Waldorf Nave App – Wavetables reloaded

so, nun ist der im SynMag und auf der Messe angekündigte Waldorf Nave.
Das ist eine iOs App auf Basis von Wavetables und ist sowohl in seiner Komplexität mit Modmatrix und Wavetable-Synthese als auch sonst ein eigenständiger Synthesizer – natürlich drängt sich der Vergleich mit dem PPG Wavegenerator auf, der nun seinen Erfinder Wolfgang Palm als Konkurrenz hat. Allerdings ist dies nun basiert auf die 3D Darstellung der Waves und es gibt eine Abteilung für Formant-Spectrum Manipulation. Dazu mehr, wenn ich die App selbst mal in Betrieb sehe. Knapp 11€ ist ein wirklich fairer Preis.

außerdem gibt es noch eine Funktion namens Überwave, das wird Amerikaner freuen. Bis zu 8 Waves können da gleichzeitig laufen, ähnlich wie beim Rocket (Dopplungen).
Ich sag erstmal – Game Über! Der Ansatz ist deutlich anders aber auch ähnlich wie der von PPG. Mehr dazu, wenn  das Ding auf meinem iPad ist. Einige Details wie der Sprachsynthesizer aus den Microwave-Zeiten sind auch mit eingebaut. Mit 3 Hüllkurven und 2 LFOs kann man schon einiges machen und erinnert irgendwie doch an eine Art Wiedergeburt der Microwaves – aber es ist auch zu neu um nur das zu sein.

Spezifikation pro Stimme:

•              Zwei unabhängige Wavetable Generatoren

•            Osc-Modul mit bis zu acht Überosc-Oszillatoren, Sägezahn, Dreieck, PWM sowie weißes und rosa Rauschen

•              Zwei Ringmodulatoren

•              Multimode Filter mit LP,BP und HP, jeweils 12 oder 24 dB

•              3 Hüllkurven

•              2 LFOs

•              Modulationsmatrix mit 10 Modulationssträngen

•              Drive mit einstellbarer Verzerrungskennlinie, Stärke und Position

 

Effekte:

•              Modulations-Effektauswahl mit Chorus, Flanger oder Phaser

•              Delay

•              High-Quality-Reverb

•              Parametrischer Dreiband-Equalizer

•              Kompressor

 

Zusätzliche Features:

•              Keyboard mit einstellbarer Größe, Scrolling oder Glissando

•              Blades mit wählbarer Skala und optionalen Akkorden

•              Polyphonische X/Y Finger-Modulation auf Klaviatur und Blades

•              Modulations-Rad und Pitch Bender

•              Bis zu 3 X/Y Control-Pads

•              Vierspur-Rekorder mit Clip basierter Editierung

•              Core MIDI In / Out

•              MIDI-Device-Manager für externe Hardware und virtuelle Verbindungen

•              Synchronisierung zu MIDI-Clock oder WIST

•              MIDI-Learn

•              Audio-Bus kompatibel

•              Background Audio

•              Arpeggiator

•              Polyphonisches Unisono

•              Sprachsynthesizer für Wavetables

•              3D Wavetable-Editing

•              Erstellen von Wavetables von Audiomaterial

•              BeatMaker & Sonoma Audio Copy / Paste Support

•              Patch-Management mit unlimitierten User-Banks und Kategorien

•              Import / Export Audio und Sounds von iTunes

wie immer ist das Teil nur im Appstore zu bekommen. Nave suchen und gut is..

 

Hier der Werbetext von Waldorf selbst:

Waldorf Nave – die neue Generation der Wavetablesynthese fürs iPad

Nave heißt Waldorfs neuester Synthesizer, der aus einem iPad den wohl fortschrittlichsten Wavetable Synthesizer des 21. Jahrhunderts macht. Waldorfs Chefentwickler Stefan Stenzel und NLog Mastermind Rolf Wöhrmann haben die Wavetable Synthese neu erfunden und um unerhörte Eingriffsmöglichkeiten erweitert

 

Wellenbad

Zwei neuartige Wavetable Generatoren bilden das Herz von Nave. Neben dem bekannten Durchfahren der Waves kann hier das Spektrum unabhängig von der Tonhöhe transponiert werden. Die Waves können von perfekt periodisch bis zu sehr rauschhaft wiedergegeben werden. Dabei sind Spektrum und Rauschhaftigkeit in Echtzeit modulierbar, ganz so wie die Wavetable Position. Insbesondere Klänge mit stark betonten Formanten lassen sich damit leicht erstellen, aus diesem Grund haben die Entwickler einen Sprachsynthesizer zur Erzeugung von Wavetables integriert. Damit kann Nave auch singen und sprechen, bevorzugt in englischer Sprache. Neben der Sprachsynthese können Wavetables auch mittels Analyse von Audiofiles erstellt werden. Durch Stauchen, Strecken, Drehen und Schieben im Spektralbereich lassen sich Wavetables noch weiter verfeinern und verfremden. Zu den bekannten Factory Wavetables aus Microwave, Wave und Blofeld sind einige neue dazugekommen, die reichlich Gebrauch von den neuen Möglichkeiten machen.

