Synthesizer oder VSTi,s

Soljanka

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Ich möchte mich mit dem produzieren von Filmmusik eventuell elektronische Musik befassen. Was wären eurer Meinung die richtigen Anschaffungen?
Je nach dem, wo der Focus liegt.
Um Plugins kommt man bei Film-Musik wohl nicht drumrum.
Für elektronischer Musik reichen Plugins mit Sicherheit auch.
Inwieweit man jetzt noch zusätzliche Hardware einsetzt ist eine Frage der Eigenständigkeit und der Inspiration.
Beides kann Hardware meiner Meinung nach besser.
Inspiration in jedem Fall. Eigenständigkeit, wenn es eben gegeben ist.
 

einseinsnull

[nur noch PN]
ich denke die zeiten wo man filme nach dem ton schneidet sind schon lange vorbei. das hab ich zum letzten mal zu umatic zeiten gemacht, als das video mischpult noch analog war. :) aber ich wollte nicht nicht ganze schsuld dem cutter zuschieben. die sind genau so arm dran wie die otöner und die sounddesigner.
 
Filmmusik kann im Endeffekt jedes Genre sein. Es gibt keinerlei Einschränkungen. Von Geräuschen bis klassische Komposition. Und je nach Budget oder Zielgruppe verwendet man dann Programme ( Librarys und Erzeuger ) oder das ganze in Hardware. Die kompositorischen Fähigkeiten liegen hier immVordergrund. Die Mittel sind dann Völligst von der Zielgruppe abhängig und im professionellen Bereich bestimmte Plätze durch dedizierte Musiker zu ersetzen ist nicht neu. Dafür gibts schon lange Musik Taxi usw..
 

dirk42

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Erstmal vielen Dank an alle die hier so nett antworten. Zur Frage, ob ich blutiger Anfänger bin, muss ich sagen,,, in Sachen Homestudio und VST ja. Ansonsten seit 30 Jahren Bass Gitarrist. Nun soll es ruhiger werden; darum das Homstudio. Da ich sehr die Linie der Filmmusik mag, möchte ich mich damit beschäftigen. Budget liegt hoch; aber diverse Hilfe mit Infos sind mir da wichtig.

Eine allgemeine Frage wäre; ob beim Arbeiten mit Midikeyboard, VST,s für die Filmmusik zwingend Spielkenntnisse für Keyboard benötigt werden...Da sieht’s nicht so gut mit aus.
Frage 2: Beim Paket Komplete 12 Ultimate ist ja einiges drin an Orchester. Sind da in den Libraries schon längere Passagen enthalten die man in eine Spur anlegen kann und dann mit weiteren Spuren und VST verfeinern kann, oder muss man das mit dem Keyboard einspielen
 

darsho

Sö Sünteßeisör !
Ich bin E-Gitarrist von Haus aus.

Zum einen zeichnest Du ja die gespielten Töne als MIDI Noten auf und kannst sie auch 'gerade rücken' in der DAW. Manch einer spielt auch gar nichts ein und arbeitet eher wie ein Komponist.

Zum anderen sind einfache Keyboard Pasagen auch deutlich einfacher zu spielen als eine Gitarre. Du brauchst keine Hornhaut und kannst mit einem Finger schon sinnvolle Töne spielen. Die Lage der Töne ist auf einer Klaviatur schnell erfasst, es gibt keine sechs Saiten und die Tonabstände sind immer gleich. Da wärst Du der erste Gitarrist, der mit einfachen Keyboard Sachen überfordert ist ;-)

Du wirst schnell merken dass alle weißen Taste die A-Moll bzw. C-Dur Tonleiter darstellen.



Die Orchestersachen in Komplete sind über den Kontakt Sampler aufrufbar und haben einiges an Spielhilfen. Muss man ausprobieren, dann erklärt sich das. Grunsätzlich spielst die Noten in der DAW mit dem Keyboard ein oder du malst sie mit der Maus direkt in den MIDI Editor ein. Meistens benutzt man die sogenannte Pianoroll als Darstellung, die ist fast selbsterklärend. Man kann je nach DAW auch mit einer klassischen Notation arbeiten, da bin ich aber raus, habe da keine Kenntnisse.

