Yamaha MODX6/7/8(+) – Montage in kleiner und günstiger (128 AWM2 + 64(128) FM-X)

64 FM-X Stimmen würden mir auch noch reichen ;-) umgerechnet knapp €1600.
 
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Seltsam finde ich allerdings die Angabe von 28 Stimmen für den AWM2-Teil. 64 Stimmen hätte ich noch verstanden, aber 28?... :agent: Bei "5.67 GB" Waveform-ROM wohlgemerkt.
 
Könnte an der Speicherbandbreite liegen, FM-X würde das nicht beschränken.
 
Klingt interessant...sogar mit "cutting-edge effects such as Beat Repeat, Vinyl Break or Bit Crusher." Das reisst mich vom Hocker!

Spass beiseite, sowas könnt ich gut gebrauchen! :)
 
"Endlich!" ist man geneigt zu sagen!

War der MOXF schon ein ergiebiger Sample-Player ist der Zusatz bzw. die Kombinationsmöglichkeiten der FM-X Engine auf dem Papier ein ziemliches Hallo.
Ich bin gespannt, ob sich der interne Samplespeicher auch hier wieder mit (NAND-After-Market) Flash "aufbretzeln" lässt.
 
Seltsam finde ich allerdings die Angabe von 28 Stimmen für den AWM2-Teil. 64 Stimmen hätte ich noch verstanden, aber 28?... :agent: Bei "5.67 GB" Waveform-ROM wohlgemerkt.
Im Musiker-Board wird angenommen, dass eine 1 vor der Zahl 28 unterschlagen wurde. Ich könnte mir vorstellen, dass es dann 128 monophone Stimmen wären, und entsprechend dann 64 stereophone Stimmen – im Gegensatz zum Montage, bei dem es 128 stereophone Stimmen sind. Somit wären die Polyphonie und evtl. die Effekt-Instanzen im Vergleich zu Montage halt halbiert, was m.E. viel eher einen Sinn ergeben würde als 28 Stimmen im AWM2-Teil.

Und hier noch ein Link, wo derzeit ebenfalls von "28-note polyphony" die Rede ist:
https://www.gear4music.com/Keyboards-and-Pianos/Yamaha-MODX7-Synthesizer-Keyboard/2NRS
 
Es wurde so einiges halbiert wenn ich das richtig verstanden habe, die Scenes auf 4 und noch so einiges... finde ich aber nicht schlimm, solange an der FM-X engine nichts weiter halbiert wurde... Sobald da etwas vom großen fehlt, ist das Ding für mich schon durch, leider gehe ich mal davon aus, das es so sein wird denn Yamaha möchte ja den großen Verkaufen und nicht den kleinen "günstigen"...

Frank
 
[...] denn Yamaha möchte ja den großen Verkaufen und nicht den kleinen "günstigen"...
Yamaha wird liebend gern den kleinen "günstigen" verkaufen. Wer den großen kaufen wollte und konnte, hat ihn sehr wahrscheinlich bereits gekauft. Jetzt ist der kleinere dran. Umsatztechnisch wird der kleinere den großen sehr wahrscheinlich schlagen. Wer den großen wollte, aber nicht konnte, könnte jetzt den kleinen, zumindest deutlich wahrscheinlicher.
 
Den MIDI-Thru des MOXF hat man dem neuen MODX jedenfalls schon mal weggezüchtet !!! :motz:
 
Technisch bestimmt gut, aber haptisch wieder mal ein Plastikbomber. Bei sowas kommt bei mir einfach nicht das Gefühl auf, ein Instrument zu spielen. Warum nicht geringfügig teurer und dann aus Stahlblech mit Holzseitenteilen?
 
Es gibt bei audiofanzine.com hochauflösende Bilder:

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Wow. Einen haptisch bedienbaren FMX - Synth würden die Leuten ihnen aus den Händen reissen, stattdessen wird erst mal Billolinie nachgeschoben. Bin gespannt wie lasch die Wandler diesmal sind.
 
Bin kein Fan von abgespeckten Modellen, aber in diesem Fall habe ich echt feuchte Augen bekommen.
Wenn die FM-Engine nicht auch abgespeckt wurde, DX/TX und SY-Sounds frisst (von mir aus mit ein paar Abstrichen), dann ist das Teil gekauft.

Ein Montage ist mir einfach zu gross und teuer, besonders weil ich nicht noch 100 Streicher, Bläser und Piano Sounds brauche.
 
