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(SciFi) Filmmusik ist viel zu "akustisch" (zu wenig Wagnis und zu konservativ).
Stelle mir gerade diese Star Wars Eröffnungslaufschrift mit Techno, Dubstep oder Psytrance unterlegt vor, muss nun ganz schnell meine Fußnägel bügeln gehen...
Die abgefreakteste Sci-Fi-Filmmusik hab ich in dem Film 'Andromeda - Tödlicher Staub aus dem All' (1971) gehört! Wobei da noch nicht viel mit Synthesizern war.
ich hätte mich sehr darüber gefreut, wenn, wie ursprünglich wohl mal anvisiert, statt hans zimmer der mittlerweile leider verstorbene johann johannsson bladerunner 2049 hätte vertonen dürfen.
stattdessen wollte man anscheinend sichere massenware.
johann hat z.b. bei "arrival" eine super arbeit abgeliefert.
dabei gehts mir auch nicht unbedingt um orchestrale scores vs. elektronische klangerzeuger sondern eher um unkonventionellere herangehensweisen bei der untermalung von science fiction.
Naja, der Soundtrack zu Bladerunner 2049 ist mit Sicherheit keine Massenware. Ich habe in irgendeinem Interview gelesen, dass den Soundtrack hauptsächlich Benjamin Walfisch gestaltet hat, der ja für Hans Zimmer arbeitet. Die Filmproduzenten haben sich aufgrund Johannsons plötzlichen Tods in ihrer Zeitnot an Hans Zimmer gewandt.
Ich finde diesen Soundtrack nahezu perfekt und den besten Beweis dafür, dass es nicht unbedingt ein Orchester braucht um großartige, monumentale und bedrückende Stimmungen zu untermalen. Hat Vangelis ja schon bewiesen und an den hat Walfish sich ja deutlich "angelehnt", was imho bei einer Fortsetzung auch völlig ok ist.
Und ja, der Soundtrack zu "Arrival" ist anders aber auch sehr stimmig und es hätte mich auch sehr interessiert was Johannson für Bladerunner 2049 gemacht hätte, hätte, hätte.....
Stelle mir gerade diese Star Wars Eröffnungslaufschrift mit Techno, Dubstep oder Psytrance unterlegt vor, muss nun ganz schnell meine Fußnägel bügeln gehen...
Wer sagt, dass elektronische Musik nur Techno & Co ist. Stranger Things. Sowas.
Und ja, Star Wars wäre noch moderner, hätte man Synthmucke als Stranger Things genommen.
Terminator 2 ist voll auf Synthmucke getrimmt und einer der besten Filme.
Aber möglicherweise weniger episch. In den alten Filmen gibt es ja durchaus auch ein paar Synthesizerklänge und in den neueren Serien sogar einige mehr.
Finde, es hängt einfach immer vom jeweiligen Film ab, was besser passt. Der Soundtrack zu "Die Klapperschlange" klingt auch cool mit Analogsynthies und Drumcomputer. Aber der imperiale Marsch oder die Jagd durchs Asteroidenfeld käme etwa mit 'nem CS-80 ungleich armseliger rüber...
Stelle mir gerade diese Star Wars Eröffnungslaufschrift mit Techno, Dubstep oder Psytrance unterlegt vor, muss nun ganz schnell meine Fußnägel bügeln gehen...
Das ist genau nicht meine Forderung - weder Mucke noch "Synthi" - schon mit Stil. Gezielt.
Auch wenn ich dafür hier jetzt bisschen nach Jahren "Prügel" bekomme, es gibt da musikalisch deutlich offenere Wege. Die aber einige durchaus auch sehen. Also ich will dir da nichts unterschieben - ggf. meinst du das "auch", aber ich will kein Synthwave oder sowas - sondern dafür komponierte oder gemachte Sachen mit Mut und etwas was zum Thema passt. Und was da in StarTrek in den Serien ist - naja, ist nicht "passt" - ich liebe StarTrek, aber … geht halt richtiger. Wäre aber auch anders in der Wahrnehmung. Musik, die ich meine wird das verändern!
