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Paywalls überall - Die Monetarisierung der Demokratie?

  • #181
Vielleicht muss man
1) Sehen und anerkennen, dass hinter einer Site oder Community auch Wertiges steht
2) Dieser Wert eine Höhe hat, wie auch immer man die benennt
3) Was ist in unserer Gesellschaft eigentlich wichtig? Könnte man auch Ideen haben, die anders funktionieren? Meiner Ansicht ist es hier und da möglich auch andere Motivationen zu bringen, die aber nicht nur in "Liebe" jemandem was zurück geben.
4) Beispiel: Hier auf dieser Seite bitte ich zB. Geräte, wenn man sie braucht, per Klick auf die Links überall und oben zu klicken - damit bezahlt sich das und lässt sich ohne das ständig ein Werbebreak kommt - überleben..
4b) Übertragen auf zB eine Nachbarschaft wäre das, wenn mir 2 Leute aus der Gegend helfen meine Solarpanels aufs Dach zu kriegen und anzubringen, was "so viel Wert wie ein Installateur wäre" - weil - natürlich kann das jeder, wenn man sich an das Regelwerk hält ist das genau so gut. Oder wenn wir als Gruppe eine Brücke bauen würden oder sowas, ggf. eine andere Lösung für Müll oder Wasser fänden und das gemeinsam machen.
5) Wenn man das hat, hat man auch Optionen, natürlich funktioniert das eher mit offenen progressiven und liebesfähigen Leuten besser als mit sehr dem Zeitgeist verbundenen Leuten, die genug mit News, Social und X zu tun haben dass sie nicht mehr denken können - das ist leicht provokativ überspitzt um zu erklären, was man machen könnte.

Ginge - und alle würden weiter leben.
Natürlich geht das nur, wenn auch ein paar Leute den Machern helfen, nicht nur nehmen und weglesen.

Gilt natürlich auch für Musik, Daten, Arbeit, was auch immer es ist…
 
  • #183
Außer dass Publisher auch von irgendetwas leben müssen und sich auch investigative Journalisten noch nicht von Luft und Applaus ernähren können (unverschämte Bande!), eigentlich nichts. Richtig starker Vorschlag!

Publisher? Von was für einer Kategorie von Publishern sprechen wir denn hier? Ich erwähnte nicht ganz umsonst Nachrichtenportale mit einer entsprechenden Funktion.

https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/wachstum-2025/572532/vom-falschen-zum-richtigen-wachstum/

Nach einem ersten Überfliegen sprechen die Zahlen darin für mich eine andere Sprache (auch wenn das Dokument nicht aktuell ist, aber etwas aktuelleres habe ich erst einmal nicht gefunden):

https://www.spdfraktion.de/system/files/documents/2017-05-22-hbi-gutachten-medienbericht.pdf

Ich habe auch kein Problem damit, für ein echtes Produkt (zum Beispiel in Form eines Buches, eines Heftes oder eines PDFs) zu zahlen. Ich weigere mich allerdings, einerseits bei sog. Nachrichtenportalen zu zahlen und mich gleichzeitig über diverse Mechanismen auch noch profilieren zu lassen. Nee, danke, da müssen sich solche Medien nicht wundern, wenn ihnen die klügeren Leute dann doch weglaufen.

Es hätten ja auch im Zuge des digitalen Personalausweises Möglichkeiten geschaffen werden können, digitale Inhalte an eine pseudonymisierte ID zu koppeln, die man dann an X Personen (zum Beispiel Familie) weitergeben kann, so dass das ungefähr dem entspräche, was man mit herkömmlichen Medien auch tun kann. Solange das nicht so ist: Pech gehabt (0 Cent sind der absolut richtige Betrag).

Der eigentliche Punkt ist ja, dass man bei Portalen für etwas zahlt und gleichzeitig aber nicht sichergestellt ist, dass man auf den gleichen Artikel, den man bereits bezahlt hat, morgen auch noch zugreifen können wird. Das ist bei jeder Tageszeitung / Zeitschrift / CD / LP / jedem PDF anders.
 
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M.i.a.u.: Miks
  • #184
Ich weigere mich allerdings, einerseits bei sog. Nachrichtenportalen zu zahlen und mich gleichzeitig über diverse Mechanismen auch noch profilieren zu lassen. Nee, danke, da müssen sich solche Medien nicht wundern, wenn ihnen die klügeren Leute dann doch weglaufen.
Und die Nachrichtenportale kommen nochmal wie an die Nachrichten? Durch göttliche Eingebung? Und die ganzen Mitarbeiter der Nachrichtenportale werden wie bezahlt? Mit Glasperlen? Und die Server, auf denen die Daten liegen, gibt es ebenfalls nicht umsonst.
 
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M.i.a.u.: betadecay
  • #185
Und die Nachrichtenportale kommen nochmal wie an die Nachrichten? Durch göttliche Eingebung? Und die ganzen Mitarbeiter der Nachrichtenportale werden wie bezahlt? Mit Glasperlen? Und die Server, auf denen die Daten liegen, gibt es ebenfalls nicht umsonst.
Warum sollte das das Problem eines potentiellen Kunden sein? Hat er diesen Nicht-Lösungsweg als den einzig gangbaren Weg erzwungen?

Nachrichtenportale könnten zum Beispiel ein Tages-PDF anbieten.

