USB-Host auf Midi

Dieses Thema im Forum "Controller & MIDI, CV…" wurde erstellt von fraBe, 30. Juli 2015.

  1. fraBe

    fraBe bin angekommen

    Hey Zusammen

    Möchte meinen Doepfer Dark Energy2 via USB vom AKAI LPK25-Keyboard steuern lassen. Schön kleines Set für als Kofferlösung, mit praxistauglichem Arp.
    Hierzu wird ~vermutlich~ ein USB-Host benötigt.
    Der "Kenton Midi USB Host" ist mir deutlich zu teuer. Gibt es da andere Hersteller oder Möglichkeiten.
    Was ist mit den "USB to Midi"-Konverter? Könnte das klappen? Kabelversion bei ebay für ~10€ erhältlich...

    Kann der USB-Port von DE2 überhaupt ~100mA an Controller ab geben?
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    Nein, kann er nicht. Alles, was du an Anschlüssen oben auf dem Dark Energy II drauf findest, ist technisch fast absolut identisch zum Dark Link von Doepfer, sowie zum A-190-3-Modul, sieht man mal von der Stromversorgung und den intern vorverschalteten Gate/CV-Signalen ab.
    Das kannst du quasi also als Gerät im Gerät betrachten.

    Ganz grundsätzlich kannst du aber auch Anhand vom USB-Stecker Rückschlüsse ziehen, ob ein Gerät nun "Master" oder "Slave" ist.
    Typ-A-Stecker sind die flachen und rechteckigen, die auch an jedem PC entsprechende Buchsen haben.
    Typ-B-Stecker sind annähernd quadratisch, mit zwei diagonal abgewinkelten Ecken. Solche Buchsen findet man auf Druckern, Scannern, dem SQ-1, den Dark Energies und so ziemlich jeder anderen Art von USB-Peripherigerät.

    Der genormte wesentliche Grundsatz hier lautet:
    Typ-A-Buchsen geben und nehmen Steuersignale auf und geben Leistung aus.
    Typ-B-Buchsen geben Steuersignale aus und nehmen Leistung auf.

    Systemtypische Befehle werden je nach Gerät und Treiber zwischen Master und Slave hin- und hergeschickt.
    Zum Beispiel:
    PC sagt zum Scanner: Scanne das Bild!
    Scanner sagt zum PC: Hier ist dein Bild.
    PC sagt zum Drucker: Druck das Bild aus!
    Drucker sagt zum PC: Ich habe keine Tinte mehr.

    Den wirst du sogar mit ziemlicher Sicherheit brauchen. Oder eine Laptopklapperkiste mit entsprechender Software drauf.
     
  3. serge

    serge ||

    Ja.

    Es gibt andere Produkte, die sind aber teurer als der "Kenton Midi USB Host", können dafür aber auch mehr (z.B. iConnect 4+, TE Oplab). Gibt ein paar Threads zum Thema, bin aber gerade zu faul zum Suchen.

    Nein, diese USB-to-MIDI-Interfaces erwarten ebenso einen USB-Host (üblicherweise einen Computer) wie z.B. der DE2.
     
  4. fraBe

    fraBe bin angekommen

    Morgen!
    Dank erst mal für die Rü.
    Ausfürhrung USB/A vs. USB/B sind sehr spannend. Wobei zusätzlich USB/Mini und /Micro kommen, bei denen aus Platzgründen, die vorab beschriebenen Zuordnungen aufgehoben sind.

    Separater USB-Host macht für mich keinen Sinn, daher werde ich mich wohl von dem AKAI lösen müssen und ein Key mit Midi-Port (DIN-Buchse, oder CV) suchen.
    Somit kann ich mich auch von der Miniatur verabschieden.

    Alternativ schau ich mir noch einmal den Arturia BeatStep... aber als Tastenersatz um Einzeltöne zu spielen, ist fraglich.
     
  5. serge

    serge ||

    Das Preis-Leistungs-Verhältnis des Kenton USB-Host ist in der Tat etwas fragwürdig, da es für 129 € gerade mal ein USB-MIDI-Device auf einen MIDI-I/O-Port umsetzen kann.

    Das iConnectMIDI 4+ kostet zwar 90 Euro mehr, kann aber über einen aktiven USB-Hub bis zu acht USB-MIDI-Devices auf vier MIDI-I/O-Ports verteilen, inklusive zahlreicher MIDI-Daten-Filter, -Merge und -Routing-Optionen.

    Gleichzeitig kann es als MIDI-Interface für bis zu drei PCs/OS Xs/iOS-Geräte dienen und diese MIDI-Daten munter zwischen den drei PCs/OS Xs/iOS-Geräten, den acht USB-MIDI-Devices und den vier MIDI-Ports hin- und her routen/mergen/filtern. Dabei werden angeschlossene iOS-Geräte im Betrieb geladen.

    Zu guter Letzt können auch noch Audio-Signale zwischen den drei PCs/OS Xs/iOS-Geräten geroutet werden (das habe ich allerdings noch nie ausprobiert).

    Da Du Dich jetzt für eine portable Kofferlösung mit einem kleinen Akai LPK25 interessierst, könnte es ja sein, dass Du irgendwann in der Zukunft weitere kleine und transportable Klangerzeuger erwerben wirst, die Du dann über weitere kleine und transportable USB-Devices wie Faderboxen oder Drumpads oder gar iOS-Geräte mit frei konfigurierbaren Benutzeroberflächen steuern möchtest, oder Du dafür einen Sequencer auf iOS-Basis nutzen möchtest – und dann wärst Du mit dem iConnectMIDI 4+ auf der sicheren Seite.

    Wenn Du jetzt eine Standard-DIN-MIDI- oder CV-Tastatur kaufst, sind Deine Kosten möglicherweise geringer als die für ein iConnectMIDI 4+ …falls aber auch nur die Möglichkeit besteht, dass Du eine Erweiterung planst, wirst Du mit dem iConnectMIDI 4+ langfristig günstiger (und transportabler) unterwegs sein als mit verschiedenen Standard-MIDI-Devices samt dem dazugehörigen Sammelsurium an entsprechenden MIDI-Patchbays, -Router und -Thru-Boxen.

    Ich nutze eine Kombination aus 5 Akai LPK25 und 1 Korg NanoKontrol über das iConnect und bin sehr zufrieden.
    Aber wie es immer so schön heisst: "Your milage may vary".
     
  6. fraBe

    fraBe bin angekommen

    Hey Serge - Danke!
    interessanter Blickwinkel, aber mein Weg in die Miniaturisierung ist vorgezeichnet.
    Und noch mehr als nötig auszugeben nur um ein Mini-Key an´s laufen zu kriegen, ist nicht mein Weg.

    Mein Schwerpunkt ist und bleibt das Rohrblatt-Gebläse.
     

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