Mit welchen Musikern ist eure eigene Musik vergleichbar?

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Anonymous

Guest
In meinem Fall sind es wohl Musiker wie Ovuca, Datach'i, Zbigniew Karkowski, Bogdan Raczynski, Kinesthesia, Leila, Phthalocyanine, Global Goon, Qebrus und Fuschimuschi.
 
Meine aktuell heiss geliebten Techno-Jams kann man wohl am ehesten in der Jeff Mills / KiNk- Ecke ansiedeln.

Erhebe keinerlei Anspruch auf Innovation und geniesse einfach nur den Moment und das Knöppe-drehen :P
 
starling schrieb:
Mit keinem.
Wenn doch würde ich das gerne wissen.

Exakt so geht es mir auch. Jedenfalls ziemlich oft. Das klingt erstmal furchtbar unbescheiden, aber ist nicht so gemeint: ich hätte für viele der Sachen, die ich so mache, Schwierigkeiten, zu sagen: klingt wie... recommended if you like...

Wenn mich mal jemand fragt (passiert zugegeben selten), kann ich natürlich immer sagen, ich mach dub und acid, breakcore und ambient, oder einfach braindance. Aber das ist natürlich auch nur Notbehelf, denn dahinter kann sich ja so ziemlich alles verbergen.

Leute, in deren Dunstkreis ich mich sehen würde: Ceephax, EOD, mittlerer Squarepusher, Basic Channel, Dave Monolith, Sunn o))), Drexciya, Big Black... aber dass ein konkretes Stück von mir mal einem konkreten anderen Künstler wirklich ähnlich wäre (vom Stil her; von Qualität reden wir lieber nicht), oder wenigstens klar in einem Genre verortet wäre, das passiert kaum. Und das obwohl ich das manchmal durchaus anstrebe, wenn ich mich an was Neues mache.
 
Mit niemand.
Allerdings werde ich immer wieder mit irgendwelchen Leuten verglichen, deren Musik ich nicht kenne.
Naja, das Volk braucht wohl Schubladen.
 
Sorry, aber wer behauptet dass seine Musik nicht mit anderen vergleichbar ist, kennt sich einfach nur nicht so gut mit anderer Musik aus. Ich weiß auch gar nicht warum alle immer so ein Geschiss machen und immer einzigartig sein wollen. :selfhammer: Meistens sinds eh auch die Bands/Artists die man gerne mag oder oft hört.
Das heißt ja nicht dass die eigene Musik genauso gut ist, wie die vom ähnlichen Artist.


Bei mir würde ich sagen Kölsch, Nico Schwind, Oliver Schories und (von der Wunschvorstellung her) Stephan Bodzin :mrgreen:
 
Im Zweifel ist Musik, die in keine Schublade passen will, für die Rundablage.
 
Zolo schrieb:
Sorry, aber wer behauptet dass seine Musik nicht mit anderen vergleichbar ist, kennt sich einfach nur nicht so gut mit anderer Musik aus.
Ich höre recht wenig andere Musik und daher kenne ich eben vieles nicht, mit dem man meine Sachen gelegentlich vergleicht.
Wer Rezensionen schreibt, hat da natürlich einen ganz anderen Hintergrund und kennt sich viel besser aus.
Ob meine Sachen dann für den Hörer tatsächlich etwas nach einem anderen Musiker klingen, hat für mich keine Relevanz.
Ich glaube zwar, meinen eigenen Sound/Style gefunden zu haben aber vieles überschneidet sich natürlich auch, das ist ja völlig normal.
Das Rad habe ich jedenfalls nicht erfunden.
 
Zolo schrieb:
Sorry, aber wer behauptet dass seine Musik nicht mit anderen vergleichbar ist, kennt sich einfach nur nicht so gut mit anderer Musik aus. Ich weiß auch gar nicht warum alle immer so ein Geschiss machen und immer einzigartig sein wollen.
:supi: :supi: :supi:
 
Ich habe keine Ahnung. Wäre die Frage nach den Vorbildern nicht besser?

