Neu

MusikTheorie Musiktheorie komplett !

MusikTheorie und nerdiges um Musik, Noten, Harmonie
  • #92
  • #93
Ein paar schlanke MP3s wären für meine lahme Internet Verbindung besser geeignet. ;)

Trotzdem danke. Man kann die Audiofiles hier übrigens auch einbetten....









Code:
[audio]https://www.sequencer.de/synthesizer/attachments/root-wav.59408[/audio]

[audio]https://www.sequencer.de/synthesizer/attachments/start-wav.59409[/audio]

[audio]https://www.sequencer.de/synthesizer/attachments/final-wav.59410[/audio]
 
  • #95
Ich liebe ja chord progressions und als Noob wünsch ich mir immer mal, dass jemand seinen Weg oder Gedankenprozess zu einer fertigen chord progression beschreiben könnte, die man jetzt nicht von irgendwo her schon mal genauso gehört hat oder einfach kopiert hat.
Ich "denke" musikalisch mittlerweile fast nur noch in der chromatischen Tonleiter, natuerlich mit dem verfestigtem Wissen um Phrygisch, harmonisch Moll, Modal, Kadenzen, Umkehrungen, Phrasierung usw.

Und wenn man geschickt PolyScales nutzt, also unterschiedliche Scalen gegeneinander alternieren laest erzeugt man Hinleitungen, Ueberleitungen bzw Vorbereitungen und dann hat man eigentlich den Zustand erreicht Harmonien tatsaechlich freihaendig "malen" zu koennen, rein auf Wirkung aber denoch voll und ganz im musikharmonischen Regelwerk, und somit Substanziell.

Klingt evtl kompliziert oder abgehoben, dem Wissen ist ein sehr langer Entwicklungsprozess ( mein musikalischer Wrdegang) vorausgegangen. Eigentlich bezogen auf Flamenco, laesst sich das aber easy auf HouseMusic uebertragen, diese typischen Jazzprogressions, das sind am Ende auch nur Chords die per Halbtonschritte phrasiert werden, und genau diese Phrasierumgen sind Hinleitungen oder Vorbereitungen zu allem... zb PolyScales... -> chromatische Tonleiter.

Alles ist moeglich.l, es gibt keine Grenzen mehr.

Quintenzirkel wird ueberfuessig, das ist ein Kompass fuer Blinde.

Sorry, ist nicht herabsetzend gemeint nä.

Kann mich erinnern wie ich mal von einem Anhaenger der Ragusa Elite ruppig herabgewuerdigt wurde weil ich geschrieben habe ich wuerde mittlerweile eigene Chords bzw Scalen entwickeln bzw entwerfen.

Passte wohl nicht ins Weltbild, oder wie was? :-D

Das ist naemlich durchaus moeglich, waehrend andere ihr Lebenlang stets die gleichen Backstein Akkorde spielen und aengstlich konservativ die Pfade der gaengigen Tonleitern nicht verlassen gibt es jenseits dieser ausgetrampelten Pfade grenzenlose musikalische Freiheiten und sehr viel zu entdecken, sofern man weiss was man da tut.

Disonates Gedudel ist damit nicht gemeint, sondern konzeptionell phrasierte Schwebungen die eine harmonisch-musikalische Struktur aufweisen.
 
  • #96
Ich "denke" musikalisch mittlerweile fast nur noch in der chromatischen Tonleiter
[...]
Alles ist moeglich.l, es gibt keine Grenzen mehr.
wenn du in chromatik denkst, bewegst du dich bereits innerhalb sehr fester grenzen, die 99.99% aller denkbaren möglichkeiten ausschließen. :)

wenn man mal die historie der westlichen musik weglässt - und die tatsache, dass eine gitarre nicht dafür gemacht ist - dann sind dritteltöne oder die obertonreihe mindestens genauso interessant wie die 12-stufige chromatik.
 
  • #97
wenn du in chromatik denkst, bewegst du dich bereits innerhalb sehr fester grenzen, die 99.99% aller denkbaren möglichkeiten ausschließen. :)

wenn man mal die historie weglässt - und die tatsache, dass eine gitarre nicht dafür gemacht ist - dann sind dritteltöne oder die obertonreihe mindestens genauso interessant wie die 12-stufige chromatik.
Das ist richtig was du schreibst und ich will garnicht wiedersprechen. mein Hauptinstrument ist NylonGitarre.
Der komplette Schwingungsapperat ist chromatisch aufgebaut.

Was mich reizen wurde, ein Theremin :cool: Da ist man dann auch konzeptionell bei der Geige... allerdings monophon.
Ergo: ein Theremin ist ein Witz, gegenueber der Geige.

Ich hab hier auch eine Fretless Gitarre, die hat zwar Vibe, weil die Chromatik in Nuancen moduliert wird und es klingt bzw wirkt dadurch automatisch orientalisch. Ich stehe aber eher auf exaktes konservatives GitarrenTuning, Ausnahme: Open Tuning, mach ich aber selten.
 
