Wie mastert ihr eure tracks?

Dieses Thema im Forum "DAW / Komposition" wurde erstellt von Rolo, 8. Juni 2008.

  1. Rolo

    Rolo sinewavesurfer

    Mastert ihr eure Spuren einzeln oder die fertige Aufnahme?
    Meine Songs arrangiere ich mit cubase und nehme
    sie dann mit Wavelab auf.Leider stelle ich immer wieder
    fest das z.b. auf myspace Songs von anderen oft
    druckvoller,nicht so dumpf und lauter klingen als meine.
    mir ist aufgefallen Es gibt Leute von denen die musik noch stabil klingt auch wenn sie mehrere instrummente gleichzeitig benutzen als ich.
    Haben die Jungs etwa für jeden mixer kanal einen kompressor oder so?
    Ich pfusche immer an meinen fertigen aufnahmen mit loudnessmaximizer,
    einem Wavelab standart eq und me compressor rum aber so richtig
    gut bekomme ich es damit nicht hin.
     
  2. READYdot

    READYdot Tach

    Hm, also da gibt´s zu dem Thema schon ne Menge Threads hier aufm Forum, mach mal ne search. Desweiteren gibt es keine Lösung für alles. Dinge die für den Anfänger toll sind, sind solche Sachen wie Spectralive von Crysonic. also so Vitalizer Sachen...
     
  3. Ilanode

    Ilanode Tach

    Das halte ich für übertrieben, ein guter Kompr. auf der Summe wird es mögl.weise sein. [Soll aber nicht ausschließen, dass einige Sounds im Mix möglicherweise stark komprimiert sind. Du kannst es Dir ja bildlich vorstellen, was es für einen Unterschied macht, ob bspw. der Kick ein kurzer spitzer Impuls ist oder ein "Flachdach" hat (= die lauteste Stelle wird langgezogen).

    Oft stehen sich die einzelnen Spuren auch im Wege, d.h. ihr Freq.bereich matscht sich gegenseitig zu. Hier hilft ein konsequentes zuteilen, welchen Bereich welches Instrument abdeckt. Achtung! Bässe haben erstaunlich viel Mitten! Wenn Du Deinen Bass nur im unteren Freq.bereich aufdrehst, dann kommt das menschl. Ohr nicht mehr mit und es klingt schlapp.

    (Gutes Bsp. für eine *extreme* Zuteilung von Freq.bereichen an einzelne Instrumente/Stimme ist Metatron von Mark Stewart.)
     
  4. XCenter

    XCenter Stimmungsmacher

    Schreib doch erstmal, was du für Musik machst. Es ist ja schon ein Unterschied, ob ich Dichte in meine Ambient-, DubStep- oder EBM-Aufnahme bekommen möchte.
     
  5. Anonymous

    Anonymous Guest

    lies doch mal ein Buch drüber, Mixing (einzelne Spuren und subgruppen, komprimieren, EQen, Hall etc..) und Mastering (alles mit Masterspur) sind tiefgreifende Themen, die man nocht so eben schnell im Thread erklären kann!
     
  6. subsoniq

    subsoniq Tach

    hm, was man beim mischen versaut, kann beim mastering kaum noch gebogen werden. eigentlich fängts schon bei der sound/instrumentenauswahl an und bei der komposition.
    extrem lehrreich fand ich ray of light von madonna, interessant sind auch die neueren werke von skinny puppy was das thema angeht

    gruss seppo
     
  7. Rolo

    Rolo sinewavesurfer

    werde mir wohl doch mal ein Buch besorgen.
    Hab heute mal bei nem track (idm style) unter der
    Summe vorsichtig einen sogenannten stereo expander
    eingesetzt.Hm..so richtig verstehe ich den Sinn dieses tools nicht.
    Ich meine normalerweise arrangiert man doch schon am
    mixer seinen pan für was also der stereo expander?
     
  8. Ilanode

    Ilanode Tach

    Hm, es ist spät und ich bin müde, aber ist ein Exp nicht schlicht das Gegenteil eines Compr. => ein Tool das die Dynamik erhöht statt reduziert? Stereo => weil es 2 Kanäle hat. So, gute Nacht!
     
  9. Rolo

    Rolo sinewavesurfer

    Mit welchem programm könnte ich denn
    meine 16 midispuren in 16 audiospuren umwandeln
    bzw. recorden und dann in aller Ruhe einzeln
    mit vst effekten vor allen Dingen übersichtlich bearbeiten?
    Und macht so etwas überhaupt Sinn Weil ja schließlich
    am Ende ja nochmal alles digitalisiert werden muß?
     
