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Versteigerung: Florian Schneiders Nachlass - 19. Nov. 2025 (Kraftwerk)

  • #92
Ja, das ist ähnlich schräg wie die Geschichte um den MS-20 (Schulversion), bei dem man Schnuffi nach einem Leihvertrag fragt...
 
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M.i.a.u.: Pepe
  • #93
Zwei PS-3200, und mir wollte nie jemand glauben, daß diese Geräte im Kraftwerk-Fundus waren (bis das eine Bild aus dem Schneider-Heimstudio auftauchte).

Das Rack mit dem Bode Frquency Shifter ist natürlich sehr schön, oder die Röder-Geige als Artefakt ("eine Geige, die aussah wie ein Hundeknochen" -- beschrieben in der berüchtigten Flür-Autobiographie).

Zwei VSM-201? Einer im Case und einer mit Rackwinkeln?

Ein Synton 221 Vocoder.

So ein Poster habe ich vor über 20 Jahren mal in Düsseldorf von Privat gekauft:


Anhang anzeigen 267681


Anfang des Jahres habe ich es mal zum Verkauf angeboten und mir anhören müssen, dies könne unmöglich ein Original sein. Anscheinend lagerten im Schneider-Fundus noch gut zehn Stück davon.

Stehen die Auktionsstücke eigentlich noch in Düsseldorf und Umgebung, oder müssen sie für viel Geld über den großen Teich verfrachtet und dann noch verzollt und versteuert werden?

Stephen
das Cover erinnert mich an 4 mal "Pan Tau" diese Minimännchengestaltung hat mir immer so gefallen.
Das soll jetzt bitte nicht plump verstanden werden. Ok, zum Thema:

Das jetzt all die schönen Instrumente versteigert werden muss man natürlich, wie ich meine, aus vielen Winkeln sehen.
Ich komprimiere das jetzt mal runter auf eine "normale" Haushaltsauflösung.
Ich nehme mal an, daß die Erben,- bzw Hinterbliebenengemeinschaft nicht alle mit Musik vertraut sind.
Ich zb., um es mal simpel zu halten, habe die Räuchermännchensammlung und zahlreiche Bergmänner, Adventskränze usw.
aus erzgebirgischer Handarbeit, veräußert weil ich einfach nichts damit anfangen konnte. Meine Oma hätte mich danach zwar
ordentlich versohlt, aber mir lag einfach nichts dran. Das mag unsensibel sein, kann man mir vorhalten, ok.

Es ist eigentlich mit allem so, was man sebst hinterläßt oder hinterlassen wird. Die eigene Leidenschaft, Begeisterung und Interesse
wir nicht immer in der Familie voll geteilt. Muß man akzeptieren, glaube ich.

freundlicher netter Gruß
 
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M.i.a.u.: claudio, Archivicious, Area88 und 6 andere
  • #94
Ich gehe davon aus, dass seine Tochter Lisa Alleinerbin ist. Möglicherweise war es auch die Empfehlung, alles versteigern zu lassen. Vielleicht hat sie das eine oder andere Stück als Erinnerung an ihren Vater behalten.
 
  • #95
Ich gehe davon aus, dass seine Tochter Lisa Alleinerbin ist. Möglicherweise war es auch die Empfehlung, alles versteigern zu lassen. Vielleicht hat sie das eine oder andere Stück als Erinnerung an ihren Vater behalten.
eben, Erinnerungsstücke sollten bleiben und nicht alles auf "Verscherbeln" heruntergebrochen werden.
Außenstehend sieht halt alles anders aus

Grüßchen
 
  • #96
das Cover erinnert mich an 4 mal "Pan Tau" diese Minimännchengestaltung hat mir immer so gefallen.
Das soll jetzt bitte nicht plump verstanden werden. Ok, zum Thema:

Das jetzt all die schönen Instrumente versteigert werden muss man natürlich, wie ich meine, aus vielen Winkeln sehen.
Ich komprimiere das jetzt mal runter auf eine "normale" Haushaltsauflösung.
Ich nehme mal an, daß die Erben,- bzw Hinterbliebenengemeinschaft nicht alle mit Musik vertraut sind.
Ich zb., um es mal simpel zu halten, habe die Räuchermännchensammlung und zahlreiche Bergmänner, Adventskränze usw.
aus erzgebirgischer Handarbeit, veräußert weil ich einfach nichts damit anfangen konnte. Meine Oma hätte mich danach zwar
ordentlich versohlt, aber mir lag einfach nichts dran. Das mag unsensibel sein, kann man mir vorhalten, ok.