  • #98
Das ist naemlich durchaus moeglich, waehrend andere ihr Lebenlang stets die gleichen Backstein Akkorde spielen und aengstlich konservativ die Pfade der gaengigen Tonleitern nicht verlassen gibt es jenseits dieser ausgetrampelten Pfade grenzenlose musikalische Freiheiten und sehr viel zu entdecken, sofern man weiss was man da tut.
Wie gesagt es geht um etwas Musiktheorie einfach und praktisch demonstriert. Und das im Kontext DAW (soft-sequencer). Wenn du den Pfad zur grenzenlosen musikalischen Freiheit gefunden hast, dann ran an die Tasten und zeigen ;-)

Am Rand:
Warum man andere nur weil sie nicht das eigene Skillset haben oder einfach Spass haben an dem was man macht und wie sie es machen, sofort als ängstlich konservativ bezeichnen muss oder überhaupt irgendwie bezeichnen muss? Hauptsache die Mukke macht dir und dem Publikum Spass. Mal drüber nachdenken....
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Moogulator, Whych und NickLimegrove
  • #99
Teil 1 https://www.sequencer.de/synthesizer/threads/ein-bisschen-musiktheorie-gut-erklaert.57313/post-1860030

Ok, ich hatte erst mal nur

Amin und Cmin

in der Hand.

Aber was machen, wenn man mehr Akkorde möchte, die jetzt dazu "passen" sollen?
Ein Trick ist, sich erstmal nur den Grundton (root note) von einem Akkord anzusehen umd damit einen Blick auf
den Quitenzirkel (QZ) zu werfen.

Der Grundton von Amin (A-C-E) ist (klar, logisch) A der von Cmin (C-Eb-G) ist C.

Jetzt der QZ. Da sieht man: Zwischen dem C und dem A stehen 2 weitere Buchstaben, nämlich G und D.
Die beiden Buchstaben stehen für zwei Tonleitern, nämlich die G Dur und D Dur Tonleiter.
Jetzt kommt die Sache, die der QZ automatisch für einen abnimmt.
Tonleiter, die sehr ähnlich sind, stehen im QZ auch eng zusammen.

Beispiel:

C Dur und G Dur klingen super ähnlich. Die Tonleiter unterscheiden sich nur in einem Ton.
Wenn man den Ton nicht spielt der den Unterschied ausmacht (also in dem Fall ist es das F und F#)
dann könnte man von den anderen Noten her nicht sagen ob das nun C Dur oder G Dur ist!
Deswegen stehen C und G im QZ nebeneinander.

Das gleich kann man sagen von D Dur und G Dur.
Die unterscheiden sich auch nur in einer Note: C#
Die anderen Noten sind genau gleich.

D Dur von A Dur genau so! (Unterschied G bzw. G#)

Also im Prinzip kann man sagen, je weiter man im QZ von dem C weggeht - gegen den Uhrzeiger - desto unterschiedlicher hören sich die Dur Tonleitern im Vergleich zu C-Dur an. Bis man wieder so etwa bei F angekommen ist. F und C unterscheiden sich dann wieder nur in einer Note, in B bzw. Bb (engl. Schreibweise)

Nach der Erklärung sieht man jetzt besser, warum man zu dem Amin und Cmin es mal mit einem Akkord D Dur / Moll
und einem G Dur / Moll versuchen könnte. G und D, befindet sich alles so in der Nähe von C und A (lol no pun)


Das wäre die 1. lesson learned. Bevor ich mich auf der Such nach irgendwelchen crasy Akkorden mache, die zufällig passen,
bleibe ich erstmal in der Nähe von dem was ich schon habe. Dazu hilft der QZ. Der QZ ist auch ne Hilfe, wenn man nur einen Akkord hat.
Da schaut man drauf und sieht wer alles sonst noch in der Nähe ist. Wenn man jetzt Angst hat, dass wäre super unkreativ, keine Sorgen,
es gibt noch genau Spielraum. Alleine wenn man die Reihenfolge der Akkorde nimmt, wie man sie spielt, ob dur oder moll, gibt's genau Zeugs zum ausprobieren.

Ok. Ende 2. Teil

In Teil 3. geht's dann mit Hörbeispiel genau im die Frage Dur oder Moll und in welcher Reihenfolge kann ich die gefundenen Akkorde spielen. Lieber so.... Dmin Gmaj Amin Cmin oder doch andersum oder oder....
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #100
flamenco ist so sexy und wirkungsvoll, weil es einerseits nicht null acht fuffzehn drei-akkorde musik ist, andererseits sich dort aber fast alles eigentlich immer nur auf den grundton bezieht, der wie ein großer magnet jeden ausbruchversuch zeitnah beendet.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Doc Orange
  • #101
Noch was zu dem Thema, auf das man auch sehr schnell kommt.

Uzw.

Sollen die Akkorde nur aus den Noten der selben Tonleiter bestehen oder kann ich mischen, also auch neben den Tönen einer bestimmten
Tonleiter auch andere (tonleiterfremde) Noten in den Chord miteinbauen?