Richtig bitter wird folgendes: Du merkst, dass man auch Gitarren so echt in Kontakt machen kann mit den Samples, dass der Laie da gar nicht erst den Verdacht hat, es wäre nicht echt. Also ein Jimi Hendrix Solo würde ich da jetzt nicht mit machen wollen, aber bei einigen gitarrenlastigen Stücken unserer Band sind auf den Studioaufnahmen gar keine echten Rhythmusgitarren enthalten ;-)

https://www.youtube.com/watch?v=itSICuAhgNQ


https://www.youtube.com/watch?v=y64tJiRof88


https://www.youtube.com/watch?v=FIKlrcgJnvA

Ich entsinne mich zurück, als ich das erste mal eine moderne DAW benutzt habe, das war 2007. Man hat allerlei Fragen, aber dafür gibt's ja das Internet.

P.S.:
man kann auch mit der Gitarre in z.B. Reaper MIDI Noten spielen und damit VSTs bedienen. Wär mir jetzt zu umständlich, aber es geht :

https://www.youtube.com/watch?v=RWFQwu8fPOc

Noch ein Nachtrag: Manche DAWS können Video reinladen, das ist für Filmmusik sehr hilfreich. Da ist dann halt eine Spur das Videofile, so dass man es z.B. immer in einem kleinen Fenster sieht.
 
Zuletzt bearbeitet:

ollo

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Frage 2: Beim Paket Komplete 12 Ultimate ist ja einiges drin an Orchester. Sind da in den Libraries schon längere Passagen enthalten die man in eine Spur anlegen kann und dann mit weiteren Spuren und VST verfeinern kann, oder muss man das mit dem Keyboard einspielen
Die Emotion- und Action Strings als Beispiel bieten Vorlagen aus denen man dann Passagen per Midikeyboard oder direkt im Noteneditor zusammensetzt. Sicherlich kann das hilfreich sein Keyboard zu spielen, ich kann es nicht und kriege es trotzdem hin. Vielleicht nicht ganz so spielerisch aber ich behaupte mal, man muss das nicht können.
 

dirk42

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Das beruhigt mich. Übrigends, als DAW habe ich jetzt Cubase 10.5. Das ist natürlich auch noch mal ein Kapitel wo man durchsteigen muss. Gibt zwar sehr viele Videos, aber die ein oder andere Stunde mit einem Profi an der Seite für praktische Ausführungen und Fragen würde mir nicht schaden. Vielleicht schreibe ich das hier im Forum nochmal separat. Gibt bestimmt Leute die Cubase und auch Komplete12 und Omnisphere haben und mal paar Euro nebenbei sich machen wollen. Mir würde es helfen. Es ist vorteilhafter wie nur Videos.
 

PySeq

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Ansonsten seit 30 Jahren Bass Gitarrist.
Eine allgemeine Frage wäre; ob beim Arbeiten mit Midikeyboard, VST,s für die Filmmusik zwingend Spielkenntnisse für Keyboard benötigt werden...Da sieht’s nicht so gut mit aus.
Dann würde ich mir überlegen, wie ich mit Bass oder Gitarre Midi-Noten in die DAW bekomme.
Offenbar gibt es Konverter:


Oder Controller im Gitarrenformat:


Zum B2M (nicht G2M):
https://www.youtube.com/watch?v=eqG0FVp1h6s


Ich hab' davon keine Ahnung, aber das würde ich machen.

Edit: Offenbar gibt es ein Plugin, daß das mit jedem Audio-Interface ermöglicht - also Gitarre in Audio-Interface, Gitarren-Sound in Plugin, Plugin gibt Midi aus. Aber anscheinend nur für Reaper:

https://www.youtube.com/watch?v=wQARhcHvYVc
 
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PySeq

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Die zweite Methode in dem einen Video scheint mit "Jam Origin: Midi Guitar 2" ein Plugin zu verwenden, das mit jeder DAW geht.
Allerdings schätze ich mal, daß das Plugin dann Midi-Noten zu einer anderen Spur sendet. Das geht bei Cubase nicht in der (sehr günstigen) Version "Cubase LE"; möglicherweise ab "Cubase Elements" - müßte man prüfen.
Kann man ja erstmal die kostenlose Demo ausprobieren.
 
