Warum mögen wir analogen Sound, warmen Sound, Lo-Fi-Sound etc

nikez
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..
Die Frage ist wohl nicht beantwortbar, da man ja schlechterdings nicht von seiner kulturellen Prägung abstrahieren kann - aber ich würde mal die Behauptung in den Raum werfen, dass man sich subjektiv immer als 'freier' und 'natürlicher' empfindet als man eigentlich ist. Der Lofi- und Analogfetischismus ist wahrscheinlich weitaus mehr geschichtlich bedingt als man zugeben mag. Klar sind Kultur und Natur immer miteinander vermittelt und verbunden und solche Argumentationsweisen haben etwas faszinierendes an sich: Z.B. fand ich die Idee cool, dass eine 303 wegen ihrer Hülllkurvenschaltung bei schnell aufeinander folgenden Noten mit "accent" für den Menschen dem Schrei eines Tieres in Gefahr ähnelt 🧐. Aber dennoch ist man m.E. viel zu schnell dabei, seinen jetzigen Bewusstseinsstand (inklusive Synthesizergeschmack ;-) ) als so selbstverständlich zu begreifen, dass er nichts mit dem Lauf der Geschichte zu tun habe.

In der Kunst sucht man häufig nach einem Ausdruck von Transgression, nach irgendwas, das über den alltäglichen Einheitsbrei hinausweist in eine Möglichkeit des Anderen. Da sich momentan nicht gerade viel utopische Hoffnung aufbringen lässt, sucht man das wohl eher in der Vergangenheit. An den kompliziert aussehenden Gerätschaften des kalten Krieges klebt vielleicht noch eine kulturelle Assoziation mit dem Versprechen, das die Technik damals zum Ausdruck brachte. Wenn Hainbach z.B. exotische Soviet-Synthesizer hervorkramt, spielt neben dem eigentlichen Klang auch die Erzählung des tragisch gescheiterten Befreiungsversuchs des Sozialismus eine Rolle, die dem an sich leblosen und profanen Gerät für uns emotional anhaftet. Wenn Pete Cannon mit Atari Trackern und Racksamplern Jungle wie vor 30 Jahren produziert (oder ich auf jede Spur eine Instanz vom Decimort-VST lege😅), dann um eine klangliche Assoziation zum naiven und überdrehten Experimentalismus der 90er herzustellen.

Also kurz gesagt wäre meine Idee, dass es auf die geschichtliche kulturelle Bedeutung zurückgeht, dass wir gerade die Unzulänglichkeiten alter Geräte fetischisieren. Während die Leute in den 70ern wahrscheinlich irgendwie unzufrieden waren, dass ihre Synthesizer noch nicht wirklich wie eine Klarinette und im nächsten Moment wie ein Cello klingen konnten und die Leute in den 90ern wahrscheinlich einfach nur genervt von ihrem als unprofessionell empfundenen lofi-sound waren, suchen wir jetzt mit einem früher unausdenkbaren Arsenal von perfekten Werkzeugen bewaffnet nach einem Rest Authentizität und Bedeutung in unserer ziemlich auf Äußerlichkeiten fixierten, ziemlich virtuellen Kultur.
 
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Neusiker
Neusiker
Ohrigamist
Im übrigen wurde Anfangs der 70er, als die erste Musik mit elektronischen Instrumenten eingespielt wurde, diese als Kalt und Leblos bezeichnet.
Ähm, ist 70er Jahre synthetische Klangkunst eigentlich vergleichbar mit heutiger synthetischer Klangkunst? Die heutige ist ja leistungsfähig genug, um jeden einzelnen Oberton getrennt zu steuern, was Envelope und niederfrequente Modulation angeht, und da noch ein paar Artefakte draufzuaddieren, ist Kür. Bingo, there is "analogue" sound for the unexperienced ear.

Auf diese Frage gibt es keine zielführenden Antworten. Wer weiß, vielleicht wird die Totraummusik wieder in. Analoge Artefakte? "Pah! Das ist doch keine richtige Musik!" Vielleicht sollte ich aber dringender spazieren gehen, als mich mit dieser mūßigen Frage zu beschäftigen.
 
