Neu

Willkommen in 2026 - (Musikalische) Utopie gesucht.

  • #91
Macht. Auch bei Kunst.
Ja, leider gibt es auch eine selbstfeiernde Kunstszene. Aber mit denen müssen wir ja nicht zwingend zu tun haben.
Leute werden merken, wenn es aufgesetzt ist - aber wer oben ist, ist nunmal auch wirklich weiter oben und es gibt auch Acts, die eben eine Firma sind, wo viele dran hängen und auch was tolles erreicht haben - bei sowas nenn ich gern Depeche Mode oder Kraftwerk - das ist ja ohne Power dahinter auch nicht möglich. Und das war eben nicht nur einer und sein Manager.
 
  • #92
Banane mit Klebeband an die Wand geklebt 6,2 Mio Dollar. Das ist
Ideologie oder?
Nicht automatisch . Dinge können Kult werden, dann ist eben irgendeine Single plötzlich ein Vermögen wert.
Bei Schneiders Versteigerung zB - oder so, wobei ich auch nicht bereit bin für die Banane das zu zahlen, sowas ist ein Symbol und kann auch interessant sein wie und wo das gemacht wird - siehe Banksy und Warhol in der Art - da hat das mehr als nur einen Aspekt.

Ich bin ja eh schon raus, wenn was 5stellig wird ;)Aber es geht nicht um uns - das ist eine ganz andere Szene und Ecke.
 
  • #93
Ich verstehe den Thread nicht wirklich. Eine Art "Utopie" (im Sinne des ersten Beitrags) besteht hier bereits. Es gibt Challenges/Battles, Kooperationen, Stammtischtreffen und alle 11 Minuten kauft jemand bei Thomann ein. Was will man denn mehr?
 
  • #94
Ich verstehe den Thread nicht wirklich. Eine Art "Utopie" (im Sinne des ersten Beitrags) besteht hier bereits. Es gibt Challenges/Battles, Kooperationen, Stammtischtreffen und alle 11 Minuten kauft jemand bei Thomann ein.
Das ist ja alles gut, find ich wirklich Super. Thomann mag ich auch. Bietet wirklich guten Service.
Was will man denn mehr?
einfach nur beleuchten und drüber nachdenken was und wo Kunst ist. Mehr gibts immer. Weniger ist manchmal mehr, aber nicht immer.
Aber wenn du den Thread nicht verstehst hindert dich ja keiner daran ihn mitzulesen und mitzugestalten. Wir sind ja hier nicht in einer
Kunstdiktatur ;-)
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Moogulator
  • #95
wobei ich auch nicht bereit bin für die Banane das zu zahlen,
Das wär ja auch ein Ding
sowas ist ein Symbol
Ja aber für was? Das es Millionäre gibt die für sowas Geld bezahlen? Ich meine wenn jemand zu viel Geld hat soll er es doch spenden für einen
guten Zweck, Ein Waisenhaus eine Tafel oder Sozialverein. Ein Mensch der solche "Kunst" macht was für mich keine Kunst ist sondern einfach nur Blödsinn ,der dafür eine Masse Geld bekommt...das finde ich einfach nicht in Ordnung sondern total schwachsinnig. Ist das der Sinn? Allein die Bananen die über Jahre immer wieder erneuert werden und dann einfach weggeschmissen werden. Aus meinenr Sicht ist das Sünde.
 
  • #96
Bitte keine "ist das Kunst?"- Debatte. Bittebitte.
 
  • Zustimmung
M.i.a.u.: Bernie
  • #98
Ich verstehe den Thread nicht wirklich.
Die Idee hier ist nur, positive interessante Sachen zu posten, die du selbst spannend und wünschenswert findest.


Wenn du schon überglücklich bist? super.
Aber als Musiker, als Künstler oder was auch immer hat man oft Ziele, grundlegende Vorstellungen, was man so machen will - und die interessieren mich.