 

Überwave

Neben den Waves steht ein Oszillator Modul zur Verfügung, welches die konventionellen Wellenformen Dreieck, Rechteck mit PWM, Sägezahn und Rauschen bietet. Im Überwave Modus besteht dieses Modul aus bis zu acht einzelnen Oszillatoren, die sich gegeneinander verstimmen lassen. Damit lässt sich jeder Sound nach Belieben anfetten.

 

Sounds

Nave wird mit über 500 Presets ausgeliefert, die eindrucksvoll das Potential der neuen Soundengine demonstrieren. Die Klänge entstanden unter der Mitwirkung renommierter Sounddesigner, allen voran Richard Devine, der so begeistert von Nave ist, dass gleich 95 Presets seine Handschrift erkennen lassen. „Nave ist einfach klasse und der für mich mit Abstand am beeindruckendste iOS-Synthesizer, den ich bis heute in den Fingern hatte“ lautet sein Resümee nach Erstellung der Sounds. Weitere Presets stammen u.a. von Sascha Dikiciyan (Sonic Mayhem), Laurence Rapaccioli (Arksun), David Boldini (7 Skies) und Fletcher Kaufman (Sunsine Audio).

 

Schneller Zugriff

Neben den vielen Presets bringt Nave jedoch auch alles mit, um Sounds auf besonders einfache und intuitive Art zu programmieren. Das klar strukturierte User-Interface lädt sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene zum Experimentieren ein. Auf dem grosszügigen Displays des iPad lassen sich Wavetables komfortabel erstellen und editieren.

 

Filter & Drive

Das Filter besticht durch den gewohnt herausragenden Waldorf-Sound und bietet Tiefpass, Hochpass und Bandpass, jeweils mit 12 oder 24 dB Flankensteilheit. Die Drive Sektion bietet zur Verzerrung fünf verschiedene Kennlinien, und auch die Position der Verzerrung ist einstellbar: Vor oder hinter dem Filter oder als Summeneffekt vor oder hinter dem Equalizer. Wer krachende Brachialsounds filigranen Wavetable-Sweeps vorzieht, wird hier auf seine Kosten kommen.

 

Modulation

Nave wäre kein echter Waldorf-Synthesizer ohne eine ausgewachsene Modulations-Sektion. Beim Nave stehen dazu drei Hüllkurven, zwei LFOs und eine komfortable Modulationsmatrix bereit, sodass sich nahezu jeder Parameter in Echtzeit modulieren lässt. Neben der Klaviatur können Sounds auch mit Blades dynamisch getriggert werden, beide erlauben polyphone Modulationen durch Bewegung in X und Y-Richtung. Daneben stehen drei X-Y Pads, Pitch- und Modwheel sowie ein Arpeggiator zur Verfügung.

 

Effekte

Nave verfügt über eine ausgewachsene Effektabteilung. Zur Auswahl stehen neben amtlichen Modulationseffekten wie Chorus, Flanger, Phaser und ein Delay auch ein sehr hochwertiger Hall, ein Kompressor und ein parametrischer 3-Band-Equalizer.

 

Verbindung zur Außenwelt

Selbstverständlich ist Nave vollständig MIDI-kompatibel und bietet Core MIDI In / Out. Im MIDI-Device-Manager stehen zudem externe Hardware und virtuelle Verbindungen zur Auswahl. Damit lassen sich dann auch ohne Probleme Sounds zu MIDI-Clock oder WIST synchronisieren. Dank Audiobus-Unterstützung und Background-Audio ist Nave bestens für den professionellen Einsatz gerüstet. Aufnahmen sind mit dem integrierten 4-Spur-Recorder mit Clip-basierter Editierung möglich.

 

Preis und Lieferdatum

Waldorf Nave ist ab sofort im Apple App Store für 17,99 EUR erhältlich. Zur Einführung wird Nave in den ersten 5 Tagen sogar nur 10,99 EUR kosten.

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