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Willkommen in 2026 - (Musikalische) Utopie gesucht.

  • #121
Nun, in dem Fall lässt sich eine musikalische Utopie doch auch ganz einfach zusammenfassen, oder?

Werde erst einmal so gut, wie es zum Beispiel die Kinga Głyks, John Lords, Ritchie Blackmoores, Lisa Bella Donnas, Isao Tomitas, <name your masters> dieser Welt sind, bevor du etwas in die Welt pustest, dann ist die musikalische Welt automatisch voller großartiger Musik, die die meisten hören mögen, oder?

Anders und ins Gegenteil verkehrt ausgedrückt: wenn die Person, die dir da auf der Bühne versucht, ihre Musik zu verkaufen, von der Erscheinung und vom "Schauspielgehabe", eine komplett andere wäre (um noch mal auf die sexualisierte Plattheit von Wet Leg hinzuweisen, einem Konzept mit viel sichtbarem Bein, dafür mit umso flacherer Musik, was vermutlich ohne das optische Drumherum gar nicht funktionieren würde), würdest du dann deren Musik immer noch hören wollen?
 
  • #122
Utopie:
erst einmal, - der hintergrund:
ich lebe nicht von der musik.
ich höre auf zu reden oder (hier) zu schreiben, wenn es polarisierend wird - ich verteidige meine meinung nicht und stehe mit niemand (auch geschäftlich - obwohl ich selbstständig bin) in konkurrenz
ich suche kein glück
ich suche ein hinreichendes maß an zufriedenheit
ich bin finanziell ausreichend ausgestattet

konkreter werdend:
ich mache musik - weil ich es will und wahrscheinlich auch als ausgleich brauche.
in der ganzen zeit habe ich vielleicht 3 lieder gemacht, die meinem anspruch an kunst genügen.
ich will nicht, dass mich jemand mit meiner musik in verbindung bringt - daher ist ein konzert schwierig.
ich finde szenen schwierig. möglicher weise bin ich in der dunklen zu hause, aber ich lehne deren symbole und klischees ab.
mein letztes konzert war front.
ich gehe nicht in clubs.
kleine konzerte würden mich interessieren, beinhaus würde ich gerne einmal erleben.

2025:
habe ich mich mit dem thema ki beschäftigt.
ich habe einen kosmos erschaffen, in dem ich musik, bilder, texte und videos hergestellt habe.
nein, ich werbe hier nicht dafür.
dieses projekt ist jetzt fast fertig, ein konzept-album (dez2025), ein musikvideo (jan2026) und eine novelle gibt es.
die novelle muss ich noch veröffentlichen.
ein wesentlicher teil des projektes war, entscheidungen an ki-agenten zu übertragen und selbst nur auszuführen.
ich habe so simuliert, als band zu arbeiten, termindruck zu haben, erwartungen nicht enttäuschen zu dürfen und das projekt (in dessen rahmen) zu bewerben.

2026:
ich bin leerer als zuvor.
das projekt funktioniert - bescheidene maßstäbe.
der kosmos ist intakt - aber so perfektioniert, dass kaum platz für neues bleibt.
wenn ich anfange musik zu machen, ist es schwieriger als zuvor, - es bleibt das gefühl etwas machen zu müssen.
und ich suche nach einem noch größerem überbau.

die utopie oder hoffnung:
zurück zu finden und ein viertes , relevantes lied zu schreiben (das niemand hört;)
 
  • ^
M.i.a.u.: robworld und kernelkid
  • #123
Sagen, was gut ist, reden über das was begeistert.
find ich auch am besten👍 Das schlimmste ist ja wenn manPhasen hat in denen einen gar nix mehr
begeistert. Das hatte ich früher öfters mal. Aber immer nur Kurzzeitug. Aber daher weiß ich wie schlimm das ist.
Und es gibt ja auch Leute die haben anstatt das "begeistert sein" das "ich reg mich über jeden und alles auf" . Aber das ist tatsächlich
deren Treibstoff. Das ist bizarr. ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #124
Nun, in dem Fall lässt sich eine musikalische Utopie doch auch ganz einfach zusammenfassen, oder?

