Was nimmt man denn zum Üben?

Den gleichen Gedanken hatte ich vor einem 3/4 Jahr auch: Klavierspielen üben ohne großen Aufwand. Hatte mich auch im JustMusic durch alle Preisklassen gespielt aber für meinen Geschmack hat es erst mit den Kawais ab 1000€ angenfangen Spaß zu machen und das war mir zu dem Zeitpunkt zu viel Geld. Also habe ich meinen alten Raspberry Pi genommen und Samplerbox installiert: https://www.samplerbox.org/

Habe mein Midi Keyboard per USB angeschlossen und den RPI an meinen AVR per HDMI. Die Soundkarte vom Pi selbst ist nicht sehr dolle deswegen per HDMI und nicht direkt per Kopfhörer. Vorteil ist der bessere Sound und keine USB Soundkarte oder ähnliches notwending, Nachteil, dass ich den AVR und den PI anschalten muss. Für ein paar Euro gibt es da auch andere Soundkarten und man muss nur noch 1 Gerät anschalten.

Die Grand Piano Bibliothek in Samplerbox klingt echt gut und man kann theoretisch weitere Samples installieren. Mir macht das ganze Spaß, ist natürlich abhängig vom Controller (benutze nur einen einfachen Impulse 48 von Novation), aber überbrückt die Zeit bis ich bereit bin >1k zu investieren.
 

devilfish

alles kann, nix muss..
Die größte Tastatur hier wäre die vom Moog Subsequent mit 37 Tasten. Das ist ein bisschen dünn. Und das ist eher so eine Keyboard Tastatur. Wenn dann hätte ich schon gleich gern die gewichtete Hammer-Tastatur. Und 88 Tasten. Ich muss das ja auch nicht morgen können. Wenn’s in 5-10 Jahren dann einigermaßen geht, ist‘s doch cool. Und die 10-20min am Tag zum üben finden sich immer.

Was mich auch grad ziemlich anfixt sind die Teile mit Deckel, gegen den Staub. Ein Yamaha F120 z.B.

Das wird noch ne lange Odyssee denk ich gerade.. evtl muss ich das Budget erhöhen auf 800€ (Oder die Rechnung vor meiner Frau verstecken^^)

Mein Gedanke ging auch schon richtig midi-Keyboard und da den Mac Mini dran hängen. Aber da brauch ich die Kiste wieder, die Maus, einen Bildschirm und so weiter. Das ist mir ehrlich gesagt zu viel Ablenkung. Piano an und los wäre mir da echt lieber - denk ich zumindest. Wenn ich gerödel brauch, kann ich auch das Studio anwerfen. Und das möchte ich ja gerade nicht.
 

swissdoc

back on duty
Als meine Tochter mit Klavierunterricht angefangen hat, habe ich einen gebrauchten Kawai EP-308 ins Wohnzimmer gerollt. Ist schon fein, so eine Flügelmechanik. Wenn man den Roland Jazz Chorus 120 nicht einschaltet, dann ist es auch passabel leise. Midi brauche ich nicht an dem Teil.
 

Soljanka

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Kurz zum Thema 88 Tasten. Wenn du das willst – ok. Brauchen tust du das nicht zwingend zum üben.
Ja, der Subsequent ist zu klein, aber eine 73er Tastatur reicht theoretisch auch völlig aus. Falls es sowas gibt im Bereich E-Piano MIT Speakern.
 
Manchmal hilft dann eben nur noch ein Bösendorfer 290 Imperial.
Sie sagte "tiefer, tiefer" und ich kaufte einen Bösendorfer Imperial, denn der geht tiefer. :)

Im Ernst:
Ich bin für die meisten Sachen auch mit der 76er (ungewichtet) von meinem Roland D70 hingekommen. Aber für Debussy reichte es dann halt nicht mehr ...

Grüße
Omega Minus

Update:
Der Bösendorfer hat eine voll ausgebaute Subkontraonktave, aber der höchste Ton ist derselbe wie bei jedem anderen 88er-Klavier auch. Wer höher hinaus will:
Let's get supersonic!
 
Zuletzt bearbeitet:

Soljanka

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Ja, aber zwischen üben/lernen und de bussi ist doch ein unterschied.
Insofern ja, kommt darauf an, was man machen will.

Tonleitern ein- und beidhändig üben geht jedenfalls auch auf einer 73er gut. .
 

devilfish

alles kann, nix muss..


Im Klavierforum wird auch gerne das Roland FP30 kolportiert, von wegen Brauchbarkeite und Preis/Leistungsverhältnis.

Grüße
Omega Minus
Und dann erklär mal deiner Frau warum du ein zweites Paar Lautsprecher brauchst. Die auch noch fast genauso teuer sind als die, die man schon hat. Vom dritten Paar erst gar nicht zu sprechen. Da hört das Verständnis dann komplett auf .. 🤣
 
Zum üben habe ich das:
und bin damit bestens zufrieden.