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ZH
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Vielleicht wird das hier auch zu absolutistisch verstanden. Natuerlich mag es verschiedene Geschmaecker geben, verschiedene Stile, verschiedene Klangaesthetiken. Es wird auch keiner gezwungen, analogen Sound gefaelligst toll zu finden.

Aber ich denke es kann keiner abstreiten, dass sehr haeufig analoge Klangaesthetik versucht wird nachzuahmen, obwohl wir heute die technisch besseren Moeglichkeiten besitzen, nach denen wir uns vor Jahrzehnten wohl gesehnt haben. Und die Frage bezieht sich nunmal darauf, ob dies nun aus Retro-Gruenden gemacht wird, aus Nostalgie, oder ob das eben deshalb gemacht wird, weil technisch perfekter Sound oftmals nicht das ist, was man letztendlich haben moechte. Ob das nun wirklich JEDER Producer macht, spielt hier ueberhaupt keine Rolle. Fakt ist, es wird gemacht, auch wenn es nicht explizit darum geht, "retro" zu klingen. Und auf diese Faelle bezieht sich die Frage, warum wir trotz technisch perfekten Moeglichkeiten eine "weniger perfekte" Klangaesthetik waehlen.
 
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Summa
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hate is always foolish…and love, is always wise...
Aber ich denke es kann keiner abstreiten, dass sehr haeufig analoge Klangaesthetik versucht wird nachzuahmen, obwohl wir heute die technisch besseren Moeglichkeiten besitzen, nach denen wir uns vor Jahrzehnten wohl gesehnt haben.
Nur weil es alle machen muss es nicht gut sein ;-)
 
ZH
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Ich dachte es machen nicht alle? Und wie trägt das jetzt zur Diskussion bei? 🙄
 
Summa
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Ich dachte es machen nicht alle? Und wie trägt das jetzt zur Diskussion bei? 🙄
Na wenn du deine Einstellung nicht bedenklich findest, ständig auf das zu pochen was andere so machen, dann bringt das dir wahrscheinlich nix. Ich bin eher der Typ der alles hinterfragen und selbst auch mal was anderes ausprobieren will.
 
ZH
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Na wenn du deine Einstellung nicht bedenklich findest, ständig auf das zu pochen was andere so machen, dann bringt das dir wahrscheinlich nix. Ich bin eher der Typ der alles hinterfragen und selbst auch mal was anderes ausprobieren will.
Worauf poche ich denn? und was soll ich von Deiner Einstellung halten, von der Threadfrage abzulenken?

Ich habe eine ganz normale Frage gestellt und moechte ueber diese reden. Ich haette auch fragen koennen, warum schauen die deutschen so gerne Fussball, was bringt es mir dann wenn jemand sagt "also ich schaue lieber Handball" oder "ich gehe gerne kegeln"?
 
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Scenturio
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au͘͏͡d̛̀i̛͝a͞ţ͏u͏r ̷͜et ̶͟͝a͡l͜t͢͡͠e͜͠ŗa ͝p͢a̛rs
das liegt daran, weil z.b. ein sinus-ton in der natur nicht vorkommt.
mal am Rande: ich nutze ganz gerne mal einen reinen Sinus als Leadsound - und der sticht meist deutlicher aus dem Mix heraus als alle anderen Klänge, die man so verwendet.
Gibt man nur ein paar Obertöne (Richtung Dreiecksschwingung) hinzu, wird das ganze schnell milder.
 
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DanReed
DanReed
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Das Problem in diesem Thread sind div. Sterotypen, die du mit FM-Sounds verbindest. Aber wenn man nur die langweiligen Presets kennt, könnte man meinen das
Das Problem mit diesem Thread ist auch, dass hier oft Stereotypen als Fakt unterstellt werden.

Kann es sein daß hier suggeriert werden soll daß alte analoge wohliger klingen als moderen analoge?
Das scheint hier und da unterschwellig durch, und dass nur analoge Technik die "Wärme" erzeugen könne, nach der wir uns "sehnen".

