symmetrisches kabel - patchbay - unsymmetrisches kabel

hallo alle,
ich habe möglicherweise einen "bock geschossen", als ich die studio-verkabelung plante. ich besitze verschiedene analog-synthesizer, die ich über eine patchbay mit meinem audio-interface verbinden möchte. die synths haben natürlich unsymmetrisch ausgänge. die patchbay wie auch das audio-interface haben jedoch symmetrische ein/ausgänge. das audio-interface verbinde mit der patchbay via symmetrische d-sub 25 to 6.3 jack kabel. die patch kabel wie auch die jack-kabel mit denen ich aus der patchbay zu den synths gehe, sind allerdings unsymmetrisch. stellt das ein problem dar oder müsste ich alle unsymmetrischen kabel (d.h. patch kabel und kabel aus der patchbay zu den synths) durch symmetrische ersetzen?
vielen dank,
maurice
 

subsoniq

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Nö, kann man so lassen. Hast halt nur keine Vorteile die eine echte symmetrische Verkabelung mit sich bringt...
Deine Frage musste ich hier im Forum auch schon stellen :mrgreen:
 
Ah okay, danke für die Antwort :mrgreen: Also fliegt mir nicht das Studio in die Luft. Kann ich auf kürzere Distanzen (Homestudio mit vier Synths) auf eine symmetrische Verkabelung verzichten oder sollte ich mit DI-Boxen die unsymmetrischen in symmetrische umwandeln?
 
Maurice schrieb:
Kann ich auf kürzere Distanzen (Homestudio mit vier Synths) auf eine symmetrische Verkabelung verzichten oder sollte ich mit DI-Boxen die unsymmetrischen in symmetrische umwandeln?
Kannst du sicher. Ich habe im Studio eine ähnliche Verkabelung: Synths --(unsymmetrisch)--> Breakout-Box --(symmetrisch)--> Patchbay --(symmetrisch)--> Audiointerface. Klappt super auf diese Distanzen und wenn du mal doch ein symmetrisches Signal von vornherein anliegen hast (Mikro, DI-Box), umso besser.
 
Maurice schrieb:
die patch kabel wie auch die jack-kabel mit denen ich aus der patchbay zu den synths gehe, sind allerdings unsymmetrisch.
das ist doch genau richtig, wenn die synths unsymmetrische anschlüsse haben. in die unsymmetrischen anschlüsse mit einer monoklinke rein - dann kommt auch am symmetrischen anschluss ein korrektes unsymmetrisches signal an. es gibt aber auch synths (und sonstige studiogeräte) mit symmetrischen anschlüssen. dann würden sich natürlich symmetrische kabel anbieten.
 
Besten Dank allen für die Mithilfe. :supi: Ich habe die Sache nun so gelöst: Moog Voyager und Elektron Analog Keys haben symmetrische Ausgänge. Deshalb habe ich mir heute auch symmetrische Jack-Kabel und Patch-Kabel gekauft (Synth -> symm. Jack -> Patch-bay (mit symm. patch-kabel) -> symm. d-sub 25 -> audio interface). Micromac D und ein altes Roland teil sind unsymmetrisch, daher synth -> unsymm. jack -> patch-bay (mit unsymm. patch-kabel) -> symm. d-sub 25 -> audio interface.
Ich denke mal, dass es keine Rolle spielt bei unsymmetrischen Synths auch unsymm. Patch-Kabel zu benutzen (für die ansonsten symmetrische Patchbay), da das Signal ohnehin unsymmetrisch läuft.
 
noch eine abschliessende Frage: Um Studiomonitore (XLR) mit dem interface zu verbinden, kann ich, da XLR ebenfalls symmetrisch sind, ebenfalls diesen signalweg gehen?:
interface -> d-sub 25 to jack symmetrisch -> patchbay (symmetrische pb & symm. patch-kabel) -> jack symmetrisch zu XLR-kabel -> monitore
 
Maurice schrieb:
noch eine abschliessende Frage: Um Studiomonitore (XLR) mit dem interface zu verbinden, kann ich, da XLR ebenfalls symmetrisch sind, ebenfalls diesen signalweg gehen?:
interface -> d-sub 25 to jack symmetrisch -> patchbay (symmetrische pb & symm. patch-kabel) -> jack symmetrisch zu XLR-kabel -> monitore
Ja, kannst du auch so machen. So wie du oben deine Synth-Verkabelung beschrieben hast, ist es aus meiner Sicht optimal. Eine Idee noch: Bei der Monitor-Verkabelung würde ich mir überlegen, ob du überhaupt über die Patchbay gehen möchtest. Hat natürlich den Vorteil, dass du z.B. andere Quellen als das Audiointerface auf die Monitore legen kannst. Andererseits reicht vielleicht auch eine direkte Verkabelung (habe ich bei mir im Studio) und du umgehst trotz symmetrischer Signalführung das eine oder andere Risiko, dass die Übertragung gestört wird oder irgendwo eine Verbindung nicht 100%ig passt. Ist wie gesagt nur eine Idee.
 
