Schaltungserkläung

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von Ouhlie, 1. November 2005.

  1. Ouhlie

    Ouhlie Tach

    Hallo!

    Weiß jemand zufällig wo ich ne Schaltungsbeschreibung für den Simplesizer her bekomme? Zumindest irgendwie ne kleine hilfe wie man sich das selber gut erklären kann.

    Wäre echt super...! :D
     
  2. hallo,

    :hallo:

    ich weiss nicht, ob du das mit schalt


    hallo,

    :hallo:

    ich weiss nicht, ob du das mit schaltungsbeschreibung meinst, aber hier findest du die schaltpläne:
    www.Sequencer.de/forumsynth/simplesynth ... izer7.html
    und hier das platinenlayout:
    www.Sequencer.de/forumsynth/simplesynth ... izer6.html

    hoffe, dass dir das hilft - mehr gibts glaub ich nicht, den rest musst du dir selbst erarbeiten (hier im forum findest du viele hinweise (ich hab hier schon alles mögliche gelernt) und hier darfst du dann auch fragen :roll: )

    grüsse c.chaos
     
  3. C0r€

    C0r€ Tach

    Alles erkl

    Alles erklären, da könnte man bücher damit füllen. Für manche leute ist ja ein einfacher passiver (nicht komplexer) Spannungteiler schon schwer zu verstehen. Daher kommt es auch ganz drauf wo man ansetzt.
    Einfach fragen stellen wenn was unklar ist.
    Ansonsten gibts bücher die sich einzelnen Themen im Detail widmen.
     
  4. falls du b

    falls du bücher suchst - mir wurde hier im forum folgender tip gegeben, der für totalanfänger wie mich sehr gut war:
    elektronik - gar nicht schwer (aus dem elektor-verlag). der hilfreiche band ist buch5: experimente mit operationsverstärkern und wenn dafür wissen fehlt, dann noch buch1: gleichstrom und buch2: wechselstrom

    hat mir echt geholfen(ich vertshe aber trotzdem nur einen geringen teil des simplesizers - aber ein anfang)

    grüsse c.chaos
     
  5. Ouhlie

    Ouhlie Tach

    Jo, VielenDank erst mal!

    Hab selber auch ein paar B


    Jo, VielenDank erst mal!

    Hab selber auch ein paar Bücher (Elektor 300Oszillatoren noch n paar zum Thema Elektronik Grundlagen), werd die erst mal zur rate ziehen und wenn ich fragen hab, dann werd ich sie hier stellen.... :arbeiten:

    :arbeiten:
     
  6. Ouhlie

    Ouhlie Tach

    So, hab dann doch nochma die ein oder andere Frage:

    In dem Schaltplan vom VCO:
    Ist das CA3046 nichts anderes als ein paar NPN Transistoren?
    Das TL074 wo am nicht invertierenden eingang High Scale anliegt, ist doch ein einfacher Spannungsfolger oder?

    So hoffe ihr könnt mir weiterhelfen...
     
  7. Ouhlie

    Ouhlie Tach

    VCO1

    SO, also ich denke das läuft so:
    der 10nF Kondensator lädt sich auf bis 2N3906 durchschaltet, dann entlädt sich der 10nF wieder usw.... Das ergibt dann die Sägezahnspannung
    So, wird jetzt das Coarse poti genutzt um die Frequenz einzustellen wo der Oszi schwingen soll? Also die Grundfrequenz, der rest wird dann über die CV vom Keyaboard geregelt, oder?

    Wäre nett wenn mir jemand helfen könnte? oder zumindest nen kleinen Tip geben könnte... :?:
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    Jepp, das entscheidende ist allerdings die Spannungssteuerung:

