Stress (körperlich/geistig) in der Musikproduktion? Wie geht ihr damit um?

Rolo

I give some soul into the tracks
Wenn ja, die Deadlines etwas lockern?
Mein Tip: Erst gar keine Deadlines erschaffen oder erschaffen lassen von einem Labelmenschen für den man etwas produziert. Für mich gilt die Devise
es ist fertig wenn es fertig ist, und nicht dann wenn irgendjemand gerne hätte daß es fertig ist. Ich setze mir weder für produktionen auf eigenem Label ne Deadline ,noch
werde ich mich auf so etwas für ein fremdes Label einlassen. Weil so etwas nur Streßt und die wahre Kreativität tötet. Ich würde es wahrscheinlich noch nicht mal für ein
Finanzielles Auskommen tun. Ich bin froh daß ich einen Job habe bei dem ich keinen Termindruck habe und von dem ich leben kann. Musik ist mein Hobby bei dem
ich mich ausdrücken kann ,etwas mitteilen kann. Da brauche ich keinen Termindruck. Termindruck ist der schlimmste Stressfaktor den es gibt finde ich. Weil der nervt nicht nur dann und wann
sondern bis es vorbei ist ohne Unterbrechung.
 

darsho

Sö Sünteßeisör !
Den für mich stressigen Part (Produktion) lasse ich einfach mittlerweile weg.
Lasse ich durch nen Mastering Plugin automatisiert machen.
Könnte ich eh nicht besser.

Und ich nehme nur noch selten mal was auf. Für mich selbst rumklimpern reicht mir meistens aus.
Gibt eh schon genug Musik auf der Welt.
 

Bernie

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Das ist doch mal ein Supernettes Angebot. Man sieht ,es gibt hier sehr nette Menschen im Forum :)
Das war auch ernst gemeint. :) Ih bin ja meistens nett, zumindest bemühe ich mich.
Hey Bernie..ich habe heute beim Autofahren in den Wald und durch den Wald teile von deinem "Lächeln der Bäume" gehört.
Das war wirklich ein großartiges Sounderlebniss.
Die Box lag jetzt länger hier im Schrank, nachdem ich mir damals als sie rauskam einmal komplett durchgehört hatte und damals schon begeistert war. Jetzt hatte ich sie mir mal wieder mit ins Auto genommen und habe als Soundfreak richtig meinen Spaß mit den Stücken.
Immer, wenn du diese Musik hörst, wirst du wieder Neues entdecken, da sind viele Details drin.
Es ist schon wahnsinn was du da rausholst aus den Maschinen wenn ich das mal sagen darf. Aber kein Wunder sag ich mal...wenn jemand solch ein Arsenal hat und sich damit den ganzen Tag beschäftigt.
Das sind nicht die tollen Maschinen, sondern eher die Unmengen an Zeit und ganz viel Liebe, das da drinsteckt.
 
H

HDo2387384

Guest
Nun mal die Frage sind euch solche Geschichten bekannt und was kann man da am besten gegen machen?
Ein Hobby betreibe ich immer solange es mit Spaß macht und eben keinerlei Stress dabei entsteht. Von Zeichen über 3D bis hin zu Musik war da vieles mit dabei. Es kommt auch vor, dass ich ein Hobby mehrere Jahre gar nicht mehr betreibe, solange bis ich wieder Lust dazu habe. Meinen letzten Track hatte ich vor gut einem halben Jahr fertig gestellt und seit dem nicht mal mehr Musik aktiv gehört. Das Thema Musik spielte also über ein halbes Jahr überhaupt keine Rolle in meinem Leben. Jetzt habe ich wieder richtig Lust darauf bekommen und mache wieder was, erkundige mich was es neues gibt und habe mich wieder in ein paar Foren angemeldet und gehe da den Leuten auf den Sack:xengrin:. Es kommt bestimmt wieder die Zeit, wo ich alles auf Eis legen werde.

Ich kann dir auch nur ans Herz legen dein Hobby solange zu betreiben wie es dir Energie schenkt und damit aufzuhören sobald es mehr Energie kostet als es gibt. Wir als Hobby-Musiker sind ja gerade in der glücklichen Lage keinerlei Geld verdienen zu müssen und keine Auftragsarbeit an der Backe zu haben, wo vielleicht noch ein Kunde entscheidet was wir musizieren sollen. Für all das gibt es die Profi-Musiker, zu denen ich nie gehören werde und die ich zu keinem Zeitpunkt beneide.
 

