SemTex XL: Sinnvoll erweitern?

Dieses Thema im Forum "Modular" wurde erstellt von dRead_SolJah, 28. Dezember 2012.

  1. Hallo :)

    Nachdem ich ja mit dem SemTex XL mittlerweile in der Welt der (fast) Modularen angekommen bin, hat mich natürlich das Fieber gepackt :mrgreen:

    Ich würd jetzt gerne, vielleicht aufbauend auf den SemTex, erweitern! Hab mir jetzt auch das A-100 Modul-Buch bestellt, um mich ein wenig einzulesen ;-)

    Zurzeit reizen mich 2 Versionen:

    Entweder versuchen, irgendwo den Analogue Solutions Vostok gebraucht für nen guten Preis zu bekommen (hat ihn vielleicht jemand daheim und kann mir Erfahrungsberichte mitteilen? Ich mag zb. dreckigen Sound ;-) ), weil mich das Matrix-Konzept und überhaupt das Design und die Soundbeispiele sehr neugierig gemacht haben, ooooder, was vermutlich sinnvoller wäre:

    Ein EuroRack anfangen und es nach und nach mit Modulen vollstopfen :mrgreen:


    Um wirklich sinnvoll um den SemTex, Virus, Sherman, x0xb0x und Spectralis&Co. zu erweitern, wäre denk ich mal das EuroRack besser geeignet, da ich ja im Grunde keine "Basis-Module" wie Oszi´s und Hüllkurven brauche (natürlich kann man nie genug haben, aber fürs erste ^^)

    Dachte an eine Erweiterung mit 1-2 anderen Filtern, noch 1-2 LFOs, External Input Follower, Bit Crusher, Waveshaper und so Zeugs!

    Was würdet ihr mir noch für Eurorack-Module empfehlen, die schön dazupassen würden und eine Ergänzung wären? Mich interessieren die "Standard" Klänge für Bässe, Leads und Pads eigentlich nicht, sondern eher FX, Krach, synthetisches, organisches, moduliertes, am besten noch nie gehörtes :selfhammer:

    Für jegliche Tipps wäre ich dankbar :nihao:
     
  2. moondust

    moondust aktiviert

    nicht schlecht deine Auswahl.
    was du dann natürlich in verbindung mit dem semtex brauchst ist a-181
    und bald wirst du dann ein a-180 brauchen.
    das mit dem vostok würde ich bleiben lassen. weil da hast du ja wieder 2 oszi ,env. usw.
    wenn du richtung fx ist . ist das was du gewählt hast sicher ein guter Anfang
     
  3. siebenachtel

    siebenachtel engagiert

    das macht sinn.
    ich würde den gedankengang etwas umdrehen.
    Nicht den semtex erweitern, sondern in modular einsteigen, und den semtex erstmal als basis benutzen,
    also quasi mit dem semtex den modular erweitern.

    Semtex erweitern ist nicht sooo cool. Das teil ist weniger flexibel wie man meint, IIRC.
    LFOs will man bald mal was richtig schnelles haben. RM hat man gerne ohne übersprechen. überhaupt überspricht ja ziemlich alles im semtex.
    Der Filter ist saugeil und sehr flexibel verwendbar. die VCOs haben was ganz spezielles, sehr weich und warm und doch fett. Habe nie was vergleichbares in nem modular gehört. D.h. semtex ist ideal um mal als basis zu dienen.
    1-2 filter dazu ist nicht blöd, auch wenn das semtex filter eins der geilsten ist. ein cremiges moog/vintage style mag sinn machen,
    und was krorriges böses auch.
    Polivoksfilter zum semtex hinzu müsste sicher cool sein.
    als erstes würde ich nen richtig guten und flexibel nutzbaren RM wollen, dazu nen sehr hoch drehenden VCO.
    Da wäre meine wahl intelljel dixi oder Rubicon.
    auch fand ich die ADSR im semtex letztendlich etwas ungklücklich abgestimmt.
    drum, sobald man mal ein paar egscheite module dastehen hat, wird man dazu tendieren mehr modular zu wollen, und wenn genug dasteht den semtex abzustossen.
    hab ich so gemacht, und kenne mindestens noch 2 weitere Leute vom forum hier die das auch so gemacht haben.

    semtex + vostok usw. macht meiner meinung nach wenig sinn.
    wenn du auf experimente und nie gehörtes aus bist bist du bei modular richtig.
    Dann gillt ( wobei das aus meiner sicht sowieso die grundregle ist für mdular):
    kauf nur die guten sachen. lieber länger sparen. lieber weniger module besorgen, aber diejenigen die klingen.