Ich habe ja auch kein Problem damit, für ein SynMag-PDF zu bezahlen, wenn mich der Content darin interessiert. Nur ist das eben eine ganz andere Ebene, denn das PDF werde ich auch morgen noch besitzen und kann auch morgen noch darin blättern, wenn ich Lust dazu habe. Und das ist in meinen Augen der springende Punkt, denn digitale Speicher sind billig, also sollte man das auch entsprechend handhaben und dem potentiellen Kunden nicht durch sinnbefreit ungeplante Strukturen Verhaltensweisen aufzwingen wollen.
 
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  • #186
Vielleicht muss man
1) Sehen und anerkennen, dass hinter einer Site oder Community auch Wertiges steht
2) Dieser Wert eine Höhe hat, wie auch immer man die benennt
3) Was ist in unserer Gesellschaft eigentlich wichtig? Könnte man auch Ideen haben, die anders funktionieren? Meiner Ansicht ist es hier und da möglich auch andere Motivationen zu bringen, die aber nicht nur in "Liebe" jemandem was zurück geben.
4) Beispiel: Hier auf dieser Seite bitte ich zB. Geräte, wenn man sie braucht, per Klick auf die Links überall und oben zu klicken - damit bezahlt sich das und lässt sich ohne das ständig ein Werbebreak kommt - überleben..
4b) Übertragen auf zB eine Nachbarschaft wäre das, wenn mir 2 Leute aus der Gegend helfen meine Solarpanels aufs Dach zu kriegen und anzubringen, was "so viel Wert wie ein Installateur wäre" - weil - natürlich kann das jeder, wenn man sich an das Regelwerk hält ist das genau so gut. Oder wenn wir als Gruppe eine Brücke bauen würden oder sowas, ggf. eine andere Lösung für Müll oder Wasser fänden und das gemeinsam machen.
5) Wenn man das hat, hat man auch Optionen, natürlich funktioniert das eher mit offenen progressiven und liebesfähigen Leuten besser als mit sehr dem Zeitgeist verbundenen Leuten, die genug mit News, Social und X zu tun haben dass sie nicht mehr denken können - das ist leicht provokativ überspitzt um zu erklären, was man machen könnte.

Ginge - und alle würden weiter leben.
Natürlich geht das nur, wenn auch ein paar Leute den Machern helfen, nicht nur nehmen und weglesen.

Gilt natürlich auch für Musik, Daten, Arbeit, was auch immer es ist…

Was Du hier ansprichst, ist alles richtig. Allerdings wissen wir, dass an vielen Stellen eine Art Umsonstkultur für digitale Dinge Einzug gehalten hat - wobei die Leute sich immer das rauspicken, was ihnen gerade nützt. Der arme Musiker, der sich über die zu niedrige Monetarisierung von Spotify aufregt, aber Nachrichten bitte gratis bekommen möchte ("das ist doch etwas ganz anderes"). "Für das gedruckte Buch zahle ich etwas, aber als PDF soll die Geschichte gratis sein" - als wenn es für den Autoren beim Schreiben einen Unterschied macht, ob das Buch gedruckt wird oder später als PDF veröffentlicht wird. Der muss trotzdem irgendwo wohnen und essen.
 
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M.i.a.u.: Moogulator und JanTenner
  • #187
Warum sollte das das Problem eines potentiellen Kunden sein? Hat er diesen Nicht-Lösungsweg als den einzig gangbaren Weg erzwungen?
Nein, Du wirst zu gar nichts gezwungen. Du kannst auch an den Kiosk gehen und Dir die Zeitung kaufen, wenn Dir die Nachrichten etwas wert wären. Du willst ja etwas haben, tust aber so, als würdest Du anderen einen Gefallen tun, ihr Angebot zu konsumieren.

Nachrichtenportale könnten zum Beispiel ein Tages-PDF anbieten.
Gibt es bestimmt - aber eben nicht "for free". Du suchst einfach nur nach Gründen, warum Du die Leistung anderer ohne Gegenleistung erhalten solltest. Und das funktioniert nun mal nicht.
 
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M.i.a.u.: Randow und betadecay
  • #188
Wenn man bei den üblichen Webbrowsern über „View → Page Style → No Style“ das Layout der Website ausschaltet, dann kann man theoretisch alles lesen.
rein technisch: Viele Paywalls verstecken den Content nicht per CSS, sondern liefern ihn für "normale" Clients gar nicht erst aus. Da hilft dir dann weder "No Style" noch das Ausblenden bestimmter Overlays im Inspektor.
 
  • #189
Was Du hier ansprichst, ist alles richtig. Allerdings wissen wir, dass an vielen Stellen eine Art Umsonstkultur für digitale Dinge Einzug gehalten hat - wobei die Leute sich immer das rauspicken, was ihnen gerade nützt. Der arme Musiker, der sich über die zu niedrige Monetarisierung von Spotify aufregt, aber Nachrichten bitte gratis bekommen möchte ("das ist doch etwas ganz anderes"). "Für das gedruckte Buch zahle ich etwas, aber als PDF soll die Geschichte gratis sein" - als wenn es für den Autoren beim Schreiben einen Unterschied macht, ob das Buch gedruckt wird oder später als PDF veröffentlicht wird. Der muss trotzdem irgendwo wohnen und essen.
Gibt es zu diesen Behauptungen auch belastbare Zahlen?