Wer sagt das daß jeder macht.
Woher willst du das wissen?
Auch hier wird immer wieder unterstellt, dass es das "ultimative Ziel" einer jeden Produktion sei, "warum" und "schmutzig" zu klingen:

Es ist doch Fakt, dass heute oftmals versucht wird, typische "warme" Klaenge zu emulieren

Würden wir dann heute diesem "digitalen Sound" nacheifern?
Die Frage allein ist bereits eine Suggestion: Was soll denn "der digitale Sound" eigentlich genau sein?

analoge, warme Sounds mehr der "Natur" entsprechen, und uns deshalb ein entsprechendes Klangbild immer mehr ansprechen wird als ein kaltes, perfektes, cleanes, digitales?
Aha! "Digitaler Sound" ist also in Deiner Welt "kalt, perfekt, clean" und er ist nicht "warm"


wir gerne versuchen, unseren Aufnahmen mehr "Dreck", mehr "Schmutz", mehr "Unsauberkeit" zu verleihen

Auch bei Fotos werden gerne Nostalgie-Filter eingesetzt
"Gerne"? Wer sagt das? Hast Du Zahlen? War das vielleicht nur ein kurzer kleiner Trend, als plötzlich die "Nostalgie"-Filter aufkamen? Sieht man heute nicht Zigtausendmal mehr Bilder, die digital perfektioniert wurden (weniger Rauschen, bessere Farben, besserer Kontrast, geglättete Haut, e.t.c.)?

Habt ihr das Gefuehl, die meisten Produzenten streben danach, einen moeglichst kalten, kristallenen, ungefaerbten Digitalklang zu erhalten?
Schon wieder eine Suggestivfrage: "Digitalklang" = "kalt" = "kristallen" = "ungefärbt". Ich würde jetzt antworten wollen, ich kenne fast nur Produzenten, die einen "ungefärbten" Klang bevorzugen, weil sie eine eigene Färbung (was auch immer für eine) bestimmen wollen und nicht von einer Tonbandmaschine oder speziellen XY-Wandlern "mit dem gewissen Etwas" bestimmt werden wollen. Aber dann würde ich ja für den "Digitalklang" argumentieren und "kalt" ...

Ne, so darf man nicht fragen, wenn man tatsächlich echte Meinungen einholen will.

wie man einen moeglichst kalten, neutralen, digitalen, duennen Sound hinbekommt?
Ach, nun auch noch "dünn"? Das klingt sogar irgendwie abwertend und negativ in meinen Ohren...

Es waere ja mal interessant zu hoeren, ob es hier jemanden gibt, der konsequent drauf achtet, bei einer Produktion all das zu vermeiden, was zu einem "waermeren", "analogeren", "gesaettigteren" Klangbild fuehrt, bzw. vielleicht sogar Anstrengungen unternimmt, genau das Gegenteil zu erreichen. Ich glaube naemlich nicht so wirklich dran.
Genau das ist das Problem, wenn Du nicht dran glaubst, kannst Du es dann überhaupt irgendwo sehen können?-> Für jemanden, der als einziges Werkzeug einen Hammer hat, sieht alles wie ein Nagel aus!
 
ZH
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@DanReed vergiss es einfach. nochmal erklaere ich nicht was die Frage des Threads war. aber ueberleg Dir vielleicht mal, ob nicht DU das so interpretierst, dass ich "ALLE" meine.
 
DanReed
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@ZH Vielleicht kannst Du selber ja noch einmal intensiv darüber nachdenken, ob all die Stereotypen in Deinem Kopf sich in nur noch zwei diametrale Lager aufgespalten haben: Schwarz und Weiß.

Vielleicht hast Du ein bischen den Blick auf die vielen Farben dazwischen verloren und musst sie Dir erstmal wieder selbst erarbeiten?

PS.: No offense! Es hilft ungemein, in einer Diskussion den anderen ernsthaft verstehen zu wollen und nachzufragen, wenn noch nicht ganz klar ist, was der Andere meint. Ich habe aber nach vier Seiten Fragen und Antworten, so meine ich zumindest, Dein Anliegen gut verinnerlicht und brauche auch wirklich nicht noch eine weitere Paraphasierung.

PPS.: Ich habe extra auch Andere zitiert, die Dich "falsch" verstehen, das ist hier also nicht unbedingt ein Phänomen auf der Empfängerseite, sondern vielleicht auf der Senderseite. Und die Ursache könnte doch das zu sehr gefestigte und zu einfache Weltbid sein, das dann zu Suggestivfragen führt und "unpassende" Antworten nicht berücksichtigt.
 