Rolo

I give some soul into the tracks
Gibt eh schon genug Musik auf der Welt.
Das sind so Aussagen die ich (sorry) überhaupt nicht nachvollziehen kann. Ich als Musik fan bin immer auf der Suche nach neuem Stoff
und behaupte jetzt mal ganz frech daß es schwierig ist besondere Sachen zu finden. Klar gibt es einen Haufen Musik. Für mich ist davon aber das meißte
einmal hören und dann reicht das auch. Es gibt nur ganz wenig Nummern (Prozentual gesehen) die man immer wieder gerne hört. Süchtig machende Tracks
gibt es noch weniger. Und sein wir doch mal ehrlich...wir alle versuchen doch insgeheim es zu schaffen einen Track zu machen der ein evergreen ist.
Wobei es auch tatsache ist, daß man seine selbst erschaffene Musik besonders gerne hört weil das halt das eigene Baby ist. Etwas ganz besonderes.
Wer das nicht so fühlt ..tja der klimpert halt einfach nur so vor sich hin oder konsumiert passiv die Arbeit anderer. Ich bin auch ein begeisterter Musiksammler und Jäger,
aber ich nehme auch gerne auf. Naja jeder Jeck ist halt anders aber ich bin ganz anders ;-)

Den für mich stressigen Part (Produktion) lasse ich einfach mittlerweile weg.
Lasse ich durch nen Mastering Plugin automatisiert machen.
Könnte ich eh nicht besser.
Ich mach das schon während des Arrangements, wenn ich meine EinzelAudiospuren aufnehme. Da benutze ich kompressor, EQ und andere tools. Die Summe des Audiomixdown
muß ich kaum noch bearbeiten. Für die paar Handgriffe brauch ich auch nicht extra ein Automationstool welches mir am Ende vieleicht noch alles verschlimmbessert.
 
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Heute gings mir den ganzen Tag dreckig. Hab alle paar Monate mal so eine Phase von einigen Tagen in der mir z.B. permanent kalt ist, so auch heute. Kaum hab ich das Bett verlassen ist mir kalt. Das könnte eine Folge von zu geringer Nahrungsaufnahme sein. Schaue ich heute in den Spiegel, seh' ich richtig scheisse aus - also nicht so scheiße wie sonst sondern nochmal ne Schippe druff.

Es waren nun viele Ansätze und Ideen und Ratschläge dabei. Einige klangen ganz vernünftig.

Ich hab das nochmal den Tag über überschlafen und etwas nachgedacht und komme zu dem Schluss, dass die Ursache im Studium zu suchen ist. Eine gewisse Grenzgängeraffinität war ja auch vorher schon da. Nur konnte ich damit ganz gut umgehen. Nur als dann die Situation mit dem Studium drohte aus den Fugen zu geraten, da hab ich n Knacks wegbekommen hab ich den Eindruck.

Hab das Studium mit 26 angefangen nachdem ich vorher ein anderes Studium vorzeitig abbrechen musste. Wäre das nun in die Hose gegangen wär ich mit über 30 ohne jeglichen Abschluss dagestanden. Der Druck war also so extrem hoch, dass er sich nach außen bahnte und es bis heute tut, obwohl die eigentliche Situation längst erledigt ist. Dennnoch herrscht in mir das Gefühl von den entsprechend Verantwortlichen ungerecht behandelt worden zu sein. Das ist die Grundlage für Frust gegenüber diesen Leuten. Dass uns Unrecht angetan wurde, haben wir ja mehr oder weniger schriftlich von unserem Prüfungsausschuss. Konsequenzen oder Rehabilitationen fanden jedoch nicht statt, stattdessen darf sich der Dozent nun auf eine fette Rente freuen, die er Anderen mit seiner unverantwortungsvollen Weise verweht hat. Das wurde nie aufgearbeitet von der Uni. Die negativen Konsequenzen verantwortungslosen Verhaltens tragen alleine wir Studenten und das waren in dem Falle recht viele. Nur nicht jeder dreht dann so am Rad wie ich.

Die Lösung kann eigentlich nur über eine Aussprache mit den entsprechend Verantwortlichen erfolgen. Nur, die sehen sich in keiner Verantwortung.
Eine weiterer Schicksalsschlag kam dann zum Ende des Bachelors vor einiogen Jahren. In der Abschlussarbeit stellte mir mein Betreuer extrem mangelhafte Daten zur Verfügung mit denen man Nichts machen konnte. Also 2 Wochen umsonst gerechnet, bei 6 Wochen Gesamtaufwand für die Arbeit - na toll. Kontakt zum Vertrauensprof und anderen Studenten gesucht, was ich machen kann. Meinung einhellig: zurücktreten (geht innerhalb einer gew. Frist; war der letzte Tag)