  10. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Mit Cubase, wenn deine Version nicht aelter als 12 Jahre ist...
     
  11. Rolo

    Rolo sinewavesurfer

    ja stimmt..jetzt wo du es sagst :?
    Ich werde es mal antesten danke
     
  12. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Stell dir das wie beim Kochen vor, es macht mehr Sinn alles einzeln abzuschmecken und dann auf den Teller zu packen, als die Gewuerze gleichmaessig ueber den ganzen Teller zu verteilen... ;-)
     
  13. Also ich mastere nicht selbst, weil nach einer Mixsession einfach kein vernünftiger Abstand zum Song da ist und sich das Ohr bereits an die Fehler gewöhnt hat.
    Zum Mixen gehört eine gute Portion Erfahrung. Auch muss man seine Werkzeuge kennen, wissen wie EQ und Kompressor funktionieren, wo welche Problemfrequenzen auftreten, wie es klingt, usw.
    Auf jeder Einzelspur im Mix liegt bei uns mindestens ein EQ und Kompressor.
    Die Summe bearbeiten wir aber nicht weiter, das passiert dann beim Mastering.
     
  14. more house

    more house Tach

    wenns nur fuer myspace sein soll dann nimm einfach nen maximizer und lass es krachen!
    so machen die meisten es, hoert sich ja auch so schrottig an

    sorry fuer meine aussage, ist aber so


    vom mastern lass ich meine finger, das macht mir jemand eh es auf platte wandert der ahnung davon hat und die dynamik des tracks erhalten kann

    bei mir daheim nenn ich das was viele als mastering bezeichnen abmischen

    hier werden fuer 1 - 2 spuren vielleicht mal kompressoren verwendet, die in der regel mehr als "effekt" genutzt sind als als klassischen kompressor, eq's am pult sind mir sehr wichtig um den spuren und sounds das gewisse etwas zu verleihen. bei mir fliesst das so genannte "masterin" von anfang bis ende in den track rein. kannst ja mal meine trax auf myspace hoeren, die haben keine summenkompression und keinen maximizer drauf www.myspace.com/flaaps ...ob die nun laut und praesent sind gegenueber anderen kann ich nicht beurteilen, sie klingen aber fuer dieses lofi format noch ok und man hoert was, dynamik hats auch noch.
    ich hab am ende des mischens am master soviel schub dass ich von einer summenkompression absehe, und die nur vom masteringengeneer machen lass, ich hab auch gar keinen feinen summenkompressor, und mit software will ich das aus diversen gruenden eh nicht machen. ...ob der masteringengeneer das nachher aber mit software macht ist mir egal so lang es gut klingt
     
  15. Rolo

    Rolo sinewavesurfer

    Sehr lehrreich.Ich danke euch :cool:
    abmischen und mastern braucht wie es aussieht
    am Ende mehr oder mindestens genausoviel Zeit wie
    Sounddesign und arrangement.
    @intercorni
    Toller Bericht echt fesselndes Thema.Um das alles aber vollständig
    zu begreifen muß ich ihn noch ein paar mal lesen und einige
    Fachbegriffe nachschlagen.

    Falls jemand von euch mit Cubase oder auch anderen Mitteln arbeitet kann er jetzt ja mal
    sagen ob ich richtig liege denn ich glaube ich sollte wenn ein Song fertig
    arrangiert ist alle Spuren (Vst und midi) einzeln digitalisieren und dann mit
    vst effekten versehen...mein lieber Mann das stelle ich mir ganz schon
    aufwendig vor.Ich habe vorallem bedenken gleichmäßigkeit reinzubringen.
     
  16. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Kommt hin, ausser du nutzt ein Audio-Interface mit genuegend Eingaengen, dann kann man unter Umstaenden auch alle Spuren gleichzeitig aufnehmen...
    Wenn alles richtig eingestellt ist uebernimmt Cubase die Synchronisation der Audio Spuren, falls es doch zu Versatz kommen sollte, kann man den innerhalb Cubase (muesste irgendwo bei den Spurparametern zu finden sein) ausgleichen...
    Versuch die Spuren moeglichst mit maximaler Lautstaerke aufzunehmen, ohne dass es uebersteuert und div. MIDI Automation der Laustaerke durch entsprechende Cubase Mixer-Automation der Audio-Spuren zu ersetzen...
     