In weiß - also Frau-kompatibel :cheer:
 
Zuletzt bearbeitet:

devilfish

alles kann, nix muss..
Zum üben habe ich das:
und bin damit bestens zufrieden.

In weiß - also Frau-kompatibel :cheer:
Der Typ hier hat das Ding ganz schön ran genommen..

https://youtu.be/f1WLsLd3tEI


Bei der Emulation vom Rhodes? war ich ehrlich gesagt ein wenig geschockt, als er da die unterschiedlichen Sounds so derb hervor geholt hat. Ich glaube allerdings das die Tastatur und Mechanik absolut brauchbar wären, gerade für meine totalen Anfängerzwecke. Und mal ehrlich, ein Ton würde ja auch reichen. Das ist mit Sicherheit schon mehr, als ich eigentlich bräuchte.
Naja ich such mal weiter und guck Videos von anderen .. das FP-30 ist in jedem Fall auf der Merkliste. Genauso wie das FP-10.
 
@devilfish
Der Sound ist m.M.n. erst einmal vollkommen egal (wenn's nur um's üben geht). Nichtsdestotrotz klingt das FP-30 Klavier sehr brauchbar.
Das Teil hat übrigens keine klassischen MIDI-Buchsen (wegen Expander) - und zur Latenz (falls man einen externen Klangerzeuger damit ansteuern will) kann ich nichts sagen.
Dafür hab ich mir das Instrument aber auch nicht gekauft.

Steht in meinem Esszimmer - da macht ein weiterer Klangerzeuger sowieso keinen Sinn.
Die eingebauten Lautsprecher sind in diesem Zusammenhang auch praktisch und klingen sehr OK.
 

inorx

Bin mal weg.
Meine grosse Liebe in Sachen halb-gewichtete Tastatur schon seit vielen vielen Monden:

Gäbe ich nicht mehr her. Ich fand die Tastatur von Beginn weg hervorragend und das ist bis heute so geblieben. Jedes Mal, wenn ich vom Fatar auf eine Synth Tastatur wechsle, zucke ich kurz zusammen wegen diesen Plastik-Klimper-Teilen...

Wie der aktuelle Nachfolger ist, weiss ich nicht. Zumindest hatte Fatar bezgl. Tastaturen in der Vergangenheit einen guten Ruf.

Wenn du eine (halb-)gewichtete Tastatur kaufen willst, meine Empfehlung: Nimm dir einen Abend Zeit und sitzt bei einem Händler an die Tastaturen ran und spiele. Eine gute Tastatur wird dich beim Lernen unterstützen, eine schlechte behindern.
 
Hab mir vor paar Jahren auch ein E-Piano zum Üben kaufen müssen. Yamaha, Kawai und Roländer ausprobiert. Preisklasse alle um die 1600,- €. Roland hat mir mit Abstand am Besten gefallen. Es ist dann schließlich das Roland RD-800 geworden. Bis heute sehr zufrieden. Wenn ich mich recht erinnere, meinte damals auch der Verkäufer, daß er z.B. Yamaha erst ab einer gewissen Preisklasse Richtung 4-5000,- € empfehlen würde. Das ist jetzt natürlich alles weit über Deinem Budget, devilfish.
Aber durch meine Klavierschüler (hab selbst Klavierstudium hinter mir) muss ich auch immer Anfängermodelle empfehlen und wir bleiben stets an Roland Einsteigermodellen hängen. Bisher hat sich kein Schüler etwas anderes gekauft ( ich bin natürlich vorbelastet und empfehle Roland gerne - und ja, ich komm auch auf 'nem JP-08 prima klar... musste jetzt sein...hehe ). Hätte das Geld für's RD-800 nicht gereicht, wäre es damals das FP-60 von Roland geworden, welches sich auch schon zwei meiner Schüler gekauft haben und damit sehr zufrieden sind. Daher gehe ich davon aus, daß auch das FP-30 zu empfehlen ist. Grad auch im Vergleich zu Yamaha und Kawai, die mir jetzt persönlich nicht zugesagt haben (Yamaha: kein so voller ineinandergreifender Klang im Vergleich zu Roland; Kawai hat mir die Tastatur nicht zugesagt ). Möglicherweise unterscheidet sich das FP-30 zum FP-60 gar nicht so groß und es sind mehr so die funktionellen Dinge. Bin ich aber gerade selbst zu faul das nachzulesen - is ja schon spät.
Auch noch vielleicht zu bedenken, daß je besser das Instrument, desto mehr Freude am Üben. Je teurer, desto mehr schätzt man es auch. Ein Instrument darf schon kosten. Und für das was es kann, ist z.B. das FP-60 nicht teuer. Das klingt richtig gut und es macht Spaß in die Tasten zu langen. Auch eine tolle Umsetzung der Dynamik des Anschlags. Ich hab mich da wohlgefühlt. Also: Daumen hoch für Roland E-Pianos.