Da gibt's viele:
Juan Atkins, Derrick May, teilweise Kevin Saunderson (von dem find ich nicht alles gut, aber die House-Sachen wie "Good Life" sind große Klasse), Dave Clarke, LFO, Oliver Lieb, Air Liquide, Dave Angel, Carl Cox, Mijk van Dijk, Steve Mason, Orbital, 808 State, Robert Hood, Rob Acid, Timo Maas, Richard Bartz, The Advent, Underworld, Jeff Mills, Laurent Garnier, Johannes Heil, DJ ESP, Goldie, Adam F, Bassface Sascha, DJ Rap, Roni Size, The Prodigy, Grooverider, Olive, Baby D, 4 Hero, Panacea, Photek, Source Direct und viele andere.

Wäre sehr stolz, wenn ich irgendwo nach einem der Genannten klingen würde. :)
 
nordcore schrieb:
Im Zweifel ist Musik, die in keine Schublade passen will, für die Rundablage.
Hinter quasi allen Genres standen Künstler deren original Stil das war.

Und vieles von dem was ich gern gehört habe war kein Genre, gilt aber als wegweisend
und wurde von anderen kopiert, und später mit einem Genre bezeichnet.

Enos Sachen zB, Ambient genauso wie sein Art-Rock Zeug, oder die Swans, usw
"Ambient" leitet sich direkt von Enos Ambient Scheiben ab, zB.

Die Sachen waren damals nicht "vergleichbar mit", oder "im Stil von X".
Und hatten auch keine Subgenrebezeichnung.
 
Weiß ich nicht, da ich einfach zu wenig Musik von anderen kenne. Höre meist auch nur hier mal in Tracks rein, von daher kann ich dazu nicht wirklich etwas beisteuern.
 
psicolor schrieb:

Ja, der ist geil!

Orientiert habe ich mich immer an den alten Ninja Tune Sachen und Artverwandten, davon besonders Luke Vibert, komm da aber nur manchmal ran... ;-)
Auch an Metro Area, Paul Hardcastle, Joakim...
Hip Hop im Allgemeinen, DJ Shadow, Kid Koala etc... so Sachen, da will ich immer ungefähr hin. Am Ende kommt sowieso irgendwas anderes heraus :mrgreen:
 
starling schrieb:
nordcore schrieb:
Im Zweifel ist Musik, die in keine Schublade passen will, für die Rundablage.
Hinter quasi allen Genres standen Künstler deren original Stil das war.

Und vieles von dem was ich gern gehört habe war kein Genre, gilt aber als wegweisend
und wurde von anderen kopiert, und später mit einem Genre bezeichnet.

Enos Sachen zB, Ambient genauso wie sein Art-Rock Zeug, oder die Swans, usw
"Ambient" leitet sich direkt von Enos Ambient Scheiben ab, zB.

Die Sachen waren damals nicht "vergleichbar mit", oder "im Stil von X".
Und hatten auch keine Subgenrebezeichnung.

:supi:
 
Zolo schrieb:
kennt sich einfach nur nicht so gut mit anderer Musik aus

Die wenige Zeit, die ich neben Geldverdienen, Familie und Sozialleben habe, versuche ich möglichst komplett aufs selber-Musikmachen zu verwenden. Ich gestehe daher gerne ein, dass ich mich tatsächlich kaum auskenne mit der Musik der Leute, die dieselbe Musik machen wie ich.

Wenn ich Musik anderer Leute höre, dann ist das in der Regel komplett andere Musik, die nichts zu tun hat mit der, die ich mache. Orlando Gibbons, Albert Ayler, Terry Riley...

›Aktuelle‹ Künstler und Labels, deren laufenden Output ich verfolge, und die Bezug haben zu der Musik, die ich mache -- das sind vielleicht grad mal zehn, zwölf. Hinter mehr würde ich zeitlich gar nicht herkommen (das ist das tolle an ›alter‹ Musik: man kann das ganz entspannt angehen). Ceephax, EOD wie gesagt, Rolando Simmons, CPU Records, Beatwife, WeMe Records, Analogical Force, halt so Sachen, die heute die Rolle einnehmen, die früher mal Rephlex hatte.
 
Vomito Negro, yelworC, Velvet Acid Christ, Cat Rapes Dog, White Trash Wankers, No Sleep By The Machine... das ist zumindest das was ich von anderen in Erfahrung gebracht habe feedbackseitig.
 
