Symetrische Verkabelung

Dieses Thema im Forum "DAW / Komposition" wurde erstellt von clawF, 7. Juli 2006.

  1. clawF

    clawF Tach

    Hat hier jemand im Forum schon Erfahrung damit gemacht, den Synthesizer-ausgang mit einer DI-Box zu verbinden und dann symetrisch in das Interface zu gehen ?

    Ich benutze ein Motu 822 mk2 und würde gerne mal wissen ob es einen großen klanglichen Unterschied gibt.

    Ich habe zurzeit eine DI-Box von Avalon am Start die ich aber nur für die Gitarre benutzt habe.
     
  2. clawF

    clawF Tach

    äää da macht der Moogu aus meinem schönen Wort G... das Wort Katzendarm .. lol
     
  3. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Eine symetrische Verkablung bringt dir an sich nur was bei laengeren Kabeln oder mit Mikrowellen verseuchten Raeumen, weil das eigentliche Singal mit der invertierten Version durch's Kabel geschickt und am Ziel wieder invertiert zusammengemischt wird. Auf diese Weise loeschen sich Stoerungen aus, die das Kabel auf dem Weg vom Klangerzeuger zum Pult, Amp oder Wandler eingefangen hat...
     
  4. clawF

    clawF Tach

    Ja, das ist der eigentliche Sinn der symetrischen Verkabelung. Ich habe nur irgendwo mal gelesen, daß der höhere Rauschabstand und der höhere Pegel anscheinend auch zu hören sein sollen, dh das Signal soll dann auch etwas präziser und präsenter sein, aber vielleicht habe ich das nur im Bezug auf die Gitarre gelesen, in diesem Fall wird ja dadurch ein deutlich höherer Pegel zum Wandler geschickt.
     
  5. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Der Pegel wird hoeher, damit auch das Rauschen ohne dass sich am Verhaeltnis was aendert. Der Querschnitt des Kabels quasi verdoppelt, was nur bei sehr langen Kabeln einen hoerbaren Unterschied machen sollte...
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    Katzendarm ist etwas spezielles, da der Tonabnehmer relativ hochohmig und deutlich induktiv ist und das Kabel einen Anteil am sich ergebenden Schwingkreis hat, der dann den Sound mitbestimmt.

    Ansonsten sind 'klangverbessernde' Vorrichtungen die irgendwo in die Signalkette kommen eine Fehlkonzeption. Gäbe es sie wirklich bräuchte man ja nur beliebig viele davon hintereinanderschalten um den optimalen Sound zu bekommen. Damit bleiben aber nur zwei 'Sorten' von Vorrichtungen übrig:
    - solche die den Klang möglichst unverfälscht übertragen sollen. Da ist *unverfälscht* das Kriterium und weniger als *unhörbar verfälscht* geht nicht.

    - Klangverändernde Geräte, also Effektgeräte, Hall, Kompressor...

    Und wo sortiert man jetzt die ganzen Wunder-Vorverstärker ein?
    Einerseits wollen sie alle in die erste Gruppe, weil man will ja seinem Klang nichts antun. Andereseits sollen sie den tollen Sound liefern und fallen damit unter die Effektgeräte.

    Die einfachste Methode den Klang besser erscheinen zu lassen ist nach wie vor die Laustärkeerhöhung - weshalb alle Tests[1] ohne gemessen gleiche Pegel für die Katz sind. Und Symmetrisch ist bei vielen Geräten nun mal 6dB lauter, da können schnell falsche Eindrücke enstehen.


    [1]nicht blinde Tests sowieso...
     
  7. tomcat

    tomcat Tach

    Hmm. Hab alle Geräte die symetrische Ausgänge anbieten symetrisch verkabelt. Alle unsymetrischen halt unsymetrisch.
    Ein Adapter von unsym. auf sym. bringt imho wirklich nur was bei langer Kabellänge.
     
  8. tomcat

    tomcat Tach

    Aber um das Thema weiterzuführen.

    Bringen symetrische Multicores was? Dort liegen ja viele Leitungen parallel und dicht beinander. Ich rede jetzt auch von Längen unter 10 Meter, also die normalerweise unkritischen Längen.
    Klar ist auch immer die Kabelqualität ausschlaggebend, bei Multicores imho die Schirmung der Einzelleitungen.
     
  9. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Ich denke schon, wenn die Signalfuehrung sonst komplett Symetrisch ist...
     
  10. serenadi

    serenadi Tach

    Was den "Sound" angeht, wohl eher nicht.

    Aber die Stör-Sicherheit ist doch um vieles größer.
    Gerade bei vielen parallel-verlaufenden Leitungen ist es ja (neben der Störsignaleinstreuung auf das gesamte Multicore) das Übersprechen der einzelnen Kanäle, was unterdrückt werden soll.

    Hier werden also auch Einstreuungen von benachbarten Kabeln durch den Differenzverstärker in jedem Eingang wirkungsvoll unterdrückt.
     
  11. tomcat

    tomcat Tach

    Ja hab ich mir auch so gedacht.

    Nur wenn die entsprechenden Synths keine sym. Ausgänge haben macht wohl ein Konverter (preismässig) wenig Sinn, solange es unter 10 Metern oder so bleibt. Gute Multicore Kabel sind da imho die bessere Investition

    Oder?
     
  12. serenadi

    serenadi Tach

    Ne, alles unter 10m kannst Du unsymmetrisch lassen, es sei denn, Du legst das Kabel an dicken "Dimmer-Citys" entlang, oder hast sonstige stark störträchtige Geräte da stehen.

    Das Multicore macht den Synth aber auch noch nicht symmetrisch, 'ne DI-Box muss da schon noch zwischen, sonst machst Du Dir auch die Symmetrierung vom Mischer hinfällig- zumindest für den Kanal.
     
  13. tomcat

    tomcat Tach

    Eben das mein ich ja das sich bei Synths ohne sym. Outputs und unter 10m Länge DI Boxen wohl kaum auszahlen und man besser in ein hochwertiges Multicore investiert.

    Ich hab die Multicores unsymetrisch wenn die Synths keine sym. Ausgänge haben und symetrisch wenn sie welche haben (sunsyn z.b.).

    War bisher nie ein Problem, wie gesagt alles unter 10m.

    Einzig für den Q hab ich den Digitalausgang über rein seperates Kabel gelegt, SPdif wollt ich im Multicore nicht mitführen.
     

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