Reaktor: Key-Quantizer-Modul wie beim Nord Modular?

Dieses Thema im Forum "Softsynth" wurde erstellt von Steril, 1. Juni 2006.

  1. Steril

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    Ich schwanke ja immer noch zwischen Reaktor und einem Nord-Modular G2 (Engine). Bei Reaktor ist der Vorteil die Einbindung per VST und die Möglichkeit der Sample-Benutzung, der Nord Modular sagt mir dagegen von der Oberfläche (Editor) deutlich mehr zu. Beim Rumexperimentieren mit der G2-Demoversion hab ich gemerkt, dass ich viel mit der Kombination Note-Sequenzer (mit Random) und dahintergeschaltetem Keyquantizer (ein Modul, bei dem man auf einer Oktave bestimmte Noten auswählen kann und nicht passende Noten werden auf die nächsthöhere/tiefere passende Note "quantisiert") gearbeitet habe; gerade in Verbindung mit Random/Mutator kamen da teilweise sehr interessante, aber trotzdem musikalisch verwertbare Ergebnisse raus.

    Ist das auch in Reaktor machbar (ohne in die tiefsten Core-Cells vorzudringen)? Oder besser noch, hat das schon mal jemand gemacht, gibt es ein entsprechendes Modul?


    Achso, falls jemand ein anderes VST-PlugIn oder Midi-PlugIn für Cubase kennt, dass das kann, würde mich das auch interessieren. Hab bisher nur das hier gefunden: ;-) http://www.museresearch.com/kvr/i/b/myf ... uencer.jpg
     
  2. therotisch ist bei reaktor alles möglich, weiss aber nicht obs da jetzt fertige ensembles gibt, die das machen was du brauchst.
    bei deiner entscheidung würd ich eher nach dem sound generell gehen. reaktor klingt bei konventioneller -etwa subtraktiver- synthese nicht so gut wie der nord find ich, die stärken von reaktor liegen dafür bei den schrägeren und experimentelleren syntheseformen, auch mit samples kann man viele lustige sachen in reaktor machen.
     
  3. Steril

    Steril aktiviert

    Also, Sound hab ich erstmal extra rausgelassen (wobei ich diesbzgl. klar in Richtung Nord Modular tendiere).

    Mir geht es zunächst primär um die Sequenceranwendung, MIDI-Out können sie ja beide, so dass ich soundmäßig nicht festgelegt bin. Reaktor hat halt den Vorteil der VST-Anbindung = samplegenaues Timing, keine Verkabelung etc.
     
  4. Moogulator

    Moogulator Admin

    in reaktor geht eigentlich alles ,was im g2 geht, nur sind meist etwas mehr bedienschritte nötig.. die library ist dabei wirklich saugroß.. auf der NI site!!
    da sind einige teile dabei.. meist aber mit tonerzeugung,, kannste ja auseinandernehmen und neu zusammensetzen mit deinem ENS..

    die hardware im g2 unterstützt natürlich den <a href="https://www.sequencer.de/specials/sequencer.html">Sequencer</a> sehr gut.. das muss man in reaktor mit irgendeinem controller basteln, da ist ds "lauflicht", dann leider nur aufm screen..
     
  5. Steril

    Steril aktiviert

    Wenn bei mir finanziell die "große" Version des G2 drinwäre, dann bräuchte ich natürlich nicht weiter zu überlegen, da wären die Vorteile klar auf der Hand...

    Bei mir würde aber lediglich die Engine im gesteckten Finanzrahmen bleiben.
     
  6. sowas ähnliches gibts.... welche reaktorversion hast du ?
    schau doch mal in der macrobibliothek nach - unter
    :arrow: PITCH,GATE,EVENT / PROCESSING / NOTESCALE,MICROTUNE ....SCALE... müsste was passendes dabei sein
     
  7. Steril

    Steril aktiviert

    Ich hab die Demoversion (5.0.irgendwas), da ich wie geagt noch schwanke zwischen Reaktor und NM.

    Meinst Du in der beigefügten Bibliothek (da find ich nix entsprechendes) oder als Download auf der NI-Page? An Letzteres komme ich als Demo-User glaub ich nicht ran...
     
  8. Wenn es um die schnelle Programmierung geht, würd ich den Nord klar bevorzugen.

    Was die Einbindung von Samples betrifft, so ist das natürlich nur bei Reaktor möglich, Stichwort: Granularsynthese.

    Wenn du Live untewegs bist, stellt sich vielleicht auch die Frage nach Notebook vs. Rack Engine. Ich würd nie in Clubatmosphäre mit einem Notebook unterwegs sein wollen.

    Ich mach 95% mit dem Nord G2, für den Rest nehm ich meine Analogen oder Reaktor für Granulariges. Find das Konzept unschlagbar, kenn es aber auch schon seit sieben Jahren.
     
  9. ich hab die vollversion seit reaktor 2.x - da ist auch die macrobibliothek dabei. für NM kann ich derzeit nicht sprechen, weil ich es nicht habe....,


    ..... :roll:
     
  10. Moogulator

    Moogulator Admin

    dann geht die steuerung ein bisschen flöten, aber es geht auch..
    aber klanglich kann reaktor insgesamt mehr.. der NM hat ein paar einschränkungen, ist aber auch deutlich billiger zu haben.. der dickste unterschied ist die verarbeitung von samples und der g2 hat natürlich auch mehr, was für ihn spricht.. zB FX.. und FX mit Sequencer steuerbar ist eine mächtige sache..
     
