Mit etwas Erfahrung weiss man einfach (das meinte ich mit "kann man sich ausrechnen") welche Funktionen man fuer welchen Sound benoetigt, klar gibt es haeufig mehre Moeglichkeiten einen Sound zu erzeugen, Tricks um vermeintliche Schwachstellen eines Synths zu umgehen, aber du kannst z.B. keinen zweiten Filter durch einem LFO ersetzen...

    Fuer den Standard Kram braucht's in der Regel nicht viel, trotzdem gibt's genuegend Sachen die man aus einem microKorg beim besten Willen nicht rauskitzeln koennte z.B. ein PWM Pad mit Pulsbreitenmodulation fuer beide Oszillatoren, 3 Oszillator Bass mit Saettigung (weil man die Saettigung bei 'nem Double Sound getrennt fuer je 2 Oszillatoren hat), praktisch alles wofuer man 'ne 3te Huellkurve braucht uvm. Der microKorg brilliert mit einer Reihe Spezialfunktionen (PCMs/Formant Wellenform etc.) deren Anwendungsspektrum eher begrenzt ist, weil sich sie sich nicht kombinieren lassen. Die Liste von Sachen die mit einem microKorg nicht funktionieren ist vergleichsweise gross. An solche Grenzen stoesst man haeufig erst wenn man an dem Punkt angelangt ist bestimmte Sounds nachbauen zu wollen oder eigenen Sound-Ideen so nah' wie moeglich zu kommen, also nicht nur Presets modifiziert sondern von Null anfaengt...

    Meiner Erfahrung nach ist das Problem bei einfach gestrickten Synths, dass die Komponenten besonders gut aufeinander abgestimmt werden muessen um zu funktionieren, d.h. einen moeglichst breiten Bereich an Standard Sounds abzudecken...
     
  11. DerNub

    DerNub -

    hm zumindestens rechnerisch sind die Möglichkeiten bei Digitalsynth zu berechnen, da alle Parameter
    diskret sind. Aber wie sinnvoll das ist lass ich mal dahin gestellt:
    Rebirth TB303 mit 128 Schritte/Parameter* ergibt
    2 * 128^6 = 8.796.093.022.208 ~ 8,8 * 10^12 Sounds
    bitte schön :nihao: ;-) :lol:
     

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