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Otterl
Otterl
zwangserleuchtet
"Warum mögen wir analogen Sound, warmen Sound, Lo-Fi-Sound etc"

Das stimmt schon mal nicht, pauschal...bzw. gilt das nicht für Alle.
Ich bin mit dem PPG Wave 2.2 (und den analogen CS15 von Yamaha) "groß" geworden.
Aus heutiger Sicht finde ich den PPG immer noch spannender als das dumpfe Analogzeugs,
um es mal drastisch auszudrücken.

.... Und Synthesizer wären zuerst digital entstanden, d.h. statt dem Minimoog wäre der DX7 der erste populäre Synth gewesen. Würden wir dann heute diesem "digitalen Sound" nacheifern? Würden wir den "Vintage" finden?

Zuviel Analog macht mir bei Mehrspuraufnahmen einfach alles "zu" dicht. Mit digital geht für
mich ein feineres arbeiten.
 
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@ZH Vielleicht kannst Du selber ja noch einmal intensiv darüber nachdenken, ob all die Stereotypen in Deinem Kopf sich in nur noch zwei diametrale Lager aufgespalten haben: Schwarz und Weiß.

Vielleicht hast Du ein bischen den Blick auf die vielen Farben dazwischen verloren und musst sie Dir erstmal wieder selbst erarbeiten?
Weil es gar nicht um Stereotypen geht. Wenn ich frage, "warum schauen die Deutschen gerne Fussball", dann gilt das fuer die, die es gucken, nicht fuer die, die es nicht gucken.

Es ist ein beobachtbares Phaenomen, dass analoger Sound gerne nachgeahmt wird, idealisiert wird, mit digitaler Technik emuliert wird, und ich will wissen ob man das aus Nostalgie tut oder weil er tatsaechlich objektiv besser klingt. Es spielt ueberhaupt keine Rolle, wie viele das tun. Ob das 90% machen oder 60% oder auch nur 40%. Es wird gemacht, von einigen, von vielen, sonst gaebe es die ganzen Plugins und Simulationen nicht und sonst wuerden manche auch nicht nach wie vor auf analoges Gear schwoeren. Wenn Du es anders machst, ist das Deine Sache, aber die Frage bezieht sich auf die, die es machen.
 
ZH
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statt offen für die sehr vielseitigen Schattierungen in den Antworten zu sein
fuer mich ist "also ich zweifle an dass jemand analogen Sound toll findet und ich stehe nur auf kalte Sounds und digital ist total geil und wer sagt ueberhaupt dass das ALLE machen" keine vielseitige Schattierung, sondern am Thema vorbei

die Frage war NICHT: "Findet IHR analogen Sound geil und strebt IHR ein analoges Klangbild an"
die Frage war: "Warum wird analoger Sound gerne nachgeahmt - AUCH WENN IHR DAS NICHT TUT"
 
ZH
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Den ganzen Rest, der evtl. nicht Deinen Ansichten entspricht, hast Du
aber auch gelesen?
Der Thread hat nichts mit MEINEN ANSICHTEN zu tun. Es geht nicht darum, WER analogen Sounds nacheifert, WIE VIELE das tun, wer digitale Sounds bevorzugt, ob analoge oder digitale Synthesizer besser sind, usw. Das ist alles nicht das, was im Thread gefragt wurde.

Die Frage wurde seither zigmal versucht praeziser zu erklaeren. Das Phaenomen, dass analogem Sound GERNE NACHGEJAGT wird, ist ein Fakt der belegt werden kann, es spielt keine Rolle ob ICH das so sehe, ob ICH das so mache, oder ob IHR das so macht etc, es geht darum DASS das von einer gewissen Menge an Leuten gemacht wird und es geht um die Beweggruende. Es geht nicht um das OB, es geht um das WARUM.

Ich weiss nicht was daran so schwer zu verstehen ist, vor allem nachdem das doch jetzt zigmal erklaert wurde.