Gespart wurde offenbar an den LEDs rund um die Endlosregler und Slider. Keine gute Idee, denn gerade das macht beim Montage einen Großteil Bedienkomfort aus, vor allem die Slider Positionen für den Überblick bei FM-X. Nun ja, auch die Korgies haben das Kronos Prinzip auf Krome und Kross für Spin Offs runtergebrochen, ist kommerziell sicher erfolgreich.
 
Der Montage ist sicher die bessere Lösung. Aber schön das Yamaha da eine MOX Version nachschiebt. ich bin mit meinem Montage sehr zufrieden. Tolle Tastatur, toller Sound und auch die Streicher finde ich hervorragend. FM-X macht sehr viel Spaß und das Teil hat richtig Druck. Schon lange nicht mehr so viel Spaß mit einem Instrument gehabt wie mit dem Montage.
 
Pitch- und Mod-Wheel oberhalb der Tastatur finde ich spieltechnisch immer etwas "unglücklich", da würde ich lieber auf 5 Tasten verzichten ;-)
 
Wegen des Gewichts!

Wenn du sowas suchst, dann musst du eben Kurzweil kaufen - bei regelmässigem Transport geht das auch mal auf die Bandscheiben.
Richtig. Hätte das Ding eine analogsynthmäßige Bauweise, würde die Fraktion jammern, die selbst bei der 88-Tasten-Graded-Hammer-Version noch auf einem Gewicht von maximal 10 Kilo bestehen, weil sie doch Rücken haben.

Wow. Einen haptisch bedienbaren FMX - Synth würden die Leuten ihnen aus den Händen reissen, stattdessen wird erst mal Billolinie nachgeschoben. Bin gespannt wie lasch die Wandler diesmal sind.
Yamaha produziert schon lange nicht mehr für Nerds.

Die Nerds haben schon bei der Montage-Ankündigung gehofft auf ein FS1R-Reissue als Keyboard mit OKOF-Vollbeknopfung à la Jellinghaus, aber so übersichtlich wie ein amerikanischer Analogsynthesizer der 70er Jahre. Sie hatten damals schon nicht auf dem Zettel, daß Yamaha nur noch zwei Zielgruppen bedient: Amateure, die nur ein bißchen für sich spielen, und Keyboarder in nichtelektronischen Live-Bands.

Das Forum, dem die am ehesten folgen dürften, um zu sehen, was die Kunden wollen, ist nicht das hier, auch nicht Muff Wiggler oder Gearslutz, sondern die Keyboard Corner auf Musicplayer.com, wo die Hälfte der Regulars schon über 60 ist, "Synthesizer" mit "Minimoog" gleichsetzt und ein Problem damit hat, mehr als einen Sound auf einer und derselben Tastatur zu haben. Diese Zielgruppe braucht nicht viel mehr als das, was ein Casio PX-5s bieten kann.

In den unteren Preisklassen wird sowieso schon alles weggezüchtet, was der Live-Keyboarder "nicht braucht", von Aftertouch über MIDI Thru (ein Wunder, daß es MIDI überhaupt noch gibt) bis zu einem vernünftigen Sequencer.
 
Sachlage recht gut getroffen, Professor Doctor Jones. Man erkennt die Yamaha Strategie auch daran, dass von einer Instrumentengeneration eben kein ultimatives Spitzenmodell in bewusst kleiner Auflage und für Mondpreis präsentiert wird. GX1, GS1, DX1 und Konsorten lassen also nur noch aus der Vergangenheit grüßen, man wollte seinerzeit mit diesen Pretiosen der Kategorie Concept Study sowohl zeigen, was die Entwicklungsmannschaft so draufhat als auch gleichzeitig den Stand der Dinge präsentieren. Imageding natürlich, aber auch Leitlinie nicht nur für die eigenen Reihen, sondern auch die Szene.

Synthesizerspieler waren mal eine komische kleine Laune der Natur, die ab Mitte der Achtziger in den Mainstream verschoben wurde, weil plötzlich Klavier und Geigen synthetisch ein bisschen authentisch klangen. Das wurde perfektioniert, und seitdem hat man die Coverbands, was früher Tanzkapelle hieß, ganz gut im Sack, denn insbesondere die waren es schon immer, die das sehr notwendige Geld in die Kasse gespült haben. Dass es solche auch als sich ganz allein unterhaltende Kellergeister gibt, ist eine andere Geschichte.

