MPC Neulings-Thread

SvenSyn

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Moin,

ich muss gestehen, ich habe noch nie mit einer MPC gearbeitet. :selfhammer:

Wie muss mir das vorstellen? Wie steil ist die Lernkurve (zB im Vergleich zu einem Octatrack)
Wie umfangreich sind die Sequencerfunktionen? Wie lang (max. Anzahl Takte) darf ein Pattern sein?

Welche Modelle für den Einstieg lohnen sich?

Was gibts noch zu beachten?
 

Michael Burman

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Sequenzen (mehrspurig) können in Takten sehr lang sein. Länger als man braucht.
Außerdem ist die Sequencer-Auflösung feiner als bei Step-Sequencern.
Im so genannten Song kann die Reihenfolge von mehreren mehrspurigen Sequenzen festgelegt werden.
MPC2000XL unterscheidet sich von der MPC-X.
Bei MPC1000 und MPC2500 sind Effekte wie Revebs nicht so gut.
MPC2500 hat aber 10 Audioausgänge.
MPC-X hat nur 8 Audioausgänge. :lol: Angeblich aber bessere interne Effekte.
Ich habe eine MPC5000. Ein Sonderfall. :lollo:
 

ACA

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Von der MPC5000 würde ich auch dringend abraten. Der Sequenzer da ist zu fehlerhaft.
 

psicolor

Raumpilot und Uhrmacher
Für mich war DER Knackpunkt bei der MPC, dass sehr viele Dinge nur funktionieren, wenn der Sequencer gestoppt ist. Für daheimrum kein Problem, aber ich bin eine Rampensau.
 

ACA

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Neue Sequenzen bespielen geht Live nicht so gut, aber man kann ja trotzdem Sequenzen wählen, Tracks muten und mit den Q-Links spielen und das ohne zu stoppen.
 

Michael Burman

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Als Live-Tool wurde die ursprüngliche MPC natürlich nicht konzipiert. Roger Linn wollte eine Drum-Begleitung für Zuhause, um Gitarre dazu zu spielen. :lollo:
Und jetzt hat AKAI sogar die Force rausgebracht ... Also vielleicht doch lieber die Force statt einer MPC ? ... :lollo:
 

fitzcarry

......
Für mich war DER Knackpunkt bei der MPC, dass sehr viele Dinge nur funktionieren, wenn der Sequencer gestoppt ist. Für daheimrum kein Problem, aber ich bin eine Rampensau.
Nee, muss nix gestoppt werden. Man kann live MIDI-Noten einpielen, Audio aufnehmen ( Lopper geht Klasse) und auf die Pads legen. Die Handgriffe müssen allerdings sitzen - und das braucht Übung.
 

freidimensional

Tastenirrtuose und Beste Antwort auf keine Frage
Mpc 1000 fand ich sehr kryptiscn und bin ich gar nicht mit warm geworden.
Mpc live ging ruck zuck zur einarbeitung, aber da war der workflow nicht so meins.

Was willst du denn - ne live-maschiene oder eher so ein zu hause frickel ding?
 

psicolor

Raumpilot und Uhrmacher
Nee, muss nix gestoppt werden. Man kann live MIDI-Noten einpielen, Audio aufnehmen ( Lopper geht Klasse) und auf die Pads legen. Die Handgriffe müssen allerdings sitzen - und das braucht Übung.
Ich hatte die MPC1000 mit JJOS2 XL und da musste man den Sequencer für manche Dinge stoppen. Am störendsten fand ich das, wenn ich auf einem MIDI-Track CC-Zeugs (zB Pitchbend oder Modwheel) aufgezeichnet hatte. Man konnte zwar bei laufendem Sequencer die Note-On und Note-Off Events löschen (wenn man im Overdub-Modus im richtigen Moment die "Delete"-Taste gedrückt gehalten hat), aber die Modulationen waren unlöschbar. Auch der Looper hat zu meiner Zeit nicht funktioniert, zumindest nicht mehr richtig, wenn die MPC via MIDI synchonisiert wurde.
 

deeptune

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Was schon klar sein sollte: MPC ist nicht gleich MPC. Die Generationen der 80er und 90er sind in ihren Möglichkeiten recht beschränkt (sehr wenig RAM für Samples, langsame Rechnereinheit, teilweise cryptische Bedienung - auch wegen dem kleinen Display, rudimentäre Samplebearbeitung. Die Generation der 2000er können da teilweise schon mehr, aber leider ist das OS manchmal buggy und die Hardware ist nicht mehr so hochwertig. Dafür geht mehr mit der Samplingengine, aber teilweise auch nur mit fremden jjOS. Was allen gemein ist: sie sind die Vorlage aller Pad basierten „Einklopfmaschinen“, das Sequencing basiert grundlegend nicht auf Step-Sequencing, sondern (polyphonem) live Einspielen und folgend ggf. quantisieren und auch manuell editieren, sehr viele Noten sind möglich. Hat man den Workflow einmal verinnerlicht, kann man damit sehr wohl live performen, wie auch im Studio die DAW bezüglich Sequencing ablösen.
 