    würde mich da an deiner stelle also fragen wie deine budget planung und möglichkeiten aussehen.
    Falls ein einstieg ins modulare sinn macht, eben nicht als erweitern geplant, dann wird die modulauswahl evtl. ne andere sein.
    würde den gedanken mal abwägen.
    semtex ist wie gesagt ideal um für den anfang nen kleinen grundstock an modulen zu erweitern
     
  4. Warum willst für eine Erweiterung vom Semtex ein Miniklinkensystem?

    Der Semtex hat ja große Klinken, da macht es meiner Meinung nach mehr Sinn sich Module eben mit großen Klinken zu besorgen. Also 5U, wenn Du nicht selber baust am besten das MU (Moog Unit) Format. Günstig ist da z.B. Curetronic oder Dotcom (dafür musst Du dann aber zum Zoll). Preislich ein bisschen gehobener sind die Oakley Module, die man fertig zusammen gebaut von Krisp1 bekommt, wovon ich den MU-VRG (Hüllkurve die eher Richtung Buchla als Moog geht) und den MU-Quad VCA/VC MIX selber am interessantesten finde. Beachten musst Du dabei, dass manche Hersteller inkompatible Stromanschlüsse haben, Curetronic z.B. nicht den von Dotcom. COTK (Club Of The Knobs) liefert die Module auf Anfrage mit Dotcom Stromstecker, ansonsten gibt es den eigenen Stecker, der ähnlich zu dem von Curetronic ist. Ansonsten gibt es noch einige Hersteller, die Dotcom-kompatible Module haben, z.B. SSL (Synthetic Sound Labs) mit eher schrägen Modulen wie z.B. den DoubleDeka, den hier schon mindestens zwei haben (Island und ich) oder Grove Audio oder Moon Modular aus Deutschland.

    Das andere 5U Format ist das MOTM-Format, wofür es auch von Krisp1 fertige Module gibt und was von der Größe her kompatibel zu Modcan B ist. Ein paar Selbstbau-Module gibt es auch fertig von Bridechamber, die (eigentlich ist es nur einer) auch die MOTM Module im MOTM Format von Synthtech (Paul Schreiber) übernommen haben.

    Es macht mehr Spaß direkt ohne Adaptermodul (Format Jumbler o.ä.) oder Adapterstecker zu patchen. Und die großen Module machen ohnehin beim Patchen mehr Spaß als die winzigen Eurorack-Module mit ihren wackeligen Mini-Buchsen.
    Beim Eurorack wird Dein G.A.S. im übrigen deutlich schlimmer werden, weil ständig neue Module raus kommen und es jetzt schon 1000 Module gibt. Im Endeffekt ist es damit auch nicht günstiger als andere Formate, zumal es da mittlerweile auch genug Module gibt die an die Preise von 5U Modulen ran kommen. Es heißt nicht umsonst auch Eurocrack.
     
  5. Vielen Dank euch allen für die sehr hilfreichen Tipps, ich werde mir das zu Herzen nehmen :)

    @siebenachtel: Ja, so wäre es eher richtig ausgedrückt und eigentlich auch das, was ich vor hatte, mit dem SemTex den Einstieg wagen, und dann damit quasi den Modularen aufbauen :)

    @changeling: An die "großen" Modularen mit den Klinken hab ich natürlich sofort gedacht, nur hat mich da, vermutlich auch, weil ich mich noch nicht genug darüber informiert habe, der Preis abgeschreckt und die Verfügbarkeiten, eben mit Importen, Zoll usw... Aber ich werde mich da mal schlau machen, sympathischer wären sie mir schon :mrgreen:

    Angespornt durch das Design des Vostoks, werd ich den Modularen vermutlich auch in ein Koffer-System bauen, jedoch mit eigener Lackierung :phat:

    Ich seh schon, das wird ne Lebensaufgabe, und genau das is auch das schöne an Modularen (glaub ich mal) :opa: :mrgreen:
     
  6. siebenachtel

    siebenachtel engagiert

    Das ist einer der wichtigsten punkte

    Changelings einwurf geht an der praxis vorbei.
    ich bin mit Semtex, 1x Rack dotcom, und 6HE Doepfer eingestiegen.
    War also GENAU mit der situation konfrontiert.