Andererseits sollte man Yamaha nie unterschätzen. Die haben die Stirn, eine Reface Serie rauszubringen, die es tatsächlich zu einem gewissen Stellenwert gebracht hat - auch zu meiner Überraschung. Da ist also noch Luft nach oben, und ich traue denen zu, es sich plötzlich anders zu überlegen und dann doch mal einen "puren" Synthesizer rauszubringen. Vielleicht einen mit Physical Models, der zusätzlich FM-X2 bietet, Design by Franz von Holzhausen.
 
Die Nerds haben schon bei der Montage-Ankündigung gehofft auf ein FS1R-Reissue als Keyboard mit OKOF-Vollbeknopfung à la Jellinghaus

*lol* FM mit Vollbeknopfung find ich total unübersichtlich, Reface DX (mein kleines Sommerkeyboard) find ich vom Ansatz nicht so schlecht, aber es fehlen die Copy/Paste Funktionen die man von den alten FM-Synths kennt.
Die FM-X Engine ist nicht so extrem weit vom FS1R entfernt, der Formant Kram - der sich auch in der FM einsetzen lässt - fehlt, dafür wurde der Rest hier und da nochmal sinnvoll erweitert. Ich denke sie hatten irgendwo noch 'ne funktionierende Engine liegen, die sie nur ein wenig an die Leistung des DSPs anpassen mussten ;-) Zumindest weiß Yamaha wie FM zu klingen hat, damit sie funktioniert.
 
Synthesizerspieler waren mal eine komische kleine Laune der Natur, die ab Mitte der Achtziger in den Mainstream verschoben wurde, weil plötzlich Klavier und Geigen synthetisch ein bisschen authentisch klangen. Das wurde perfektioniert, und seitdem hat man die Coverbands, was früher Tanzkapelle hieß, ganz gut im Sack, denn insbesondere die waren es schon immer, die das sehr notwendige Geld in die Kasse gespült haben. Dass es solche auch als sich ganz allein unterhaltende Kellergeister gibt, ist eine andere Geschichte.
Auch der Minimoog ist 1970 von Dave van Koevering schon an Mucker vermarktet worden – noch dazu erfolgreich. Gut, zum einen hatten sie damals sonst noch keine große Auswahl, der Minimoog war der erste und damals einzige komplett unmodulare Synth am Markt. Und zum anderen gab es sonst niemanden, der an dem Ding hätte interessiert sein können. Rein elektronische Musiker gab es im Jahr 2 nach Switched-On Bach noch fast gar nicht, vermutlich in Florida keinen einzigen. Und Forschungs- und Bildungseinrichtungen waren eher interessiert an Modularsystemen, die sie nicht zum Musizieren, sondern zum Experimentieren brauchten.

Schon der zweite Kompaktsynth von Moog, der Satellite, wurde ausdrücklich für Livekeyboarder entwickelt und gebaut – genau wie der ARP ProSoloist, der auch nicht Tony Banks auf den Leib geschneidert worden war (Banks wollte eigentlich einen Minimoog, konnte sich aber nicht mal einen Odyssey leisten). Die Livekeyboarder waren es auch, die Speicherplätze und Polyphonie wollten – und die Entwicklung der ganzen Polyschlachtschiffe der späten 70er und frühen 80er rechtfertigten. Damals trieben sie die Innovation noch voran, dann die Verfügbarkeit des "Synthesizers für den kleinen Mann" (als der Korg Polysix die Konkurrenz preislich unterbot).

Ende der 80er mit der Korg M1 brachten sie dann aber die Innovation praktisch zum Stillstand. Der Rompler mit Brot-und-Butter-Presets war genau das, was sie immer haben wollten. Für den Livekeyboarder war der Synthesizer im Grunde "fertig", und jegliche Weiterentwicklung war eigentlich nur qualitative Verbesserung und zahlenmäßige Vergrößerung des bereits Vorhandenen. The same, but more. Weil die gesamte Riege der US-Hersteller futsch war bis auf Samplerfabrikanten und alle anderen auf Rompler umstellten, diktierten die Livekeyboarder über Jahre die Entwicklung des Synthesizers.

Insofern war es schon verwunderlich, daß Roland befand, daß die Leute zuviele Presets nutzten, und als Gegenmittel den JD-800 raushaute – vielleicht auch, um damals schon die Nerds zu ködern. Aber mit einem Synth, der zwar Regler hatte, aber immer noch ein Rompler war und obendrein teurer als ein Minimoog und eine 303 zusammen, konnten sie nicht punkten. Gut, es gab damals Elektroniker, die nicht mit MIDIlosen "Museumsstücken" (oder generell Gebrauchtgear) arbeiten wollten, so daß nicht wenige Produktionen komplett mit samplebasierten Geräten gefahren worden sein dürften, weil's was anderes nicht mehr gab (und ich meine nicht mal die Sampler-Panzerschlachten, die in England Acid House hießen).