Ich denke vielmehr, die Probleme liegen ganz woanders. Aber das würde zu weit führen und gehört nicht hierher, weil es dann zu schnell politisch werden könnte.
 
  • #190
Zeitungen, Medien sind einfach nur wirtschaftliche Unternehmen - von Beginn an. Und von Beginn an, war da Werbung drin. Werbung aller Art. Werbung für Meinungen, politische Richtungen. Werbung für Kriege und alles was man sich nur vorstellen kann. Anfangs schlechter getarnt, dann besser.

Ich meine, dass Leute wie Seymor Hersh in den 60ern das System etwas aufgebrochen hatten, aber das wollte damals eigentlich keiner drucken.

Und letztendlich kann man ja auch behaupten, dass das doch den politischen Gegenspielern genutzt hätte.

Zeitungen sind wirtschaftliche Unternehmen. Punkt. Dazu gehören auch „wissenschaftliche“ Medien.

Und in den Rundfunkbeiräten sitzen politische Apparatschiks. Na wie kommen die wohl dahin?

In welcher abgrundtiefen Höhle muss man die letzten Dekaden gelebt haben, um das alles nicht mitzubekommen.
 
  • #191
Gibt es bestimmt - aber eben nicht "for free". Du suchst einfach nur nach Gründen, warum Du die Leistung anderer ohne Gegenleistung erhalten solltest. Und das funktioniert nun mal nicht.
Das gibt es bei einigen wenigen, ja, richtig. Und von „for free“ habe ich WO etwas gesagt? Nochmals: Es geht mir vor allem darum, wer am Ende die Kontrolle darüber hat, wofür er/sie schließlich auch bezahlt hat. Und das sind bei Non-PDF-Portalen nun mal nicht deren Konsumenten.

Und genau bei denen finde ich es völlig legitim, Umwege zu gehen.


Dass deine Aussage in diesem Zusammenhang völliger Quatsch ist, beweist ein einfacher Umstand: Wenn man mich schon dazu nötigt, manchmal etwas über Ama-Zonk zu bestellen, schlicht und einfach, weil es leider an lokalen Alternativen mangelt, dann kündige ich mein „Prime-Testabo“ direkt nach Lieferung ohne Inanspruchnahme der damit verbundenen Möglichkeiten, schlicht und einfach, weil ich dieses digitale Drückerkolonnen-Modell für abartig halte.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #192
Das gibt es bei einigen wenigen, ja, richtig. Und von „for free“ habe ich WO etwas gesagt? Nochmals: Es geht mir vor allem darum, wer am Ende die Kontrolle darüber hat, wofür er/sie schließlich auch bezahlt hat. Und das sind Non-PDF-Portalen nun mal nicht deren Konsumenten.

Und genau bei denen finde ich es völlig legitim, Umwege zu gehen.
Was spricht denn dagegen, dass du dir den Artikel kaufst und dann als PDF speicherst? Ein digitales Abo wäre auch eine Option. Also Lösungen gibt es wirklich jetzt schon mehr als genug. Ob man nun unbedingt Printerzeugnisse benötigt, ist Geschmacksache. Und auch dafür gibt es Optionen.
Dein Modell basiert bisher nur darauf, alle Mechanismen zur Refinanzierung journalistischer Arbeit, auszuhebeln. Und da gehe ich eben nicht mit. Wie wäre denn deiner Meinung nach ein solides Finanzierungsmodell aufgestellt? Also auch so, dass international unabhängige Berichterstattung machbar ist, Recherche möglich ist, und sich dann auch mal die ein oder andere Kolumne refinanziert?

Ich bin da ehrlich auf deine Lösungsvorschläge gespannt. Denn ich hab da echt keine Ideen mehr, nachdem der Consent (nach außen) Reichweite gekostet hat, das Damoklesschwert KI im Raum hängt, Anzeigen durch Blocker weggedrückt werden und nun auch noch Bezahlschranken (und damit auch Abos) abgeschafft werden sollen.
 
  • #193
Ich bin da ehrlich auf deine Lösungsvorschläge gespannt. Denn ich hab da echt keine Ideen mehr, nachdem der Consent (nach außen) Reichweite gekostet hat, das Damoklesschwert KI im Raum hängt, Anzeigen durch Blocker weggedrückt werden und nun auch noch Bezahlschranken (und damit auch Abos) abgeschafft werden sollen.
Dann solltest du mal meine Beiträge weiter oben diesbezüglich vielleicht genauer durchlesen, denn ich habe es dort bereits erwähnt oder eine mögliche Lösung, hätte man weitergedacht beim Ausrollen des ePA, skizziert.
Aber nur mal so ganz nebenbei: Habe ich das Problem geschaffen, dass ich jetzt für seine Lösung zuständig sein soll? Dann möge man mich ab heute bitte Zuse nennen.

Als PDF speichern? Du meinst die Option, die die meisten Browser, mit oder ohne Plugin, anbieten? Ja, warum hämmere ich mir eigentlich nicht vier abgesägte Baumstämme ans Auto? Die sind doch auch rund. Weil es aussieht, als hätte das jemand zusammengeschustert, wie es ein Printmedium niemals veröffentlichen würde?

