18.8.22 Oberhausen, Die Krupps, Front Line Assembly, Tension Control – Eindrücke

Gestern waren Die Krupps aus Düsseldorf im Haus, außerdem Front Line Assembly (Vancouver) und die Hamburger, die nicht aus Osnabrück stammen Tension Control, die eher im EBM Zuhause sind als Vorgruppe. Natürlich passiert das im Kulttempel – die Leute geben richtig alles, damit viele Konzerte statt finden können und am Ende macht Herr Paradroid noch eine wunderbare EBM Party. Also – hin und weg hin!

Tension Control

Einen guten Start machen Tension Control aus Hamburg, heute aber mit Eli van Vegas am Synth/Rechner (Korg natürlich), der einigen von der Zweiten Jugend bekannt sein könnte (DAF-Style).
Die Jungs sind eher Party-gestählt und schaffen eine aktive Stimmung mit ihrem Kommandanten. Daniela Vorndran hat sie offenbar gut im Visir mit ihrer Kamera. Und wir haben dann auch was „was davon“.

Front Line Assembly

Weiter gehts mit Bill und Rhys mit Drummer und jungem Gitarrenmann. Bill zieht es durch und lässt auch der „Oberhausen“ Gitarre, die sicher nur heute eine solche ist viel Platz. Es geht sofort los und die Drums knallen. Der elektronische Sound ist aber etwas zurück geschraubt. Es gibt auch zwei Klassiker, die wirklich ALLE kennen, nicht aus den 80ern, aber aus den 90ern. Zum Glück kommen sie auch nicht ohne „Deadened“ zu spielen von der Bühne. FLA sind live für mich immer sehr unterschiedlich zu bewerten. So auch heute. Aber es geht vorwärts. Mir persönlich fehlt die Hi-Tech-Elektro Dominanz etwas, obwohl Rhys da ist. Aber trotzdem gefällt jedem der Anfang mit knallenden Drums. Alles ist eher „amerikanisch“ und zwar in allem – Show und Sound. Bill ist gut drauf und nennt uns eine Menge deutsche Worte, die er noch kann und der Saal ist gut gelaunt. Zeit für die Düsseldorfer.

Die Krupps

Das Stahlophon wird auf die Bühne geschoben, das eingespielte Kulttempel Team ist agil und ich habe es genau vor der Nase – ob ich das bedauere? Na, ich kann weniger sehen, oder? Nein – Jürgen ist so nett und stellt sich meist daneben in einer unfassbar gut aussehenden Pose auf. Ralf versteckt sich links mit passendem Shirt (erst Ordnung, dann Propaganda) mit dem MS20 und einem D50. Nils spielt Gitarre und macht das gut – nicht aufdringlich sondern treffsicher. Wir werden wie Freunde begrüßt und Herr Engler hat einfach sichtlich Spaß. Wir auch – es geht los. Was wollen wir wohl hören? Ich jedenfalls unbedingt den Amboss und den bekomme ich schon beim zweiten Song. Die Leute sind glücklicherweise gute Tänzer und springen und geben ihre Kraft nicht in den Pogo, weil ich hab‘ keine Docs an. Ich bin zu alt für sowas – also hatte ich auch Spaß – allein dafür hat sichs auch gelohnt – möchte ich vorweg nehmen. Es wird auf das Stahlophon geklopft, es gibt schöne dicke Sequenzen. Wahre Arbeit, Wahrer Lohn. Es gibt einen guten Mix und auch Zugaben. Die Kommunikation ist super, und dafür sind wir gekommen – es wird getanzt. Es wir geliefert – Oberhausen – Schmutz ist nun einmal wahre Arbeit und wo kann man das besser verstehen als hier? Hä? Richtig.
Und hier noch die Bilder – du hast Pech gehabt, wenn du nicht da warst. Ich bin grade nicht superglücklich, aber das hat mir geholfen.

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