Dann das häßliche Abschlussgespräch mit dem Betreuer das mir heute noch im Magen quer liegt. Weil ich von meinem Rücktrittsrecht gebrauch gemacht habe, musste ich mir da anhören, kein Durchhaltevermögen zu haben und deshalb für den wissenschftlichen Betrieb nicht geeignet zu sein. Da ging das imaginäre Klappmesser in meiner Hose auf. Was für ein arrogantes A...loch, der gerade mal ein Jahr älter war als ich. Ich hab erwidert, dass wenn ich so eine Arbeit in meinem Ingenieurbüro abgeliefert hätte (Messwerte im Feld messen, wofür er der leitende Wissenschaftler war), hätte mich mein Chef spätestens nach 2 Wochen entlassen für derartige Schlamperei im Feld. Also gingen wir mehr oder wenier unversöhnlich auseinander und ich musste nochmal von vorne mit der Arbeit anfangen, wärend er sich ein schickes Häuschen baut (das ich dann noch obendrein über das Ing-Büro dann sogar noch vermessen durfte).

Einem Studenten so einen Satz an die Ohren zu knallen ist meiner Ansicht nach unverantwortlich, ganz gleich ob er berechtigt ist oder nicht. Und es war auch faktisch nicht auf einem solidem Fundament gebaut. Denn zu diesem Zeitpunkt hatte ich fast 10 Jahre an der Uni rum und alle Püfungen erfolgreich durch und mehr als unter Beweis gestellt, dass ich auch ein extremes Durchhaltevermögen an den Tag legen und auch entsprechende Leistung bringen kann.

Das wurmt mich bis heute. Weil es meine Persönlichkeit angreifen sollte - und das vollkommen zu Unrecht bei Betrachtng der Faktenlage.

Mit meinem Dekan hatte ich nochmal ein intensives Gespräch über meine Situation, der empfahl mir den aufbauenden Druck zum Ende des Semesters hin so zu umgehen, dass ich die Prüfungslernphase schon weit ins Semester hole um so am Ende den Kopf freier zu haben - hat auch etwas geholfen. Nun ist die Uni mehr oder weniger vorbei, aber der Trigger ist geblieben.
 
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Bernie

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Ich hab das nochmal den Tag über überschlafen und etwas nachgedacht und komme zu dem Schluss, dass die Ursache im Studium zu suchen ist. Eine gewisse Grenzgängeraffinität war ja auch vorher schon da. Nur konnte ich damit ganz gut umgehen. Nur als dann die Situation mit dem Studium drohte aus den Fugen zu geraten, da hab ich n Knacks wegbekommen hab ich den Eindruck.
Das ganze Leben ist doch ein ständiges auf und ab, mal läuft es super und mal ist Stillstand oder es geht sogar rückwärts.
Da sollte man drüber stehen und neuen Mut fassen -Augen zu und durch.
In meinem Leben gab es viele Rückschläge, wo ich mich immer wieder von ganz unten nach oben gestrampelt habe, auch Dinge, auf die ich selber keinen Einfluss hatte. Es bringt aber nichts, sich mit irgendwelchen Schuldzuweisungen herumzuschlagen, das ist nur Verschwendung von Energie und Zeit.
Ich sah solche Erfahrungen immer als eine neue Herausforderung an, mit dem Ziel, es das nächste mal besser zu machen.
Das Leben ist viel zu kurz und zu kostbar, um es sinnlos mit negativen Dingen zu verschwenden.
 
auch Dinge, auf die ich selber keinen Einfluss hatte.
Genau das ist der springende Punkt - ich war ein Spielball äußerer Kräfte undwar in meiner Position als Student nicht in der Lage mich dagegen wehren zu können. Weglaufen ging ja auch nicht. Also Augen zu und durch. Hat ja dann auch geklappt
Es bringt aber nichts, sich mit irgendwelchen Schuldzuweisungen herumzuschlagen, das ist nur Verschwendung von Energie und Zeit.
Da tickt nunmal jeder etwas anders. Faktisch hast du Recht, es bringt nichts. Dennoch halte ich es für sinnvoll den Verantwortlichen Ihre Verantwortung vorzuhalten und sie damit zu konfrontieren, was sie sich dabei eigentlich gedacht haben. Einfach nur um zu sehen, ob die Ihre Verantwortung wahrnehmen oder nicht. Wer mir das nicht ins Gesicht sagen kann, bei dem ist dann klar, wie er zu seiner Verantwortung steht.

Verschwendung von Energie und Zeit - also ich weiß ja nicht, wie du so fühlen würdest, wenn man dir mal eben so mehrere in Aussicht stehende Jahresgehalte entzieht mit den dazugehörigen entspr. Rentenansprüchen. Das hat auch eine monetäre Seite, die in Anbetracht der Länge der anhaltenden Situation mittlerweile bestimmt in den 6-stelligen Bereich geht, wenn man mal ein entspr. Durchschnittsgehalt für Master-Absolventen ansetzt. Das ist also auch eine Existenzfrage und irgendwo auch die Ursache, dass ich finanziell noch immer von andren abhängig bin, was es nicht besser macht. Von daher wäre das für mich jetzt kein primär 'negatives Ding' - sondern einfach eine Existenzfrage.