Wow, was für eine Frage von jemandem, der auf Optik in seinen Videos Wert legt. Kannst du dann bitte demnächst für etwas mehr Unordnung auf dem Tisch in deinen Videos sorgen? Nein, das meine ich natürlich nicht ernst. Aber insbesondere deshalb finde ich die obige Fragestellung schon ziemlich merkwürdig.
 
  • #194
Dann solltest du mal meine Beiträge weiter oben diesbezüglich vielleicht genauer durchlesen, denn ich habe es dort bereits erwähnt oder eine mögliche Lösung, hätte man weitergedacht beim Ausrollen des ePA, skizziert.
Ich konnte da leider nichts finden, womit man journalistische Arbeit und Publizieren auf eine solide Finanzierungsgrundlage stellen könnte. Daher meine ernst gemeinte Frage. Dir scheint das ja en Anliegen zu sein, sonst würdest du dich hier vermutlich nicht so engagieren. Insofern hatte ich die Hoffnung, dass du das etwas weiter ausführst.
Aber nur mal so ganz nebenbei: Habe ich das Problem geschaffen, dass ich jetzt für seine Lösung zuständig sein soll? Dann möge man mich ab heute bitte Zuse nennen.
Zumindest würdest du mit der Umgehung der Bezahlschranke auch nicht gerade zu einer Lösung beitragen, wenn ich das mal vorsichtig formulieren darf. Denkst du, dass in den Redaktionen nicht auch Menschen sitzen, die sich grundsätzlich darüber Gedanken machen? Möglicherweise sind diese ganzen Hürden ja auch als Lösung gedacht, um sich überhaupt noch über Wasser halten zu können.

Als PDF speichern? Du meinst die Option, die die meisten Browser, mit oder ohne Plugin, anbieten? Ja, warum hämmere ich mir eigentlich nicht vier abgesägte Baumstämme ans Auto? Die sind doch auch rund. Weil es aussieht, als hätte das jemand zusammengeschustert, wie es ein Printmedium niemals veröffentlichen würde?
Viele Anbieter bieten einen direkten Download (epaper) an. Sehe da jetzt keinen großen Unterschied zu einer gesammelten Datenbank, wo man gerippte Artikel einstellt. Nur eben, dass man in einem Fall dann für die Arbeit dahinter bezahlt hat und dabei hilft, dass es das Magazin in ein paar Jahren noch gibt. Vielleicht habe ich deine Lösung aber auch nur falsch interpretiert.
 
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M.i.a.u.: Randow
  • #195
Du meinst die Option, die die meisten Browser, mit oder ohne Plugin, anbieten? Ja, warum hämmere ich mir eigentlich nicht vier abgesägte Baumstämme ans Auto? Die sind doch auch rund. Weil es aussieht, als hätte das jemand zusammengeschustert, wie es ein Printmedium niemals veröffentlichen würde?

Wow, was für eine Frage von jemandem, der auf Optik in seinen Videos Wert legt. Kannst du dann bitte demnächst für etwas mehr Unordnung auf dem Tisch in deinen Videos sorgen? Nein, das meine ich natürlich nicht ernst. Aber insbesondere deshalb finde ich die obige Fragestellung schon ziemlich merkwürdig.
Wenn du die Infos auch noch alle schick aufbereitet haben möchtest, bräuchtest du noch Layouter etc, was den Preis weiter in die Höhe treibt.

Mittelfristige Alternative: KI ersetzt journalistische Arbeit, Artikel werden gepromptet, durch KI aufbereitet, der Vertrieb erfolgt über digitale Großkonzerne (Meta, Open AI, Alphabet) und die Reichweite wird wird dann an den Meistbietenden verhökert. Eine absolute Dystopie für mich. Aber solange man nicht bereit ist, Journalismus und wissenschaftliche Arbeit auch als Investment in Demokratie und pluralistische Meinungsbildung zu sehen - und dafür auch in irgendeiner Form zu bezahlen - leider nicht mehr so weit entfernt.

Ich vermute stark, dass du das auch nicht möchtest - meiner Meinung nach wird man aber irgendeinen Preis bezahlen müssen. Und ich geb da lieber Geld oder sehe mir Anzeigen an. Es gab übrigens auch schon Initiativen, dass man Journalisten direkt über Abos bezahlt. Sozusagen eine Job-Flatrate, aber ohne Einfluss auf das Ergebnis oder die Themen. Vielleicht wäre das ja noch eine Option. Die Frage ist nur, ob sich das gesellschaftlich durchsetzt.
 
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M.i.a.u.: PhonicGate, deltaface und betadecay
  • #196
Ich konnte da leider nichts finden, womit man journalistische Arbeit und Publizieren auf eine solide Finanzierungsgrundlage stellen könnte. Daher meine ernst gemeinte Frage. Dir scheint das ja en Anliegen zu sein, sonst würdest du dich hier vermutlich nicht so engagieren. Insofern hatte ich die Hoffnung, dass du das etwas weiter ausführst.

https://www.sequencer.de/synthesizer/threads/paywalls-ueberall-die-monetarisierung-der-demokratie.166736/post-3032889

Zitat:

Es hätten ja auch im Zuge des digitalen Personalausweises Möglichkeiten geschaffen werden können, digitale Inhalte an eine pseudonymisierte ID zu koppeln, die man dann an X Personen (zum Beispiel Familie) weitergeben kann, so dass das ungefähr dem entspräche, was man mit herkömmlichen Medien auch tun kann. Solange das nicht so ist: Pech gehabt (0 Cent sind der absolut richtige Betrag).


