das ist Bizzar und regt zum denken an. Es wäre zumindest die einzige Diktatur in der ich ...also wenn ich die Wahl hätte leben wollte.
Ich ziehe aber unser bestehendes System vor und will anmerken daß Städte und Gemeinden, Kreise, Länder und der Bund die Kunst fördern
also die Allgemeinheit fördert sie. Und wir haben Kunstfreiheit. Nicht nur gewisse Kunstfreiheit sondern komplett volle Kunstfreiheit würde ich
zumindest mal behaupten. In einer Kunstdiktatur wäre das vieleicht anders? Würde dann jeder dazu gezwungen Kunst zu machen auch wenn er es eigentlich gar nicht will? Würde alle Kunst machen und hätte einfach nur noch Spaß und Fun? Was würde die anderen Länder denken? Würde sie mitmachen, oder würde sie die Situation ausnutzen um uns in unserem Kunstrausch einfach zu versklaven.

Ich meine eine Funktionierende Wirtschaft und Industrie
ist doch keine Kunst! Es ist ...ja was ist es eigentlich? Also eins weiß ich, als Glühwürmchen hätte ich es vermutlich unkomlizierter gehabt. Wie soll man die
Welt von heute noch verstehen und unter einen Hut bekommen? Gut daß es die Musik gibt um das ganze zu verarbeiten.
Gerade
Meese ist ja quasi so eine Art Außenraubein - will eigentlich
Liebe und macht
krassen Kram, der oft
nicht sehr "
schön" und schon gar nicht ästhetisch ist. Er hat sogar mal den Meesegruß gezeigt um die Geste positiv aufzuladen mit einer neuen anderen Bedeutung. Die Idee wäre, wie zB Gebäude von großer Greuel-Tat in Zentren der Kultur umzuwandeln, wo wirklich tolle Sachen gemacht werden, die kostenfrei sind und immer super.
Sinngemäß ist das auch so, dass man keinem folgen soll sondern eben selbst auf die Idee kommen darf, wie Liebe und Kunst funktioniert.
Das sind in der Zielsetzung alles ziemlich gute Ideen.
Der Skandal ist ein Mittel, den man in den Zeiten ja auch unterschiedlich nutzte.
Die 70er "redeten" sehr gern, es gab so Versammlungen wo einer "unmöglich" war und gern auch mal ein Happening passierte "ich hau jetzt mal diesen Tisch kaputt" oder "jeder kann…" etc. Danach ging es eher ins Extreme - also Fäkal-Aktionskunst, macht man heute kaum noch, man ließ in der Spätphase Kühe aus Hubschraubern fallen - wie bei Wolfang Flatz. Und die Tabus waren immer gut für Kameras.
Bei der Dokumenta standen Busse hochkant.
es ist heute auch für zB. Leute die auf
etwas positiv hinweisen möchten schon schwer, mit riesigen Aktionen noch etwas zu zeigen. Greenpeace hat das geradezu zum Markenzeichen gemacht - mit Booten und riesigen Schildern. Das ist dann aber eher politisch als künstlerisch. Daher lassen wir das mal weg, wir könnten hier Christo und seine Verpackung nehmen - der Bundestag war auch mal verhüllt. Das war meiner Ansicht schon fast kein Skandal mehr, das bedeutet - du kannst fast nichts mehr tun, um mit Dingen aufzufallen.
Es kann aber sein, dass man mit dem
Wohnzimmerkonzert, dem
Hauskonzert überall - wieder was tun kann.
total altes Konzept - wenn man keine Hallen hat oder es zu
viel Bremsen durch Staatsform, Gesellschaftsregeln oder ähnliches hat - da geht es wieder hin. Oder es kann da hin gehen und subversiv sein kann man auch vielseitigst.
Dada würde heute nicht mehr funktionieren, dennoch kann man es nur
lieben.
Also so einen Streifzug durch die
Kunstmethoden und
Shocks - das ist recht
spannend. Die gab es vorher auch - bestimmte Akkorde oder Intervalle nutzen war zu jener Zeit schon eine unmusikalische Sache - Nonen waren auch mal uncool - im Mittelalter.
Macht man nicht.
Die
Wirtschaft geht grade
deutlich nach unten, Zeit sich
Menschen wieder zuzuwenden, sich ein Netz zu stricken, hier ist eine
abgerückte Kunstfigur vielleicht nur begrenzt für geeignet, aber es gibt ja viele Formen des Wiederzusammenkommens.