Dafür gibt es - zum Glück keine Regel. Wenn ich es ganz einfach erklären würde, dann würde ich sagen, dass bei den Leuten eigentlich immer nur die Melodie hängen bleibt - nicht die Progression. Niemand pfeift Chordprogressions nach. Zum Glück ist das also wirklich der Geschmack der zählt.

Aber es gibt vielleicht Anhaltspunkte. Es gibt Songs die leben von einer bestimmten Stimmung. D.h. mit der Zeit beginnt man zu unterscheiden, welche Tonart für welche Stimmungen geeigneter sind, der erste Entscheidung ist zB Dur oder Moll Tonart? Da ist man also erstmal bei der Tonart angekommen. Und dann kann man aber auch durch bestimmen der Tonleiter und Einsetzen von tonleiterfremden Noten auch noch mal extra über die Stimmung bestimmen. Viele Progressions die zu Hits geworden sind und heute noch nachgespielt werden, haben tonleiterfremde Noten in irgendeinem Akkord drin.
(www.youtube.com/watch?v=XFkzRNyygfk)

Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass die Leute jeden C-Dur Akkord schon 1 Mio mal gehört haben und sich die Ohren über jede Abwechslung / Abweichung von der Regel freuen.

Aber egal. Ob nur Noten aus der Tonleiter (diatonisch) oder nicht, das entscheidest nur du.
In jedem Fall kann der QZ aber ne Hilfe sein, um sich erstmal zu orientieren.

Ich hab zb einfach probiert und mir keine Gedanken über die Tonleiter gemacht (Amin, Cmin kA welche Tonart das sein sollte). Das ist glaube ich auch wie die meisten erst mal durch Zufall oder nach Gehör etwas gut finden aber dann nicht mehr oder nur schwer weiter wissen (so wie ich).


Und ein Wort noch zu.... bin ich kreativ genug wenn ich nur ein paar Standardakkorde benutze?
Oder.... kacke meine Progression klingt nur langweilig. Oder... QZ? wtf, Ich will kreativ sein!!

Ich hab meine Progression von da oben als audio in der DAW aufgenommen, die audio spur schneller (*2) gemacht und um 3 Halbtöne runtergepitcht. Vorher habe ich auf der Bass Gitarre einfach die Bassnoten aus der Progression nachgespielt. Den audio track habe ich nach oben gepitcht und zusammen klingt das so


Komplett anders, right? Was ich nur sagen will. Bei der Progression bleibt man am Ende nicht stehen, es gibt noch jede Menge was man danach noch in der DAW daraus machen kann. Das würde ich jedem raten auch zu tun, nur so kommen dann Sachen raus die man nicht geplant hat. Und da fängt das an Spass zu machen ;-) Das kann man dann als Sample zb weiter verwursten.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #102
...

Am Anfang standen - wie immer so - einfach nur 2 Chords fest die sich zusammen gut angehört haben.
Amin A-C-E und Cmin C-Eb-G
Ich hab einfach auf dem Piano geklimpert und fand plötzlich den Cmin nach dem Amin von der Klangfarbe sehr interessant.
Ich vermute weil man nach dem Amin den Cmin nicht erwartet: Zum einen gehört Cmin nicht zu A Moll und auch weil das
beides Moll Akkorde sind. Klingen find ich interessant.

...

Lustiger Zufall, zu fast genau dem Thema (Wechsel von einer Mollskala zu der Mollskala drei Halbtöne tiefer) hab ich Vorgestern zufällig ein musikalisch tiefer gehendes Video gesehen:
https://www.youtube.com/watch?v=gvRvXDgBcT4

Wenn man schon ein kleines bisschen weiter ist (mit allen Skalenakkorde von A-Moll bzw. C-Dur spielen kann), ist das ein guter nächster Schritt, um etwas Abwechslung reinzubringen.
 
  • #103
Ich finde die gesamte Theorie so spannend. Ich war immer schon total begeistert davon wie Musik entsteht und vor allem, die Möglichkeiten die, die Musik einem Bietet. :verliebt:
 
  • #104
Das beste Tool / Werk zum Thema Musiktheorie, das ich bislang kenne, ist Hooktheory.
- Speziell mit den beiden Hooktheory "Büchern" habe ich enorm viel gelernt. Es fängt allerdings sehr basic an ... die meisten hier werden das erste Buch sehr schnell durchskippen können, aber trotzdem fand ich es super, sich anhand so vielen praktischen Beispielen die Sachen richtig einzuprägen.
- Die Hooktheory Database ist imo auch Gold wert. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass man für irgendeinen Pop / Rock Song der letzten 50 Jahre einen Eintrag findet, wo man nicht nur die Akkorde, sondern die Systematik der Progressions analysiert findet.

 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: ganje
  • #105
Es gibt auch Youtuber, die die Theorie sehr gut erklären können, hier anhand von Chord Progressions ...


https://youtu.be/CCwHWoJGY9I


Gibt es ähnlich gute deutsche Erklärbären?
 

Ähnliche Themen

×
Dir gefällt Sequencer.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!

Zurück
Oben