Es wäre technisch möglich gewesen, da bin ich sicher. Genau die gleichen Prozesse laufen an anderen Stellen mittels asymmetrischen Public/Private-Key-Verfahren auch und funktionieren dort ja auch. ;)

Und glaube bitte nicht, dass ich das NOCH WEITER ausführe und irgendeinem Unternehmen somit eine kostenlose Lösung präsentiere. :lollo:

Zumindest würdest du mit der Umgehung der Bezahlschranke auch nicht gerade zu einer Lösung beitragen, wenn ich das mal vorsichtig formulieren darf. Denkst du, dass in den Redaktionen nicht auch Menschen sitzen, die sich grundsätzlich darüber Gedanken machen? Möglicherweise sind diese ganzen Hürden ja auch als Lösung gedacht, um sich überhaupt noch über Wasser halten zu können.

Die Lösung wird es national sowieso nicht geben, ich glaube, das sagte ich bereits an X Stellen. Das Internet ist global. Nationen sind lokal. Wird niemals ganz funktionieren, es sei denn, man möchte die Funktionalität des einstmaligen Internets noch mehr kaputtmachen, als es eh schon kaputt ist (Cloudflare, NextDNS, blahfasel). Ich möchte auch nichts umsonst, sondern einfach nur „frei von Gängelungen“, genauso wie bei jedem x-beliebigen Buch, derer Stapel bei mir nicht unerheblich ist, und die ich dann so lange lieber aufschlage, solange ich das Gefühl habe, dass die vorhandenen Systeme für den Nutzer mehr Nachteile als Vorteile bringen, und zwar Nachteile im Sinne von „Wir bezahlen zwar, gleichzeitig lassen wir uns aber noch von der Werbe-Mafia durchleuchten, wenn wir nicht X Maßnahmen innerhalb unserer Freizeit treffen, um genau dies unmöglich zu machen.“

Warum sollte ich an eine Mafia zahlen, die versucht, meine Daten und meine Zeit zu stehlen? Würde ein echter Mafiosi bei mir auftauchen, würde ich ihm schließlich auch eines mit dem Baseballschläger überbraten. Falsch: nicht EINS. Ich würde ihn kaputtprügeln. Digital ist das leider nur bedingt möglich, denn da kann sich die Mafia hinter Gesetzen und Technologien verstecken.

Viele Anbieter bieten einen direkten Download (epaper) an. Sehe da jetzt keinen großen Unterschied zu einer gesammelten Datenbank, wo man gerippte Artikel einstellt. Nur eben, dass man in einem Fall dann für die Arbeit dahinter bezahlt hat und dabei hilft, dass es das Magazin in ein paar Jahren noch gibt. Vielleicht habe ich deine Lösung aber auch nur falsch interpretiert.

Wo PDFs angeboten werden, habe ich auch null Probleme mit der Lösung, sagte ich schon.

Das sind dann genau die zwei Euro des Bürgergeldsatzes, die einigen Menschen zugestanden werden, die diese dann auch ausgeben können für „Bildung“. :lollo: Damit das nicht missverstanden wird: Mir geht es vor allem um Gleichheit und damit ein Zurück in die Mitte. Das bedeutet aber auch: Die unteren Schichten müssen wieder in die Mitte. 2 Euro Bildung im Monat sind vielleicht für Menschen mit einem IQ unter 70 viel, für alle anderen wohl eher nicht. Aber ich möchte das nicht zu lang werden lassen. Irgendwann kommt dazu noch etwas Längeres, in welcher Form auch immer (allerdings logischerweise nicht hier).
 
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  • #197
Die normale Tageszeitung hat auch Geld gekostet. Allerdings musste man kein Abo abschliessen um einen bestimmten Artikel zu lesen, es hat gereicht einfach die entsprechende Zeitung an diesem Tag zu kaufen. Oder das entsprechende Journal.
Artikel nur über ein Abo lesen zu können ist eine neue Entwicklung die ich nicht unterstütze.

Ich bin aber definitiv für ein System, in dem ein Artikel hinter einer Paywall von, sagen wir, 10 Cent über paypal? zugänglich ist. Nur dieser Artikel. Und kein Clikcbaiting., sondern eine Schlagzeile in der auch steht was in dem Artikel dann ausgeführt wird.
Wenn ich dann tatsächlich wissen will was dort steht, sind 10 cent denke ich eine wirklich niedrige Hürde. Ob das dann über paypal geht oder grundsätzlich einen eigenen dienst der sowas kann... egal. Sicher muss es halt sein, aber nicht zu kompliziert.
 
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  • Gute Idee
M.i.a.u.: PhonicGate, Scenturio und betadecay
  • #198
https://www.sequencer.de/synthesizer/threads/paywalls-ueberall-die-monetarisierung-der-demokratie.166736/post-3032889

Zitat:

Es hätten ja auch im Zuge des digitalen Personalausweises Möglichkeiten geschaffen werden können, digitale Inhalte an eine pseudonymisierte ID zu koppeln, die man dann an X Personen (zum Beispiel Familie) weitergeben kann, so dass das ungefähr dem entspräche, was man mit herkömmlichen Medien auch tun kann. Solange das nicht so ist: Pech gehabt (0 Cent sind der absolut richtige Betrag).