Werde erst einmal so gut, wie es zum Beispiel die Kinga Głyks, John Lords, Ritchie Blackmoores, Lisa Bella Donnas, Isao Tomitas, <name your masters> dieser Welt sind, bevor du etwas in die Welt pustest, dann ist die musikalische Welt automatisch voller großartiger Musik, die die meisten hören mögen, oder?

Anders und ins Gegenteil verkehrt ausgedrückt: wenn die Person, die dir da auf der Bühne versucht, ihre Musik zu verkaufen, von der Erscheinung und vom "Schauspielgehabe", eine komplett andere wäre (um noch mal auf die sexualisierte Plattheit von Wet Leg hinzuweisen, einem Konzept mit viel sichtbarem Bein, dafür mit umso flacherer Musik, was vermutlich ohne das optische Drumherum gar nicht funktionieren würde), würdest du dann deren Musik immer noch hören wollen?
Das ist positiv? Herrgoth, dann bedeutet das, dass alle erst einmal "Fresse halten" bis der Welthit fertig ist? Düstere Vision. Halte Musik und Kunst, inkl Darbietung für eine Entwicklung (sollte das an mich gerichtet sein, vermute: an alle). Ich habe viel gemocht, was von unten kam, auch extrem akademische Musik und eher wenig von diesen Top-Superstars, da die Leute die das machen, was mich interessiert aus allen Schichten sind und wirklich von extremer Könner bis totaler Autodidakt - Daher - glaube ich, dass diese Idee ins Leere geht, rein künstlerisch.

Gegen gut sein hat keiner was, gegen gute Idee auch nicht - und wir lernen schnell, wir haben heute sehr gute Lernmöglichkeiten aus Faszination an der Sache - da lernt sich's schnell.
 
  • #125
find ich auch am besten👍 Das schlimmste ist ja wenn manPhasen hat in denen einen gar nix mehr
begeistert. Das hatte ich früher öfters mal. Aber immer nur Kurzzeitug. Aber daher weiß ich wie schlimm das ist.
Und es gibt ja auch Leute die haben anstatt das "begeistert sein" das "ich reg mich über jeden und alles auf" . Aber das ist tatsächlich
deren Treibstoff. Das ist bizarr. ;-)
Ja, diesen Typs sind erstaunlich viele, auch hier im Forum.
Die gleiche Energie in Lust, Interesse und Weiterkommen: viel viel besser, hilft anderen, bringt einen selbst weiter - man denkt weniger über Quatsch nach, was keinem weiterhilft. Wenn ich allen erkläre, wie überflüssig ich irgendwelche alten Deutschrockhanseln oder abgehalfterte "Punks" finde. Die, die noch leben sollen Spaß haben an ihrem Kram und die lassen mich in Ruhe und habe dann auch mehr Zeit für Sounds und so. Einfach effizient.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #126
Das ist positiv? Herrgoth, dann bedeutet das, dass alle erst einmal "Fresse halten" bis der Welthit fertig ist? Düstere Vision.

Ja, es ist positiv, denn das Endergebnis wäre beeindruckender und hätte damit mehr positive Strahlkraft ohne die Ablenkungen seitens Dingen, die sie eben nicht haben.

Halte Musik und Kunst, inkl Darbietung für eine Entwicklung (sollte das an mich gerichtet sein, vermute: an alle). Ich habe viel gemocht, was von unten kam, auch extrem akademische Musik und eher wenig von diesen Top-Superstars, da die Leute die das machen, was mich interessiert aus allen Schichten sind und wirklich von extremer Könner bis totaler Autodidakt - Daher - glaube ich, dass diese Idee ins Leere geht, rein künstlerisch.