Grüße
 

devilfish

alles kann, nix muss..
Soweit ich es gelesen habe, sind die Mechaniken in FP-10/30/60 absolut gleich. Hier geht es wohl nur um die Knöpfe der Bedienung, die Sounds, die Lautsprecher und Anschlüsse rein raus.. die Tastaturen sind angeblich immer die PHA-4 Standard mit 88 Tasten.
 

devilfish

alles kann, nix muss..
Mittlerweile bin ich beim Kawai CN29 angekommen. Das gefällt mir richtig gut!

Die andere Seite, die mich gerade nervt. Egal welches von diesen E-Pianos ich durch idealo jage, sie waren vor dem April 2020 alle günstiger, teilweise 100€ und einiges mehr.. aktuell sind alle Preise für so ne Teile auf Rekordhoch. Das ist mal wieder echt mies.
 

2bit

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Unbedingt in den Laden gehen und selber anspielen und auch die Bauqualität mit den Händen anschauen. Alles andere ist nix und ob es einem passt, ist sehr individuell.

So bin ich dann beim Roland A-88 (gibt mittlerweile ein MKII Nachfolgemodell auch mit PHA IV) gelandet. Die Fatars in all ihren Verwendungen taugten mir persönlich nix und das Kawai VPC-1 war mir für meine Wohnung am gewünschten Einsatzort schlicht zu tief.

Interne Klangerzeugung + fragwürdige Lautsprecher wollte ich bewusst nicht. Hatte bereits vorher schon tonnenweise Software und dazu noch zwei Roland-Expander + Kopfhörer und Lautsprecher.
 
Wie ist denn die Tastatur des Studiologic
SL88 Sudio im Gegensatz zum Roland FB10 oder Kawai oder Yamaha P45 ? Ist die in etwa vergleichbar?
Das SL88 neigt über kurz oder lang A) zum mehr oder minder lautstarken "Klappern" und auch "Schlackern". Darüber hinaus reagiert die Anschlagdynamik auch unausgewogen (bei ungefähr gleichmäßig expressiven Spiel reagiert die eine und andere Taste deutlich stärker/schwächer als die andere.
Für mein Dafürhalten- und ich rede jetzt gar nicht von pianistischen Ansprüchen, sondern wirklcih nur vom "Klimpern"- hat das SL88 eine doch recht unzuverlässig zu bespielende Tastatur.
Die Roland-Tasten sind da weit angenehmer und zuverlässiger.
Mucksmäuschenstill ist aber dennoch immer irgendwo Utopie, wenn es einerseits schleppbar sein soll und andererseits, will man ja auch wie beim echten Klavier hören, dass das Instrument arbeitet. (Ist wie beim Autofahren...man stelle sich mal vor das man beschleunigt- und bekommt das körperlich und im Gespür gar nicht mit).
Ich denke aber auch, dass da in allen diesen Kategorien die Tastaturansprüche viel zu hoch ausfallen... wenn die Tastatur ein solch gewichtiges Hauptaugenmerk sein solle, dann braucht es mehr Geld und ein Haptik-Schwerpunkt wäre dann auch Ivory-Touch. Das ist aber eine andere Liga !
 

devilfish

alles kann, nix muss..
Ja ich denke ein Kawai CN29 wäre was.. 1250€. Ist ne Hausnummer um das spielen zu erlernen. Allerdings finde ich die Tastatur, nach unzähligen YouTube Videos und Reviews, doch ziemlich wichtig. Vielleicht wäre auch schon das CN17 (KDP110) was. Immerhin triple Sensor. Wobei das CN29 natürlich mit der überarbeiteten Tastatur daher kommt. Und auch diese Druckpunktsimulation hat. Ob man die jetzt braucht ?
Das CN17 gibt’s für 850. Aktuell ist das mein Favorit. Schlecht angeschnitten hat es nirgends. Klar, man muss Abstriche machen, gegenüber einem 2000€ Teil. Allerdings fallen die, so meine ich, nicht so drastisch ins Gewicht. Zumindest nicht für mein Vorhaben, das spielen zu erlernen.
 

devilfish

alles kann, nix muss..
Noch was: Hast du mal über ein echtes Klavier nachgedacht? Wäre das ggf eine Option?
Nee .. Platz hätte ich, könnte sogar nen Flügel stellen. Aber das muss geliefert und aufgebaut und gestimmt werden. So ein Ding brauch bestimmt auch Wartung. Macht keinen Sinn irgendwie, verbrennt nur Geld. Vielleicht wenn ich in Rente gehe und spielen kann, dann kann man über so Scherze nachdenken. Aktuell benötige ich erstmal was halbwegs gescheites zum spielen lernen. Sollte das überhaupt möglich sein, das das einfach jeder (auch ohne Talent) erlernen kann. Keine Ahnung.
 
 


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