Michael Burman

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Die Generation der 2000er können da teilweise schon mehr, aber leider ist das OS manchmal buggy und die Hardware ist nicht mehr so hochwertig. Dafür geht mehr mit der Samplingengine, aber teilweise auch nur mit fremden jjOS.
MPC2000 und MPC2000XL sind was anderes und eine andere / ältere Generation als MPC1000 und MPC2500. Für die letzteren gibt's JJ OS.

BTW: In MPC2000 / MPC2000XL konnte man das EB16 einbauen. Kein High-End, aber immerhin 4 Reverbs und zwei Multi-Effekts. MPC1000 und MPC2500 haben hier weniger Möglichkeiten und nicht nachrüstbar. Extern geht natürlich bei allen mit ausreichend Ausgängen.
 

deeptune

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MPC2000 und MPC2000XL sind was anderes und eine andere / ältere Generation als MPC1000 und MPC2500. Für die letzteren gibt's JJ OS.
Ups Mistverständnis - mit Generation 2000er meinte ich die (standalone) Modelle 500, 1000, 2500, 4000er, die nach dem Jahre 2000 herauskamen 😉
Und ja richtig, Modell 2000 und 2000XL waren hardwareseitig aufrüstbar mit dem Mulitport Board und dem Effektboard EB16 (eine voll aufgerüstete 2000XL tut hier seit 18 Jahren brav ihr Werk).
 
Zuletzt bearbeitet:

Michael Burman

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Ups Mistverständnis - mit Generation 2000er meinte ich die (standalone) Modelle 500, 1000, 2500, 4000er, die nach dem Jahre 2000 herauskamen 😉
4000er ist auch noch eine ältere / andere Generation. Z-Sampler-Engine.
5000er gehört generationsmäßig zur Reihe 500, 1000, 2500, 5000, wobei es für 500 und 5000 kein JJ OS gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ich@Work

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Das Thema interessiert mich auch.

Bei MPC-Live/X
Wenn man einen Audio-Loop aufnimmt und nachträglich das Tempo an der MPC ändert :
Passt sich der Loop auf die neue Taktlänge automatisch an oder muss man da wieder Hand anlegen ? Ohne dem Workaround Slicing meine ich, geht ja nicht immer gut.
Und wie gut/schlecht sind diese Algorithmen ?

Zur MPC 2.0 Software und Sample-Verwaltung :
Kann man da über die Software die Samples am Rechner zuordnen, speichern und das einzelne Projekt (inklusive die Samples) in die Hardware übertragen und da weiterarbeiten/sequenzieren ?
Habe viele Drum-Samples und möchte auch Teile meines Roland R-8M in die MPC transferieren und möchte mir so Drumsets am Rechner vorbereiten und an der Hardware dann Sequenzen aufnehmen.
Oder arbeiet die MPC ähnlich wie die Electrons mit einem Sample-Pool und die Sample im Projekt müssen auch im Pool sein (wenn ich das dort richtig verstanden habe).

Wieviele Velocity-Layer können die jeweiligen MPC-Gernerationen ?
Meine mal gelesen zu haben, dass die MPC3000 bis zu 16 kann. Da wären dann sehr fein abgestufte Layers möglich (sofern man das Material hat).
Wie ist das bei den neueren MPCs ?
 

Michael Burman

⌘⌘⌘⌘⌘
So direkt zum Spielen kann man z.B. 16 Layer erreichen, indem man einem Pad 4 andere Pads mit jeweils 4 Layern zuweist.
Bei Keygroup-Programs kann man mehr Layer im Program erreichen. Also 128x4 pro Program. Oder 64x8, 32x16 usw.
Ansonsten kann man auch mehrere Programme layern, aber dann nur per MIDI-Ansteuerung intern oder extern.
Wobei es bei der MPC4000 evtl. auch direkt geht. Da müsste man genauer nachschauen. Bei der ist der Sampler ja eine eigene Einheit mit Multis usw. Sprich ein eingebauter Z-Sampler.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ich@Work

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Danke für die Info. Doch das habe ich jetzt nicht ganz verstanden.
Ich probiere die Frage mal anders. Wieviele unterschiedliche Samples kann man einem einzelnen Pad zuweisen ? Ist dies abhängig davon wieviele Pads man belegt ?
Normalerweise wären dies z.Bsp. jeweils der gleiche Snare Sound mit unterschiedlichen Klangeigenschaften auf einem einzelnen Pad, gewechselt über die Anschlagstärke, ohne dass man diese mit den Synthesefunktionen macht, sondern wirklich unterschiedliche Samples.