    Die Eingangsspannungen werden durch diverse Widerstände in Stöme, genau Basisströme vom Transistor (Pin 1-2-3 im 3046) umgewandelt. So ein Transistor verstärkt nun diesen Strom und am Kollektor fliesst ein (ziemlich linear um den Verstärkungsfaktor verstärkter) Strom der den 10nF auflädt und zwar umso schneller, je höher die Eingangsspannung vor den Widerständen (und damit der Basisstrom des Transistors) ist.
    Die Schaltung am Emitter mit Transistor (Pin 9-10-11 vom 3046) und 1/4tel TL074 (Pin 5-6-7) dient dazu die Basis-Emiter-Spannung des Transistors (1-2-3)'wegzubekommen' damit die Spannung schön linear von 0Volt an in einen Strom umgesetzt wird. D.h. an der Basis (Pin 2 vom 3046) ist eine Spannung von (näherungsweise konstant) 0Volt. Damit ist der Basisstrom dieses Transistors die Eingangsspannung (vorm Widerstand) geteilt durch den Widerstandswert. Die verschiedenen Ströme (aus den verschiedenen Widerständen für CV, Coarse...) können einfach einzeln ausgerechnet und dann summiert werden um den Gesammtstrom rauszubekommen. (Das ist der 'Trick' jeder Summierschaltung, man hält die Spannung am Summierpunkt konstant auf 0 Volt, dann beeinflussen sich die Eingänge nicht gegenseitig.)
     
  9. Ouhlie

    Ouhlie Tach

    ahhh, jetzt versteh ich das... cool, das hilft mit um einiges weiter,
    Danke dir!

    :D
     
  10. Ouhlie

    Ouhlie Tach

    Ich hab mir grad ma den LFO ADSR angeguckt und da blick ich irgendwie voll nicht durch...

    Wie werden die schwingungen von Square und Triangel erreicht? Ich steig da irgendwie nicht hinter... ich bräuchte da etwas hilfestellung, wäre da jemand zu bereit?
     
  11. Anonymous

    Anonymous Guest

    Der LFO-Teil (der 1458 wo die LED dran hängt):
    Such bei der Operationsverstärkergrundschaltungen mal nach einen Integrator (der OP 1-2-3 ist einer):
    + (3) liegt auf Masse, der OP 'versucht' also - (2) ebenfalls auf Masse zu halten. Über den 330KOhm fliest jetzt ein Strom in den 100nF Kondensator. (Der Ausgang (7) vom OP 5-6-7 ist entweder + ca. 12V[1] oder -ca 12V, kommt später). Strom in Kondensator heißt U=I*t/C bzw. der Kondensator lädt sich auf. Damit wird die Differenzspannung am Eingang !=0 deshalb geht der Ausgang (daran hängt das andere Ende des Kondensators) sofort in die andere Richtung, und zwar soweit bis der - Eingang wieder (fast) genau 0 V ist. (Schon wieder der Trick mit den 0 Volt und einem 'Stromknoten').
    Also: der einzige Strom der in den Kondensator reinfließt (der - Eingang ist (fast) unendlich hochohmig) kommt aus dem 330Kohm Widerstand und diese Seite des Kondensators wird vom OP auf 0 Volt 'gerechnet'. Die Spannung am Kondensator ist damit sehr linear Strom mal Zeit (U=I*t/C). Die Kondensator-Spannung ist gleich der Ausgangsspannung (das andere Kondensatorende (am - Eingang) ist wegen der OP-'regelung' ja wie gesagt fest auf 0).
    Das ist dann eine Rampe des Dreieckes. Hier kommt nun der 2. OP ins Spiel: der ist als Komperator geschaltet, sobald die Spannung eine Schwelle überschreitet kippt die Ausgangs-Spannung von +12 auf -12V und die Rampe geht nicht mehr rauf sondern runter. Damit ist das Dreieck fertig.
    Am OP 5-6-7 ist die Ausgangsspannung (7) ca. +12V wen der + (5) Eingang grösser ist als 0Volt (weil 0V=Masse am - (6) Eingang) und schaltet um auf -12V wenn diese Spannung (differenz 5-6) kleiner 0 Volt ist.
    Schaltschwelle also bei 0V, Ausgangspannung(7) dabei ca. 12V, das ist also die Spannung am 33Kohm Widerstand, daraus folgt: Strom 12V/33kOhm=ca 0.4mA. Dieser Strom fliesst (Vernachlässigung der OP-Ströme) nur durch den 10kOhm, an dem deshalb eine Spannung von 10kOhm * 0.4mA = 4V anfällt. Das ist die Spitzenspannung unseres Dreiecks, das pendelt also zwischen + und - 4V.

