Wie sampel ich am besten Synthesizer?

Dieses Thema im Forum "Sound / Tutorials" wurde erstellt von polysix, 5. Dezember 2009.

  1. polysix

    polysix aktiviert

    Hallo Forumsmitglieder,
    ich würde gern anfangen, sounds von meinem Alpha Juno 1 und ESQ1 für Reason`s NNXT zu sampeln, um mir eine schöne eigene library aufzubauen.
    habt ihr für das Thema ein paar tips und tricks, wie ich am besten die sounds reproduzieren kann?
    Mich interessiert besonders, in welchen Tonabständen ihr das macht, wie sampelt ihr die Filter ? ganz aufgedreht und
    bearbeitet das mit den Samplern? kennt ihr eine software, die dafür gut geeigent ist?
    Wäre auch toll, wenn ihr einen Workshop im netz kennt, der sich mit dem thema befasst.

    Bin für jede Anregung dankbar !!!!!

    grüße
    polysix
     
  2. Max

    Max aktiviert

  3. Moogulator

    Moogulator Admin

    Gibt auch einen für Mac (Sample Robot ist ja nur für PC) namens Redmatica.

    Die Idee ist natürlich den Kram zu automatisieren.
    Gibt aber noch mehr dieser Tools.

    Sie spielen MIDInoten und warten auf Stille und so wird das absamplen dann easy. Sogar mit Modularen.
     
  4. polysix

    polysix aktiviert

    Ich bekomme jetzt Wavelab (eine ältere Version). SampleRobot sieht gut aus..aber 300 Euronen...nee, leider nicht drin.
     
  5. polysix

    polysix aktiviert

    ...wird wohl eher "handarbeit" mit wavelab :)...leider sind die tools für mich zu teuer.

    Nur wie geht man am besten an die Sache ran? Die Tools sind bestimmt sehr praktisch, und erleichtern die sache ungemein. Ich hab mir die SampleRobot sachen bischen durchgelsen, und das sieht ja wirklich toll aus. Mit wavelab müsste es doch auch klappen...
     
  6. Max

    Max aktiviert

    SampleRobot Essentials gibts schon fuer 119 euro
     
  7. polysix

    polysix aktiviert

    Würde das für meine Sache reichen?
     
  8. Max

    Max aktiviert

  9. Tax-5

    Tax-5 recht aktiv

    So was habe ich schon öfters gemacht...
    Über dein Sequencer Programm in jeder Oktave eine Note (zb C) gleich laut und lang antriggern..
    Danach von Hand schneiden...

    Ist am Anfang etwas umständlich aber wenn man die ersten 10-20 Samples geschnitten hat geht das wie von alleine
     
  10. Das Absampeln von Synthesizersounds ist für meine Begriffe - in vielen Fällen - garnicht mal so einfach. Wie zum Beispiel will man das dynamische Verhalten eines Analogfilters absampeln? Wie originalgetreu will man es haben? Will man auch die typischen Effekte mit absampeln? Je klangdynamischer sich ein Sound entwickelt, umso schwieriger ist es. Manchmal hat man Glück und kommt ganz gut hin, indem man Attackphase und Loop getrennt samplet - und dann hinterher zusammenbaut, und das jeweils im Abstand von 3 Halbtönen. Die gewählte Methodik hängt auch ein Stück weit davon ab, mit welchem Sampler (und mit welcher gewünschten Spieldynamik) man sampeln mag bzw. die Samples wiedergeben mag.

    Es kann ganz witzig sein, wenn man sich stattdessen für ein bewusst unperfektes Absampeln entscheidet. Ich mag es zum Beispiel bei Flächensounds mit viel Filterbewegung, wenn diese Sachen mit Back-Forwarth-Loops gesamplet sind und damit bei (langer) Wiedergabe lange Filterfahrten suggerieren. Wenn der eigene Sampler dann noch gute, eigene Filter anbietet, kann man damit die Charakteristik des Sounds unterstützen - oder sehr witzige neue Kreationen schaffen, indem man eine leicht gegenläufige Filterbewegung (gesampelter Alt-Filter vs. Sampler-Filter) programmiert.