Klar werde ich irgendwie meinen Weg gehen und auch wieder schöne Momente erleben. Aber es ist kein angenehmes Leben mit dieser Bürde leben zu müssen. Daher suche ich schon länger nach Auswegen aus der Zwickmühle. Achso, nicht das das jetzt falsch rüberkommt - dabei denke ich nicht an Musikproduktion, sondern die Anwendung meiner erlernten Skills, die in einen ganz anderen Bereich gehen als die Musik. Trotzdem war der musikalische Produktionsprozess neulich ein unangenehmes Stressmoment.
 
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fanwander

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Hab das Studium mit 26 angefangen nachdem ich vorher ein anderes Studium vorzeitig abbrechen musste. Wäre das nun in die Hose gegangen wär ich mit über 30 ohne jeglichen Abschluss dagestanden.
Ja und? Ist doch scheißegal.

Ich habe bis 30 keinerlei formale Ausbildung außer Abitur gehabt. Dann bis 36 brotlose Kunst studiert. Hab mit 39 meinen ersten sozialversicherten Job gehabt. Mein Leben ist zumindest für mich spannend, erfüllt und immer noch erfüllend.
 
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Bernie

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Verschwendung von Energie und Zeit - also ich weiß ja nicht, wie du so fühlen würdest, wenn man dir mal eben so mehrere in Aussicht stehende Jahresgehalte entzieht mit den dazugehörigen entspr. Rentenansprüchen.
Ich bin in Armut aufgewachsen und habe sehr früh gelernt, das materielle Dinge im Leben zwar ganz angenehm sind, aber keine Priorität haben sollten.
Gerade dann, wenn man sich alles mit den eigenen Händen selbst mühsam aufgebaut hat, schmerzt es ganz besonders, wenn man das alles wieder verliert. Aber liebe Menschen geben mir viel mehr, als nur schnöder Besitz und Reichtum.
Mein Kühlschrank ist gut gefüllt, ich habe ein dichtes Dach überm Kopf, ein bequemes Bett, mehr schöne Schuhe als manche Frau, kann den ganzen Tag in einem tollen Studio Musik machen. Mir mangelt es auch sonst an nichts und wenn ich dann sehe, wie schlecht es anderen Menschen auf dieser Welt geht, kann ich doch nur glücklich und zufrieden sein.
 

Bernie

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Ich habe bis 30 keinerlei formale Ausbildung außer Abitur gehabt. Dann bis 36 brotlose Kunst studiert. Hab mit 39 meinen ersten sozialversicherten Job gehabt. Mein Leben ist zumindest für mich spannend, erfüllt und immer noch erfüllen.
Habe mit 15 eine Schlosserlehre angefangen und bin mit 17 in meine erste eigene Wohnung gezogen ...
 

XSPACE

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Heute gings mir den ganzen Tag dreckig.
Mir nur den halben, war aber auch nicht schön. 😐

Dein vorletztes Postig war relativ ausführlich, aber es hatte im Grunde nichts mit deiner ursprünglichen Frage zu tun. Womit nochmal klar wird: Die Musik(produktion) ist hier nicht der eigentliche Stressor. Überhaupt nicht.

Aber Stress verlagert sich auch auf Dinge, die eigentlich Spaß machen sollten und entwerten sie dann ebenfalls.

Ich habe ja gestern erwähnt, dass ich die Vocals für nen Song verschlampt habe. Ich neige zu so kurzen depressiven Verstimmungen, die mich dann aber zuweilen auch richtig außer Gefecht setzen. Heute war wieder so ein Tag. Obwohl dieser Tag eigentlich als Produktionstag gedacht war.

Und so hab ich den Song, den ich eigentlich vor Wochen schon fertig stellen wollte und an eine dafür gedachte Sängerin schicken wollte, wieder nicht fertig bekommen und hab heute nichtmal den Versuch gemacht, damit weiterzukommen. Zu groß war der Frust über die verlorenen Vocal-Spuren, zu elend das generelle Wohlbefinden. Und schon verstärkt sich das Ganze zu einem Selbstvorwurf nach dem Motto "du Depp verschlampst das und kriegst auch nie mal überhaupt etwas rechtzeitig gebacken..."