Ob per
Telefonkette, Nachbarkram, Mailketten oder Mastodon - das ist alles eine Option, man besuchte sich, mal auch unangemeldet. Mal sehen, was der so macht - manche wurden dann auch rausgeworfen - so berichtete mir
@pyrolator mal, und er wäre und ist ein hervorragender Erzähler und hat selbst irre viele tolle Projekte gemacht.
Vielleicht gibt es auch
illegale Sachen wie ein "
Kunstraub" der das Geld rein für kleine Sachen einsetzt, es aber nicht selbst einsteckt. Damit meine ich, brich bei ausschließlich
superreichen Systemen ein, wo richtig Macht hängt und schieb das weiter an die ganz kleinen und mach da ne Brottafel für alle. Sowas
Robin Hood-iges, oder so
Mister Robot-artige Hacks, die dem großen System etwas abzieht was allen wieder zugute kommt.
Das wäre krass, politisch, und eben auch illegal.
ZIELE:
Ich selbst beschränke mich aber auf die
normalen Treffen, das Kunst am Ende Dinge schöner macht und
zusammen bringt - ist schon gut, wir sind gespalten genug. Daher
braucht man das nicht, Leute auseinanderzubringen und in Lager aufzuspalten - oder man
zwingt Leute zu reden, die ideologisch zu
weit entfernt sind.
Beispiel: Da hat sich zB Serdar Sumuncu zu den echt rechten (das war
noch vor dem was heute rechtsnational ist) gesetzt und denen Mein Kampf vorgelesen -
sensationelle Aktion - und danach "jeder hat ein Recht auf Diskriminierung" gemacht - ist schon fast wieder lange her - aber sowas ist auch Kunst - angewandt.
Musik vermag sowas eher schlechter zu können, außer man bindet sich sehr
konkret ein. Ich weiss nicht genug, ob man über Musik solche Ziele erreichen kann, die schon an die
Grenzen gehen - die Leute haben ja dann geredet, Leute die sicher das nicht täten ,inkl "gibt auf die Fresse" gerade so verhindern.
Manche trauen sich einfach echt was, Meese ist da noch recht
pflegeleicht - eher für die
Kunstszene gemacht, außerhalb kennt man ihn nur bedingt.
Weiss nicht, ob die
normalen Leute
wüssten,
wer das ist und wofür er steht. Aber ich finde das super.
DIE UTOPIE
Da das alles Utopien und Ideen sind - vielleicht regt es ja den ein oder anderen an.
Ich finde
Inspiration auch wertvoll.
Ins Machen kommen sowieso.
Grade als
fauler Typ und jemand der sich nicht als einflussreich sieht, ist sowas auch "
empowerment" wie man das heute nennt.
Verstärken!!
Mit another Dubtechno Variation kommt man da vielleicht nicht hin, kann aber auch schön sein - ist dann aber
eher Dienstleistung.
Nix gegen Dubtechno - aber denke, gegen sowas ist klar - ist anders ;)
Mit Musik gab es schon besondere Dinge, aber
Musik ist per se unkonkret - man müsste es
mit Text verbinden - deshalb funktioniert ein
Protestsong eher als ein Technostück oder Instrumentales bis in zu "neuer Musik" also "Avantgarde und akademisch etc", weil das auch technisch nicht mehr neu ist, wenn man heute sowas macht wie Stockhausen in den 50/60ern - und selbst dann ist es nicht so direkt wie etwas aus der sonstigen darstellenden Kunst oder mehr noch
Performance Kunst. Bildhauer haben da aber auch nicht so den Vorteil. Die können Busse hochkant setzen - mit Video beamen und sowas. Und Sounds machen. Das ist anders.
VISION UND WUNSCH:
Den Drang sich unter
bestimmten Ideen zu verbinden und das zu halten, sich gegenseitig zu tragen - das fänd ich
großartig.
Das passiert selten und wäre eine
starke Idee für die Zeit. Es gab schon
Zusammenschlüsse, aber wenige. Gerade heute. Wir brauchen kluge Dinge, auch die die nicht mehr so lernen heute - müssen noch mit kommen und einige, die gar nichts verstehen? Oder doch eher eine Elite? Also Leute die zwischen allem etwas lesen können?
Meist sind es ja einzelne - die etwas tun - aber so ganze
Gruppen?
Koordiniert und künstlerisch?
Na, jedenfalls
wünsche ich uns allen - das wir tolle Ideen haben, uns vernetzen, uns stützen und sehen, dass wir alle weiter kommen und uns
freuen, wenn einige oder alle etwas von Wert schaffen, kulturell.
Und kulturell KANN popkulturell aber auch gesellschaftlich bedeutend sein.