Mitte der 90er waren ja sowieso eine komische Zeit. Japanische Rompler für die Bandkeyboarder-Fraktion gingen wie geschnitten Brot. Italien rannte hinterher, Südkorea preschte vorweg und baute Workstations, die einigen Nerds feuchte Träume bescherten, aber spätestens die K2500 war unbezahlbar. Während Roland damals noch vorsichtiger war als Yamaha vor den Refaces, lieferten sich Yamaha und Korg ein kleines Synthese-Wettrüsten. Yamaha versuchte, einen Vorsprung zu erzielen mit Physical Modeling, wohl im Glauben, daß das die Synthese sein wird, die mal den Rompler beerben wird – und dann hätten sie das als erste gehabt. Aber die Nerds wollten keine Natursounds, und für die Bandfraktion klang der VL1 noch zu unecht und war pro Stimme zu teuer. Korg spielte derweil Kurzweil mit Multisynthesewaffen. Aber Prophecy und Z1 waren wieder für beide Fraktionen uninteressant, und obwohl die Trinity eigentlich richtig geil war, vor allem mit entsprechenden Optionen, schoß auch sie am Bedarf vorbei – die Keyboarder wollten ein weniger nerdiges Gerät und einfach ihre Brot-und-Butter-Sounds, und die Nerds wollten keine Workstation, sondern Moog, 303, fette, schmatzende, blubbernde Analogsounds und OKOF.

Einer der ersten Hersteller, die darauf reagierten, kam aus Schweden und baute ehedem nur elektronische Drums. Leider hat auch Clavia inzwischen die Nerds als Kundschaft fallengelassen und bedient jetzt fast nur noch Keyboarder in Rockbands. Den Nord Lead gibt's eigentlich nur noch, weil's immer ein Selbstgänger war, und mit dem A1 gab es sogar schon einen Spinoff für Nichtnerds, also in die umgekehrte Richtung des Nord Modular. Die Modellzyklen sind aber gerade beim Nord Lead immer länger geworden, speziell, wenn man bedenkt, daß der 2X länger lief als der Minimoog. Und ob es noch einen Nord Lead 5 geben wird – wo man zu dem Preis zum einen inzwischen echtanaloge Polysynths und zum anderen richtig leistungsfähige VAs kriegt –, ist fraglich, denn für Clavias Kundschaft ist der eingebaute Magersynth im Nord Stage meistens allemal genug.

Andererseits sollte man Yamaha nie unterschätzen. Die haben die Stirn, eine Reface Serie rauszubringen, die es tatsächlich zu einem gewissen Stellenwert gebracht hat - auch zu meiner Überraschung. Da ist also noch Luft nach oben, und ich traue denen zu, es sich plötzlich anders zu überlegen und dann doch mal einen "puren" Synthesizer rauszubringen. Vielleicht einen mit Physical Models, der zusätzlich FM-X2 bietet, Design by Franz von Holzhausen.
Wenn Yamaha sich nicht an Romplern vom Homekeyboard über das Entertainer-Flaggschiff Nr. 1 und Digitalpianos bis zu hochpreisigem Bandkeyboarder-Besteck dumm und dusselig verkaufen würde – und an überhaupt nicht elektronischen Instrumenten –, dann wären sie angesichts der Konkurrenz durch Roland und Korg, wie wir sie heute kennen, regelrecht dazu gezwungen.

*lol* FM mit Vollbeknopfung find ich total unübersichtlich, Reface DX (mein kleines Sommerkeyboard) find ich vom Ansatz nicht so schlecht, aber es fehlen die Copy/Paste Funktionen die man von den alten FM-Synths kennt.
Wie würde denn die optimale Bedienung für 8OP-FM plus X idealerweise aussehen? Direktzugriff auf die Parameter, aber mit Mehrfachbelegung (z. B. Oszillator Operatorsektion à la Novation) und Endlosencodern mit Las-Vegas-LED-Kränzen (weil Abholen und Springen bei exzessiver Mehrfachbelegung beide doof sind), "Makros", die den Klangcharakter in bestimmte Richtungen verschieben, oder das Vorgaukeln einer subtraktiven Kette wie beim Korg DS-8?
 


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