Ich sehe bei dir Parallelen, dieses Schuld zuweisen - sei es jetzt, dass du sie dir selbst oder anderen gibst. Du hast da ein paar Baustellen im Leben, fühlst dich ungerecht behandelt, von Profs und Vorgesetzten, beschäftigst dich mit "ich müsste eigentlich viel weiter im Leben sein"-Gedanken. Du nimmst es so wahr, dass dir das Schicksal zuweilen mies mitspielt. Und nun scheinst du eine Erklärung zu suchen, warum selbst deine Hobbies davon beeinträchtigt werden. Dabei liegt das auf der Hand. Es hat ganz generell mit deinen negativen Denkmustern zu tun. Und ich will weder was dramatisieren, noch verharmlosen. Aber geh wirklich mal zum Psychologen. Das kann den Weg zur Besserung abkürzen bzw überhaupt erst ebnen.
 
Wenn man den ganzen Tag nichts ißt...friert man. Kenne ich. Und es ist kein Witz von mir, das der Typ mit dem Durchhaltevermögen Satz irgendetwas an Dir nicht mag... das ist was subtil persönliches (auch wenn er es nicht zugibt oder zugeben kann, da es seine Position gefährdet, aber Ihr seit im gleichen Alter)... Es gibt Menschen, die kommen einfach nicht miteinander aus. Psychologisch betrachtet ist das ein anstehender Lernschritt. Da kann man gut von Frauen lernen. Sie gehen mit solchen Dingen wesentlich "offensiver" um und finden kleine persönliche Schwachstellen, die sie gekonnt antriggern und wo ein Mensch wie er in einer solchen Position nichts machen kann, weil es seine "Kompetenz" überschreitet.

Der Typ hat offenbar n Problem damit, DICH als Mensch ernst zu nehmen (wie Du ja sagtest: Ihr seid fast im gleichen Alter) und da er ein wissenschaftlich denkender Mann ist, dem "STATUS" offenbar wichtig ist, kommt er mit Menschen wie Dir nicht zurecht. Ohne seine Position wäre er wahrscheinlich ein niemand. Intellektuell betrachtet bist Du ihm aus seiner Sicht unterlegen aufgrund seiner Position. Nimm es nicht zu persönlich.

Die Amis überzeichnen in Filmen übrigens ganz gerne, aber "Police Acadamie" zeigt, wie man mit "Arschkriechern" (sorry für das vulgäre Wort) umgeht ;-) Humor ist, wenn man das Leben aus einer anderen Perspektive betrachtet und trotzdem lacht. Bei der Bundeswehr wurde man übrigens früher auf sowas gedrillt. Ich sag immer: Als die Götter die Erde verliessen, haben sie vergessen, den Humor mitzunehmen ;-) Solche Menschen können über vieles lachen, nur nicht über sich selbst, weil sie sich wie "Götter" fühlen. Auf der anderen Seite macht er nur seinen Job...und wenn der Schief geht, ist alles, was er sich erträumt hat, Haus, Auto, Geld, tolle Frau, im Arsch. Also alles auf Sand gebaut. Und dann wird sich zeigen, was er ohne diese Werte ist. Nimm es gelassen hin, nimm Dir nen Sandsack, hau nen geilen "aggressiven" Beat hin, rauch Dir nen kleinen Joint und Du verstehst, was Musik bedeutet.

Deine Sicht/Wahrnehmung ist nicht falsch nur gewisse psychologische Gesetze kann man nicht umschiffen. Man kann lernen, damit umzugehen und der Typ, der sich als "Referenz" betrachtet, ist irgendwann nur ein Mensch für Dich, der nix anderes kann, ausser eine Position bekleiden und Intelligent aussehen. Willst Du wie er werden??? Am Ende brauchst Du nur Freunde, gleichgesinnte Kollegen und ne Frau, die Dich mag, wie Du bist. Alles andere sind nur Status-Symbole. Und achte auf Deine Gesundheit... denn Körper, Geist und Seele müssen im Gleichgewicht sein. Dann ist auch mal ein Bier zuviel oder n Joint kein Problem, weil Du Dich ausgeglichen fühlst und nur auf Streß schaltest, wenn Du ihn selber willst: Und daß sind dann die kreativsten Momente, weil Du den Streß in Deiner Musik abbaust. Das geht nicht vom Kopf her, sondern durchs fühlen. Ein Gitarrist, Schlagzeuger...eigentlich jeder, der ein "analoges" Instrument spielt (kleine Anspielung auf meinen aktuellen Titel) denkt nicht mehr wie er spielt. Er macht es einfach und der Streß nennt sich dann nur noch Lampenfieber ;-) Also richte Deinen Fokus nicht auf die "Note", die Du spielen willst, sondern mache das bestmögliche aus dem, was Dir innerlich zur Verfügung steht. Echte Personalverantwortliche achten auf mehr als nur auf die Noten.

