Synthesizer für iOS – Teil 1: Viryn Cube Pro, Drumcomputer und Juno (Apps)

Virsyn Cube Pro Synth

Zeit für interessante Synthesizer Apps für iOS:

Ich nutze intensiv (live) Synthesizer auf dem iPad, hier also eine kleine Liste von empfehlenswerten (also bereits geprüften) Synthesizern. Kein „ist rausgekommen, daher muss ich ihn posten“-Käse, sondern wirklich das, was empfehlenswert ist. Auch diese kleine Serie werde ich in dieser Form demnächst posten als Tippsammlung – hier ist Teil 1.

Virsyn Cube Pro

Als erstes ein Klassiker in der Pro Version – ist heute gerade neu „reingekommen“ und hat nun die neue Pro-Überfläche mit 8+1 Effekten und MPE gleichzeitig und optimierter Anpassung auch an den M1 Prozessor – weil auf dem Desktop Rechner gibt es die Apps ebenso. Im Falle Cube geht auf dem Rechner sogar noch Re-Synthese. Auf dem iPad gibt es 4 Oszillatoren, die einzeichenbare FilterVerläufe bieten, die nummerierte Spitzen bekommen, um sie leicht editieren zu können und die zum jeweils mit den anderen 3 FilterMorphs „konkurrieren“ – so eine Pro-Version kostet 8.99€ – Einführung- bei Addictive und VoxSyn gibt es ebenfalls diese Pro-Versionen als Bundle und die neue Version ist günstiger wenn du schon die „normale“ Version hast. Das Teil ist eigentlich ein Klassiker für additive Synthese und mit dem Formantfilter etwas sehr Besonderes – es gibt noch eine einfachere Version namens Addictive – da geht es um 2 Oszillatoren und man kann die Neigung des iPads als Controller mit nutzen – In Cube kommen 3 X 64-Step-Multisegmenthüllkurven zum Einsatz und es gibt einen polyphonen Arpeggiator mit 32 Steps (aufwendig!) und Akkord-Trigger-Funktion..

Sugarbytes Drumcomputer

Ich finde die meisten Drummachines eher etwas konservativ und dadurch zu beschränkt. Aber Drumcomputer hat eine anständige aufwendige und den halben Screen einnehmen.

Eine Sektion kann dabei schon etwas mehr als das übliche 1-Tonaler und 1-Rauschgenerator mit Decay-Hüllkurve muss reichen-Idee. Hier gibt es Sampling im letzten der drei großen Fenster, jeweils Effekte (Verzerrung, Filter, EQ und Kompressor) innerhalb des Sounds, ein weiteres Filtern des Samples, eine Tonhöhenhüllkurve mit Tuning in beide Richtungen, dann Wavetables und Ringmod/FM in der Mitte mit erneut eigenem Pitchmod/ENV-Bereich und vorne den Resonator – ein Drum-Modell mit weiteren Möglichkeiten – darunter sind noch ein paar Modulatoren wie LFOs und Mixer und so weiter um 8 Instrumente zu bauen. Größer und noch offener ist da nur noch Stroke Machine von Ex-Waldorfer Fankemusic, die eine enorme Menge an spannenden Features anbieten kann und auch für Melodien da ist – es ist ja auch eine Groovebox – vielleicht eine der besten Apps dieser Art.

Sugarbytes Drumcomputer
Sugarbytes Drumcomputer

TAL-U-No-LX Juno

Ich mag Roland-Sound und auf dem iPad gibt es da leider sehr sehr wenig, was System 1m oder ähnliches auch nur ansatzweise erreichen könnte (klanglich). Aber es gibt den TAL Juno und hoffentlich auch bald den Jupiter (aktuell nur als Plugin). Einfach zu bedienen, noch schöner wäre eine Kombination mit wählbaren Elementen wie Juno-Filter im Jupiter und ein paar speziellen Oszillatoren als Zusatz wie es die System 8 und 1m Serie tut – aber es klingt gut – Auch der Arpeggiator ist mit an Bord – ich hätte vielleicht 2 LFOs verbaut und das Tempo auf Audio gebracht, es gibt aber Sync-Optionen und MPE und bis zu 12 Stimmen.

TAL U-No-LX Juno
TAL U-No-LX Juno

Es gibt noch viel mehr an Apps, die zu empfehlen sind, daher gibt es demnächst noch weitere Teile mit einfach guten Synthesizern – Sequencer.de wird etwas zeitloser sein als andere und einfach nicht so stark den aktuellen News hinterher laufen – ergänzend zu den Sequencer-Talk Sendungen auf Youtube und Twitch gibt’s aber demnächst immer einige Tipps in einem Post.

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