    Aber grau ist alle Theorie. So kann das Erstellen auch nur eines einzelnen guten Loops für einen konkreten Synthiesound schwierig sein - und noch schwieriger ist es dann, sofern man ein perfektes Ergebnis wünscht, diese Loops auch noch jeweils im 3- oder 4-Halbtonabstand jeweils sauber hinzuzaubern, und zwar so, dass die Übergänge zwischen den Halbtonlagen kaum zu hören sind.

    Ich finde, bei der Methode "quick and dirty" hat man mehr Spaß!

    Also: Pro Oktave nur ein Sample (oder gar: nur ein Sample pro Sound) und Inkaufnahme von Unperfektheiten.
     
  11. BBC

    BBC -

  12. tom f

    tom f Moderator

    war zwar nicht die frage aber ich verestehe das ansinnen sowieso nicht - ist doch klar daß - wie gut man auch samplet - etliches auf der strecke bleibt ... ich sampke nur drummies und selbst bei der 808 oder 909 stösst man schon an die grenzen des sinvollen... bevor man nen haufeb stunden in absamplen vergeudet (wenn man die arbeitszeit in geld rechnet) kann man sich doch gleich den synth behalten...
    habe bis jetz noch NIE ein einziges samplekit gehöhrt welches dem original gerecht geworden wäre...
    natürlich ist das absamplen von spezifischen sounds, phrasen oder fx sinnvoll - aber den synth "an sich" irgendwie absamplen zu wollen ist doch komisch
     
  13. Jau is theorethisch möglich aber die Realität sieht anders aus.

    Eine DIY Möglichkeit wie ich sie mir schon ausgedacht habe ist eben eine Sequenzerspur von dem Spektrum anzulegen was man eben benötigt. Würde auch jede Note Einzel Samplen. Dazu halt die Filtereinstellung wie man sie braucht, ein analog Filter ist eben schlecht vom Sampler emulierbar.
    Die Länge halt je nach Preset, das ist der persönliche Geschmack. Man lässt eine Ruhepause drinne und dann Cuttet man das ganze mit Waveknife (googlen) somit hat man schonmal wave1, wave2 usw. Dann kommts halt auf den Sampler drauf an, evtl. würde ich da sogar nen Soundfont generieren aber da würden mir ein paar Anregungen auch gut tun bzgl. Qualität.
    Ein Anständiger Sampler ist aber A. und O. Ich dachte immer das es ja nicht so schwer sein kann einfach nur ein Sample abzufeuern aber interessanterweise bekomme ich da ganz andere Klangbilder als zu einer Audiospur in in Cubase zB. also dumpfe und verfälschte.
     
  14. tom f

    tom f Moderator


    kann nur zustimmen - war neulich - als ich wiedermal nen emusampler gekauft hatte (nach langer zeit) ganz verwundert WIE KLAR und KRÄFTIG der klang war - weit besser und interessanter als zb in battery - schon schräg...
    aber varkauft habe ich ihn trotzdem wieder - mir ist das sample handling in der hardware zu aufwendig ---aber vielleicht verirrt sich ja doch wieder mal einer in mein setup - mal sehen ob die s6000 noch mal günstig hergehen :)
     
  15. Samplen von Synthesizern hat durchaus seinen Reiz. Die Ergebnisse sind nicht nur eine schlechtere Alternative zum Original. Nur zwei Beispiele:

    1.) Ein monophoner Synth lässt sich durch Samplen polyphon spielen.
    2.) Aus Sound Effekten kann man sich ein Multisample fertigen und ist so klanglich viel flexibler, als wenn man nur einen der Effekte Live von dem gesampleten Instrument abfeuern kann.