Es wäre technisch möglich gewesen, da bin ich sicher. Genau die gleichen Prozesse laufen an anderen Stellen mittels asymmetrischen Public/Private-Key-Verfahren auch und funktionieren dort ja auch. ;)
An sich finde ich die Idee ja spanned.
Mal ein Gedankenexperiment: Da draußen gibt es jetzt schon etliche Leute, die sich etwas zusammenschwurbeln, wenn ein Cookie gesetzt wird (auch die müssen jetzt schon anonymisiert sein). Denkst du, das würde sich verbessern, wenn man einen digitalen Ausweis hergibt, nur um einen Artikel lesen zu können? Selbst wenn der ebenfalls anonymisiert wäre - das wäre selbst für mich schon zu übergriffig. Und ich bin da eher entspannt.
Setzt man die Hürden also noch weiter herauf, wird es noch weniger Leute geben, die bereit sind, Geld für etwas auszugeben. Im übrigen wurde auch die Weitergabe schon seit Jahren eingepreist. Läuft unter dem Namen TKP und wurde in der Vermarktung dann teilweise noch mit Hochrechnungen angepasst (so sagte man mal, eine Bild ginge durch mindestens 3 Personen). Das Geld hat man sich im Print dann aber über Anzeigen etc. wieder reingeholt.
Und glaube bitte nicht, dass ich das NOCH WEITER ausführe und irgendeinem Unternehmen somit eine kostenlose Lösung präsentiere. :lollo:
Ne, keine Angst.

Die Lösung wird es national sowieso nicht geben, ich glaube, das sagte ich bereits an X Stellen. Das Internet ist global. Nationen sind lokal. Wird niemals ganz funktionieren, es sei denn, man möchte die Funktionalität des einstmaligen Internets noch mehr kaputtmachen, als es eh schon kaputt ist (Cloudflare, NextDNS, blahfasel). Ich möchte auch nichts umsonst, sondern einfach nur „frei von Gängelungen“, genauso wie bei jedem x-beliebigen Buch, derer Stapel bei mir nicht unerheblich ist, und die ich dann so lange lieber aufschlage, solange ich das Gefühl habe, dass die vorhandenen Systeme für den Nutzer mehr Nachteile als Vorteile bringen, und zwar Nachteile im Sinne von „Wir bezahlen zwar, gleichzeitig lassen wir uns aber noch von der Werbe-Mafia durchleuchten, wenn wir nicht X Maßnahmen innerhalb unserer Freizeit treffen, um genau dies unmöglich zu machen.“
Ging das an mich? Ob national oder international ist eigentlich egal. Ändert nichts daran, dass es wenig Leute gibt, die sich den Luxus leisten können, umsonst zu arbeiten.
Warum sollte ich an eine Mafia zahlen, die versucht, meine Daten und meine Zeit zu stehlen? Würde ein echter Mafiosi bei mir auftauchen, würde ich ihm schließlich auch eines mit dem Baseballschläger überbraten. Falsch: nicht EINS. Ich würde ihn kaputtprügeln. Digital ist das leider nur bedingt möglich, denn da kann sich die Mafia hinter Gesetzen und Technologien verstecken.
Jetzt schon die Mafia und Baseballschläger? Reden wir noch vom gleichen Thema? Oder hast du eventuell ein anderes Thema, über das du eigentlich sprechen möchtest? Dann wäre ich hier wahrscheinlich falsch. Ich kann nur zum Thema Medienwirtschaft und Journalismus ein wenig beitragen und mache das auch gerne.
Wo PDFs angeboten werden, habe ich auch null Probleme mit der Lösung, sagte ich schon.

Das sind dann genau die zwei Euro des Bürgergeldsatzes, die einigen Menschen zugestanden werden, die diese dann auch ausgeben können für „Bildung“. :lollo: Damit das nicht missverstanden wird: Mir geht es vor allem um Gleichheit und damit ein Zurück in die Mitte. Das bedeutet aber auch: Die unteren Schichten müssen wieder in die Mitte. 2 Euro Bildung im Monat sind vielleicht für Menschen mit einem IQ unter 70 viel, für alle anderen wohl eher nicht. Aber ich möchte das nicht zu lang werden lassen. Irgendwann kommt dazu noch etwas Längeres, in welcher Form auch immer (allerdings logischerweise nicht hier).
Freie Bildung für alle ohne Mittel. Das unterstreiche ich sofort.
Allerdings war es auch noch nie so einfach, kostenlos an Bildung zu kommen und sich zu informieren. Es gibt etliche Bibliotheken (wo häufig auch Tageszeitungen ausliegen), etliche kostenlose Paper usw. Also mangelndes Geld ist in westlichen Gesellschaften heute echt kaum einen Grund dafür, sich nicht zu informieren. Eher Zeit und die prekären Umstände, dass man u.U. keinen Zugang zu Öffis hat um zur Bibliothek zu kommen, oder im schlimmsten Fall auch kein Internet hat. Das dürften aber eher Ausnahmen sein.
 