Es ist eigentlich mit allem so, was man sebst hinterläßt oder hinterlassen wird. Die eigene Leidenschaft, Begeisterung und Interesse
wir nicht immer in der Familie voll geteilt. Muß man akzeptieren, glaube ich.

freundlicher netter Gruß
Ja, ich bin da auch eher zwiespältig. So ist es irgendwie traurig, wenn das ganze Lebenswerk so auseinander gepflückt und verscherbelt wird, andererseits würde es in einem Museum wohl eher nur als Anschauungsobjekt dienen. Dann ist es schon besser wenn die Instrumente wieder genutzt werden und vielleicht zu neuen Inspirationen und Musikstücken führen. Das hätte Florian wohl auch gefallen.
Bei Oscar Sala 'verschwand' das Erbe im Deutschen Museum München und das Mixturtrautonium im Musikinstrumentenmuseum SIMPK Berlin. Man kann es dann wohl nur noch bestaunen.
Ich hoffe nur, dass die ganze Votrax-Anlage in gute Hände kommt und weiter genutzt wird. So wie ich es verstehe ist die wohl auf zwei Bieterlose aufgeteilt.
Über einige Gegenstände, wie den Pass kann man aber wirklich streiten, da ist schon einiges seltsames dabei.

Nette Grüße zurück

(ich kann auch nichts mit Räuchermännchen anfangen ;-) )
 
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M.i.a.u.: Schnuffi
  • #97
Aktive Musiker sind immer besser, vielleicht ist es aber auch so, dass die Erbin schlicht mit Musik oder Kunst nicht auskennt und einfach das raus holt, was geht - Bei Wohnzimmermöbeln wäre vermutlich keiner so, dass die alle restlos in den Wohnungen der Erben stehen müssten, dazu braucht man ja auch Platz und der Stil muss passen.

Ich würde davon aus gehen, dass der Dame solche Instrumente nichts geben oder sagen. Also für die sind das Schwippbögen. Technisches Brimborium. "Zeug".

Es gäbe hier, ähnlich des Wunsches zum WDR Studio für Elektronische Musik eine Option, diese quasi gut verwaltet in einer Art aktivem Studio denkbar und damit einfach so wie im Bild bereit zu stellen, um nachvollziehen zu können, wie das damals war mit jemandem, der das auch verstanden hat. Das andere wäre nicht nur "was man mit 3 MS20 Controllern anstellen kann" - ggf. ist also das rein Synth-Materielle gar nicht so wichtig. Wir kennen einen Cirklon Sequencer oder SND SAM16 Sequencer oder sowas und wissen wie sowas klingt.

Ein Bekannter von mir hat etliche Aufnahmen von Florian, privat, da durfte ich also Votrax Ergebnisse hören, wie etwa klassische Werke, die er offenbar mal für sich durchprogrammiert hat und auch Dehnungen und Sprechübungen. Das ist oder wäre sicher auch für die Gemeinschaft super interessant und würde auch zeigen, welche Basisarbeit ein Herr Schneider hatte, dh - die "Vorarbeit" und der Spaß und das Neugierige in vielen anderen Gebieten, um am Ende zu Kraftwerks Musik zu kommen.

Ja, in dem Zusammenhang oben ist aber das Flair eben auch mit einem alten VW Bus gut weiter erzählt, da man eben dann auch weiss, was er sich um sich aufgebaut hat, um das zu schaffen. Es ist eben auch anders als wenn man im Ohrensessel liegt oder in einem typischen Studio, wie das hier viele haben und gepostet haben (auch alles eigene Welten).
Es erzählt einfach viel - ich würde mich freuen, wenn man das quasi kuratiert zeigen würde und man kann sich das ansehen, muss nicht riesig sein - aber man könnte das dann immerhin dokumentieren, mit Kamera und Film.
Das wäre dann eine würdigere Dokumentation.