Maurice schrieb:
Ich denke mal, dass es keine Rolle spielt bei unsymmetrischen Synths auch unsymm. Patch-Kabel zu benutzen (für die ansonsten symmetrische Patchbay), da das Signal ohnehin unsymmetrisch läuft.
genau, sobald du einen monostecker irgendwo auf der strecke reingesteckt hast, hast du den ring mit dem schaft kurzgeschlossen und das für den gesamten restlichen weg. selbst wenn ring und schaft in weiteren verbindungen dieses weges nicht verbunden sind (symmetrische kabel), bleiben die entsprechenden leiter wegen dem einen mono-stecker kurzgeschlossen. wenn eine symmetrische patchbay allerdings so konfiguriert und angeschlossen ist, dass sie auch ohne eingesteckte patchkabel weiterleitet, so bleiben diese wege natürlich erstmal symmetrisch.
 

Bernie

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wird alles überbewertet, denn bei den kurzen Kabellängen ist das völlig schnurz.
Achte aber darauf, das die Audio und Netzkabel nicht über eng nebeneinander liegen, sonst brummts im Geräusch.
Auf der Bühne sieht das anders aus, denn wenn die Strippen quer durch den Saal laufen, da nimmt man eben eine DI-Box.
 

Bernie

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wird alles überbewertet, denn bei den kurzen Kabellängen ist das völlig schnurz.
Achte aber darauf, das die Audio und Netzkabel nicht über eng nebeneinander liegen, sonst brummts im Geräusch.
Auf der Bühne sieht das anders aus, denn wenn die Strippen quer durch den Saal laufen, da nimmt man eben eine DI-Box.
 
Bernie schrieb:
wird alles überbewertet, denn bei den kurzen Kabellängen ist das völlig schnurz.
im fall mpc5000 war bei mir auch bei extrem kurzer strecke ein extremer unterschied! unsymmetrisch tierisch gebrummt. symmetrisch ruhe. habe nicht so viel equipment, deshalb nur ein beispiel.
 

Bernie

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Michael Burman schrieb:
im fall mpc5000 war bei mir auch bei extrem kurzer strecke ein extremer unterschied! unsymmetrisch tierisch gebrummt. symmetrisch ruhe. habe nicht so viel equipment, deshalb nur ein beispiel.
sollte heute eigentlich bei modernen Geräten nicht mehr vorkommen.
 
Bernie schrieb:
sollte heute eigentlich bei modernen Geräten nicht mehr vorkommen.
da war auch usb mit im spiel. ein sehr oft vorkommendes problem. und gerade "moderne" geräte haben übrigens immer öfter usb. der mox hat z.b. usb und unsymmetrische anschlüsse. da hilft nur ein isolator - entweder auf der audio- oder auf der usb-ebene. bei der mpc5000 war nicht nötig - einfach alles mit symmetrischen kabeln angeschlossen. zunächst nur stereo, dann aber auch zusätzlich alle 8 einzelausgänge. kein brummen.
jedenfalls sind symmetrische anschlüsse nicht nur für lange strecken. und nicht überbewertet, sondern studiostandard. aber das kann einfach jeder bei sich testen. du hast vermutlich auch leicht reden, wenn du bei dir eine optimierte stromversorgung im studio hast. vielleicht ließen sich damit auch durch usb verursachten brummschleifen vermeiden. das problem taucht in foren aber immer wieder auf. noch leichter kannst du übrigens reden, wenn du in deine mischpulte per adat reingehst. adat entkoppelt nämlich optisch.
 

dani

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Hallo, ich danke den Infos hier und hole den Thread (für Neulinge oder Nichtswissende wieder herauf), aber ich habe noch eine Frage:

Ich habe am Mischpult einen symmetrischen (balanced) Out (doppelt für Stereo), den ich zur Aufnahme benutzen will. Entweder ins Motu-Interface (symmetrisch) oder in den Sony PCM-10 Fieldrecorder (3.5 mm Line in, also unsymmetrisch). Nun mache ich das über zwei Kanäle an der Patchbay (Behringer, Ultrapatch Pro, PX3000) welche symmetrisch sind. Gibt es jetzt signaltechnisch Probleme, wenn ich mit dem symmetrischen Signal in den Line-In des Recorder gehe?

Was müsste ich da zwischenstecken?

Es ändert ja auch nichts an der Situation, wenn ich das Mono-Jackpärchen zu 3.5 mm-Kabel direkt ans Mischpult hänge?

Gibt es einfach diesen erwähnten 50% d.h. 3 db Lautstärkenverlust?

Die Patchbay nutze ich im Normaled-Modus, d.h. entweder geht das Signal ans Motu weiter oder in den eingesteckten Recorder.


Kann man dieses Zitat noch stehen lassen?
Fetz schrieb:
Das simpelste ist übrigens, asymmetrische Geräte mit Mono(asymmetrischen)Kabeln an die symmetrische Patch-Bay anzuschließen und symmetrische Geräte mit Stereo(symmetrischen)Kabeln. Gepatcht wird dann mit Stereo(symmetrischen)Kabeln.
Das schließt den Cold von elektronisch symmetrierten Ausgängen dann kurz, wenn sie mit einen asymmetrischen Eingang verbunden werden. Das kann inkompetent (im Sinne von massiver Konstruktionsmangel) entworfene Geräte beschädigen. Ansonsten funktioniert es "automatisch".
 


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