Wie Bernie schon sagte. Leben ist mehr als nur ein Job, ein Haus, und gutes Geld. Es ist ein auf und ab. Ich hab meine Ausbildung bei der Polizei hingeschmissen, hab Kaufmann gelernt, hab in ner kleinen Partykneipe aufgelegt,hab in ner Videothek gejobt, war mit ner Videothek selbstständig, hab gekellnert, hab ne Umschulung zum Elektroniker Betriebstechnik gemacht, arbeite zur Zeit als Elektriker... Was willst DU? ein besseres Leben, ein einfacheres Leben? Nebenbei habe ich dann noch private andere Interessen, denen ich mich mich phasenweise intensiv widme. Vielleicht bist Du mit dem Studium auch nur einfach unterfordert, weil andere Wesensanteile von Dir zu kurz kommen?

PS: Hab mir 2017 auch ne Therapeutin gesucht für 2 Jahre, um einfach mal für mich zu reflektieren und ein paar Ungereimtheiten in meinem Leben zu betrachten... Das ist nix schlimmes: Auch jeder Therapeut tauscht sich mit anderen Therapeuten aus, um sich ab und an gegenchecken zu lassen und nicht den Bezug zur eigenen Realität zu verlieren. Sowas kann schnell passieren, wenn man den ganzen Tag nur ein und das selbe macht. Die Monotonie des Alltags hat oft einen ähnlichen Effekt wie monotone Beats ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:

Otterl

zwangserleuchtet
@GeoTeknique
Zentrale Frage sollte sein: wie schließt du dieses Kapitel endlich ab, damit du wieder nach vorne schauen kannst. Sonst schleifst du das ewig mit dir rum und blockierst den nächsten Lebensabschnitt.

Musik mag eine therapeutische Wirkung haben, aber ob dies in diesem Fall ausreicht oder das Richtige ist, wage ich nicht zu beantworten.
 

dilettant

Proud 2 be a gearslut
Dafür wirst Du Energie brauchen und Resilienz. Ich denke, Du solltest den Rucksack, den Du mit Dir rumschleppst dazu loswerden. Damit meine ich nicht die Behandlung der körperlichen Symptome, sondern die Wurzel des Übels. Ansonsten wird es schwer mit einem glücklichem Leben... Alles Gute !
 
Damit wirst du wohl Recht haben. Und es wäre auch mein inneres Anliegen die Konflikte zu lösen - aus eigener Kraft.

Heute musste ich meinen Arbeitstag abbrechen, war eben auf dem mit dem Rad Weg ins Büro und musste schweißgebadet anhalten, anrufen und umkehren. Schweiß/Kalt. Keine Ahnung wie man das medizinisch bezeichnet. Die Ärzte im KKH haben weil sie keine wirklichen medizinischen Daten hatten einfach Sepsis reingeschrieben. Also eine Vegiftung. Weil die Symptomatik ähnlich ist.

Zum Glück hat mein Chef dafür großes Verständnis, auch weil er selber mal live miterleben musste, wie sich mal so ein Ausfall aufbaut und er auch selbst ähnlcihen in seiner Ausbildungsphase erlebt hat. Da hab ich eigentlich ein guten Background, der mich auch untersützt, nicht nur mit warmen Worten. Mein Chef hatte sein Studium ja auch erst mit 35 fertig und dann die Firmengründung in der Wendephase angestrengt.

Ich seh eigentlich nur zwei Möglichkeiten - den ursprünglichen aufgemachten Konflikt mit den Verantwortlichen persönlich zu bereden (ohne Böswilligkeit) um ihn so zu lösen oder eben das ganze hintersich zu lassen und nicht weiter drüber nachzudenken. Solange ich noch Student bin, liegt mir die erste Variante näher. Auch weil ich ein Mensch bin, der Konflikte lieber löst als sie zu verschleppen.
 
Diese Angebot wurde mir damals im KKH gemacht, habe es aber mit dem Verweis auf die Examensphase (im Bachelor) abgelehnt. Ferner würde man sich damit jegliche Chansen auf eine Stelle im Beamtenstatus verbauen, was ich damals noch eher angestrebt hätte als heute.
 
