Novation Summit

Da die Amp Hüllkurve sauschnell reagiert, kann es helfen, die Attackzeit etwas hochzuregeln. Ansonsten kann es knacken, je nachdem am welchem Pegel sich die Wellenform(en) gerade befinden. Und bei freilaufenden Oszillatoren varriert das natürlich auch. Das hat mE nicht unbedingt was mit den Hüllkurven zu tun.
Vielleicht liegt es auch am Verhalten des Filters. Wird es denn besser wenn Du zB den 12db Mode benutzt?

Ich checke das mit dem Filter später mal – auf jeden Fall schon mal ein guter Tipp!

Bei Inits stehen die schon standardmäßig auf 2, da kommt dann aber irgendwann nur noch "Pweng".

Für mich der Goldstandard bleibt aber der Prophet 6: *Die* Hüllkurven finde ich extrem schnell, allerdings kriegt man den Knack am Anfang weg, ohne dass plötzlich gar kein Attack mehr da ist. Außerdem ploppt am Anfang nichts. (Haben ja leider so einige Synths.)
 
Nicht direkt. Man kann den Verlauf der Hüllkurvenphasen durch rekursive Modulation beeinflussen und damit "verbiegen". Ich finde sie ehrlich gesagt sauschnell - schnell genug für allerlei perkussive Sounds.
Hier mal ein Beispiel. Mod Env auf VCF (24db) mit voller Resonanz, ab Sekunde 24 wird Env Decay durch den Ausgang der Mod Env selbst moduliert.
Anhang anzeigen 135830

Wenn die Hüllkurven der einzelnen Voices zu unterschiedlich reagieren, kann eine Kalibrierung im Menü helfen.

Edit: Der 24db Mode des Filters besteht aus zwei seriellen 12db Filtern und die Resonanz verhält sich im 24db Mode etwas anders, schwammiger als bei einem 4 Pol Ladder Filter.
Hier darum noch ein Beispiel mit dem 12 db Mode des Filters, der ebenfalls bis zur Eigenresonanz geht.
Anhang anzeigen 135831

Hast du hierbei die Startphase synchronisiert?
 
Für mich der Goldstandard bleibt aber der Prophet 6:
Verstehe, aber reden wir dann nicht über Geschmackssache? Der Summit ist eben kein P6.
Was nicht bedeutet, dass die Hüllkurven im Summit technisch schlecht oder gar langsam wären. Es klingt eben anders als beim P6. FGPA vs. VCO, andere Levelverhältnisse, anderes Filterdesign usw.
Du schreibst ja oben dass der Overdrive (der Pre Filter ist) das Verhalten für Deinen Geschmack verbessert.
Was darauf hindeutet, dass die Oszillatoren im P6 heißer ins Filter gehen als beim Summit ohne Overdrive.
Hast Du auch mal den Diverge Parameter im OSC Menü etwas hochgedreht? Das hilft auch ein wenig um den Summit etwas "analoger" klingen zu lassen.
 
Hier hört man, dass sich der Attack in Abhängigkeit von zuvor gespielten Noten ändert und erst nach ein paar Stimmen einpendelt. Das hatte ich so noch bei keinem anderen Synthesizer, aber wenn das nach drei Jahren niemand gehört oder es niemanden gestört hat, glaube ich nicht, dass sich da irgendwas ändern wird. Kann ja auch durchaus am analogen Filter liegen – keine Ahnung.

Dafür macht der Summit wie ich finde tolle Flächen. Ist auch was Feines. ;-)
 

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  • Summit Attack.mp3
    1,1 MB
Hier hört man, dass sich der Attack in Abhängigkeit von zuvor gespielten Noten ändert und erst nach ein paar Stimmen einpendelt.
Danke für das Beispiel, jetzt höre ich was Du meinst. Komisch, meiner macht das so nicht. Bzw. Knacken tut es hier auch wenn Attack auf 0 ist, aber eben mal mehr und mal weniger und nicht erst stark und dann gar nicht.
 
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Gibt es leider nicht. Schöne wäre eine "Humanize"-Funktion wie beim Waldorf M, aber beim Summit ist nix mit Random ...
Das stimmt so nicht mehr - denn es gibt jetzt Noise als Source parameter. Man könnte also LFO3 Rate mit Noise beeinflussen (sehr niedriger Wert) und dann den mit einem niedrigen Speed auf LFO1 Rate ansetzen. Um das noch etwas feiner modulieren zu können kann man die Noise Source oder die LFO source dann noch mit dem Modwheel fein einstellen ...