Das kann auch ganz "banal" sein, muss nicht sofort Weltumsturz und Verbindung sein, mir geht es quasi um Ziele, um Wege, um eine Vorstellung die man erreichen möchte und um das
Drumherum, was ich auch betonte, da Utopie als Begriff schon recht groß ist und da auch gesellschaftliches enthalten ist - Kunst kann ja auch bewegen - ich mag das und bin hochinteressiert an vielen Dingen, die musikalisch ggf. an Grenzen stoßen könnte. Inkl. Kooperation auf einer Ebene die ggf. nicht mit jedem gehen mag - trotzdem "wünschen darf man". Sollte man nicht so praktisch sehen. Vielleicht sagt ja auch so mancher - ich mache mir um die Performance mehr Gedanken als nur hinter meinen Elektrons zu stehen. Als Typ. Ein Bild, was man eben schon kennt und das ggf. durch Visuals oder eine Interaktion mit den Leuten ergänzt, interessant macht, auch wenn es davon noch nichts weiss?

Die kritische pragmatische Ecke ist "fast falsch", weil
die sagt "was willst du, es ist doch alles supi" - das find ich zwar schön, weil das positiv ist - was willste denn noch positiver? Aber am Start des Threads sieht man, dass nicht jeder überhaupt noch in der Lage ist positive Ideen nur zu präsentieren.

Es kann ja sein, dass man einfach Zeit und Sounds genießen will oder ein besonderes Konzert vorbereiten möchte. Es gibt sehr sehr viel, was man hier hin schreiben könnte als Ziel, sei es auch nur für die nächste Zeit. Das muss nicht ewig gültig sein.

Als Person die weit und idealistisch bis zum Machbaren und in diese Kunst-Ecke geht, geht es um diese Gedanken - für andere sind die "eher im Weg", Für manche ggf. ist DAS die Lösung & besser als zu viel über irgendwas nachzudenken. Es gibt aber gerade hier mehr Option theoretisch zu sein, sonst wäre man nicht hier. Oder eben nicht in Foren posten und machen. ;)

Ich entscheide mich auch für die lange Version - diese Antwort könnte ich auch in einem Satz machen, dem ersten. Aber für sowas wie hier braucht man etwas Gedankenraum.
 
  • #99
Ja aber für was?
Das ist eine spezielle Szene, um die es bei dieser Art Kunst geht. Das ist "Die Kunstszene", die auch dann wenn man versucht sie zu monetarisieren von ganz anderen Regeln bestimmt wird als wenn es nur um Kunst ginge. Dazu kommt noch Berühmtheit und damit Wert. Es gibt zudem auch ein paar Kunstaktionen oder Ergebnisse, die ggf. nach dem Tode des Machers entstehen, sei es weil das nicht bekannt genug war zu Lebzeiten, sei es auch etwas, was man damit vergleichen könnte, warum bestimmte Hits oder bestimmte Musik Leute bewegt und wie viel Medien und Gesellschaft das Thema behandelt.

Allein das kann auch Thema eines Künstlers sein, idR. sind diese aber anders justiert. Wenn ich so bekannt bin, dass diese Banane oder ein Bild von mir, was geschreddert wird bei Kauf - ist das eine Metaebene, die du damit aufmachst als Macher. Ggf. sehr unter Kenntnis der Szene. Wenn du Schnalle Kaiser aus Wipperfürth bist, den kaum einer kennt aber tolle Sachen macht, dann kannst du sowas theoretisch auch machen, kannst aber nicht sicher sein, dass deine Aktion sehr viele mitbekommen etc.

Also - das ist dann Spiel mit "Bekanntheit" und ähnlichem. Siehe die Dosen, die Kopien, zB bei Warhol. Das ist auch ein solches Spiel. Damals schon galt das als "radikal", heute ist es eben der Banksy mit dem zerstörtem Bild bei Kauf. Industrielle Herstellung oder kann ein Massenprodukt Kunst sein hier - und Kunstmarkt und Co. Testmaschine. Ist auf jeden Fall legitim, sowas zu tun. Macht aber mehr Wind, wenn der Kaufpreis eine gewisse Höhe überschritten hat.
Siehe auch KLF und ihre Story. Das mit dem Geld verbrennen, das bauen von Songs und bewusst so, eine Anleitung liefern etc. Spielt mit dem gleichen Ding und das hätte auch schief gehen können - dann würde heute keiner drüber reden oder weniger.