  • #199
Die normale Tageszeitung hat auch Geld gekostet. Allerdings musste man kein Abo abschliessen um einen bestimmten Artikel zu lesen, es hat gereicht einfach die entsprechende Zeitung an diesem Tag zu kaufen. Oder das entsprechende Journal.
Artikel nur über ein Abo lesen zu können ist eine neue Entwicklung die ich nicht unterstütze.

Ich bin aber definitiv für ein System, in dem ein Artikel hinter einer Paywall von, sagen wir, 10 Cent über paypal? zugänglich ist. Nur dieser Artikel. Und kein Clikcbaiting., sondern eine Schlagzeile in der auch steht was in dem Artikel dann ausgeführt wird.
Wenn ich dann tatsächlich wissen will was dort steht, sind 10 cent denke ich eine wirklich niedrige Hürde. Ob das dann über paypal geht oder grundsätzlich einen eigenen dienst der sowas kann... egal. Sicher muss es halt sein, aber nicht zu kompliziert.
Das Problem ist doch, dass bei den Online Bezahlvorgängen immer ein Bezahldienst dazwischen hängt, der auch was vom Kuchen abhaben will. Wenn Du einen Artikel für 10 Cent kaufst, kommen ja nicht 10 Cent bei der Zeitschrift an. Bzw. die Kosten können so hoch sein, dass beim Empfänger gar nichts ankommt, weil die ganze Kohle für die Transaktion drauf geht. Daher lohnen sich einzelne Artikel für eine Zeitschrift nicht.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: PhonicGate und Randow
  • #200
Habe gerade mal geguckt, was so ein Online-Abo kostet:

FAZ (gerade im Angebot):

1764524946165.webp

Spiegel:

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Ist weniger als ein Döner oder eine Schachtel Zigaretten. Aber scheinbar zu viel für den einen oder anderen hier. Wie gesagt, ist digital und sollte daher auch nichts kosten. ;-) Dann wundert Euch aber auch nicht, warum niemand Geld für Eure Musik ausgeben möchte. Die ist nämlich auch nichts wert.
 
  • Zustimmung
M.i.a.u.: Würze
  • #201
naja - das ist grundsätzlich günstig, wenn man auch sonst Artikel des jeweiligen Mediums lesen wollte. Aber ich kann verstehen, dass jemand, den wirklich nur ein einzelner Artikel interessiert (das kann ja auch mal in einer Zeitung der Fall sein, die man sonst eher nicht goutiert), nicht bereit ist, deswegen ein Abo abzuschließen.

Anderes Thema, aber mich nervt es auch, für die paar Serien und Filme, die mir gefallen, bei 4-5 Streamern ein (deutlich teureres) Abo abschließen zu müssen. Werde das auch deutlich reduzieren.
 
  • #202
Nein, Du wirst zu gar nichts gezwungen.

Doch. Wenn mit technischen Mitteln profiliert wird und ich Zeit dafür aufzuwenden habe, damit das nicht passiert, dann werde ich dazu gezwungen, eben genau damit meine Zeit zu verbringen. Glücklicherweise bin ich in der Lage, so etwas zu tun, viele andere sind es nicht. Und trotzdem ist und bleibt es ein Zwang, denn ich könnte und würde sehr gerne meine Zeit anderweitig verwenden und mich trotzdem digital frei bewegen können, ohne das Profile irgendwelcher Art erstellt werden.

Langfristig wird sich daher eine Parallelkultur bilden bei Menschen mit dem entsprechenden technischen Wissen. Nur werden damit dann diejenigen, die daran verdienen wollten, auch einen Schaden erlitten haben.

Es ist noch nicht allzu lange her (1983 und 1987), da gab es noch Proteste wegen einer Volkszählung. Inzwischen wird digital jeder erfasst und der einzige Weg erscheint, „digitale Enthaltsamkeit“, zu sein. Nur schließt man sich mit einem solchen Verhalten auch automatisch von vielen Möglichkeiten aus.

Die Branche schießt sich selbst ins Knie.
 
  • #203
Niemand zwingt Dich, Nachrichten online zu lesen. Es ist ganz alleine Deine Entscheidung, daran teilhaben zu wollen. Die Bedingungen stellt immer noch derjenige auf, der die Dienstleistung oder Ware anbietet.
 
  • #204
Mal ein Gedankenexperiment: Da draußen gibt es jetzt schon etliche Leute, die sich etwas zusammenschwurbeln, wenn ein Cookie gesetzt wird (auch die müssen jetzt schon anonymisiert sein). Denkst du, das würde sich verbessern, wenn man einen digitalen Ausweis hergibt, nur um einen Artikel lesen zu können? Selbst wenn der ebenfalls anonymisiert wäre - das wäre selbst für mich schon zu übergriffig. Und ich bin da eher entspannt.

Es gibt ja inzwischen weit mehr als nur Cookies, daher der Stein des Anstoßes? Und auch da hat niemand vorher gefragt, bis die Mafia in die Schranken verwiesen wurde. Und das geht noch nicht mal ansatzweise weit genug. Denn diese „Industrie“ schafft genauso viel echten Mehrwert, wie es eine Mafia von vor 100 Jahren getan hat, die Nutten verkauft hat.