Aber noch etwas einfacher geht es wenn man LFO1 z.B. auf S&H setzt und LFO 2 damit beeinflusst ... dann hat man schon einen ziemlichen zufälligen LFO
 
Aha? Das fände ich allerdings seltsam.
Darum finde ich Beispiele immer so hilfreich:
Ich hab mal weiter geforscht und kann etwas ähnliches hier auch reproduzieren. Bei meinem Summit verändert sich der Einfluss der Hüllkurve ganz minimal im Polymode nach dem Durchlauf aller 16 Voices und bleibt ab da stabil. Im Mono Mode tritt es gar nicht auf. Und auch nur deutlicher hörbar bei Sounds mit einem Oszillator ins Filter. Im Gegensatz zu dem LFO Thema würde ich dies allerdings eher für einen Bug halten. Da es bei reiner Filtermodulation mit Eigenresonanz nicht auftritt, vermute ich dass das nicht von dem Hüllkurventeil kommt.
Bei der normalen Nutzung ist mir das aber noch nie aufgefallen. Ich höre es auch nur wenn ich mich darauf konzentriere.
 
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Darum finde ich Beispiele immer so hilfreich:
Ich hab mal weiter geforscht und kann etwas ähnliches hier auch reproduzieren. Bei meinem Summit verändert sich der Einfluss der Hüllkurve ganz minimal im Polymode nach dem Durchlauf aller 16 Voices und bleibt ab da stabil. Im Mono Mode tritt es gar nicht auf. Und auch nur deutlicher hörbar bei Sounds mit einem Oszillator ins Filter. Im Gegensatz zu dem LFO Thema würde ich dies allerdings eher für einen Bug halten. Da es bei reiner Filtermodulation mit Eigenresonanz nicht auftritt, vermute ich dass das nicht von dem Hüllkurventeil kommt.
Bei der normalen Nutzung ist mir das aber noch nie aufgefallen. Ich höre es auch nur wenn ich mich darauf konzentriere.

Mir fällt das leider bei Sounds mit kurzem Attack beim ganz normalen Spielen ständig auf. Ich schicke nachher mal was mit Beispiel.
 
Noch mal zu LFO Thema.

Totales Chaos kann man erreichen, wenn man LFO1 auf S&H setzt und damit LFO2 rate variiiert, gemeinsam mit Modwheel.

Dadurch laufen dann alle LFOs vom LFO2 in verschiedenen Frequenzen, und ziemlich zufällig ... man muss bei S&H nur die Slewrate noch hochziehen, damit man nicht so unschöne sprünge da drinhat :)
 
Noch mal zu LFO Thema.

Totales Chaos kann man erreichen, wenn man LFO1 auf S&H setzt und damit LFO2 rate variiiert, gemeinsam mit Modwheel.

Dadurch laufen dann alle LFOs vom LFO2 in verschiedenen Frequenzen, und ziemlich zufällig ... man muss bei S&H nur die Slewrate noch hochziehen, damit man nicht so unschöne sprünge da drinhat :)

Werde ich mal ausprobieren! Problem an der Sache ist nur, dass man dadurch einen (potenziell polyfonen) LFO verliert.
 
Ja, das stimmt. Die Frage ist nur, wie oft man das dann wieder so braucht ...
 
Man kann übrigens diesen Freerun auch wie folgt erzeugen:

1. Init Patch erstellen mit LFO1 phase auf 0
2. Noten spielen
3. Patch auswählen, wo die LFOs auf Free stehen ..

sich daran freuen, daß die alle verschiedene Phasen haben...

Ich denke es ist ein guter Feature request, wenn man das im Setupmenü auswählen könnte ob die als Random initialisiert werden, oder alle mit 0 starten. Dann könnte man auch das bisherige Verhalten beibehalten, für Leute, die das gerne möchten.
 
Noch mal zu LFO Thema.

Totales Chaos kann man erreichen, wenn man LFO1 auf S&H setzt und damit LFO2 rate variiiert, gemeinsam mit Modwheel.

Dadurch laufen dann alle LFOs vom LFO2 in verschiedenen Frequenzen, und ziemlich zufällig ... man muss bei S&H nur die Slewrate noch hochziehen, damit man nicht so unschöne sprünge da drinhat :)
Wenn man den S&H LFO in der Rate ganz runter zieht und die Startphase auf 0 setzt, dann variiert es mit jedem Tastenanschlag pro Voice. Aber was Synthet meint, ist ja eher, dass die Phasen aller Voices nicht grundsätzlich unterschiedlich sind.
 
Man kann übrigens diesen Freerun auch wie folgt erzeugen:

1. Init Patch erstellen mit LFO1 phase auf 0
2. Noten spielen
3. Patch auswählen, wo die LFOs auf Free stehen ..

sich daran freuen, daß die alle verschiedene Phasen haben...