  11. Steril

    Steril aktiviert

    Also, der alte NM kommt für mich nicht in Frage, dafür hat der G2 zuviel Verbesserungen, wie halt Delay, einfacher Modulaustausch und insb. Midi-Module. Zudem hatte ich mit dem "Alten" immer wieder Probleme wg. der Midi-Anbindungmit dem Editor, ist beim Neuen ja glücklicherweise über USB!

    Perfekt wäre für mich der Nord Modular als VST-PlugIn, gerne auch mit DSP-Karte. Es gab da ja mal Gerüchte, aber ist wohl nix draus geworden... :? Vielleicht kommt ja wenigstens die Sample-Möglichkeit noch, schließlich hat der G2 ja RAM-Speicher!
     
  12. Steril

    Steril aktiviert

    So, hab es jetzt auch gefunden. Ist im Prinzip das, was ich gesucht habe, danke! Nur Reaktor-typisch mal wieder etwas komplizierter als beim Nordmodular, der aus meiner Sicht einfach intuitiver ist...
     
  13. herw

    herw -

    sorry aber ich muss mal einen Dämpfer setzen; ich habe mir mal das Demo vom Nord geladen und war maßlos enttäuscht vom Klang. Der reicht nicht annähernd an REAKTOR heran.
    Es ist natürlich verführerisch, alle Module wie bei einem Hardwaresystem zur Verfügung zu haben, doch muss der Klang mithalten. Mit Reaktor kann man letztendlich viel mehr anfangen, allerdings ich muss zugeben mit einer gehörigen Portion Eigeninitiative.
    ciao herw
     
  14. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Du meinst die "Dithernoise" in den Hoehen, die hoert man bei der HW nicht...
     
  15. herw

    herw -

    nein, ich meine prinzipiell ist mir der Klang zu dünn und technisch.
     
  16. Jörg

    Jörg |

    Mit dem Ding hat sich Clavia ein ganz schönes Ei ins Nest gelegt, die Demo klingt einfach nur besch... eiden. Die Hardware hatte beim Antesten im Laden bei mir einen anderen Eindruck hinterlassen. Ok, den Clavia-Sound muss man auch mögen. ;-)
     
  17. Meiner Meinung nach ähnelt der Grundcharakter des G2 der Roland-Juno-Serie.

    Ich dürfte mich jetzt gerne auslachen ;-)
     
  18. Jörg

    Jörg |

  19. Alex

    Alex -

    Dünn und technisch trifft's ganz gut, wobei das nicht mit schlecht zu verwechseln ist. Die Nords machen keinerlei Exciter-Swirl, aber dafür klingt's eben auch nicht "gewaltig" oder richtig druckvoll.

    Was Bässe angeht liegt jeder Nord meiner Meinung nach vor den Viren, um mal die VAs gegeneinander zu werten. Besser kenne ich den Virus A und den Nord Modular.

    Und außerdem macht ein Nord Modular einfach Spaß...
     
  20. ich hab ja mal das DREHMASCHINE.ens gebastelt, da kannste mit ner doepfer-drehbank einen 4x16/2x32/1x64 knopf-Sequenzierer fahren....
    nur: die macros sind nicht grade *verständlich*, weil in reaktor3&4 einige schräge kunstgriffe nötig sind....
    das lauflicht bildet bei mir dann eine electribe ab, das lässt sich natürlich auch anders umsetzen - zb mit den doepfer-oem

    die entwicklung des DIY 64fach-universalcontroller/Sequencer mit incrementalgebern -der ja speziell für reaktor gedacht ist- ist leider immer noch ein offenes projekt. ich komme zeitlich leider nicht dazu, das mal fertig zu machen
     
  21. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Mich erinnert's mehr an den Jupiter...
     
  22. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    So geht's mir bei Reaktor, hab' aber nur die 4rer Version und es wird besser wenn ich die Samplingrate hochtreibe...
     
  23. ich würde den klang nicht unbedingt als dünn/technisch bezeichnen. vieles hängt davon ab, wie man seine ensembles konstruiert. zb. auf einer 16bit-cd mit 44.1khz klingt ein moog ja immer noch als moog - am digitalen kanns also nicht liegen. die samplingrate hochschrauben ist eine lösungsmöglichkeit, aber mehr als das endmedium hergibt, ist klanglich nicht nimmer sinnvoll. reaktor ist diesbezüglich eigentlich sehr exakt und es ist sicher auch aufwendig, das sterile element rauszunehmen. wenn man das audio zb durch einen saturator oder entsprechend eine lookup-audiotable mit entsprechender kennlinie schickt, kann man vieles verändern. in vielen ensembles wird versucht, etwas zu simulieren, aber trotzdem fehlen da gewisse ungenaugkeiten. wenn man genug cpu-power hat, kann man mal versuchen, noise in die signal- & steuerwege einzuspeisen. für mich liegt das problem nicht in dünn/technisch, sondern in der gefahr, das man in der ensemble-bastelei zu schnell das eigentliche musikmachen vergisst und nur noch in klickorgien reinhört und sich an etwas satthört, was man eigentlich garnicht haben will
     

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