Das ist zumindest anders.
Aber es klingt tatsächlich irgendwie nach dem was es ist. Und - das ist doch mal was, die meisten OST klingen doch wie "alles". Man hört da nichts raus außer, jetzt is jemand froh, verliebt oder sowas. Aber nicht viel mehr. Das ist quasi zu professionalisiert und zu handwerklich geworden und wird nicht mehr hinterfragt, hier hat vermutlich jemand drüber nachgedacht, wie man das umsetzen könnte.
Ich persönlich will gar nicht, dass mir bei einem Film ein Song in Erinnerung bleibt. Nicht mal, dass mir die Musik generell in Erinnerung bleibt oder ich merke, dass welche da ist. Ich will ja manipuliert werden. Ich schau mir doch keinen Kinofilm an, weil ich hinteher sagen will: "die Sounds oder die Synths waren geil" . Der letzte Film, den ich gesehen habe, bei dem die Musik so gut war, dass sie mir fast gar nicht aufgefallen ist, war "Der Brutalist". Danach habe ich recherchiert und die Musik bewusst gehört: Da ist kein einziger Synthsound dabei (bis auf den Epilog), nur handgespielte Instrumente wobei sehr viele Klangfarben und Atmos auch aus Synthies hätten kommen könnten.
Tenet ist ein DAW-Werk: Viele Samples kommen aus dem Orchester ... Klang: akustisches Urmaterial digital / synthetisch verfremdet zu Noises. Brutalist: Handgespielte Kompositionen/Impros mit Raummikros ... Klang: akustisches Urmaterial wird kompositorisch und Improvisatorisch zu Noises. Im Vergleich: Die akustischen Ereignisse klingen bei beiden Filmen sehr sehr ähnlich, das "Klangkonzept" ist wirklich vergleichbar – trotzdem würde das eine nur schwer auf das andere passen. Wenn man weiß, wie beides entstanden ist, ergibt das alles Sinn. Fazit: Ob Synths und Samples oder Handgespielte Musik: der Kontext und das Konzept bestimmen die Instrumente, weil diese zu einem Teil des Filmkonzeptes werden. Oder das Budget: Entweder man hat Mut oder man hat Geld.
Bei Synths im Film, wo man hört "Ah! Ein Synth!" ist die Gefahr einfach viel höher, dass mir einzelne Klänge auffallen und mich vom Eskapismus ablenken. Weshalb für mich alle 80er-Jahre Filme mit zu viel Synthesizern schlecht gealtert sind. Auch Musik, die von mir als "origineller elektronisch-futuristischer Klang" wahrgenommen wird, empfinde ich eher ein Gag, als dass sie ein Gefühl weckt oder unterstützt.
Wenn ich beim Filmegucken immer wieder bewusst auf den Score höre, dann will ich, weil das Absicht der Macher ist. So, wie in "2001 Odyssee im Weltraum", wo es zur Kunst dazugehört. Kognitive Distanz beim Wahrnehmen muss gewollt sein, also ein Teil des Filmkonzeptes. Schade, dass Tarantino nie nen Star Trek Film gemacht hat, angeblich hat er ja mal mit dem Gedanken gespielt. Das wäre möglicherweise ne wilde, dialogbasierte Version von Guardians of the Galaxy geworden – auf die Musik wäre ich echt gespannt gewesen.
Entweder ich mache Kunst oder ich betreibe emotionale Manipulation. Der Filmemacher und der Komponist müssen sich entscheiden - manchmal von Szene zu Szene anders. Ideal: Ich sehe bewusst und inspirert(e) 90 Minuten Kunst und wurde trotzdem auch emotional manipuliert.