Ja, aber nur solange ein gewisses, qualitatives Niveau nicht unterschritten wird. Und das ist heutzutage einfach nicht mehr gegeben durch die digitale Flut. Das meiste davon will ich nicht hören. Die meisten anderen scheinbar auch nicht, denn ansonsten wären das alles Welthits, oder?

Das hat für mich auch nichts mit unten vs. oben zu tun, sondern vielmehr mit einem qualitativen Anspruch an sich selbst, auch aus einem Blickwinkel der Nachhaltigkeit heraus. Denn ALLES was produziert wird, kostet eben auch Ressourcen (ja, auch der Router verbraucht Energie, und ja, auch der Cloudspeicher befindet sich nicht auf Wolke 7, sondern hat irgendwo mal irgendwie Ressourcen verbraucht und schluckt immer noch Speicherplatz, der auch nicht auf magische Art und Weise entstanden ist). Klima sagt danke. Klingt das elitär? Nein, ich finde keineswegs, denn es ist kein Befehl, sondern ein Aufruf zu einer Art von Selbstverpflichtung.

Ging das an dich persönlich? Warum sollte es? Ich kenne nicht mal deine Musik, sondern nur einige wenige SequencerTalks.

Natürlich war es eine allgemeine Aussage, nicht mehr. Der Thread war ja wohl auch nicht als innerer Monolog gedacht für dein persönliches, künstlerisches Wachstum, oder? Also nein, nicht an dich persönlich.

Das gehört hier jetzt thematisch vielleicht weniger hierher, aber warum eine solche Art von qualitativer Selbstverpflichtung musikalisch, aber auch insgesamt und auch in anderen Bereichen notwendig ist, sieht man leider nur allzu gut in einem aktuellen Vortrag des CCC mit dem Titel "39C3: Don't look up - There are sensitive internal links in the clear on GEO satelites", in dem es um Security geht, in dem aber dargestellt wird, wie mit den Daten aller umgegangen wird. Das mag zwar nicht zusammenhängend erscheinen, doch da sind für mich ganz klar zu erkennende Zusammenhänge zwischen nicht vorhandener Qualität bei Infrastruktur und Computersoftware, mittelmäßiger Musik, mittelmäßig erstellter Musikhardware und anderen Dingen, die wesentlich dystopischer sind. All das basiert auf den gemeinsamen, endlichen Ressourcen dieses Planeten. Allein schon deswegen sollte man möglichst zusehen, die Ressourcen in qualitativ möglichst hochwertige Dinge umzuformen. Liegt darin ein Widerspruch zum aktuellen Wirtschaftssystem? Vermutlich. Aber auch das ist ein anderes Thema.

Meine Idee von Selbstverpflichtung hat nichts mit irgendwelchen Schichten zu tun, die du da scheinbar hineininterpretieren möchtest. Und auch nicht mit Könner vs. Autodidakt. Wieso kann in deiner Vorstellung ein Autodidakt kein Könner sein? Sondern vielmehr von einem selbst auferlegten qualitativen Anspruch. Denn wie ich woanders schon sagte: es ist bereits so viel da, das meiste wird man niemals kennenlernen. Es macht also schon rein logisch betrachtet wenig Sinn, noch mehr minderwertigen Kram zu produzieren, den am Ende vermutlich niemand sehen möchte. Dystopisch? Nein, denn man kann ja trotzdem den Spaß dabei haben, für sich oder in der Gruppe, wie auch immer, auch ein Tape aufnehmen und sich das Tausende von Malen anhören, wenn man das überhaupt meint, aufnehmen zu müssen. Nur hat früher meine private Aufnahme, die irgendwo auf einem VHS-Band herumdümpelte, auch niemanden interessiert. Und das war auch gut so! Und das ändert sich zunehmend mit der Cloud. Nur das eben immer noch niemanden interessiert, allerhöchstens eine KI, die damit dann automatisiert noch mehr Musik erstellt, die auch niemand hören möchte, spätestens dann nicht mehr, wenn er weiß, dass sie KI-generiert ist.

