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Willkommen in 2026 - (Musikalische) Utopie gesucht.

  • #121
Nun, in dem Fall lässt sich eine musikalische Utopie doch auch ganz einfach zusammenfassen, oder?

Werde erst einmal so gut, wie es zum Beispiel die Kinga Głyks, John Lords, Ritchie Blackmoores, Lisa Bella Donnas, Isao Tomitas, <name your masters> dieser Welt sind, bevor du etwas in die Welt pustest, dann ist die musikalische Welt automatisch voller großartiger Musik, die die meisten hören mögen, oder?

Anders und ins Gegenteil verkehrt ausgedrückt: wenn die Person, die dir da auf der Bühne versucht, ihre Musik zu verkaufen, von der Erscheinung und vom "Schauspielgehabe", eine komplett andere wäre (um noch mal auf die sexualisierte Plattheit von Wet Leg hinzuweisen, einem Konzept mit viel sichtbarem Bein, dafür mit umso flacherer Musik, was vermutlich ohne das optische Drumherum gar nicht funktionieren würde), würdest du dann deren Musik immer noch hören wollen?
 
  • #122
Utopie:
erst einmal, - der hintergrund:
ich lebe nicht von der musik.
ich höre auf zu reden oder (hier) zu schreiben, wenn es polarisierend wird - ich verteidige meine meinung nicht und stehe mit niemand (auch geschäftlich - obwohl ich selbstständig bin) in konkurrenz
ich suche kein glück
ich suche ein hinreichendes maß an zufriedenheit
ich bin finanziell ausreichend ausgestattet

konkreter werdend:
ich mache musik - weil ich es will und wahrscheinlich auch als ausgleich brauche.
in der ganzen zeit habe ich vielleicht 3 lieder gemacht, die meinem anspruch an kunst genügen.
ich will nicht, dass mich jemand mit meiner musik in verbindung bringt - daher ist ein konzert schwierig.
ich finde szenen schwierig. möglicher weise bin ich in der dunklen zu hause, aber ich lehne deren symbole und klischees ab.
mein letztes konzert war front.
ich gehe nicht in clubs.
kleine konzerte würden mich interessieren, beinhaus würde ich gerne einmal erleben.

2025:
habe ich mich mit dem thema ki beschäftigt.
ich habe einen kosmos erschaffen, in dem ich musik, bilder, texte und videos hergestellt habe.
nein, ich werbe hier nicht dafür.
dieses projekt ist jetzt fast fertig, ein konzept-album (dez2025), ein musikvideo (jan2026) und eine novelle gibt es.
die novelle muss ich noch veröffentlichen.
ein wesentlicher teil des projektes war, entscheidungen an ki-agenten zu übertragen und selbst nur auszuführen.
ich habe so simuliert, als band zu arbeiten, termindruck zu haben, erwartungen nicht enttäuschen zu dürfen und das projekt (in dessen rahmen) zu bewerben.

2026:
ich bin leerer als zuvor.
das projekt funktioniert - bescheidene maßstäbe.
der kosmos ist intakt - aber so perfektioniert, dass kaum platz für neues bleibt.
wenn ich anfange musik zu machen, ist es schwieriger als zuvor, - es bleibt das gefühl etwas machen zu müssen.
und ich suche nach einem noch größerem überbau.

die utopie oder hoffnung:
zurück zu finden und ein viertes , relevantes lied zu schreiben (das niemand hört;)
 
  • ^
M.i.a.u.: kernelkid
  • #123
Sagen, was gut ist, reden über das was begeistert.
find ich auch am besten👍 Das schlimmste ist ja wenn manPhasen hat in denen einen gar nix mehr
begeistert. Das hatte ich früher öfters mal. Aber immer nur Kurzzeitug. Aber daher weiß ich wie schlimm das ist.
Und es gibt ja auch Leute die haben anstatt das "begeistert sein" das "ich reg mich über jeden und alles auf" . Aber das ist tatsächlich
deren Treibstoff. Das ist bizarr. ;-)
 
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  • #124
Nun, in dem Fall lässt sich eine musikalische Utopie doch auch ganz einfach zusammenfassen, oder?

Werde erst einmal so gut, wie es zum Beispiel die Kinga Głyks, John Lords, Ritchie Blackmoores, Lisa Bella Donnas, Isao Tomitas, <name your masters> dieser Welt sind, bevor du etwas in die Welt pustest, dann ist die musikalische Welt automatisch voller großartiger Musik, die die meisten hören mögen, oder?

Anders und ins Gegenteil verkehrt ausgedrückt: wenn die Person, die dir da auf der Bühne versucht, ihre Musik zu verkaufen, von der Erscheinung und vom "Schauspielgehabe", eine komplett andere wäre (um noch mal auf die sexualisierte Plattheit von Wet Leg hinzuweisen, einem Konzept mit viel sichtbarem Bein, dafür mit umso flacherer Musik, was vermutlich ohne das optische Drumherum gar nicht funktionieren würde), würdest du dann deren Musik immer noch hören wollen?
Das ist positiv? Herrgoth, dann bedeutet das, dass alle erst einmal "Fresse halten" bis der Welthit fertig ist? Düstere Vision. Halte Musik und Kunst, inkl Darbietung für eine Entwicklung (sollte das an mich gerichtet sein, vermute: an alle). Ich habe viel gemocht, was von unten kam, auch extrem akademische Musik und eher wenig von diesen Top-Superstars, da die Leute die das machen, was mich interessiert aus allen Schichten sind und wirklich von extremer Könner bis totaler Autodidakt - Daher - glaube ich, dass diese Idee ins Leere geht, rein künstlerisch.

Gegen gut sein hat keiner was, gegen gute Idee auch nicht - und wir lernen schnell, wir haben heute sehr gute Lernmöglichkeiten aus Faszination an der Sache - da lernt sich's schnell.
 
  • #125
find ich auch am besten👍 Das schlimmste ist ja wenn manPhasen hat in denen einen gar nix mehr
begeistert. Das hatte ich früher öfters mal. Aber immer nur Kurzzeitug. Aber daher weiß ich wie schlimm das ist.
Und es gibt ja auch Leute die haben anstatt das "begeistert sein" das "ich reg mich über jeden und alles auf" . Aber das ist tatsächlich
deren Treibstoff. Das ist bizarr. ;-)
Ja, diesen Typs sind erstaunlich viele, auch hier im Forum.
Die gleiche Energie in Lust, Interesse und Weiterkommen: viel viel besser, hilft anderen, bringt einen selbst weiter - man denkt weniger über Quatsch nach, was keinem weiterhilft. Wenn ich allen erkläre, wie überflüssig ich irgendwelche alten Deutschrockhanseln oder abgehalfterte "Punks" finde. Die, die noch leben sollen Spaß haben an ihrem Kram und die lassen mich in Ruhe und habe dann auch mehr Zeit für Sounds und so. Einfach effizient.
 
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