Das wird die Erbin wohl aber nicht auf dem Schirm haben, wenn sie nicht einmal Dirk den MS20 Schulsynth wieder geben mag, da würde wohl auch kein Zacken aus der Reichtumskrone brechen. Weiss aber nichts über deren Finanzlage. Kann ich auch nicht für sie vorlegen. Das steht mir nicht zu. Aber - was für die Leute in der Kultur nett gewesen wäre, ist eine würdige Umsetzung. Das ist natürlich aufwendiger. Aber - es würde wohl sehr gut gedankt werden. Selbst wenn das eine einmalige längere Ausstellung in New York wäre.
Gern auch eine Wanderausstellung. Das war ein privates Ding, daher denke ich da nicht zu sehr an "Besucherstudio", aber vorführen von einigen Dingen - sei es auch nur Fake mit Audio und abspielen - wäre naheliegend. Machbar.
 
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M.i.a.u.: claudio, Dungeroo und elbonzoseco
  • #98
Florian hatte ein beträchtliches Vermögen von einem Vater geerbt und sich mit seiner Schwester und der späteren Frau seines Vaters wohl heftig ob der Anteile gestritten. War sicherlich mehr als Dreimarkfuffzich übrig geblieben. Dann Florians Haus, die stolze Abfindung von Ralf Hütter, seine Einnahmen als dem Kling Klang Verlag - gehungert hat er nicht. So und nun hat das alles seine Tochter Lisa geerbt. Finanziell auf dem letzten Loch gepfiffen und so gezwungenermaßen ein verliehenes Instrument verscherbelt? Oder einfach: Ein Taler zu dem anderen. Dumme Pute.
Florian war schon immer - und so habe ich ihn über Jahrzehnte erlebt - an einer wirtschaftlichen Optimierung interessiert. Und sie agiert jetzt ganz in seinem Sinne. Ein gutes Mädchen.
 
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M.i.a.u.: T.O.M., Dungeroo und HansLanda
  • #100
Ja, ich bin da auch eher zwiespältig. So ist es irgendwie traurig, wenn das ganze Lebenswerk so auseinander gepflückt und verscherbelt wird, andererseits würde es in einem Museum wohl eher nur als Anschauungsobjekt dienen.

Vielleicht wären auch Ideen dazwischen möglich? Ausstellung und trotzdem auch Verleih. ;) (Mo. - Do. Verleih, Fr. - So. Ausstellung)
 
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M.i.a.u.: Dungeroo
  • #102
Da fehlt mir noch etwas Licht, das für die entsprechende Aufmerksamkeit sorgt, vielleicht in Form von einem in Rot gefärbten Blaulicht, und außerdem die Exekutive in Form einer Roboterhand, die das notfalls auch durchsetzt.
 
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M.i.a.u.: Dungeroo
  • #105
IMG_2731.jpeg


Fotodruck auf Alu-Dibond, 60 x 60 cm, mit Widmung von Ralf Hütter. War ein Geschenk von ihm. Hängt bei mir im Arbeitszimmer.
 
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M.i.a.u.: Broadcast Storm, VEB Synthesewerk, claudio und 9 andere
  • #107
Schon schöne Sachen dabei, ein paar wären vielleicht sogar bezahlbar.

Aber irgendwie finde ich solche Versteigerungen immer merkwürdig, vorallem, wenn die Leute schon tot sind hätte ich kein gutes Gefühl. Vielleicht wäre das auch eher was für ein Museum, grade die Rackaufbauten würden sich dafür anbieten.
Ich finde es super, wenn ein Künstler zu Lebzeiten festlegt, dass die persönlichen Dinge nach dem Ableben dann für einen guten Zweck versteigert werden (ohne jetzt zu wissen, was mit dem Erlös aus der Schneider-Auktion passiert). Das würde der Sache ein wirklich positives Gefühl geben.
 
  • #109
Das Schicksal des kommerziellen Erfolgs.

Für meinen Geschmack war Kraftwerk nach 1981 musikalisch eigentlich schon durch.

Dann war es äußerst belanglos. Die „Inspirierten“ haben danach deutlich Interessanteres gemacht.

Ist ja bei einigen erfolgreichen Künstlern und Produzenten so.
Z.B. Münzing und Anzelotti.
Ihre Millionenseller haben sie mit einigen Kompromissen und überschaubaren Equipment produziert.
Dann kam der Geldregen und sie haben die Bude mit allem möglichen teuren Equipment vollgestopft. Ab da blieben dann nennenswerte Ergebnisse bzw. Erfolge aus.
 