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darsho

Sö Sünteßeisör !
Das beruhigt mich. Übrigends, als DAW habe ich jetzt Cubase 10.5. Das ist natürlich auch noch mal ein Kapitel wo man durchsteigen muss. Gibt zwar sehr viele Videos, aber die ein oder andere Stunde mit einem Profi an der Seite für praktische Ausführungen und Fragen würde mir nicht schaden. Vielleicht schreibe ich das hier im Forum nochmal separat. Gibt bestimmt Leute die Cubase und auch Komplete12 und Omnisphere haben und mal paar Euro nebenbei sich machen wollen. Mir würde es helfen. Es ist vorteilhafter wie nur Videos.
Cubase nutzen hier im Forum so einige, das ist ja auch ein DAW Klassiker. Ich selbst kenne es aber kaum aus der Praxis.
Ich würde das nochmal in einem extra Thread posten, dass Du einen leibhaftigen Tutor suchst.
 

devilfish

soundcloud.com/bjoernbeez
Ich muss hier mal eins loswerden. Du wirst kein VSTi finden, was auch nur annähernd an z.B. die Novation Bass Station 2 ran kommt. Wenn du da die beiden Effekte nutzt, die Reso weit aufreist und dann den Cutoff bewegst, fängt jedes noch so teure Plugin an zu heulen und schämt sich. Sowas geht leider mit Software noch nicht. Man kommt nah ran, ja, aber den Sound macht man nicht so fett geil mit Plugins.. ohne jetzt den altbekannten Streit entfachen zu wollen,.. das ist nur meine Meinung.
 

ollo

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Da kann man sicherlich drüber streiten, ich würde das sogar eher umgekehrt sehen, weil man da sehr viel Effekte, Layering usw braucht und da hilft einem dann ein Analogsynth nur bedingt weiter. Der mag sicherlich für rauhe Sounds gut sein oder als erster Soundgeber in einer Kette aber im Grunde genommen spuckt Software fertige Klänge für den direkten Einsatz aus, während du mit der Bass Station 70er Brot und Butter Sounds oder Acid machen kannst, aber da fehlt dann noch ganz viel.

Wobei das natürlich auch auf den Film drauf an kommt, für Retro-Sci Fi mag das sogar noch gehen aber für einen modernen Hybridscore würde ich immer auf Software setzen, grade wenn noch Zeitdruck dazu kommt.
 
Hi Dirk... Wo kommst Du denn her? bin jetzt kein Profi und hab jetzt erst nach etwas längerer Abstinenz mein "kleines" Studio wieder aufgebaut (u.a. 4 PCs... einer davon sogar 2x Terratec EWS 64XL bzw. XXL mit MicrowavePC :D )..
Qualitativ ist East West Quantum Leap Orchestra ein Tipp, wenn es um klassische Orchester Instrumente geht, benötigt aber etwas Handarbeit. kvr Audio ist da aber ne gute Adresse, um ein paar kostenlose PlugIns zum antesten zu nehmen um herauszufinden, wohin die Reise in dem Segment der VST PlugIns für einen persönlich geht. Das beste VST PlugIn bringt nichts, wenn es Dir persönlich nicht gefällt.
Selber habe ich auch erst letztes wieder ein wenig Jahr aufgerüstet mit dem MaschineJam Kontroller und Komplete 12 von NI. Das Paket nimmt Dir natürlich viel Arbeit ab, grad im Bereich von Loops und "amtlichen" Sounds für elektronische Musik. Die Gitarren Riffs sind 1a in dem Paket, grad wenn man in der Vorstellung das Bild einer Band braucht und selbst die eBässe sind hochwertig...natürlich alles darauf abgezielt, dem Solo Musiker viel Arbeit abzunehmen, wenn es ums abmischen/live hören mehrerer Spuren (Instrumente) geht. Ein Midi Keyboard würde ich Dir aber auf jeden Fall empfehlen (Aftertouch für Streicher, Synthesizersounds ist Pflicht), weil es die Arbeit ungemein erleichtert, besonders bei Flächen/Streicher und Arpeggios für den Einstieg in die Midiwelt. Denn während Du einen Loop laufen lässt, kann man damit schön improvisieren und experimentieren...sich verlieren :D

Cubase 10.5 ist schon n Schlachtschiff... selber hab ich vor kurzem mit dem Steinberg UR-RT2 USB Audio Interface auf Artist 10.5 hochgestuft, während mein Hauptrechner noch mit Cubase Studio 4.5 auf Win7 64bit läuft. 2006 bin ich auf Cubase 4.5 Studio gewechselt... aber 2011 hab ich den letzten Titel damit arrangiert. Ich weiß nicht, in wie weit Du mit dem Thema PC/Midi, VST etc. vertraut bist. Meld Dich einfach
 


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