Roland Jupiter 6 - Crossmodulation -> FilterFM

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von fanwander, 9. Mai 2009.

  1. Hallo,

    ich hatte letzthin einen Jupiter-6 unter den Fingern (http://fa.utfs.org/diy/rolandjp6/restoration/) und bei der Gelegenheit hab ich überlegt, aus der Crossmodulation eine Filter-Audiomodulation zu machen. Beschreibung gibts hier: http://fa.utfs.org/diy/rolandjp6/.

    Leider musste der Kunde den JP6 wieder mitnehmen, bevor ich die Modifikation ausprobieren konnte. Hätte jemand von Euch Lust das mal auszuprobieren? Im Solo-Mode reicht es sogar erst mal nur eine Stimme zu ändern.

    Gruss, Florian
     
  2. Guest

    Guest Guest

    Die LFO toggle switch und Rate modifikationen find ich auch fein. vorallem optisch gut umgesetzt. ich hab da bilder von ganz schlimmen switches gesehen.
    hab ich das richtig verstanden, dass man mit dem switch jetzt zwischen 3 verschiedenen rate bereichen wählen kann und mit dem poti die feineinstellung macht? oder wie funktioniert das genau?

    zu xmod und fm.

    ich find ja die crossmod schon sehr nett und ich find auch dass sie sie sich auch durchaus musikalisch einsetzen lässt. aber ja: metallisch percussiv geht natürlich am besten...

    gäbs da auch die möglichkeit beides zu behalten und per switch zwischen FM oder xmod umschalten zu können?
     
  3. Ja. Der rechte Schalter schaltet einfach zwischen drei Kondensatorwerten für den Osizllator um. Allerdings haben wir nachträglich festgestellt, dass Frequenzen höher ca 400Hz nicht mehr am Filter ankommen (und somit die höchste Frequenzstufe wirkungslos ist. Am Voice Board gibt es nämlich einen CMOS-Schalter, der die Modulation kurzfristig abschaltet, und wohl dadurch filtert (s. Nyquist Theorem). Ich vermute, dass der Schalter eigentlich dafür gedacht ist, beim Autotune die Modulation wegzunehmen, aber irgendwie im Normalbetrieb fehlerhafterweise kurzfristig auch zu macht. Ein Dämpfungskondensator am CV-mischer des Filters sorgt dafür, dass man das nicht merkt.

    Im Moment ist der JP unterwegs, aber wenn wir wieder Zeit haben, dann wollte ich mal testen, den Switch zu brücken.

    Klar, braucht nur einen Schalter, einen PullUp-Widerstand und zwei CD4066, die zwischen den beiden Modulationszielen umschalten. Das wäre dann halt nicht programmierbar. Alternativ könnte man einen der beide Hardsync-Schalter dafür missbrauchen, denn die beidseitige Hardsync hat nur einen sehr begrenzten Nutzen.

    Gruss,
    Florian[/quote]
     
  4. Wow, respekt für das auslöten aller potis und schieber in 70 minuten und dass noch ohne schäden zu hinterlassen. Ich hab mir schon fast die zähne ausgebissen am herauslöten von potis, du musst da ja ne super technik haben!
     
  5. Moogulator

    Moogulator Admin

    Boar, wie geil ist denn das? Ich würds mir schaltbar machen, aber das wäre echt was für meinereiner, da ich den Jp6 echt lieb hab. Und Filter FM sowieso.

    Wenn ich wieder Servicewochen mache, werd ich das wohl mal angehen..
    Aber lieber gleich "richtig" mit Schalter. Da muss ich wohl sonen Mehrkontaktschalter irgendwo reinpfuschen, ne Idee wo man das möglichst elegant machen kann? Ich meine, ohne zu viel zu bohren oder so, würde ihn ja gern so gut wie möglich "so lassen". Und ich würde schon die bisherige Xmod auch haben können, damit kann man coole Sounds bauen. Am besten:

    1) Xmod
    2) Filter FM
    3) Beides.

    Meinste, 3) geht ohne Puffer und so?
     
  6. Das Wichtige fürs Auslöten ist eine gute(!) Entlötpumpe (meine hat zu D-MarkZeiten fast 30 Mark gekostet) und, dass man das Lötzinn erst wirklich komplett heiss bekommen hat, bevor man die Entlötpumpe abdrückt. Ausserdem drücke ich die Pumpe ziemlich hart auf die Lötstelle, dass sie mir durch den "Rückschlag" nicht wegrutschen kann.

    Ausserdem muss man nicht glauben, dass man wirklich alles 100% freilegen muss. 95% reichen auch. Sobald man das Teil so frei hat, dass man es an einer Seite bewegen kann, brechen die übrigen minimalen Lötzinnbrücken weg. Kuck dir nochmal die Fotos von dem Poti-entlöten an. Das wichtige ist wirklich der Schritt, wo die Gehäusebefestigung eigentlich noch am Lot dranhängt, aber die Hauptsache des Zinns schon weg ist. Da drücke ich die Anschlussfahne des Potis von der Lötzinnseite weg ohne(!) dass ich das Zinn heiss mache; und erst wenn dieser Druck auf der Lötfahne ist, dann mache ich den Lötpunkt kurz heiss: dann reisst es die Lötfahne sofort vom Zinn weg - und schon ist das komplette Poti frei.

    Florian
     
  7. Also ich würds mit CMOS-Schaltern machen. Dann kannst'e einfach so einen drei Positionsschalter nehmen. Ob man bei Variante 3 einen Puffer braucht, kann ich aus dem Handgelenk nicht beurteilen. Muss man ausprobieren; allerdings glaube ich, dass man bei Crossmod von der Filter FM klanglich eh nicht viel mitbekommt.

    Was mir übrigens erst beim genauen Studium des Schaltplans aufgefallen ist, dass Roland nicht(!) die Standard-Hardsync des CEM3340 Triangle-Core benutzt, sondern eine externe Hardsync aufbaut (das Transistorgewurle rechts von den 3340), die wie eine Saw-Core Hardsync arbeitet.

    Florian
     
  8. altes thema aber ...: hast du die modifikation gemacht?
     

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