    Der obere Teil (über dem LFO-Schriftzug) mit dem Transistor 2N3604 ist ein Rauschgenerator. Der 2n3604 rauscht mit seiner Basis-Emitter-Diode und die nachfolgende Schaltung verstärkt das. Der obere CA3080 mit dem FET 2N3918 ist eine vom LFO gesteuerte Sample und Hold Stufe, d.h. im Takt des LFO werden dem Rauschgenerator (zufällige) Spannungspegel entnommen und für eine LFO Periode festgehalten. (Das auf den VCO gegeben gibt den klassischen 'Computing' Sound älterer Filme.)


    [1]die +/12V sind relativ grob geraten und hängen vom OP (dessen interner Ausgangsschaltung ab) (Datenblatt). Sie sind meist nicht wirklich symmetrisch (eine Seite ist oft etwas grösser).
     
  12. Ouhlie

    Ouhlie Tach

    Ok, ich werd mir die Op schaltungen mal wieder reinpfeifen müssen. Danke dir, nochmal, das kann man ja schon garnicht mehr gut machen, aber das hilft bestimmt auch anderen die sich mit dem Simple beschäftigen weiter.


    Ich werd mir das erst mal genauer ansehen und am Simple nachvollziehen.

    Weiß eventuell noch jemand was es sich mit der Transistorkaskade im VCF auf sich hat, das ist ja auch bei Moog so gelöst, ergibt die T-Kaskade den typischen Klang von Moog?
     
  13. Ouhlie

    Ouhlie Tach

    So, hab mich mal mit dem VCF beschäftigt, also bis jetzt bin ich soweit gekommen: (Würde mich freuen wenn jemand sich das mal durchlesen würde und sagen ob das richtig oder flasch ist und wenn es falsch ist, wie es denn richtig wäre)

    Cutoff Poti bewirkt eine Spannungsänderung am 2N3906 (da drüber). Wenn die Spannung im minus-bereich ist schaltet der Transistor (12,13,14) nicht durch, bzw. es ist nicht so weit geöffnet. So wenn jetzt nen Signal vom VCO kommt, der durchläuft doch garnicht das Filter, also die transistorkaskade, das Signal geht doch ins 3046 (4, 5 ,6) und das wars, oder seh ich das falsch?
    Wenn der T (12,13,14) nun voll aussteuert, dann wird das volle Signal gegen Masse gelegt, also kein signal mehr oder?

    Ich hoffe ich hab nicht allzuviel falsch.

    Gruß, Ouhlie
     
  14. Ouhlie

    Ouhlie Tach

    So, hab mich jetzt mal mit der Hüllkurve beschäftigt:

    Hoffe das ist einigermaßen richtig

    Wenn am Gate Input eine Spannung anliegt (Control Voltage), wird der Transistor 2N3904 niederohmig und somit liegt eine Spannung am 1nF Kondensator an. Der Kondensator wird aufgeladen bis er vollständig geladen ist. Die Attack-Time beginnt somit und der Schalter des MOS4016 wird über den Gate-Enable eingang geschlossen. Mit dem Attack-Poti wird nun die Schaltschwellenspannung des NE556 eingestellt, also wie schnell der Ausgang (Pin5) den Schalter des MOS4016 schaltet. Zur selben Zeit wird ebenfalls der zweite Schalter (Pin12) geschlossen und Pin11 und Pin10 des rechten MOS4016 sind verbunden, somit fließt ein Strom von dem 47k Widerstand über die Diode und dem Schalter an Masse. Dadurch folgt das die 12V auch an Pin5 des MOS4016 anliegen und den Schalter zwischen Pin 9 und 4 schließen. Nun beginnen die Decay Time und die Sustain, mit den beiden Potentiometern wird eingestellt wie lange die Schaltschwelle gehalten wird. Die Release Time beginnt wenn die Gate-Input-Spannung nicht mehr anliegt, dann entlädt sich der Kondensator über den Widerstand des Release Potis.
     

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