Gegen gut sein hat keiner was, gegen gute Idee auch nicht - und wir lernen schnell, wir haben heute sehr gute Lernmöglichkeiten aus Faszination an der Sache - da lernt sich's schnell.

Da ist doch ein Widerspruch "Gegen gut sein hat keiner was.", aber gleichzeitig kann auch alles andere in die weite Welt hinaus? :lollo: Ja, klar.

Nochmals: qualitative Selbstauferlegung. Alles andere ist nur da, also im Netz, aus den gleichen Gründen, aus denen manche Leute Lotto spielen. Sie begreifen nicht, dass es erst dann mathematisch sinnvoll wäre, wenn sie einige Millionen Lottoscheine kaufen würden. Freilich wäre es dann finanziell nicht mehr sinnvoll. Die Anzahl der Lottoscheine ist übrigens analog zur Anzahl der Stunden, die man vorher geübt und gemacht hat, zu betrachten. Das hat aber mitnichten etwas mit oben oder unten zu tun oder mit Könner vs. Autodidakt, sondern vielmehr mit Können, Üben und Hingabe. Und ja, in anderen Bereichen beschweren wir uns als Menschheit doch auch andauernd über Dinge, die nicht funktionieren, besser hätten laufen können und suboptimal waren (das halbe Internet besteht daraus). Bei "Kunst" ist es aber OK, suboptimal zu sein? Ich rieche da ein Quäntchen Voreingenommenheit dieser Künstler, übrigens die gleiche Voreingenommenheit, wie sie auch in anderen Bereichen nur allzu deutlich zu sehen ist, aber das würde jetzt zu weit führen. Das heißt, es ist im Grunde wertungsfrei mit einer kleinen Portion pessimistischem Optimismus, dass es irgendwann mal besser werden möge.
 
  • #127
Ja, aber nur solange ein gewisses, qualitatives Niveau nicht unterschritten wird.
dann bräuchte man eigentlich eine KI, die jegliche hochgeladene Musik bewertet und entsprechend taggt - so dass du das schlechtere Zeugs gleich ausfiltern könntest. ;-)
Fragt sich nur, wie gut sich das objektiv bewerten lässt - Geschmacksfrage darf es ja nicht sein.

Nochmals: qualitative Selbstauferlegung.
bringt leider wenig, wenn nur drei Leute das machen. Und alle anderen kann man nur schwer zwingen, also ist das eine sehr theoretische Idee, oder?
 
  • #128
Ich hätte nicht gedacht, dass ich das sage - aber das ist sowas von zu verkopft.
Ich liebe ja sogar Neue Musik, die aus eher akademischen Kreisen kommt - aber so hart würde ich das nicht sehen, denn der Spaß und das Gutsein kommt von viel Erfahrung, viel machen, Jams, Frickelforschung, Livespiel, alles zusammen muss man auch machen. Dazu ist das, was heraus kommt oft anders besser als die Superopa-Sachen, auf die man ggf. hoch gucken könnte.

Und manches an Defiziten hat man ganz anders gelöst, gerade in der Elektronik. Heute ist das Ergebnis König. Es gibt auch viel, was mir auch als redundant und sehr ähnlich vor kommt, geradezu generisch. Darauf würde ich eher verzichten als auf eine frische tolle Idee, selbst wenn die noch nicht 100% perfekt umgesetzt ist, aber eben sehr gut.

Das inspiriert, sowas löst was aus. Denke dabei an Punk-Geist, New Wave, Post-Punk/Industrial/etc. - da gibt es Perlen. Und manche sind einfach, manche aufwendig weil man dies oder das nicht besitzt. Aber diese Musik wäre nicht da, wenn man deine Sperre hätte, wie auch immer die aussehen würde - am besten staatlich. wie in der DDR.
Oder durch einen dominierenden Konzern, der das bestimmt, wer weiter kommt. Das finde ich extremst bedenklich.
Wo bleibt die Freiheit? Die kreative Unruhe? Das ist doch alles Quell von unendlich vielen unfassbar guten Sachen gewesen, und nicht alle sind studierte experienced Player mit Synthesediplom.