Wenn ich frage, WARUM schauen die deutschen gerne Fussball, dann frage ich NICHT, wer das guckt, ob jemand lieber was anderes guckt, ob jemand keinen Fernseher hat, ob Skispringen besser ist und ob es ueberhaupt stimmt, dass ALLE deutschen gerne Fussball gucken (was gar nie behauptet wurde). Es geht um das WARUM. WARUM machen die, die das machen, das.
 
intercorni
intercorni
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"Warum mögen wir analogen Sound, warmen Sound, Lo-Fi-Sound etc"

Das stimmt schon mal nicht, pauschal...bzw. gilt das nicht für Alle.
Ich bin mit dem PPG Wave 2.2 (und den analogen CS15 von Yamaha) "groß" geworden.
Aus heutiger Sicht finde ich den PPG immer noch spannender als das dumpfe Analogzeugs,
um es mal drastisch auszudrücken.


Zuviel Analog macht mir bei Mehrspuraufnahmen einfach alles "zu" dicht. Mit digital geht für
mich ein feineres arbeiten.
Ich mag bekanntlich den PPG Sound auch sehr gerne. Als ich das erste Mal einen Wave 2 hörte war ich wirklich von dieser sehr hellen und klaren Klangfarbe begeistert.
 
ZH
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@DanReed Man merkt, dass Du einer bist, der Diskussionen gerne ad absurdum fuehrt und einem dabei noch einreden moechte, es sei etwas falsch in der Fragestellung. Mach doch Deinen eigenen Thread auf wenn Du irgendwas anderes wissen willst. Wenn ich IN DEUTSCHLAND frage, warum die deutschen gerne Fussball schauen, dann werden DIE DEUTSCHEN das vermutlich schon eher nachvollziehen koennen, als wenn es um die Nepalesen geht, so viel also zu Deiner "tollen" Analogie. Und dass Leute gerne analoge Sounds kopieren und emulieren, das sollte sich in einem Synthesizer-Forum herumgesprochen haben, ich finde es absurd so zu tun als haette man davon noch nie gehoert. Du kannst auf Deinen Geraeten gerne was anderes machen, das wird Dir durch solch eine Fragestellung nich verboten.
 
Otterl
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zwangserleuchtet
Ich mag bekanntlich den PPG Sound auch sehr gerne. Als ich das erste Mal einen Wave 2 hörte war ich wirklich von dieser sehr hellen und klaren Klangfarbe begeistert.
Die Geräte, mit denen wir "aufgewachsen" sind, prägen uns.
Und damals gab es eben nur wenig kommerzielle Digi-Synths.

Die meisten unter uns sind nun mal mit dem "Analogfeeling" aufgewachsen.

Dabei habe ich das Thema Magie des Sounds noch gar nicht angesprochen...
 
ZH
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@DanReed ich habe kein Problem damit, wenn ein Thread ein bisschen abdriftet und neue Aspekte hinzukommen, aber dieser Thread hat gerade mal 5 Seiten und zu Beginn wurde die Frage oftmals direkt komplett falsch verstanden. Es geht nicht drum ob analoge oder digitale Synthesizer besser sind, und das wurde aber oftmals so verstanden. Es geht nicht drum, ob die User hier analogen Klangbildern nacheifern, aber das wurde oftmals so verstanden. Daher habe ich erstmal zigmal erklaeren muessen, was denn EIGENTLICH die Frage war. Ist das so unredlich von mir, erstmal die Frage praezisieren zu wollen, aufgrund derer ich den Thread ueberhaupt eroeffnet habe, wenn ich das Gefuehl habe, dass diese missverstanden wurde?

Warum versuchtst Du denn nicht mehr Meinungsfreiheit?
Weil die Meinungen keine Antworten auf die Frage sind. Jeder kann gerne seine Meinung posten, aber das sollte vielleicht zur Frage passen. Wenn ich frage, warum die Deutschen gerne Fussball gucken, und jemand dann antwortet "Ich gehe aber lieber ins Restaurant", dann ist das keine Antwort, und dann ist das auch keine Unterbindung der Meinungsfreiheit, wenn ich sage, dass das nichts mit meiner Frage zu tun hat.

Auf Deine Kernfrage in ihrer reduzierten Form gab es doch schon so viele Antworten. Hast Du die übersehen mit Deinen Scheuklappen?
Die Frage ist nicht reduziert, sie ist einfach eine konkrete Frage. Und die entsprechenden Antworten habe ich gelesen und auch entsprechend mit einem Daumen nach oben markiert.
 