Geld und Co kann Thema von Kunst sein - Wert ebenso.
Das ist natürlich nicht unbedingt die Utopie die gesucht wird aber spannend ist es trotzdem.
Ich bleibe interessiert, auch wenn es aus unserem Kreis wohl eher nicht das ist, was hier abgefragt wurde, aber der Thread ist offen für Gedanken.
Über was Kunst sei oder wer Musiker ist und ab wann etc, haben wir schon genug Threads, nicht mein Thema hier.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #100
als Musiker, als Künstler oder was auch immer hat man oft Ziele, grundlegende Vorstellungen, was man so machen will - und die interessieren mich.
Als Möchtegernmusiker/-Künstler möchte ich mein Musikzimmer fertigstellen und alle angefangen Projekte zu Ende führen. Wenn das soweit abgehandelt ist, möchte ich am eigenen Album arbeiten. Das ist mein langfristiges Ziel, von vor 20 Jahren, für die nächsten 10 Jahre. Kurzfristiges Ziel ist es meinen "morbiden" Song bis Ende des Monats fertigzukriegen, aber daraus wird wahrscheinlich nichts.
 
  • #101
Bei CD machen fallen mir diese selbstbezahlten Dinger ein, wo jeder 10 oder 20 dann bekommt
Also CD verkäufe sind extremst zurückgegangen. Zumindest habe ich das so erfahren innerhalb der letzten 10 Jahre.
Die besten Supporter und die Dankbarsten sind und bleiben die Vinyl Leute und die Leute die auf ein Konzert kommen denke ich.
Ich denke es ist nie verkehrt auf nem Konzert eine kleinen Beutel voll Vinyls zu haben und anzubieten.
Vinyl als Split EP mit jemandem der auf ähnlicher Wellenlänge ist, ist eine absolute win:win Sache. Ich würde aber tatsächlich
nicht mehr machen als 100 Stück. Also jeder bekommt dann 50 Kopien und die Kosten geteilt. Die letzte die ich gemacht habe mit jemandem zusammen
waren 150 und es kamen aber 170. Es kann vorkommen daß manchmal in den Werken mehr gemacht werden ,man akzeptiert das (muß das)bei
Auftragserteilung. Tja...170 waren dann einfach zuviel gewesen. Ich hab mich im nachhinein gefragt warum ich nicht besser nur 100 gemacht hatte aber egal, sei es wie es sei. Ist dann halt ne Scheibe die nie rar wird und hier und da noch für Presens sorgt wobei ich gesehen habe daß in vielen Shops die Scheiben noch gelistet bleiben aber halt "out of stock" sind.
Bei 100 hätte es erst gar keine Überproduktion gegeben weil die Firma bei der ich den Autrag erteilt hatte alles bis 100 Stück selbst presst an eingenen Machinen und den Auftrag nicht an ein Presswerk vergibt. Also bei 100 Stück habe ich nie erlebt daß mehr als angefordert gemacht wurden außer daß eine kleine Firma mir damals netterweise zusätzliche Promos und einmal sogar 15 transparent blaue
zusätzlich gepresst hat und geschenkt hat. Die gingen dann weg wie warme Semmeln damals und eine Kopie habe ich natürlich für mich aufgehoben.

Split EP`s oder Compilations machen Sinn, sind sogar bessere Promo als wenn man eine Eigene EP macht denke ich weil dadurch einfach mehr Leute angesprochen werden.Von jedem die jeweilige Klientel bekommt dann beides mit.
 
  • #103
Das kann auch sehr vom Stil abhängen, und der Szene, es gibt auch solche, die noch recht lange an der CD festhalten. Das irgendwie da noch jemand steht mit einem Stand der zB Audiofiles verkauft ist auch eher selten. Tapes sind auch "wieder da" obwohl das meist rauscht.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Bernie
  • #104
Komm, gib es zu, ernsthaft überlegt hast du schon!
So eine Banane hat nicht Jeder.
🍌:banane:
Ja, der sgnt Bananenkredit wurde schon bei der lokalen Szene vorbestellt, aber manchmal fällt das Internet aus, dann kriegen andere den Zuschlag.