  17. Also ich arbeite wie folgt:
    Meine Synthis liegen alle an einer Patchbay. Hier liegt auch das Audiointerface an. So kann ich jeden Synthi/Klangerzeuger aufs Audiointerface patchen und brauche keinen Mixer mehr.
    Zum Komponieren verwende ich meistens erstmal einen VST Synthi. Steht das Arrangement, fliegt der VST Synthi raus und die vorhandene MIDI-Spur triggert dann den Analogen, welche ich dann über die Länge des Songs aufnehme. Fast alle Spuren liegen dann als Audio-File im Sequencer. Beim Final-Mix werden dann alle Spuren zueinander nicht nur in der Lautstärke sondern auch im Klang angepasst: per EQ werden störende Resonanzen ausgeblendet oder überflüssige Frequenzanteile entfernt, sodass sich nichts in die Quere kommt. Mit Kompressoren werden "pappige" Klänge so aufgeppelt, dass es knackig klingt. Dann bekommt jedes Instrument per Ambience-Effekt eine eigene Tiefe.
    Zum Schluss wird der ganze Mix als Audiomixdown exportiert. Wichtig ist, dass man von Anfang an die Pegel kontrolliert. Denn Peaks über 0dB werden gnadenlos abgeschnitten. So wird aus einem Sinus z.B. ein rechteckförmiges Signal, es klippt und verzerrt, der Klang verändert sich.
    So muss man sich nicht wundern, dass alles sch... klingt.
     
  18. Guest

    Guest Guest

    also wald und wiesen heim mastering, was ja im grunde kein mastering is, aber irgendwie halt doch noch passsieren sollte, auch wemma nur eine mp3 file ins netzt stellt, passiert bei mir so, dass der uad precision limiter in der summe bemüht wird. da wird ein bißchen die gain angehoben und die ganz bösen kleinen spitzen, die es durch den mix geschafft haben abgeschnitten.

    das machts ein bißchen lauter. falls böse frequenzbereiche so wie schlimme peaks etc da sind, gilt immer. schau dir das nochmal im mix an!!

    wenn du einzelspuren da hast, warum auf der summe herumpfuschen...

    also: das ziel bleibt immer einen guten misch zusammenzubasteln.

    und am schluß vielleicht noch ein bißchen lauter machen. falls wirklich ganz grausliche dinge in der summe passieren, die man im mix einfach nicht in den griff bekommt, bzw vielleicht auch nimmer die nerven dazu hat, kann man ja einen hochwertigen eq bemühen , und da vielleicht ein bißchen nachbessern versuchen. aber eben nur wenns unbedingt sein muss.

    falls man einen kommerziellen release anstrebt, sollte man das ding dann an wirklich professionelle mastering leute abgeben, die WIRKLICHES know how haben, und ihr geld wert sind.
    die können dann, vorrausgesetzt der mix ist halbwegs brauchbar (das worauf man sich konzntrieren sollte) sicher noch ein bisi bis einiges rausholen.

    aja dithering kommt auch noch ans ende, wenn nachher nix mehr damit passiert....
     
  19. Rolo

    Rolo sinewavesurfer

    wie ist das eigentlich wenn ich alle meine midispuren mit
    den hartsynths einzeln digitalisiere,kommt da nicht jede menge
    rauschen mit rum?Wenn das letztendlich wieder unterdrückt werden muß
    geht doch eigentlich wieder Qualität verloren?Oder ist durch
    das eq`ing und komprimieren letztendlich die Summe doch besser
    als wenn ich alles nur über den Hardwaremixer gleichzeitig aufnehme?

    RoLO
     
  20. subsoniq

    subsoniq Tach

    kann mich da nur anschliessen
     
  21. Guest

    Guest Guest

    oke, ich hab jetzt erst gelesen an welcher stelle du eigentlich stehst.

    da hab ich in meinem vorigen post ein bisi vorausgegriffen.

    grundsätzlich könntest du natürlich deine ganzen hardwaresynthis per analogmischer abmischen und fertisch.

    aber ich weiss nicht was du für einen mixer besitzt, bzw wie die hochwertig seine eq sind. bzw nehm ich mal nicht an dass du viel outboardequipment besitzt um mehrere spuren gleichzeit mit kompressoren, externen eqs, efx etc bearbeiten zu können. das würde vom aufwand auch nur wirklich sinn machen, wenn du hochwertiges equipment verwendest. von der echtzeitmischung will ich jetzt garnicht anfangen....

    im homerecording, amateurberiech, zahlt es sich, um halbwegs leicht eine bessere qualität bzw einen flexibleren worklfow zu bekommen, möglichst bald zu digitalisieren, wenn alles "durchkomponiert" ist.