Nein, das geht nicht an mich persönlich - das ist doch gar kein Problem, ich geh davon aus, dass du meine Sound gar nicht kennst, der natürlich sensationell gut ist. Auf dem Gebiet auf jeden Fall. (schade, dass man den Schelm hier nicht mit posten kann, den man hat).
Schreib bitte gern weiter offen ,da ist keiner beleidigt - das will ich sagen.

Trotzdem bin ich jetzt übernacht Anwalt für die krassen Acts, die mich mehr begleitet haben.
Die Acts sind sehr verschieden gut in "Fähigkeiten" - aber ich finde einiges auch gut, weil es so ist, selbst wenn ein Teil unvermögen ist - nicht immer kann man das hören. Viele Artists haben Vorbilder und du hörst sie ggf. heraus, aber sie haben etwas anderes gemacht, mal happy mal accident, mal sehr geplant und mal durch Experiment. Alles das sollte erlaubt sein - natürlich meinst du den inneren Zensor, und da bin ich total bei dir, dass bitte nur raus soll was toll ist.
Habe aber auch gerade da einige sehr schüchterne Leute vernommen, die sich nicht da sehen aber deren Sachen gut sind. Gut waren. Wogegen ich sehr gern auf das ein oder andere euklidische 4/4 Gestampf zum 100sten Mal verzichten kann - aber manche lieben das halt. Schreibt man einfach dran und ich weiss, ob ich da hin muss oder nicht ;)

Das meine ich natürlich allgemein - dh - jeder setzt da sein persönliches Ding ein, ich zB mag diese Minimal Elektro Szene, die oft klingt wie 1979, aber mit Minilogue und MPC - und manche haben eine irre Performance aufgebaut, das sind dann echt Perlen. Sowas schaffen eher junge Leute, die einfach machen.
Ich bin dafür! Die müssen frei sein!
Die haben Spaß an einer Art von Provokation, musikalisch - künstlerisch und ich finde das sind Vitamine für mich.
Ich muss nicht selbst so sein oder klingen - aber es ist gut für "uns". Als Musikkörper.

Visionen sind hier ja das Ding - DA kommen die her. Jemand bricht bestimmte Regeln? Jemand macht etwas anders, nee - das geht ja garnicht - ist aber super!
(ich schreib mal nicht "geil" - aber gemeint ist das Superlativ davon)

Der Thread darf alles - innere Wünsche und Dialoge aber auch generelle Dinge, einige ganz am Anfang sind ja sogar eher gesellschaftlich wie zB bitte mehr praktisch und faktisch sein - dem kann ich nur zustimmen - bei politischem Handeln. Das kann man auch falsch verstehen, besonders das Wort Vernunft wird von allen genutzt, und meint was anderes.

Aber hey, wir sind alle hier um was zu bewegen, positiv - ich finde das gut, mal Ideen zu haben, kann schon sein, dass ein paar dadurch getriggert sind - ist aber auch fein.
Heute rauscht noch nicht mal was - als ich Musik hörte, rauschte viel - das Tape war super - aber man hörte viele technische Unzulänglichkeiten - aber den wunderbaren Kern konnte man sehen und hören, so manche sind später geschliffen aber glatter. Ich mag das. Daher - das ist das Playdoyer für solche Dinge!

Ich bin auch für uncoolen Kram nicht rausbringen ;) Das ist nur ein Satz. Das klang nur so groß angelegt, und global. Naja, es gibt Schrott, jede Menge sogar - aber wir finden eben auch die Perlen, klar wäre es einfacher wenn der schlechte schimmlige Käse (Löscher hatter auch) verschwindet. Miese Idee, mies gemacht - nicht rausbringen! Fertig.
 