Mir mangelt es auch sonst an nichts und wenn ich dann sehe, wie schlecht es anderen Menschen auf dieser Welt geht, kann ich doch nur glücklich und zufrieden sein.
Naja....das freut mich für dich! Leichter gesagt als getan, wenn man an einer psychischen Erkrankung leidet! Solch
ein Satz würde einen da eher wohl noch weiter ins dunkle Tief ziehen!
GeoTeknique sollte sich definitiv Hilfe suchen!
Schnellstmöglich!
 

betadecay

Dronemaster Flash
Eine Firma im Bereich kommunaler Klimaanpassungsmaßnahmen gründen um sich an die Erfordernisse des klimatischen Wandels anzupassen, damit wir in 50 Jahren nicht in einer Wüste leben.
Also mal eben die Welt retten. Kann man versuchen, aber nach dem, was du bisher geschrieben hast, wirst du da ruck-zuck auch in Stress geraten. Kümmer dich um deine Stressproblematik, sonst wird das alles baden gehen. Schlimmstenfalls hast du nachher noch Familie und Angestellte, also Menschen, für die DU dann Verantwortung trägst, und dann kriegst du nen Burnout - davor ist zwar niemand gefeit, aber du scheinst mir da ein ziemlich sicherer Kandidat zu sein.
 

Bernie

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Naja....das freut mich für dich! Leichter gesagt als getan, wenn man an einer psychischen Erkrankung leidet! Solch
ein Satz würde einen da eher wohl noch weiter ins dunkle Tief ziehen!
GeoTeknique sollte sich definitiv Hilfe suchen!
Schnellstmöglich!
das ist wahr. Ich sehe eben lieber die positiven Dinge, weil ich keinen Bock habe, mir den Tag vermiesen zu lassen, das ist es nicht Wert.
Ich habe gelernt, mich nicht mehr über Dinge in der Vergangenheit aufzuregen, weil ich es eh nicht mehr ändern kann.
Das vergessen fällt mir auch nicht immer so leicht.
Beispiel: Gestern war ich gerade am Briefkasten, als mein damaliger Mieter grinsend an meiner Haustür vorbeigefahren ist.
Er schuldet mir aus 1999 noch DM 75.000 zzgl. Zinsen, hat dann Pleite hingelegt und private Insolvenz angemeldet. Seite dem
läuft die Firma auf seine Frau, er ist nur armer Angestellter und arbeitet fast nur schwarz - da gibts nix mehr zu holen.
Hab ich abgehakt, bringt ja nix.
 
Schulden tut mir keiner was und ich ebenso Niemandem. Das ist ja schon nicht sooo schlecht. Manch einer schiebt ein 5-stelligen Schuldenberg nach dem Studium vor sich her, vor allem die, die aus ärmeren Elternhäusern kommen und auf staatl. Hilfen angewiesen sind. Ich lag irgendwo dazwischen.

Selbstständig bin ich offiziell bereits - seit über 10 Jahren. Aber in Fakt nicht wirklich. Ich will nicht die Welt retten sondern es im kommunalen Maßstab angehen, denn dass ist die unterste Verwaltungebene, auf der entspr. MAßnahmen ungesetzt werden müssen. Der Bedarf zum Handeln, den verursachen wir mit dem klimawandel selbst. Stichwort - drittes schwere Dürrejahr in Folge.
Und wenn ihr irendwann mal nicht mehr durch den Park zum Entspannen gehen könt, weil dürrebedingte Astbruchschäden drohen oder gar garkeine Bäume mehr da sind, schränkt es die Lebensqualität von vielen ein. Dagegen kann und sollte man was tun. Da hilft uns die Wissenschaft. Ja, eine Firmengründung könnte (sich schätze mal auch wird) ebenso Stressmomente auslösen. Es hängt da aber bestimmt auch von der Branche ab und was man vor hat. Ob mir der Weg gelingt kann ich nicht sagen - versuchen werd ich's aber. Die ersten Schritte wurden bereits eingeleitet und potentielle Gesachäftspartner bereits gefunden.

Wenn ich für mich selbst verantwortlich bin, ist ändern sich ja auch die Rahmenbedingungen. Die haben sich auch schon zum Master hin verbessert, in dem ich nur ein einziges mal im KKH war. Ein positiver Trend ist also durchaus vorhanden - wenn auch sehr langfristig. Als Geowissenschaftler hab ich eh einen anderen Zeitbegriff.

Also ich klinke mich jetzt hier erstmal aus, und bedanke mich für die ehrliche Hilfsbereitschaft. Das hat durchaus geholfen.
Werd' die Tage nochmal inmich gehen und das nochmal in Ruhe verarbeiten.
 

XSPACE

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Also ich klinke mich jetzt hier erstmal aus, und bedanke mich für die ehrliche Hilfsbereitschaft. Das hat durchaus geholfen.
Werd' die Tage nochmal inmich gehen und das nochmal in Ruhe verarbeiten.
Ganz konkret die Frage: Glaubst du, du kannst das alles selbst lösen? Ich will ja niemandem zum Psychologen nötigen, aber mich würde interessieren, warum du diese Möglichkeit nicht zumindest mal in Betracht ziehst.
 