Viel mehr drängt mich die Loop-/Tempo-Frage, denn ich möchte mich nicht gern auf ein Tempo festnageln. Bin halt auch DJ ;-)
 

Klangzaun

!!!11!111
Tempoanpassung beim Audioloop: Das geht im laufenden Betrieb. Je nach Abweichung vom Originaltempo mehr oder weniger gut. Der Algorithmus ist dafür auf jeden Fall brauchbar. Wenn Du den Algorhitmus aus dem Sampleeditor dafür benutzt klingt es besser, geht dann halt nicht mehr so "on the fly".

Ja, Du kannst alles an der Software vorbereiten und dann inkl. Samples etc... auf die MPC übertragen. Du kannst aber auch alle Einzelsamples auf die MPC legen und an der MPC Deine Programme, Sequenzen, Projekte erstellen. Geht also beides. Samples werden auch immer mit dem Projekt abgespeichert, egal woher sie kommen.
 

Ich@Work

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Das klingt schon mal vielversprechend. Eine Nachbearbeitung zur Qualitätssteigerung kann ich mir durchaus vorstellen. Es geht dabei viel mehr um ein anderes Spiel-/Groovegefühl bei anderem Tempo. Wenn da etwas Artefakte dabei sind okay, wie Du sagst, kann man ja nachbearbeiten um es zu verbessern. Habe auch nicht vor da extreme Veränderungen durchzuführen. Doch schon bis 5-10% Tempoanpassung macht schon einen ganz anderen Groove und man kommt auf andere Ideen, finde/denke ich.
 

Michael Burman

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Wieviele unterschiedliche Samples kann man einem einzelnen Pad zuweisen ? Ist dies abhängig davon wieviele Pads man belegt ?
Es kommt auf den Program-Typ und auf die Belegung / Einstellung der Pads an.
Im einfachsten Fall kann man in einem Drum-Program einem Pad bis zu 4 Samples zuweisen – mit Velocity-Fenstern.
Dann kann man einem anderen Pad z.B. 4 bereits belegte Pads zuweisen. So kannst du 16 Layer per Pad haben.
Und wenn du ein Keygroup-Program benutzt, kannst du halt bis zu 128 Keygroups übereinander schichten. Und jede Keygroup kann immer noch 4 gelayerte Samples (mit Velocity-Fenstern) enthalten. Das ist nicht bei jeder MPC absolut gleich. Ich habe eine MPC5000, aber z.B. im JJ OS für MPC1000 und MPC2500 müsste es auch Keygroup-Programme geben. Und die neuen MPC's (Live, X) haben das bestimmt auch. Die MPC4000 hat das auch.
 
Zuletzt bearbeitet:

Klangzaun

!!!11!111
Artefakte konnte ich bisher dabei nicht ausmachen. 5-10% funktionieren ganz gut. Es wird eher bei größeren Abweichungen unschön.
 

Ich@Work

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Wieviel Audio-Ausgänge hat die MPC-Software ? Wieviele Einzelsignale kann man an die DAW übergeben, maximal ?
 

Ich@Work

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Es kommt auf den Program-Typ und auf die Belegung / Einstellung der Pads an.
Im einfachsten Fall kann man in einem Drum-Program einem Pad bis zu 4 Samples zuweisen – mit Velocity-Fenstern.
Dann kann man einem anderen Pad z.B. 4 bereits belegte Pads zuweisen. So kannst du 16 Layer per Pad haben.
Und wenn du ein Keygroup-Program benutzt, kannst du halt bis zu 128 Keygroups übereinander schichten. Und jede Keygroup kann immer noch 4 gelayerte Samples (mit Velocity-Fenstern) enthalten. Das ist nicht bei jeder MPC absolut gleich. Ich habe eine MPC5000, aber z.B. im JJ OS für MPC1000 und MPC2500 müsste es auch Keygroup-Programme geben. Und die neuen MPC's (Live, X) haben das bestimmt auch. Die MPC4000 hat das auch.
Jetzt ist der Groschen gefallen. Danke
 

Klangzaun

!!!11!111
Die MPC Software ist ein standalone Programm. Da gibt es bis zu 32 In- und 32 Outputs. Das ist halt eine komplette DAW mit MPC workflow.