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  • #129
... Aber diese Musik wäre nicht da, wenn man deine Sperre hätte, wie auch immer die aussehen würde - am besten staatlich. wie in der DDR.
Oder durch einen dominierenden Konzern, der das bestimmt, wer weiter kommt. Das finde ich extremst bedenklich.

Ich spreche von Selbstauferlegung, du von staatlicher und konzernorganisierter Zensur, ist klar. Danke für "die Diskussion", die ich auf diesem Niveau nicht bereit bin, weiterzuführen.

Hast du eigentlich schon mal den Gedanken erörtert, deine Arbeitsweise könnte eventuell zu wenig verkopft sein, da sie sich nicht im Geringsten darum schert, welche Konsequenzen die Dinge nach sich ziehen könnten? Und liegt die eigentliche Wahrheit vielleicht irgendwo in der Mitte? (Also quasi zwischen Reinigungsdiensten, die die Straßen vom Müll befreien, und Leuten, die ihn unnötigerweise und ohne Grund dorthin befördern. Und ja, diese Analogie habe ich absichtlich so scharf formuliert, damit es bei Leuten, die die beiden Unterschiede aus dem ersten Satz scheinbar nicht sehen können oder wollen, vielleicht anfängt zu klingeln, egal ob durch zu laute Musik oder auch auf andere Art und Weise.)

Viel Spaß weiterhin im Thread. Ich bin hier hier raus, da ich wirklich wichtigere Dinge zu tun habe, als auf derart unsinnige Art, Diskussionen überhaupt führen zu wollen.
 
  • #130
Dieser leicht gereizte Unterton - den brauchen wir nicht. Das ist komplett entspannt. Deshalb bin ich hier, du ggf. auch. Es hängst nichts davon ab, was man hier rein schreibt. Es ist nur einfach eine persönliche Sicht. Die Idee, etwas zu transportieren. Ich meine, dass es hier eher um Verständnis des jeweils anderen Standes geht - habe auch das beschrieben - vielleicht ist dir das nur zu profan gewesen, dass ich das in einem Satz tat. Das, was ich meine ist - Lernen besteht aus so etwas und man kann daran wachsen. Einfach als gute und positive Idee dahinter - sehen können.
Es geht eigentlich nicht um einen fiktiven Staat oder ein Label dabei - das ist nur ein kleines Trittbrett um ein bisschen zu aktivieren, was das bedeutet. Ehrgeiz etwas gut zu machen ist keine Schande. Das schrieb ich in der Antwort andeutungsweise auch schon.

Ich meine das auch nicht auf mich oder dich bezogen, dennoch sind diese Dinge natürlich mit der eigenen Person verbunden "intensiver" und bekommen eine Kontur. Deshalb habe ich den Musiker in allen die mitlesen pieksen wollen. Auch, was ich selbst früher viel mehr gemacht habe - das Sofa verlassen - und Dinge neu starten obwohl das bisherige System gut ist, was man macht - aber - innerhalb des Rahmens kommt vielleicht nicht die Musik raus, die ich möchte? (also auch du möchtest).

Das ist so ein bisschen das innere Zeug, was hier ggf. Thema ist. Das es GUT sein sollte - ja, sehr gern. Und ich würde es aber steigern - auch von Belang, hat etwas, was sich lohnt - das muss nicht das handwerkliche sein, aber ich habe genug langweilige "ick mach jetz Techno"-Geschichte - der arme Techno kann aber jetzt auch nichts dafür, dass ich den immer als Beispiel nehme.