    also rechner mit audio interface. wieviel eingänge ist geschmackssache bzw geldfrage aber auch gemütlichkeitsfrage.

    also wenn du schon einen mischer besitzt an dem alle deine externen geräte hängen, kannst du den auch super weiterverwenden, zum efx routing bzw hauptsächlich zum einpegeln, bzw vorverstärken der synthies verwenden bzw für den monitormisch...

    vom mischer gesht du dann je nachdem wieviel analoge eingänge am interface vorhanden sind entweder per direct outs oder inserts (kabel nur bis zum ersten anschlag reinstecken) oder per aux sends oder per subgruppen/buses ins interface/rechner. das geht natürlich in beliebeigen kombinationen, bzw wenn du auf den mischer verzichten willst (vorsicht vorverstärkung fällt auch weg) direkt in die analog ins des interface bzw wenn mehr synthausgänge (die auch gebraucht werden!!) vorhanden sind, als analoge eingänge am interface, vorher noch in eine patchbay, wie der kollege sein setup beschrieben hat...

    am rechner brauchst du eine daw. also ein programm das fähig is , mehrere ausdiospuren gleichzeitig abzuspieleb/zu bearbeiten bzw zu mischen.
    also cubase, live, tracktion, sonar, logic etc...

    ich weiss nicht wie du dein midiarrangement im moment komponierst...
    hardware sequencer? oder software? altes cubase???notator?

    jedenfalls sollten die midiaufgaben mit diesen daws auch zu machen sein, wobei man sogar munkeln könnte, dass die neueren programme was midi betrifft sogar etwas stiefmütterlicher sind als die alten, also teilweise sogar weniger können. egal.

    in der daw deiner wahl nimmst du dann die hardwaresynthesizer auf einzelne spuren auf. entweder zugleich oder hintereinander. is geschmackssaceh bzw geldfrage (siehe interface eingänge)

    beim aufnehmen wie schon von wem anderen erwähnt möglichst laut aufnehmen, aber das interface also den wandler nicht übersteuern (da kommt der mischer wieder ins spiel mit dem du jeden kanal einpegeln kannst) interfaces haben meist nur ein paar preamps eingebaut, in der mittleren/unteren preisklasse...

    wenn die spuren aufgenommen hast, kannst du sie mit den daw internen bearbeitungstools also eqs kompressoren hall blabla bearbeiten, oder diverse andere plugins kaufen oder teilweise auch gratis runterladen und damit bearbeiten.

    da kommts dann zu dem unendlichen thema der guten mischung. dafür am besten selbst ausprobieren bzw literatur und foren studieren.

    und dann wären wir erst beim mastering....das kann man aber an dieser stelle getrost mal beiseite lassen. oder siehe mein post oben.


    ich hoff ich hab jetzt mit dieser kurzen abhandlung über homerocording einiges an klarheit schaffen können :)
    falls ich zuwenig an wissen vorrausgesetzt habe, fühl dich einfach in deinem wissen bestätigt und nimms mir nicht überl. falls ich zuviel vorrausgesetzt hab, frag einfach bzw, lies dich schlau!!!!!!!!!!!!!!!!


    ich hoffe ich konnte ein bißchen helfen...
     
  22. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Wenn du die Synths Solo ohne die anderen Mixer-Kanaele (z.B. in dem du sie mutest) oder halt einzelne ueber einen eigenen Bus des Mixers aufnimmst und die jeweiligen Spuren nach der Aufnahme mit 'nem Gate (das Einfach nur die Stellen ohne Nutzssignal muted) bearbeitest, sollte das Rauschen, zumindest bei aktuellen Geraeten, zu vernachlaessigen sein.
    Durch das Gate wird's, wenn du einen halbwegs ordentlichen Mixer und 'ne brauchbare Audio-Karte hast, in den meisten Faellen sogar rauschfreier werden...
     
  23. Guest

    Guest Guest

    oder eben wie schon gesgagt, durch direct outs (falls vorhanden) oder über die inserts. über die inserts greift man im normalfall nur die vorverstärkung mit ab. falls man bei der aufnahme die eqs des pults nicht verwenden will, sicher die rauschärmste methode.
     
  24. Rauschen spielte doch eigentlich nur bei großen Mischpulten eine Rolle. Ich habe zwar einige alte Synthis, aber da spielt Rauschen keine nennenswerte Rolle.
     

Diese Seite empfehlen