Dann heute keinen Bananenmilch. Das wäre souverän, dass der Käufer die Banane isst und den Klebestreifen bitte auch wegschmeißt. Dann wurde die Idee verstanden. Den Klebestreifen und die Schale weiter zu verkaufen wäre machbar, ist aber ggf. bana(ne)l

Hiermit bekenne ich mich zur Banane. Ich bin Bananenfreund, Team Banane, #Banane. Aber auch Bananenmilch, selbstgemacht und mit Apfel zusammen passt auch. Kulinar-Exkurve können gebucht werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • HaHa
M.i.a.u.: Bernie
  • #105
Das kann auch sehr vom Stil abhängen, und der Szene,
also in meiner gabs deutlichen Verlust der CD Hörerschaft. Aber Wahrscheinlich waren die sauer daß ich 10 Jahre nur Vinyl gemacht hatte und keine Cd`s
mehr :lol: Jetzt hab ich erstmal keine Lust mehr Vinyl zu machen und das ist natürlich für die Vinylfreunde ungünstig. Aber es ist halt echt ein Haufen Arbeit
100-250 Vinyls unter die Leute zu bringen im Eigenvertrieb oder mit nur einem Vertrieb. "Richtige" Musiker haben ja dann 10 Vertriebe oder noch mehr die
dann auch die Pressung und alles drumherum übernehmen. Aber so ist das halt bei Kleinkunst. Dafür hat man keinem Label seine Seele verkauft.
Und ganz ehrlich. Mir hat der Eigenvertrieb Spaß gemacht auch wenn das alles rein Ehrenamtlich ist aber ich geh natürlich auch als Vinyl und Städtefan
mal gerne in verschiedene Plattenläden und rede auch mit den Leuten und traf dann da auch andere Vinylfans mit denen ich auch geredet habe und manchen konnte ich direkt ne Platte schmackhaft machen. Einer aus Köln hatte mir sogar angeboten irgendwann mal bei ihm im Laden wenn er Party macht aufzulegen oder Mukke zu machen. Bei ihm waren schon Leute (Künstler und Vinylfans) aus aller Welt da.
Das hat mich natürlich sehr geehrt vor allem weil ich weiß daß da schon viele gute Leute ,auch international schon Action bei ihm an den 12 10ern gemacht haben. Bissi mixen kann ich ja und außerdem Beat box was ich heute noch in der Tiefgarage oder im Treppenhaus übe wo`s schön hallt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #106
Echte Fans sind immer offen für alles. Die kaufen sich einen Plattenspieler. Das kann auch eine gewollte Hürde sein. Aber je nach Alter und so - haben sie noch keinen oder wieder einen?

Das ist wie alles auf Mastodon posten. Die Coolen kommen mit! Der Rest wartet sehnsüchtig bei FB weiter auf deine Sachen.
 
  • #107
Also CD verkäufe sind extremst zurückgegangen. Zumindest habe ich das so erfahren innerhalb der letzten 10 Jahre.
Ja, es ist insgesamt etwas weniger geworden, es läuft bei mir aber immer noch im akzeptablen und auch profitablen Rahmen.
Der CD-Verkauf gestaltet sich aber schleppend, wenn das Album parallel auch als Download angeboten wird, das ist so meine Erfahrung.

Die besten Supporter und die Dankbarsten sind und bleiben die Vinyl Leute und die Leute die auf ein Konzert kommen denke ich.
Ich denke es ist nie verkehrt auf nem Konzert eine kleinen Beutel voll Vinyls zu haben und anzubieten.

Vinyl als Split EP mit jemandem der auf ähnlicher Wellenlänge ist, ist eine absolute win:win Sache. Ich würde aber tatsächlich
nicht mehr machen als 100 Stück. Also jeder bekommt dann 50 Kopien und die Kosten geteilt. Die letzte die ich gemacht habe mit jemandem zusammen
waren 150 und es kamen aber 170. Es kann vorkommen daß manchmal in den Werken mehr gemacht werden ,man akzeptiert das (muß das)bei
Auftragserteilung. Tja...170 waren dann einfach zuviel gewesen. Ich hab mich im nachhinein gefragt warum ich nicht besser nur 100 gemacht hatte aber egal, sei es wie es sei. Ist dann halt ne Scheibe die nie rar wird und hier und da noch für Presens sorgt wobei ich gesehen habe daß in vielen Shops die Scheiben noch gelistet bleiben aber halt "out of stock" sind.
Bei 100 hätte es erst gar keine Überproduktion gegeben weil die Firma bei der ich den Autrag erteilt hatte alles bis 100 Stück selbst presst an eingenen Machinen und den Auftrag nicht an ein Presswerk vergibt. Also bei 100 Stück habe ich nie erlebt daß mehr als angefordert gemacht wurden außer daß eine kleine Firma mir damals netterweise zusätzliche Promos und einmal sogar 15 transparent blaue
zusätzlich gepresst hat und geschenkt hat. Die gingen dann weg wie warme Semmeln damals und eine Kopie habe ich natürlich für mich aufgehoben.