Also mit haben viele eher gesagt, dass ich zu verkopft sei. Da bin ich persönlich jetzt nicht ganz so drin. Aber beide Seiten sind im Extrem schwierig, aber dennoch - hab ich einfach nur die andere Seite übernommen.
Das aufzwingen diverser Stile und das omnipräsente - nervt, fährt rum und dennoch bin ich eher der Typ - das zu "ertragen" und denen Spaß zu wünschen, weil ich denke - die haben damit wohl etwas, was sie mögen.
Wenn ich aber sehe, wie zugeballert einige sind und sich keinen Raum mehr zum denken, überlegen, der Stille quasi lassen - sowas scheint mir der heutigen Welt mehr zu fehlen - Leute die nicht jeder Schlagzeile hinterher bellen.

Damit bist du gar nicht gemeint - das ist einfach allgemein ein Trend. Ebenso finde ich gut sein gut - sich zu verbessern auch. Wir können aber auch gern ein Level höher oder zwei.

Ich bin nicht hier um die Ziele zu bewerten - das machen andere.
Es gibt genug Leute, die sowas tun - quasi PR für etwas. Das muss nichts politisches sein - sondern läuten für etwas.
Und daher - geh voran, und ich bin grade eher im Team Faulen vor dem wieder losrennen.
Aber sehr viel machen und leer sein - ist auch nicht gut.

Eigentlich reden wir nur aneinander vorbei - bin eher etwas überrascht, da überhaupt was getriggert zu haben aber ich habe quasi eine Gegenposition und sogar Bewertung eingebaut. Das ist eigentlich unwichtig - weil Visionen sind für alle und persönlich. Und sie können jeweils sogar sehr widersprüchlich sein - weil wir voneinander wenig wissen - das was dir gut tut, weiss ich nicht - ich kenne deinen Status zu wenig.
Ich bin also gar nicht "berechtigt" dir was zu sagen -ich bin einfach an Sichtweisen interessiert - auch und gerrn solche, die ich gar nicht vertrete. Manchmal findet sich da sehr viel drin, wo ich nicht drauf komme. Weil ich grade einem anderen Wahn folge.

Ich möchte mich in dem Sinne nicht "entschuldigen", weil ich einfach das hier eher als einen Abgleich sehe, es ist absolut sinnvoll wenn der nicht für alle gültig ist - aber - mich interessiert, ob es Deckungen gibt.
Und was überhaupt durch die Köpfe geht - darüber reden viele weniger als irgendein Gerät was sie kaufen (das ist schon gut so, aber das kennen wir - das ist ohne alles - das ist unverfänglich).

Wie würden wir reden über das eigene musische Ziel, wenn wir wirklich frei reden, ohne eine Angst, dass das nicht ok ist, ohne eine Hoffnung damit gut anzukommen - zB schreib ich dann lieber - wenig haben ist gut, organisiert sein, perfekt ausproduziert - (nur ein Beispiel) - weil man aus der Summe der Reaktionen heraus lesen kann - das passt zu vielen.

Aber wenn ich grade cool finde 5 Sampler zu haben oder 5 Synths mit 1 Oszillator, nun - dann ist das so.
Effizient ist es ggf. nicht - aber es kann sein, dass damit etwas umgesetzt wird, was mir die Schuhe auszieht - also eher die Ohren. Schuhe wissen gar nichts über Musik, außer man versucht in den Schuhen von Schuh-a-hand zu laufen oder Depeche Mode.
Na, vielleicht klappt's mit Humor - ansonsten - war mir eine Ehre.

Ich glaube dieser Thread stirbt schnell - weil das Thema eben nicht so in ist.
Aber interessiert bin ich trotzdem.

Auch ich muss aufpassen nichts zu zerreden, damit diese Sache offen bleibt und genau das was sie sein soll - angstfrei, quasi ohne Bremse und Filter - einfach nur die Idee sagen, die man hat von und über Musik - gern die eigene, und wie das Ideal ist, wo man hin möchte.

Das darf und muss vermutlich verschieden sein.
Ggf. war dir mein Post zu manipulativ - glaube das ist es auch - wenn ich das selbst durchlese.
Daher - bitte nicht aufhalten lassen, ich hätte den "Stil" wie das hier besprochen wird nicht brechen sollen.
 

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