PATCH & TWEAK - Exploring Modular Synthesis

Dieses Thema im Forum "SynMag Synthesizer-Magazin + Literatur" wurde erstellt von swissdoc, 15. Mai 2018.

  1. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Zuletzt bearbeitet: 15. Mai 2018
  2. Ich habe mir das Buch als Weihnachtsgeschenk unter den Baum gelegt. (Schneidersladen hat es)
    SEHR SEHR SEHR gut gemacht!!!! Eine absolute Empfehlung für alle, die sich mit Synths, Modular etc beschäftigen.
    Bin normalerweise ein "Schnell-Leser", bei dem Buch agiere ich wie bei einem guten Whiskey: täglich nur eine kleine Portion :)
     
  3. Dieses Buch ist wunderbar gemacht, keine Frage.

    Dieses Buch ist ein auch ein Phänomen:
    1.687 Unterstützer = Buchkunden finanzieren die erste Auflage mit 815.743 DKK, also 109.268€, das sind 64€ pro Buch!! Für die beiden Autoren! (Druckkosten ca. 4-10€/ Exemplar)
    Ich habe da ein wenig zwiespältige Gefühle: Als Büchernarr freue ich mich, dass man heutzutage mit schönen Büchern Geld verdienen kann; auf der anderen Seite habe ich gestern gelesen, dass die EInkünfte von Autoren in den vergangenen 5 Jahren um 40% zurückggegangen sind. Ist das jetzt the way to go: Nicht Verlage bezahlen Autoren, sondern Autoren vorverkaufen Ihre Bücher auf kickstarter, high risk - high gain?
     
  4. Ich sehe es ein wenig anders: wären die den "traditionellen" Weg gegangen, würde es diese Buch wahrscheinlich nicht geben....
    Mit dieser Herangehensweise können auch tolle Bücher in geringen Stückzahlen realisiert werden.
    NB: Wo hast Du die 4-10€ Druckkosten her? Die erscheinen mir bei der Qualität des Buches doch sehr niedrig.
     
  5. fanwander

    fanwander |||||||||||

    Ja. Das finde ich aber gut. Das war ja bei unserem "R is for Roland"-Buch genauso. Und wenn da ein Lastwagen mit zwei Paletten a 1,25 Tonnen bei Dir vor der Haustüre steht, dann rutscht Dir das Herz erstmal dermaßen in die Hose... Da weist Du was sich hinter dem "high risk" wirklich verbirgt. Alles andere incl. der Überweisung an die Druckerei ist da im Vergleich nix.

    Und @chris-korg hat völlig Recht: ich habe das Buch nicht in der Hand gehabt, kenne aber das Push&Turn; und von daher schätze ich, dass die Herstellungskosten bei ca 20 bis 25 Euro liegen dürften.


    PS: und generell zum Prinzip: Bildhauer und Maler mussten Ihre Werke schon immer selbst vorfinanzieren. Wenn man weiß, was 500kg Bronze für eine Skulptur kosten, dann ist so ein bisschen Papier für ein Buch ein Witz.
     
  6. Die von mir angegebene Spanne bezieht sich auf die geschätzte Auflage von 2000-5000 und Herstellung in Osteuropa. Mit 20-25 € müsste man bei sehr kleinen Auflagen unter 1000 rechnen, was, wir wir ja wissen, nicht der Fall ist.

    Bitte sage mal, was Du anders siehst (insofern sich der Kommentar auf meinen bezieht). ... ich halte das ja gerade für das Problem: Traditionelle Verlage leben mehr und mehr von Blockbustern, also z.B von Büchern, die im Magazin der Deutschn Bahn beworben werden, d.h. wenn Du mit einer liebevollen Minderheitensynthesizeridee auf einen Verlag zukommst, dann wird er Dich heute noch eher abweisen als früher, mit anderen Worten:

     
  7. fanwander

    fanwander |||||||||||

    Osteuropa ist schon längst kein Billigproduktionsland. Das R for Roland ist mit 2500 Exemplaren wohl in D gedruckt worden (m. W. in der Lausitz), weil Tschechien oder Polen mit den Transportkosten 15% teurer gekommen wäre (Michal wollte eigentlich in Polen drucken, weil er selbst ja fließend polnisch spricht). Das im Impressum bei uns angegebene Druckhaus in Berlin ist nur der Produktionskoordinator und Vermittler.

    Letzlich ist das aber off-topic...
     
  8. moogulator

    moogulator Admin is Tra(i)tor

    Das ist sowas wie kein Risiko, bei Fachbüchern oder bestimmten Themen kann man das tun, bei sehr neuen oder andersartigen Konzepten könnte es dagegen sein, dass man das nicht finanziert bekommt, weil man die Leute da nicht begeistern kann, selbst wenn das Buch megasuper würde.

    Crowdfunding für Musik ist ähnlich - dann kennt man den Act schon und will mehr, kann feststellen ob das was ist und wenn es nicht genug Leute gibt, findet es nicht statt.

    Ich denke, dass klar ist, wo die Nachteile liegen, es ist eine klare Nachfrageorientierung und für einige Sachen könnte das wunderbar klappen - als Alternative zu etwas, wo es nicht ginge..