Zufällig hab ich gerade meinen allerersten Film-Score gemacht: Zwar nur ein 13-minütiger Kunstfilm, ein inszeniertes Kammerspiel mit viel Dialog, Wut, Angst, Babygeschrei und Mutterliebe. Aber auch Subtext und Charakterentwickung. Das alles spielt in gleichzeitig historischen UND aktuellen Wohnräumen - der ganze Film ist Erinnerung UND Zitat UND Gegenwartskritik. Eigentlich hatte ich kaum eine Chance, dass die Musik nicht Nichtwahrgenommen wird. Trotzdem hab ichs zeitweise hingekriegt, weil die Schauspieler und die Dialoge so gut sind und das Thema so relevant ist. Bei mir gibts Synth- und Sample Atmos, Songcharakter-Teile und Gefühls-Streicher. Am Ende ist es wurscht, was es ist: Es muss funktionieren.
Ich würde normalerweise nicht eigene Sachen einbringen. Das passt nicht so recht und geht an dem vorbei, was ich sagen möchte. Aber
es gab schon kleine Animationen mit einer Idee, ist nicht 100% wie ich meine hier im Thread, aber es ist zumindest eine Idee, wie man mit einem solchen Kurzfilm umgehen kann. Das ist allerdings kein SciFi und auch kein Spielfilm etc.
Würde es aber selbst noch radikaler meinen und vorschlagen, von richtigen Komponisten. Ich bin nur Amateur.
Dies nur eher anekdotisch, weil der Thread so alt ist und meine Wünsche ansich nur selten umgesetzt wurden oder gar nicht.
Es war aber auch so, daß es vorher schon ein heftiges Überwürfnis mit den Produzenten gab, weil sich Johannson angeblich zu weit von den Vorgaben entfernt hatte. Ich konnte das damals in einem kurzzeitigen Leak mal anhören. Definitiv gute Musik / Untermalung / Atmo, aber für Bladerunner konnte ich mir das überhaupt nicht vorstellen. Eher für eine düstere nordische Produktion passend. War auch durchgängig relativ leise und unspektakulär. Vermutlich wurde es dann abgelehnt, weil für die Amis zuwenig episches Haudrauf und Mörderbraams dabei waren.
Da schwirrt noch so einiges auf YT herum, da bin ich mir nur nicht sicher ob das authentisch ist. Am ehesten sicher bin ich mir bei dem hier:
Das du das so meinst ist klar - aber muss man nochmal sagen - mir reicht es auch nicht wenn jemand ein Pulsieren baut und das ist dann Filmmusik - aber es gibt da sehr viele Herangehensweisen und man KANN oder könnte für den passenden Film auch Popmusik nehmen, Miami Vice bestand zB aus sowas. War daher auch recht beliebt damals.
Der Film Pi ist auch aus schon existierenden Stücken gemacht. Das geht alles ja schon - das wolltest du nicht hören, aber weil ich den Thread verwalte weil noch ein Freund und meine Oma hier liegen.
Überhaupt sind Trent Reznor und Atticus Ross (NIN) mit ihren Soundtracks ganz weit vorne.
Beispielsweise „the Social Network).
Ob Alessandro Cortini da auch involviert war weiß ich nicht, wäre aber genau der Richtige dafür.
Finde ich auch, wenn ich mir die bewusst anhöre, aber bei mir bleiben keine Melodien hängen, wie es bei terminator oder inception der fall war, als beispiel.
Wie ich weiter oben schon schrieb: So, wie es gerade zum Film passt. Bei manchen Sci-Fi-Filmen kommen orchestrale Soundtracks gut, bei manchen technoide oder EBM-mäßige und bei wieder anderen atmospärisch-elektronische Tracks. Und bei noch anderen eben ganz andere Mucke. Bin da offen, solange es passt wie Arsch auf Eimer...
