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Moog Taurus 1: Erfahrungen? Schwachstellen? Werkstätten?

Hallo in die Runde!

Ich überlege mir einen alten Moog* Taurus (Model 1) zu gönnen. Hat jemand Erfahrungen mit diesen Kisten? Wo liegen dessen typische Schwachstellen, und kennt jemand eine Werkstatt/Experten, die einen Taurus durchchecken und ggf. auch reparieren können?
Vielen Dank!
Peter
 
Wenn es Dir nicht essentiell auf die Spielbarkeit als Fußpedal samt der Fußcontroller ankommt: jeder andere Mono-Synth mit zwei VCOs und Moogfilter kann den Sound.

Nachteile:
mechanisch ist ein Gebrauchter sicher in die Jahre gekommen (v.a. Tastenkontakte). Ersatzkontaktfedern gibts meines Wissens nicht mehr (Syntaur hat sie zumindest nicht, und wenn die sie nicht haben ist es extrem unwahrscheinlich).
Auf der elektronischen Seite: das ist ein V/Hz Synth. MIDIfizierung ist umständlich, Anschlüsse an normale V/Oct-Systeme ist mühselig.
Preis: Es werden unsinnigste Preise verlangt und gezahlt für etwas, was nun wirklich mit günstigeren (Vintage-)Mitteln realisierbar ist.

Ich habe mich schon Ende der 70er gegen einen Taurus entschieden, und lieber ein Orgelpedal als CV/Gate-Lieferant umgebaut (damals für den Rogue unseres Bassisten - bzw später selbst Gitarre spielend für meinen SH-101).

Werkstätten: die üblichen Verdächtigen
 
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M.i.a.u.: fcd72 und Rolo
damals für den Rogue unseres Bassisten
Interessehalber: hatte mal einen Rogue (auch an Midi2CV hängen) - kommt der Taurus nicht deutlich tiefer als der Rogue? Meine mich zu erinnern, dass ich mir da immer noch eine Oktave drunter gewünscht hatte.
 
Kollege @swissdoc schrieb beim Erscheinen des Cybersound T1 (Moog* Taurus 1 Clone):
"Entscheidend beim Taurus sind/waren die linearen Oszillatoren (also V/Hz und nicht V/Oct) und das daraus resultierene Schwebungsverhalten. Ich meine, dass alle anderen Taurus und Minitaurs das eben nicht haben und klanglich daher (und sicher noch aus anderen Gründen, wie z.B. die Hüllkurve) abstinken. Nur der Taurus mit dem Taurus-Preset-Sound bringt den Putz zum Rieseln."

Daher würde ich bezweifeln, dass der mächtige Taurus 1-Sound von jedem beliebigen Mono-Synth mit zwei VCOs herzustellen ist.
 
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M.i.a.u.: lintronics
Weiß ich doch alles, @fanwander 🙂. Genauso gut könnte ich mir auch nen Toro, nen Minitaur mit Studiologic- oder Crumar-Pedal zulegen. Oder meinen Minimoog Model D mit auf die Bühne nehmen. Ich *will* aber einen echten Taurus haben :cool:.
 
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M.i.a.u.: moogist und lintronics
Der Cybersound klingt als 1:1-Clon zugegebenermaßen interessant - allerdings scheint er nicht mehr lieferbar zu sein, oder? Alle Links führen ins Leere.
 
Christian Fischer von Cybersound ist hier im Forum aktiv. Der User SAM16 kennt ihn wohl persönlich. Schick ihm doch einfach eine PN.
 
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M.i.a.u.: Akai und Nitrox
  • #10
Entscheidend beim Taurus sind/waren die linearen Oszillatoren (also V/Hz und nicht V/Oct) und das daraus resultierene Schwebungsverhalten.
@swissdoc: da hätte ich jetzt gerne ein hieb- und stichfest Begründung dafür. ;)
 
  • #11
Die größte Schwachstelle ist der Preis.

Das muss man wirklich wollen.

Stephen
 
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M.i.a.u.: Rolo und fanwander
  • #13
Man muss ihn auch mit den Füssen spielen können... Orgelerfahrung vorhanden? Der Minitaur mit seiner kompletten MIDI-Implementation bietet schon ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.
 
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M.i.a.u.: Rolo
  • #15
@swissdoc: da hätte ich jetzt gerne ein hieb- und stichfest Begründung dafür. ;)
Nun ja, das ist halt der Unterschied zwischen linearem und exponentiellem Detuning:

Hz/V - die Schwebungen bleiben mit der Tonhöhe konstant
V/Oct - die Schwebungen werden zu höheren Tonhöhen immer schneller

Aber da ist noch etwas mehr, was den Taurus von normalen Mono-Synths mit zwei VCOs und Moogfilter abhebt:

Sättigungsverhalten
Hüllkurven
Übergänge zwischen den Tönen
 
  • #16
Im Taurus sind die VCOs meine ich auch phasenstarr, oder? Das macht den Druck.
 
  • #17
Nein, die VCOs laufen frei. Die Mischung ist aber z.B. im Taurus- Preset nicht 50:50, so dass immer Sound übrig bleibt, auch bei 180° Phasenversatz.
 
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M.i.a.u.: Jenzz, Rolo und Lauflicht
  • #19
mir war das beim Rogue auch ne Oktave zu wenig deshalb habe ich ja damals mit Hilfe von Swissdoc einen Widerstand (R157) ausgelötet und einen Widerstandsregler verbaut mit dem ich stufenlos regeln kann und ewig weit runterpitchen kann. Wenn aber beim Taurus bei 2 Vco die phasig schwingen noch ungeschwungener Soundzurückbleibt dann ist das ja doch ne besondere Sache beim Taurus. Wär cool wenn sowas bei Rogue modifizirrbar wäre.