    Die Arbeit fängt allerdings schon vor dem Samplen an. Es macht in der Regel keinen Sinn, den Klang so wie er ist einfach abzusamplen. Vielmehr sollte er so editiert werden, dass er später das Loopen erleichtert und möglichst rauschfrei ist.

    Beispiel DX7
    Ich habe einige Multisamples vom DX-7 erstellt. Ich war sehr unangenehm überrascht, wie hoch der Nebengeräusch Pegel ist. Also habe ich erstmal die Anschlagdynamik für jene Operatoren auf 0 gesetzt, die nur die Lautheit aber nicht die Klangfarbe steuern. Dadurch konnte ich den Störspannungsabstand signifikant verbessern.

    Ganz allgemein muss man sein Augenmerk auf die Loopfähigkeit setzen. Schon ein simpler Lautstärkeabfall innerhalb des zu loopenden Bereichs kann ziemliche Probleme verursachen. Aperiodische Klangänderungen natürlich erst recht. Sampled man die Klänge einfach so, wie sie sind, wird es später recht schwierig.

    Klangänderungen zwischen den Einzelsamples der Multisamples sind auch ein Problem, sobald man zu wenige Einzelsamples verwendet. Auf einem Synthesizer sind die Übergänge fliessend. Im Sample plötzlich aber stark quantisiert. Das klingt dann einfach nicht.

    Beim späten Abspielen von Samples ist die Fähigkeit, den Samplestartpunkt kontinuierlich zu verschieben, so dass jeder tastendruck etwas anders klingt, der Schlüssel zu einem authentischen Playback von lebendigen Klängen. Sobald das Sample immer ab der gleichen Position gespielt wird, nervt der Sound relativ schnell.

    Loopen erfordert schon etwas Erfahrung und die richtigen Tools. Ein Hammertool ist Antares Infinity - dass es leider nur für MAC OS9 gibt. Ich kann mir gut vorstellen, dass viele professionelle Sample Libraries mit Hilfe von Infinity entstanden sind.

    Ich kann nur zum Selbstsamplen aufmuntern. Das Ergebnis kann oft besser werden, als typische Fliessband Samplelibraries. Es gibt leider viel Mist auf dem Markt.

    An einem einzigen Multisample kann man unter Umständen schon mal einen ganzen Tag dransitzen. Allerdings verringert das gezielte Programmieren von samplebaren Klangfarben den Arbeitsaufwand extrem. Die Vorstellung, einen Synthie so wie er ist einfach mal schnell mit Samplerobot abzusamplen, kann man glaube ich ziemlich knicken. Handarbeit ist zwar mühselig aber bestimmt wesentlich besser.
     
  16. Wem Sample Robot und Co zu teuer sind, könnte mal mit KLAVIA anfangen ( freeware )
    ist ein java programm, was MIDI Noten sendet und die Wavs dann aufnimmt.

    Loopen komplexer Sound ist die Hölle, hab selbst früher Sample CDs gemacht, war eine Sauarbeit.

    Aber heute im Gigabytezeitalter kann man auch einfach 10-16 sekunden samplen, dann braucht man eigentlich
    keine loops mehr.

    IMHO natürlich, aber ich habe so schon ein paar Synthies abgesampelt für eigenen Gebrauch und damit
    recht gute Ergebnisse erzielt.

    Sampler als zusätzliche Kreativquelle nutzen macht auch Sinn, aber eher bei besseren Samplern - Kurzweil....;-)
     
  17. Moogulator

    Moogulator Admin

    Das Problem sind die Modulationen und die Änderungen über Parameter. Das ist nicht nur bei FM ein Problem. Der Sound ist gesampled immer irgendwo statisch. Aber dafür ist er dann halt Audio und damit durch die Plugins dieser Welt veränderlich. MIDI hat ja seit 1992 verloren und Audio ist das neue MIDI. Aber genau hier trennt sich das eben immer noch.

    Aber Sampling hat andere Reize. Auch schon den der besseren Mitnehmbarkeit.
     

Diese Seite empfehlen