    Da nimmt man einfach adapetrstecker, grosse klinke nach kleiner klinke, die steckst in die grossen klinken rein,
    dann kannst Semtex und sonstiges 5HU patchen wie nen euro. voilà ( wusste ich damals auch nicht, und hatte mir Kabel gelötet )
    einfach Finger weg von billigen adaptern !!


    mach EURO, 5HE ist cool für DEN Moogclone sound, DEN vintage synthsound, brav per Keyboard gespielt, oder schön oldscoolig sequenziert.
    ist glaube ich nicht wo du hin willst ? :lol:
     
  7. So, ich hab mich jetzt mal hingesetzt und mir 2 Systeme zusammengestellt.
    Als Basis würde ich gerne die 9HE-Kofferversion von Döpfer um verwenden, und dann mit folgenden Modulen bestücken:



    Ich glaube, in Verbindung mit dem SemTex XL, der Sherman Filterbank, dem Virus, Spectralis + diversen Drummachines und der finalen Nachbearbeitung am PC (sprich Effekte wie Reverb, Delay, EQing, Dynamik usw.) kann man dann schon ordentlich "Krach" machen, und ergänzt die Geräte um ein paar sinnvolle Module.

    Ein paar Fragen dazu:

    .) Das Switched Multiple würde ich unter anderem gerne mit dem Joystick verwenden. Ist mein Gedankengang richtig, das ich mit den Ausgängen dort reingehe, zusammenfasse, und dann zb. die Y-Spannung vervielfältige und dann 3x verfügbar für Modulationen hab? Oder brauch ich dazu ein anderes Modul?

    .) Hat das A-138e 3-Way-Crossfader-Modul einen Sinn? Ich dachte, damit vielleicht meine anderen Synths ins Modular-System zusätzlich zu bekommen, und Stufenlos überblenden zu können? Oder sehe ich das im falschem Zusammenhang bzw. gibts dazu besseres, einfacheres, logischeres?

    Oder diesen Aufbau, mit Modulen von WMD. Kommt fast aufs selbe Geld, braucht aber weniger Platz und ist denk ich mal gleich ein eigenständigerer, interessanterer Spielplatz ^^
    Erspar mir hier das Crossfader-Modul, das Distortion, den Bit-Crusher, den Standard-VCO, den A-106 Filter und den Waveform-Processor, da ich denke, das die WMD-Teile das gleiche bzw. die interessanteren Ergebnisse erzielen werden, lieg ich mit dem Gedanken richtig? (Das Crossfader-Modul lass ich jetz mal weg, weils eh nicht Lieferbar ist und mir noch keine 100%-genaue Verwendbarkeit eingefallen ist ^^)



    Natürlich würde ich mich auch sehr freuen, wenn jemand einen Gedankenfehler entdecken würde, oder zb. "Nimm lieber dieses statt jenes Modul, weil..." einwendet ;-)

    Danke für jegliche Hilfe :nihao:
     

    Anhänge:

  8. Danke. :selfhammer: Bedenke mal, dass es neben Deiner Meinung auch noch andere gibt und die Praxis bei jedem anders aussieht.

    Und wie schon geschrieben gibt es 5 HE Hersteller aus Deutschland oder EU-Land, d.h. kein Stress mit Zoll, wenn er aus Deutschland oder Österreich kommt.

    Und wenn Du schon die Adapterstecker empfiehlst, dann werde bitte auch konkret und empfehle einen bestimmten Steckertyp und nicht so was nebulöses wie 'nicht die billigen Adapter' nehmen. :roll:

    Sorry, aber das ist ziemlicher Schwachsinn. Sequencer-Optionen gibt es auch in 5 HE ziemlich viele, alleine die Module von Moon Modular.
    Und es gibt genug Module mit denen man abseits vom Moogsound operieren kann.

    Der Fehler ist, dass Du hier in der Theorie schon ein komplettes System zusammen stellen willst. Ich würde eher Schritt-für-Schritt vorgehen und erstmal die Module holen, die Dir am dringensten fehlen und dann schauen, was Dir sonst fehlt. Das merkst Du erst mit der Praxis. Außerdem kannst Du Dich so erstmal mit den Modulen vertraut machen bevor Du Dir neue holst.