Vinyl rechnet sich wegen der hohen Produktionskosten nicht, da bleibt finanziell mal so gar nix hängen.
 
  • #108
schleppend, wenn das Album parallel auch als Download angeboten wird, das ist so meine Erfahrung.
Ja, das mit Bandcamp ist so ein zweischneidiges Schwert. Ich hatte ne Zeit wo ich konsequent nur Vinyl verkauft habe und nix auf Youtube und nix auf
BC. Aber ich dachte mir dann , "egal...breit gestreut ,nie bereut, wer wirklich vinyl liebt der kauft es auch. Und ich bin wirklich froh daß meine Scheiben
scheinbar feste Plätze in Sammlungen von Musikliebhabern gefunden haben und das wärmt mein Herz ungemein. Ich mag es nicht wenn Leute heute etwas kaufen und morgen wieder wegschmeißen oder heute jemanden feiern und morgen nix mehr wissen wollen. Ich selbst bin da ja auch sehr beständig und es hat sich bei mir bestätigt daß ich die Künstler von damals heute noch mag und ebenso die die ich damals nicht mochte heute immer noch nicht.
Ich bin auch froh daß ich nicht viele so richtig mag. So habe ich einen guten Überblick.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Bernie
  • #109
Vinyl rechnet sich wegen der hohen Produktionskosten nicht, da bleibt finanziell mal so gar nix hängen.
Klar, besonders bei nur 100 Copies, aber mir gehts eh nicht um Geld. Ich bin finanziell unabhängig und muß nicht von Musik ,produktion oder Aufträgen und Kunstkram Leben. Mir gehts halt
wirklich nur um die Sache. Die vielen einzelnen Prozesse des Schaffens. Spaß an der Freude.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Bernie
  • #110
Ja, hier in Köln gibt es so eine offene Szene. Also nicht elektronisch aber auch.
irgendwann werde ich sie finden..nachdem ich noch nie FB oder ähnliches benutzt hatte, war es schwierig bis unmöglich.
Highlights waren sicherlich die Termine in der Ex Bank in der Südstadt oder der Modular Laden in Mülheim - aber irgendwie hab ich dann doch meistens erst im Forum nachträglich was erfahren.
jetzt hab ich -völlig neu und unbedarft- einen Account bei Mastodon angelegt in der Hoffnung dadurch endlich "die Szene" zu finden. Jedenfalls erstmal noch eine Möglichkeit mehr für exzessive Bildschirmzeit, das wird super!
 
  • #111
Ah, die waren gut und dann auch noch free, die hat ja Modular Madness organisiert, die mit Open Signals zusammen auch was gemacht haben. Das ist aber nicht die offene Freie Szene - damit meine ich diese alte Kölner Free Szene - die ist eher jazzig und auch akustisch wo elektronische Sachen keineswegs verboten sind. K und D gehen ganz gut ab, DO ist offenbar auch ein Platz, wo noch was geht. Januar / Februar sind etwas weniger aktiv als der Rest. Aber es wird sicher was kommen.

Mastodon - die Szene DA zu finden - glaube, das wird schwer - sag Bescheid, wenn du sie gefunden hast.
Ich glaube, da ist noch viel Bedarf.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Eddy V.
  • #112
Können wir da besprechen - das ist leider ja eh nur Twitter in nett - und ich war nie Twitter Fan weil sich das für unsere Musikzwecke nicht bewährt,
wer hier postet schuldet dem Netzwerk mind. eine positive Utopie. also eine Musikalische.
Anders gesagt: Weisst du noch wo du hin willst?
Ist das nicht abhängig von der Instanz, ob nett oder nicht?
 
  • #114
Der Rest wartet sehnsüchtig bei FB weiter auf deine Sachen.
Irgendwann merken die dann daß ich weg bin. Aber die coolsten folgen einem ja eh auf Bandcamp und Youtube. Leider sind die meißten auf Bandcamp
offensichtlich geizig. Aber immerhin einige wenige gibt es die Applaus in Form von dem Albumdownload spendieren. Das wärmt dann das Künstlerherz.
 