Anonymisierung und Transparenz in der Aufklärung könnten ein möglicher Weg sein. Es den Menschen verständlich machen, warum Dinge tatsächlich zu 99,9 Prozent anonym sind. Also im Grunde genauso anonym wie das Wohnzimmerfenster, durch das auch mal jemand hereinsehen kann. Das würde sicherlich schon ausreichen.

Viel Spaß beim Gewinnen von Erkenntnissen:

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Und ja, die Werbemafia ist eine Mafia. Ich werde das auch nicht weiter erläutern, das haben schon genug Menschen vor mir getan, es gibt dutzende Bücher darüber.
 
  • #205
Es gibt ja inzwischen weit mehr als nur Cookies, daher der Stein des Anstoßes? Und auch da hat niemand vorher gefragt, bis die Mafia in die Schranken verwiesen wurde. Und das geht noch nicht mal ansatzweise weit genug. Denn diese „Industrie“ schafft genauso viel echten Mehrwert, wie es eine Mafia von vor 100 Jahren getan hat, die Nutten verkauft hat.

Anonymisierung und Transparenz in der Aufklärung könnten ein möglicher Weg sein. Es den Menschen verständlich machen, warum Dinge tatsächlich zu 99,9 Prozent anonym sind. Also im Grunde genauso anonym wie das Wohnzimmerfenster, durch das auch mal jemand hereinsehen kann. Das würde sicherlich schon ausreichen.

Viel Spaß beim Gewinnen von Erkenntnissen:

Anhang anzeigen 271318Anhang anzeigen 271319Anhang anzeigen 271320

Und ja, die Werbemafia ist eine Mafia. Ich werde das auch nicht weiter erläutern, das haben schon genug Menschen vor mir getan, es gibt dutzende Bücher darüber.
been there, done that und steige jetzt aus :). Hab noch eine angenehme Diskussion.
 
  • #206
Ging das an mich? Ob national oder international ist eigentlich egal. Ändert nichts daran, dass es wenig Leute gibt, die sich den Luxus leisten können, umsonst zu arbeiten.

Und wie möchtest du die Leute in (beispielhaft)

  • Sri Lanka
  • Indonesien
  • Russland
  • Japan
  • Nepal
  • Schweiz

davon überzeugen, dass sie sich bitte möglichst an die hiesigen Gesetze und Gepflogenheiten zu halten haben, wenn sie eine deutsche Website besuchen?

Solange es ein Internet und gleichzeitig nationale Grenzen gibt, besteht da ein Widerspruch. Denn die Arbeit des einen kann sich insbesondere im digitalen Raum ganz schnell durch Akteure einer anderen Nation jenseits des legislativen Armes einer Nation in Nichts auflösen. Das war damit gemeint. ;) Das nur zum Abschluss.
 
  • #207
Ihr könntet versuchen nicht alles auf den letzten Knochen zu besprechen - ggf. auch mal auf das mögliche, ideale…
Also - lese ich hier so raus, dass man das versucht - vielleicht gibt es zumindest eine idealisierte Form, wie man das besser machte. Bringt nichts sonst alles tot zu schlagen. Dies soll konstruktiv anregen, weil Lösungen für viele könnten dann leichter sein - mal zu entwickeln.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #208
Realistisch? Die Realität ist seit mindestens 2 Jahrzehnten da. Durch das Aufkommen des Internets, durch die Monopole (aus dem Ausland wohlgemerkt), die auch hierzulande bedient werden, die die finanziellen Mittel aber zu großen Teilen ins Ausland fließen lassen, durch die Automatisierungen, bei denen wir auch in diesem Land auch nicht gerade an vorderster Front liegen (Welche KIs hat Europa? Welche nennenswerten Suchmaschinen, die man auch kennt (OK, ich kenne einige, aber die 99 Prozent der Leute da draußen vermutlich nicht)? Welche Betriebssysteme hat Europa? (Linux!!! Aber wollen die meisten nicht, obwohl es Unabhängigkeit von zumindest A+M bringen würde.) Welche Chipfabriken hat Europa? Das sind alles Ausgaben für die Unternehmen hier, die Gewinne bleiben woanders. (Das gilt natürlich nicht für die ganz großen finanziellen Player, das ist klar.)

Die Paywalls sind lediglich ein Symptom. Das Symptom wird sich nicht durch Texte wegreden lassen. Und auch nicht durch Gegen-Gängelungen. Großkonzerne erpressen und gängeln Unternehmen, die kleineren Unternehmen gängeln weiter nach unten? LOL.

Extremst-Lösung: Abschalten des Netzes und die meisten Probleme verschwinden. Ich weiß, die ist nicht ganz praktikabel. Aber wenn ich als Einzelperson die Lösung für 100 Millionen Leute hätte, würde ich die wohl kaum in einem Nerdforum für Synthesizer posten, wo sie vermutlich nie jemand erblickt, der sie auch „zur Marktreife“ bringen kann? Nichts gegen die Leute hier, nur ist das ja nicht gerade das Hauptthema dieses Forums, wie ja immer wieder betont wird.

Und dann ist da ja noch die Frage, was diejingen machen, die es eigentlich besser wissen müssten (sie ePa), sich aber in Formalien verstricken (Ich hatte mal ein Gespräch in der Bundesdruckerei. Dort war man der Meinung, UML sei supernotwendig. Hat aber nicht für ein gute Funktionalität beim ePa gesorgt. Schade.
 

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