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DanReed
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Man merkt, dass Du einer bist, der Diskussionen gerne ad absurdum fuehrt
Absurde Diskussionen ja, aber nur wenn ich das Gefühl habe, ich könnte durch mein Handeln etwas voranbringen. Ansonsten versuche ich mich sehr zurückzuhalten und bei der Sache zu bleiben (meine Antwort kann immerhin erst nach vier Seiten).

Das "gerne" verbiete ich mir dann doch. Ja, und ich halte dann mal meine Schnautze.

Zur Sache: Ist ein Ringmodulator "Analog" oder "Digital"? Ist Oszillator-Sync "Analog" oder "Digital"? Wenn ich beides einsetze, wird es dann "analoger" oder "digitaler"? Vom Gefühl her und in Deinem Sinne würde ich jetzt sagen, eher "digitaler"?
 
ZH
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Zur Sache: Ist ein Ringmodulator "Analog" oder "Digital"? Ist Oszillator-Sync "Analog" oder "Digital"? Wenn ich beides einsetze, wird es dann "analoger" oder "digitaler"? Vom Gefühl her und in Deinem Sinne würde ich jetzt sagen, eher "digitaler"?
Das ist jetzt inwieweit "zur Sache"? War die Frage des Threads, was wir als analog empfinden und was als digital?
 
DanReed
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Man kann es ja schon als kurios ansehen, dass wir gerne versuchen, unseren Aufnahmen mehr "Dreck", mehr "Schmutz", mehr "Unsauberkeit" zu verleihen, obwohl das ja objektiv gesehen zu einer Verschlechterung führt. Auch bei Fotos werden gerne Nostalgie-Filter eingesetzt - tun wir das wirklich nur, um nostalgische Gefühle zu erwecken, oder tun wir das, weil es einfach wirklich "besser" aussieht, weil es mehr mit uns als natürliche Wesen resoniert, weil es mehr verschwimmen lässt, weil es die harten Details glättet, etc?

Das ist jetzt inwieweit "zur Sache"? War die Frage des Threads, was wir als analog empfinden und was als digital?

In meinen Ohren fügt Sync und Ringmodulator oft auch "Schmutz" hinzu, insofern dachte ich, exakt passend zu Deinem allerersten Post (siehe obiges Zitat) zu antworten. Aber Entschuldigung, dann habe ich ja schon wieder einen Fehler gemacht und bekomme eine schlechte Note.
 
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Summa
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ZH
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Es WIRD gerne gemacht, ist daran was falsch? Hast Du einen Gegenbeleg dafuer?
Wenn ich frage, warum die Deutschen gerne Fussball gucken, willst Du mir dann einreden, dass das gar nicht stimmt?

Warum sollte ich eine Grundgegebenheit, um die sich meine Frage dreht, in Frage stellen lassen?
 
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Es WIRD gerne gemacht, ist daran was falsch?
Selbst Tracks die explizit nach 80er klingen sollen, sind doch eher sowas wie eine klanglich übertriebene Persiflage davon. Folgendes erfolgreiches Beispiel klingt sowas von gar nicht analog, sondern eher verzerrt mit überbetonten Höhen.


The Weeknd - Blinding Lights (Official Audio)
 
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In meinen Ohren fügt Sync und Ringmodulator oft auch "Schutz" hinzu, insofern dachte ich, exakt passend zu Deinem allerersten Post (siehe obiges Zitat) zu antworten.
Nur dass Deine "Antwort" eine Gegenfrage ist, die darauf abzielt, ein in analogen Synthesizern zu findendes Feature als "digital klingend" einzuordnen, um vermutlich zu "beweisen", dass auch etwas analoges digital klingen kann und deshalb die Einsortierung in analog und digital Humbug ist, wobei das aber letztendlich auch wieder nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun hat, da es hier nicht um die Features von Synthesizern geht und ob diese auch "kalt" und "duenn" klingen koennen, sondern es geht darum, ob wir dazu tendieren, objektiv ein "analoges" (die Anfuehrungszeichen sind uebrigens Absicht), warm klingendes Klangbild zu bevorzugen, aber das habe ich ja schon etliche male erwaehnt und das wird Dich vermutlich auch weiterhin nicht interessieren...
 
 


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