So isses. Wissen aber nur alte Säcke, denn auf heutigen DVDs, TV oder Streams ist der Song nicht mehr dabei, Lizenzprobleme. Wenn ich heute reinschau, kommt mir der Filmteil (Honda/Harley) immer total leer vor...
Wenn du Bock hast - sag was dazu, da wüsste ich jetzt nichts zu sagen. Das ist ja auch nicht unbedingt ein Empfinden, was andere auch haben - sonst würde sowas gemacht werden.
So isses. Wissen aber nur alte Säcke, denn auf heutigen DVDs, TV oder Streams ist der Song nicht mehr dabei, Lizenzprobleme. Wenn ich heute reinschau, kommt mir der Filmteil (Honda/Harley) immer total leer vor...
Ohja, ich mag das auch total.
Ist vom Cristobal Tapia de Veer, der hier im Forum leider kaum Beachtung findet, obwohl der nen sehr eigenen Style hat.
Hat glaube ich Percussion (und Drums?) studiert und experimentiert gerne mit Elektronik/Stimme.
Zuletzt wurde er durch White Lotus auch im Mainstream bekannt.
Hab hier nen Thread für ihn angelegt…
Wie ich weiter oben schon schrieb: So, wie es gerade zum Film passt. Bei manchen Sci-Fi-Filmen kommen orchestrale Soundtracks gut, bei manchen technoide oder EBM-mäßige und bei wieder anderen atmospärisch-elektronische Tracks. Und bei noch anderen eben ganz andere Mucke. Bin da offen, solange es passt wie Arsch auf Eimer...
Ich finde es schade, dass man sowohl klanglich als auch in der Komposition doch sehr nah am sehr tradierten Handwerk bleibt. Bei einigen Filmen - nicht für alle - wäre es bestimmt eine gute Abswechslung, wenn es wirklich besondere Kompositionen ohne ähnliche Klänge oder so zirkusmäßig wie Carlos auf Switched on Bach, am Ende Sounds macht, die ein bisschen wie ein Orchester klingen.
Das müsste schon eine ehrliche direkte Liebe zu neuen Strukturen, neuen Klängen sein.
Das kann mal akademisch im Sinne Neue Musik sein und mal neopopulär, aber noch lieber eben nicht Beyoncé ohne Gesang oder A-Ha etc. sondern einfach wirklich etwas, was genau da funktioniert.
Experimentell und doch nicht einfach nur irgendwelche Sounds.
Ich bin jetzt nicht so überzeugt, dass Daft Punk der Nabel der Klangwelten sei, das ist im Ergebnis bei Hans Zimmer übrigens auch irgendwie Handwerk mit viel Orchester-Alikes.
Sowas wirkt etwas kitschig und wie Katzengold. Nicht echt, not real.
Dann wirklich mehr Stockhausen Kontakte als Pauken'n'Trompeten nur in elektronisch. Das ist dann schon mehr Transferleistung, die ich mir erhoffe.
Das muss nicht abgehoben sein - es muss nur auch mal merklich Liebe für Musik sein, keine Gebrauchsuntermalung.
Und ich hasse nicht andere Formen und Traditionsmusik - das ist nur so, dass es fast keine Filme gibt, die es MAL anders machen. Wirklich nur das.
Das erinnert mich daran, dass elektronische Musik in manchen Kreisen wirklich sehr lange braucht um als Musik anerkennt zu werden, obwohl sie in vielen Dingen überlegen viel neues und anderes dazu bringen kann, gegen Elektroakustische, hyride Ideen habe ich auch nichts.
Das sowas auch Zeit braucht ist natürlich klar.
Der Musik wird oft nur ein kleiner Zeitraum eingeräumt, um fertig zu werden.
Also muss der Regisseur faktisch das mit einplanen. Das geht, ist aber bisher nicht üblich. Man hört es auch oft genug, dass die oft am Ende der Kette sitzen und die alle mit den Hufen scharren, dass man ja jetzt fertig werden wolle.