Ich kenne gar nicht so viele andere Musiker und stehe auch nicht drauf spezielle Sounds oder Sachen zu machen die es schon gibt. Von daher kann ich meine Musik auch schlecht vergleichen, da ich weder feste Sounds noch feste Arrangement Muster verwende. Alles ist erlaub, von Orchester über Synths bis hin zu irgendwelchen Fieldrekordingsamples mit dem Handy. Die Musik mache ich um mich zu entspannen, sobald das ein Stück fertig ist interessiert es mich auch nicht mehr.

Ich suche auch nicht nach neuer Musik, meist höre ich irgendwo durch Zufall was, was mich dann inspiriert. Der Künstler dahinter ist mir ziemlich egal. Ich war auch nie ein Fan von irgendjemanden, da ich keinen Künstler kenne der überwiegend gute Musik macht.
 
starling schrieb:
Enos Sachen zB, Ambient genauso wie sein Art-Rock Zeug, oder die Swans, usw
"Ambient" leitet sich direkt von Enos Ambient Scheiben ab, zB.
Und Eno leitet sich halt von Debussy, ggf Arvo Pärt, und sicher Pink Floyd oder Can ab. Das soll nicht abstreiten, dass er nicht sehr wiedererkennbare Musik gemacht hat, und dass er eien massive Einfluss auf nachfolgende Musiker hatte. Aber er ist nicht ohne erkennbare Wurzeln.
 
fanwander schrieb:
starling schrieb:
Enos Sachen zB, Ambient genauso wie sein Art-Rock Zeug, oder die Swans, usw
"Ambient" leitet sich direkt von Enos Ambient Scheiben ab, zB.
Und Eno leitet sich halt von Debussy, ggf Arvo Pärt, und sicher Pink Floyd oder Can ab. Das soll nicht abstreiten, dass er nicht sehr wiedererkennbare Musik gemacht hat, und dass er eien massive Einfluss auf nachfolgende Musiker hatte. Aber er ist nicht ohne erkennbare Wurzeln.


Eben.
Eno ist nicht mit Pärt vergleichbar, und sie machen auch nicht daselbe.

Und andersrum - ich schätze zB manches von Pärt und auch Preisner sehr, Musik von mir wurde tatsächlich schon mal mit beiden verglichen,
ist aber von diesen überhaupt nicht beeinflusst.
Dazu habe ich sie auch zu spät kennengelernt.
Dafür habe ich schon für Leute diesen Kalibers gearbeitet weil es eben vom Stil her (auf einem anderen Feld) passte.
Und weil meine Arbeit eben nicht Genre war und nicht "vergleichbar mit".

Ich denke es gibt einfach innengeleitete und aussengeleitete Menschen, nicht nur in der Soziologie sondern auch in der Kunst.
Für innengeleitete ist äußerer Einfluß eine Störung.
Für außengeleitete ist äußerer Einfluß eine Notwendigkeit.

Ob Eno nach deisem Schema eher innengeleitet oder außengeleitet ist vermag ich nicht zu sagen.

Zu den Dingen die mich beinflußt haben gehört sicher auch Musik, aber nicht Musik die in irgend einer Form wie die ist die ich mache,
und einen wirklich sehr viel größeren Einfluß haben Dinge ausserhalb der Musik.
Ausserdem ist Musik für mich nur ein Medium,
und ich könnte das was ich in der Musik mache auch in einem anderen Medium machen.
 
Bei mir finden viele das die eher Elektronischen Sachen stark in Richtung Blue States, Metronomy oder Air gehen und viele Produktionen genreübergreifend nach Mark Ronson klingen. Bei Stücken in denen Vocals im Vordergrund stehen wurde mir in letzter Zeit häufiger gesagt das ich momentan sehr englisch und vor allen Dingen sehr stark nach Morrisey klinge. Bei Aufnahmen von letztem Monat war das noch eher Glenn Danzig und Jim Morrison.
 
Le Orme :roll:
Und nur wenige Menschen wissen, dass Radiorama (aus Italien) ihre Musik benutzte :opa:
 


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