Ich denke es ist ein guter Feature request, wenn man das im Setupmenü auswählen könnte ob die als Random initialisiert werden, oder alle mit 0 starten. Dann könnte man auch das bisherige Verhalten beibehalten, für Leute, die das gerne möchten.

Ich habe eine Abneigung gegen Workarounds und bin eher Freund von Lösungen ... ;-)
 
Ist das bei "analogen" LFOs, die komplett per Voice einzeln schwingen (aber alle im gleichen Tempo), nicht genauso?
wenn die LFOs da auch analog sind, dürften sie wohl zumindest nach und nach leicht auseinander driften.

Die Idee mit dem "diverge"-Parameter für die LFOs ist nicht schlecht, aber wahrscheinlich gibt das dann eher einen gleichmäßigen Versatz statt komplett Random.
 
wenn die LFOs da auch analog sind, dürften sie wohl zumindest nach und nach leicht auseinander driften.

Die Idee mit dem "diverge"-Parameter für die LFOs ist nicht schlecht, aber wahrscheinlich gibt das dann eher einen gleichmäßigen Versatz statt komplett Random.
Damit meine ich die leichte Variation der Geschwindigkeit bei den verschiedenen Voices. Eben genau das leichte Auseinanderdriften.
 
achso, hatte was wohl als "spread" missverstanden. :)
 
Jo, egal. Ich halte das auch immer noch nicht für einen Bug, maximal für eine eigenwillige Designentscheidung. Da gibt es mMn wichtigere Baustellen am Summit.
Ich bin aber schonmal dankbar, dass es endlich weitergeht mit der Firmware - hatte nicht mehr damit gerechnet.
 
Verstehe das Voice-Spreading nicht so richtig. Habe mal nen Patch geladen und hätte nun erwartet. mit den Einstellungen Spread: 127, SpreadMode: NoteVal, PanPosn: +63 bei jeder gespielten Note abwechselnd links + rechts - hard-pan zu bekommen. Macht er auch, aber nur in den unteren Oktaven. Beziehe ich höhere Okraven mit ein, geht er wieder in ein Round Robin über. Bin ich zu doof, oder muss das so (oder beides :D )?
 
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Verstehe das Voice-Spreading nicht so richtig. Habe mal nen Patch geladen und hätte nun erwartet. mit den Einstellungen Spread: 127, SpreadMode: NoteVal, PanPosn: +63 bei jeder gespielten Note abwechselnd links + recht - hard-pan zu bekommen. Macht er auch, aber nur in den unteren Oktaven. Beziehe ich höhere Okraven mit ein, geht er wieder in ein Round Robin über. Bin ich zu doof, oder muss das so (oder beides :D )?

Ist glaube ich ein Bug. Irgendwie war da was mit einem Spread alle acht Noten.

So langsam habe ich den Eindruck, dass sich niemand solche Sachen auch mal wirklich *anhört*, bevor sie veröffentlicht werden ...
 
Aus dem Manual:
NoteVal: The voices retain their unique and repeatable stereo position but
with a weighting added by the PanPosn value. If the notes C, E and G are
panned hard left, centre, and hard right, respectively, when PanPosn is set
to -64, the C will remain hard-left, E will become hard-left and G will become
centre panned.

Ich verstehe nicht einmal was damit gemeint ist. Das heißt dann wohl, dass bei PanPosn -64 alle tieferen Noten links und höhere rechts kommen sollen? Keine Ahnung.
"If the notes C, E and G are panned hard left, centre, and hard right,..." - wo teile ich das denn dem Summit mit, welche Note wohin gepanned wird?
 
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Aus dem Manual:


Ich verstehe nicht einmal was damit gemeint ist. Das heißt dann wohl, dass bei PanPosn -64 alle tieferen Noten links und höhere rechts kommen sollen? Keine Ahnung.
"If the notes C, E and G are panned hard left, centre, and hard right,..." - wo teile ich das denn dem Summit mit, welche Note wohin gepannt wird?

Begreife ich auch nicht. ;-)
 
Das macht er wohl automatisch. Mir ist auch aufgefallen, dass das Panning nicht mehr funktioniert, wenn man den Arp einschaltet. Irgendwie ist das alles noch ziemlich unausgegoren. Kontrolle sieht jedenfalls anders aus.
 
Also bei mir macht er es nicht. Sobald der Arp an ist, ist Schluss mit Panning, egal was ich einstelle.

Hmmm, sollte man nach einem Firmwareupdate nochmal kalibrieren? Vllt. liegt´s ja daran..
 


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