    Ich persönlich würde mir keine LFOs mehr ohne Reset und CV-Steuerung holen (A-145, A-143-3). Auch ADSRs sind bei mir ziemlich abgeschrieben, aber Du musst selber wissen, ob Du die Sustain-Phase brauchst und vor allem wie oft. Ich würde Dir da eher zum kommenden Döpfer VCS Modul raten. Warum? Ist neben Hüllkurve auch LFO mit Reset und Slew Limiter (Portamento und Co) und und und.
    Statt dem A-130 würde ich einen flexibleren VCA nehmen, z.B. den A-132-3.
    Die A-181 würde ich raus nehmen, dann lieber Adapterkabel oder -Stecker.
    Mit dem A-182 hast Du 2 Wege, nicht 3, die dritte Schalterposition nimmt das Signal raus.
    Den Geiger Counter finde ich besser als den A-189-1, aber da hat jeder eine eigene Meinung. Hör Dir mal die Demos an.
    Den Gamma Wave Source würde ich nicht als einzigen VCO nehmen. Das ist ein Gimmick-VCO mit viel Glitch bei den Wavesequencen, außerdem ist der quantisiert, Glide und Co gehen also nicht.
    Als VCO würde ich den Z3000 MK II von Tip Top Audio oder den Unkle (Oscillator) von Malekko/Richter (früher Malekko/Wiard) empfehlen. Für letzteren brauchst Du aber unbedingt einen Polarizing Mixer, z.B. den Fonitronik Attenuverting Mixer. Mixer fehlen sowieso. Einen Attenuverting Mixer würde ich ohnehin in jedes System packen.
    A-116 und A-136 fand ich von den Demos her nicht so interessant, da würde ich eher A-137-1 oder einen uFold nehmen (die habe ich beide in meinem System). Verzerrung kann auch der Geiger Counter.
    Einen Joystick würde ich nur in ein System integrieren, dass horizontal platziert ist und dann auch eher den Choices Joystick von Flight of Harmony, der einige Zusatzfunktionen bietet und außerdem eine Front hat, die man in beide Richtungen lesen kann, so dass Du den Joystick auch zu Dir zeigend installieren kannst ohne dass es blöd aussieht.
    Wenn Du den Envelope Follower nicht brauchst, würde ich statt dem A-119 wenn es günstig sein muss ein Circuit Abbey Gozinta empfehlen. Der hat auch gleich zwei Vorverstärker statt nur einem.
     
  9. siebenachtel

    siebenachtel engagiert

    ou mann, dejà vu,
    NEIN DANKE
     
  10. Hier mal eine Idee für ein 5U System:

    - Custom-Case von wheedywiz (Deutschland) mit so angeordneten Holzleisten, dass MOTM und MU Format Module Platz finden. Vielleicht montiert der Dir auch das Netzteil und die Busplatinen dafür. Irgendjemand lässt sich dafür aber sicher finden.
    - Module von krisp1/Oakley im MOTM-Format (die meisten gibt es auch im MU-Format):
    1x Quad VCA/VC MIX [Vierfacher VCA, kann auch als Mischer benutzt werden]
    1x Discontinuity [Waveshaper, Wavefolder, Clipper, Ring Modulator & Wave-splicer]
    1x Overdrive I [Overdrive und Wavefolder]
    1x Noise & Dual Filter [Verschiedenste Noise Formen und einfache High und Lowpassfilter]
    2x VRG [Spannungsgesteuerte Hüllkurve oder LFO/weniger stabiler VCO oder Slew Limiter]
    1x S-VCO [Abgespeckter VCO mit spannungsgesteuertem Waveshaper von Triangle bis Sawtooth]
    1x EFG Deluxe [Eingangsmodul, den LAG-Teil kann man auch als AR-Hüllkurve verwenden]
    - Module im MU Format:
    1x Curetronic Stonehenge [etwas anderer Filter mit eingebauter Attack/Relase Hüllkurve, Eingangsmischer und VCA, die Resonanz klingt aber sehr speziell und ist nicht so stabil, als Sinus VCO also nicht so geeignet]

    Einen Bitcrusher in 5U kenne ich nicht, den könntest Du Dir aber auch extern besorgen, z.B. mit einem OTO Biscuit, der noch deutlich mehr Funktionen bietet als die anderen Hardware Bitcrusher.

    Du kannst es aber auch so wie ich machen und 5U und Eurorack mischen. Es gibt ja leider nicht für jedes Eurorack Modul was ähnliches im 5U Format. wheedywiz könnte Dir dafür sicher auch ein gemeinsames Case bauen. Bei mir sind alle Formate getrennt, selbst MOTM und MU, da ich Gehäuse mit Schienen habe, ähnlich Eurorack aber mit Gleitschienen (ich finde die Schienen der Doepfer Gehäuse mit festen Positionen besser, aber da hat wie bei fast allem im Modularbereich jeder eine andere Meinung zu, wie Du bei der Diskussion siebenachtel vs. changeling ja schon sehen konntest).
     
  11. Sooo, vielen Dank für eure Ratschläge und Tipps :adore: ich habe mir jetzt mal einen 9er Grundrahmen (Kofferversion) bestellt mit folgender Anfangs-Konfiguration:



    Ich glaube, das ist für meine derzeitige Anwendung und vor allem in Verbund mit den ganzen anderen Geräten, mal ein ganz guter Start, und mit irgendwas muss ich mal anfangen :mrgreen:

    Genügend Patchkabel und Adapter-Kabel habe ich gleich mitbestellt. Und wenn ich Glück habe, ist ein Teil des Systems vielleicht schon bis Freitag da = Verbunkern im Studio :mrgreen:
     

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