  • #115
Es ist schlicht und einfach zu viel da. Einfachste Mathematik. Selbst wenn ich mein ganzes Leben nur noch weintrinkend und lesend die besten Alben hören wollte, die mir einfach automatisch dargereicht werden würden, würde ich bis zum Ende des Lebens nicht alles hören können.

Das Problem gibt es doch anderswo genauso. Alles, was in den digitalen Raum transferiert wird, wird für die meisten Ersteller zur "brotlosen Kunst" (von einigen wenigen mal abgesehen, die trotzdem gerne bezahlen, weil sie die Arbeit dahinter sehen).

Der Weg raus aus dieser "technologischen Veränderungskrise" liegt aber weder in Technologien noch in den Künsten selbst, meine ich. Da kann man herumheulen, so viel man möchte. Dafür kann heute fast jeder Musik machen. Himmel und Hölle gleichzeitig. Dante wusste es bereits, bis auf eine Kleinigkeit: die Komödie hat wenig Göttliches.
 
  • Zustimmung
M.i.a.u.: harry-tuttle
  • #116
Für eine Reihe von Acts ist Bandcamp schon ziemlich gut. Man kann ja auch Bandwagon probieren oder selbst Kram anbieten, direkt. Ja, die Leute sind ggf. nicht aktiv genug das zu tun und zu kaufen.

Man kann vieles versuchen - ganz allein schafft man es womöglich nicht.
Aber mit etwas Fame geht mehr. Das ist die Währung. Du kannst trotzdem viel tun - wenn es um Menge geht, hat man schon vor Jahren mehr als genug Musik, die keiner vollständig hören kann. Trotzdem gibt es einiges, was man findet. Wer sich schon vorher aufgibt, gibt auf,

Die positive Vision kann gern positiv sein. ;)
 
  • #117
Die Frage für mich ist viel weniger, OB man bekannt sein möchte als Künstler, sondern vielmehr, WOMIT man bekannt sein möchte.

Schau dir mal Acts, wie zum Beispiel "Wet Lag" an. Wenn ich damit bekannt wäre, würde ich lieber im Boden versinken, als bekannt zu sein. Hohler kann man einen Bandnamen nicht wählen, oberflächlicher können Videos nicht sein, platter kann Musik nicht sein. Aber es scheint anzukommen. Ich persönlich würde so etwas trotzdem niemals als meinen Weg sehen, aus einem einfachen Grund: solcher Unsinn zieht allerhöchstens den musikalischen Gesamtdurchschnitt des Nichtkönnens noch weiter herunter. Er mag zwar auf den ersten Blick unterhaltsam sein, aber spätestens beim zweiten merkt man ihm all die Energie an, die eben nicht in das Projekt geflossen ist. Gähn. Durchschnitts-TV für Chipstütenöffner, Leute, die nicht mal bei der eigenen Ernährung auf sich achten können. Und Künstler, die in 10 Jahren niemand mehr kennen wird, schlicht weil sie aus dem Alter heraus sind, in dem sie mit Plattheiten noch "jemanden fangen" können.

Schau dir dagegen z. B. "Kinga Glyk" an. Musik vom Feinsten. Da ist nichts platt, pures Können. Das ist ein erstrebenswertes Ziel. Nichts weniger. Und das ist auch der Weg, die ganze Masse des Nichtkönnens in sich zusammenfallen zu lassen und Musik wieder zu dem werden zu lassen, was sie einst mal gewesen ist.

Etwas Selbstanspruch darf schon sein.

Diese Aussage lässt sich übrigens auch in andere Bereiche übertragen egal, ob Websitecontent, Softwarequalität, Hardwareobsoleszenz, Umweltproblematiken, sinnbefreite Wellness- und Selfcare-Produkte, <name your sin>. Wenn der einzige Anspruch der ist, Geld zu verdienen, dann ist genau das der Grund, warum wir in genau der Welt leben, in der wir leben. Die Vladis, die Ducks und die Urbi et Orbis wollen auch nur noch mehr Geld verdienen, richtig?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #118
Das die Musik stimmen muss ist total normal, Grundvoraussetzung. Wenn sie dasselbe wie 1000 andere Releases ist? Sein lassen. Beartport hat eine Bartwickelmaschine aus dem Jahre 1951.

Was ich mag: deine Begeisterung für Musik. Gern mehr davon!
Da muss es hin gehen. Sagen, was gut ist, reden über das was begeistert.
 
Zuletzt bearbeitet:

News

Zurück
Oben