Das ist wohl richtig. Ich denke aber generell in recht langfristigen Zeiträumen - wobei mir natürlich auch klar ist, dass meine Lebenszeit wie die aller ebenso begrenz ist. Kleiner Nachtrag noch - wenns mit körperlich dreckig geht wegen Stress ist komischerweise mein meist Tinnitus weg - der kommt jetzt langsam wieder, wie auch der Hunger. und Appetit
 

ppg360

fummdich-fummdich-ratata
Früher hatte es gereicht etwas zu kiffen.
Das scheint aber aus der Mode gekommen zu sein.
Nein, das Zeug, was man heute bekommt, sorgt nur noch dafür, daß man noch schlechter draufkommt. Russisches Turbogras mit drei- bis fünffacher Menge an THC, völliger Filmriß und tagelanger Kater mit depressiver Verstimmung hinterher.

Wer tut sich sowas freiwillig an? Das hat schon vor zwanzig Jahren keinen Spaß mehr gemacht.

Stephen
 
Ich habe nicht so sehr Stress aber momentan ein sehr ausgeprägtes Prokrastinations-Verhalten, d.h. irgendwie vermeide ich das Musik-Machen obwohl ich total bock drauf hab.
Das kann ich mir nicht so recht erklären. Ist vielleicht ein ganz anderes Problem als das von @GeoTeknique und wahrscheinlich weiter verbreitet. Fiel mir nur gerade ein.
 
Ich habe nicht so sehr Stress aber momentan ein sehr ausgeprägtes Prokrastinations-Verhalten, d.h. irgendwie vermeide ich das Musik-Machen obwohl ich total bock drauf hab.
Das kann ich mir nicht so recht erklären. Ist vielleicht ein ganz anderes Problem als das von @GeoTeknique und wahrscheinlich weiter verbreitet. Fiel mir nur gerade ein.
Kenne ich auch... ich schiebs dann etwas vor mir her, weil ich weiß, wie lange ich dann wieder da sitze... (Ihr schmeisst hier manchmal mit Wörtern um Euch... ich nicke einfach nur und google dann klammheimlich ;-) ) Ist genauso wie mit dem DJ-Mix.... bin jetzt schon soweit nach 4 Wochen, das die Titelliste steht, mich ein wenig eingearbeitet hab, die Einsatzpunkte verinnerliche. Früher hatte ich Zeit und da funzte das automatisch, da ich zu jener Zeit die Vinyls/Songs anders gehört hab. Da war ich noch im DJ Modus und mein Unterbewußtsein war darauf trainiert. Also es geht nicht darum, auf den Takt zu treffen (da hab ich keine Probs), sondern intuitiv zu spüren wann der Break sich andeutet, wo ich einsetze. Bei maximal 1/2 - 1 Minute Übergang, damit der Push drin bleibt und der Spannungsbogen sich nicht verliert

Eine Firma im Bereich kommunaler Klimaanpassungsmaßnahmen gründen um sich an die Erfordernisse des klimatischen Wandels anzupassen, damit wir in 50 Jahren nicht in einer Wüste leben.
DU willst das? Ich provoziere jetzt ein wenig... Beamter... klingt alles vernünftig. Wie gesagt, ich hab damals eine Ausbildung bei der Polizei nach einem 1/2 Jahr hingeschmissen.... Wäre n "todsicheres Ding" gewesen (ein wenig Sarkasmus sei mir gegönnt)... Wir waren damals zu einem Trauermarsch geladen und mußten als "Kadetten" erstmals in der Alltagstauglichen Uniform auflaufen, nicht der Hunderschaft-Anzug. Ich stand vorm Spiegel und dachte in diesem Moment. Das werde ich nie sein. Ein Bauch-Gedanke...

Gehe in Dich. Laße Dich jetzt nicht unter Druck setzen, denn noch ist der Faktor Zeit auf Deiner Seite, auch wenn innere Unruhe aufkommt. Die Gesellschaft hat sowieso im Moment etwas runtergefahren (auch wenn andere jetzt gern ein Wettrennen veranstalten weil sie einfach nicht in der Lage sind, Ruhe zu bewahren nach dem Motto, na die schlimmsten Symptome - bezogen auf die "Corona Krise" sind vorbei also kann man wieder voll durchstarten, die haben einfach nur "Schiß", das der eigene Kopf rollt. Die Dinge passieren im Moment sowieso, wie sollen und nicht wie manche es wollen. Und Ohnmacht macht vielen Menschen die größte Angst, weil sie Ihr Leben dem "Schicksal" übergeben müssen.

Du mußt Dich jetzt nicht auf Teufel komm raus entscheiden, denn dann kannst Du nur verlieren. Also aushalten und vertrauen. Die richtigen Menschen und Entscheidungen kommen zur richtigen Zeit für Dich.
 


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