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M.i.a.u.: Killnoizer
  • #111
Das Schicksal des kommerziellen Erfolgs.

Für meinen Geschmack war Kraftwerk nach 1981 musikalisch eigentlich schon durch.

Dann war es äußerst belanglos. Die „Inspirierten“ haben danach deutlich Interessanteres gemacht.

Ist ja bei einigen erfolgreichen Künstlern und Produzenten so.
Z.B. Münzing und Anzelotti.
Ihre Millionenseller haben sie mit einigen Kompromissen und überschaubaren Equipment produziert.
Dann kam der Geldregen und sie haben die Bude mit allem möglichen teuren Equipment vollgestopft. Ab da blieben dann nennenswerte Ergebnisse bzw. Erfolge aus.
Florian sagte zu mir: "Es ist alles gesagt. Dem ist nichts hinzuzufügen."
 
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  • #112
… Florian war schon immer - und so habe ich ihn über Jahrzehnte erlebt - an einer wirtschaftlichen Optimierung interessiert. Und sie agiert jetzt ganz in seinem Sinne. Ein gutes Mädchen.
… passt doch. Und ich zitiere gerne nochmal was im Kontext:
«Ich bin der Musikant mit dem Taschenrechner in der Hand»
 
  • #114
Florian sagte zu mir: "Es ist alles gesagt. Dem ist nichts hinzuzufügen."

Du hast den Beitrag editiert.
Ursprünglich stand da noch was von 8 Alben.
Demnach könnte man interpretieren, dass seit Anfang der 80er auch für Florian Schneider Kraftwerk musikalisch nichts mehr hergab, dafür sich aber weithin kontinuierlich die Konten füllten.
 
  • #115
Du hast Recht, ich hatte von 8 Alben geschrieben und danach noch mal versucht, mich genau zu erinnern. Er hatte von 6 Alben gesprochen, für ihn war mit den Alben bis Computerwelt alles gesagt worden.
Ralf Hütter hat Kraftwerk immer als Gesamtkunstwerk gesehen, dessen Existenz nicht von weiteren Veröffentlichungen abhängig ist. Es gab ein schönes Interview mit ihm im ZEIT MAGAZIN.
 
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  • wunderbar
M.i.a.u.: claudio, micromoog und Phil999
  • #116
für ihn war mit den Alben bis Computerwelt alles gesagt worden

Da wird ihm (incl. mir) der Großteil der Kraftwerk Hörerschaft zustimmen.

Ralf Hütter hat Kraftwerk immer als Gesamtkunstwerk gesehen, dessen Existenz nicht von weiteren Veröffentlichungen abhängig ist

Solange dennoch die Nachfrage da ist, ist das legitim, auch wirtschaftlich gesehen. Es soll schlimmere Erlebnisse geben als sich regelmäßig von 5000 - 50000 Leuten vor tollen Kulissen (zB Schloß Karlsruhe) Standing Ovations abzuholen ;-)
 
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M.i.a.u.: Broadcast Storm, claudio, Dungeroo und 2 andere
  • #117
Vielleicht investiert seine Tochter Lisa ja auch die Erlöse aus der Auktion in ihr Forschungsprojekt gegen die Verschmutzung der Weltmeere.

 
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M.i.a.u.: Dungeroo
  • #119
Wie auch immer, jedenfalls war die Durchsicht der Collection sehr inspirierend für mich und ich hab' nette Gerätschaften entdeckt, von denen ich noch nicht wusste, dass ich sie suche ;-)
(Damit meine ich nicht die Lederhose oder den Zollstock)
 
  • HaHa
M.i.a.u.: PhonicGate und Pepe
  • #120
So eine Bambus-Saxophon-Flöte würde ich gerne mal hören, diese komische 60ies-Bass-Synth-Orgel mit den zwei Oktaven hätte ich gerne und die Cassetten-Wand-Hängeleuchte ist ziemlich sexy. Ansonsten soll der olle Krempel ruhig weiter in den USA rumstehen. Die haben ja nicht so viele durch die Vergangenheit symbolisch aufgeladenen Dinge wie wir, aber Platz ohne Ende. Hier in Europa isses eh so eng.
 
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