Dann gibt es noch die Software als PlugIn, die dann innerhalb Deiner DAW (Cubase, Studio One, ect...) läuft und direkt die MPC Hardware ansteuert. Damit habe ich noch nicht gearbeitet, schätze aber, dass das dann Hardware abhängig ist, bzw. Du für jeden gewünschten Ausgang in der DAW einen neuen Track mit einer eigenen PlugIn Instanz laden musst.

Lad Dir doch einmal die Anleitung zur Software von der Akai Seite runter.

MPC Software Anleitung englisch
 

Ich@Work

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Die MPC Software ist ein standalone Programm. Da gibt es bis zu 32 In- und 32 Outputs. Das ist halt eine komplette DAW mit MPC workflow.

Dann gibt es noch die Software als PlugIn, die dann innerhalb Deiner DAW (Cubase, Studio One, ect...) läuft und direkt die MPC Hardware ansteuert. Damit habe ich noch nicht gearbeitet, schätze aber, dass das dann Hardware abhängig ist, bzw. Du für jeden gewünschten Ausgang in der DAW einen neuen Track mit einer eigenen PlugIn Instanz laden musst.

Lad Dir doch einmal die Anleitung zur Software von der Akai Seite runter.

MPC Software Anleitung englisch

Wie ? Die VST-Version ist eine Controller-Software ? Dachte eher umgekehrt weil man auf den internen Speicher gar nicht zugreifen kann (nur auf die Harddisk).
Die kann man ja auch ohne die Hardware kaufen ? Normal ist die Software doch bei der MPC dabei oder muss man die zusätlich kaufen ?

Handbuch schaue ich mir mal kurz an. Danke
 

Ich@Work

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Die Anleitung hat mich nicht weiter gebracht, da steht nur, dass man die Software auch als VST in der DAW betreiben kann.
Hab noch das gefunden :


Wenn ich das richtig verstehe ist das MPC-VST-Plug-in nicht die gleiche Software wie die Standalone-Software (sieht zumindest anders aus).
Was mir nicht so klar ist, ist : Ist die Hardware dann der Controller zum VST-Plug-In oder das VST-Plug-in die Software um die Hardware zu kontrollieren ?

Ich denke eher ersteres. Er zieht da ein Sample auf ein Pad und doch dann kann man ja doch den internen Speicher der MPC per Software füttern ? Ich dachte man muss das Projekt auf dem Computer speichern und auf die eingebaute Festplatte der MPC kopieren um es dann Standalone in der MPC zu laden. irgendwie blicke ich da nicht ganz durch vom Workflow her.

Allerdings reicht mir vorerst die Info, dass man wohl 16-Stereo-Ausgänge hat deren Ausgänge man in der DAW aufnehmen kann. Könnte man auch 32-Mono-Kanälge machen ? Auch wenn natürlich vor allen die Arbeit mit Stereo-Samples ein primäres Plus-Merkmal ist.
Das ist schon mal ausreichend um ein Projekt detailiert in die DAW zu übertragen um es dann dort weiter zu verarbeiten.

Mit der MPC Live unterwegs oder in beliebigen Räumlichkeiten an Ideen zu werkeln ist schon mal ein grosser Reiz und könnte mich etwas von meiner Computerlastigkeit befreien.
 

Klangzaun

!!!11!111
Die Software ist bei der MPC (live) dabei. Standalone und VST.

Wie gesagt, bisher habe ich nur mit der Standalone Software gearbeitet. Bei der Standalone Software wird die MPC zum Hardwarecontroller.

Beim VST PlugIn steuert das PlugIn die MPC, meine ich.

16 Stereo Ausgänge oder 32 Monoausgänge oder Kombinationen aus beiden geht.

Ehrlich gesagt, sample ich und erstelle die Sequenzen am liebsten direkt an der MPC. Ich lade mir Samples auf eine interne Festplatte, so dass sie mir für alle Projekte zur Verfügung stehen. So verfahre ich auch, wenn ich direkt mit der MPC sample.
 

Ich@Work

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Das sind schon mal hilfreiche Infos.

Was mich noch interessieren würde ist :

Kann man Akai-Sampling-CDs importieren ? Meine nicht das MPC-Format sondern die S-Serie.
 

Klangzaun

!!!11!111
In welchem Format liegen die Samples denn vor? Eigentlich ist die MPC da relativ tolerant bzw. wandelt beim Import die Samples um. Programme/Patches der S-Serie wird die MPC wohl nicht lesen können.

Zur Not geht so etwas dann wohl mit dem Chickensys Translator.
 


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