Wenn man so liest dann hat so ein alter Taurus schon sehr viele Nachteile bzw. Anfälligkeiten. Aber gut ,wers mag :dunno: Ich finde es cool daß
Moog* den Minitaur gebaut hat. Das war ja damals Auftakt zum Analogrevival erinnere ich mich.
 
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M.i.a.u.: martin_ffm
  • #20
Wär cool wenn sowas bei Rogue modifizirrbar wäre.
Wieso, du kannst doch den Mix so einstellen, das ein Osc dominiert. So hast Du Schwebung drauf und trotzdem 'Fundament'.

Mit den Mixverhältnissen kann man den Rogue auch so schon 'gefühlt' tiefer bekommen. Fußlage 32', Osc 2 eine Quinte nach oben stimmen, Osc 1 auf 100% und Osc 2 auf 50%, schon hört es sich an, also ob er plötzlich ne Oktave tiefer läuft.

Jenzz
 
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M.i.a.u.: Mr.Lobo und Rolo
  • #21
Wieso, du kannst doch den Mix so einstellen, das ein Osc dominiert. So hast Du Schwebung drauf und trotzdem 'Fundament'.

Jenzz
Oh! Äh ja...ich hätt jetzt gedacht daß mehr dahintersteckt als einfach nur einen der beiden runterzuregeln
aber mir solls recht sein ^^
 
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  • #22
Das mit dem Taurus und warum er so geil klingt, wie er klingt und warum man das mit einem Minimoog eben nicht genau so hinbekommt und noch vieles mehr zu dem Thema wird seit den Anfangstagen des Internet diskutiert, ob es nun die synth-l Liste im Bitnet war (SYNTH-L@AUVM.BITNET oder SYNTH-L@LISTSERV.AMERICAN.EDU), oder auf rec.music.synth im usenet, keine Ahnung.

Wer Spass daran hat, kann ja die KI seiner Wahl etwas ausquetschen, ich habe gestern mit der Google Such KI mit diesen Fragen viel Spass gehabt:

Was macht den Moog* Taurus so speziell und warum kann das nicht jeder beliebige 2 VCO Monosynth auch?
Gut, das mit den linearen VCOs weiss ja jedes Kind, aber war da nicht noch was mit der Hüllkurve?
Wurde das nicht mal in einem Plugin von Antti mit gekoppelten DGL simuliert?
Welche Synths liegen da noch am nächsten dran, es gibt ja neuere Bass Synths von Moog* und auch einige direkte Taurus Clones?
Was ist mit dem Cybersound T1?
Wie gut bildet der Toro den Taurus nach? Hat jemand mal die Schaltung dort analysiert? Das mit SMD halte ich für irrelevant.
Sind die VCOs phasenstarr? Was ist mit phasenoptimiert von oben gemeint?
 
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M.i.a.u.: moogist und Rolo
  • #23
Ich hab's getan. Heute habe ich mir nach einer dreistündigen Fahrt einen Taurus abgeholt. Die Kiste sieht zwar nicht aus wie neu und zwei Pedale haben leichte (!) Kontaktprobleme, dafür war der Preis aber sehr attraktiv. Und der Sound ist ehrfurchtseinflößend schön! Was mich interessiert: Auf der Seite klebt ein Sticker - siehe Foto. Weiß jemand, was es damit auf sich hat - oder ob der womöglich mal Klaus Schulze gehört hat?
 

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M.i.a.u.: Minimops 7, MacroDX, Jenzz und 7 andere
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Darf man fragen, was Du bezahlt hast?
 
  • #25
Ich hab's getan. Heute habe ich mir nach einer dreistündigen Fahrt einen Taurus abgeholt. Die Kiste sieht zwar nicht aus wie neu und zwei Pedale haben leichte (!) Kontaktprobleme, dafür war der Preis aber sehr attraktiv. Und der Sound ist ehrfurchtseinflößend schön! Was mich interessiert: Auf der Seite klebt ein Sticker - siehe Foto. Weiß jemand, was es damit auf sich hat - oder ob der womöglich mal Klaus Schulze gehört hat?

Schulze als Taurus-Nutzer wäre eher untypisch, aber wer weiß, was ihm endorsementmäßig gratis hingestellt wurde bzw. was als Abschreibungsobjekt seinerzeit für die Synthesizerschule angeschafft und inventarisiert wurde.

Abmachen würde ich den Sticker nicht. Ist ein Kuriosum.

Stephen
 
  • #28
Ich bräuchte einen Taurus nicht. Andere Moogs und Synthies klingen für mich auch Ehrfurchtseinflößend (mit bissi Eq noch mehr).
Aber es ging ihm ja auch ums Pedal ansich. Mein Rogue macht auch sehr luftig, mächtigen Bass. Da muß ich halt ein bißchen einstellen
vorher und meine Gehörsensorik aktivieren bis es so klingt wie es soll.
 
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M.i.a.u.: Jenzz
  • #29
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass mit ein klein wenig Trickserei der Prodigy sehr in die Nähe des Taurus kommen kann.

Und mit Trickserei meine ich nicht Modifikation oder Verbastelungen. Einfach das Instrument sich so zunutze machen, wie es entworfen wurde.

Stephen
 
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