(D) Dies und Das Part 434887

Glosse:
Kapiergeschtzt?

Guten Tach auch!
Ich bin ihr zustndiger Mann vom Bordell gegenber, ich komme um die Gebhr zu erheben, sie wohnen auf der gleichen Strae wie wir – das wussten sie doch. Ich hingegen, etwas verwirrt, entgegnete: wie bitte?. Die neue Verordnung – sie wissen schon, entgegnete der ltliche Herr an diesem grauen Alltag (fr Farbkenner wre das der Web-Grauwert #BEBEBE).

Erwachet!
Nun, diese Geschichte ist natrlich erfunden, sie spielt im Jahre 2007, das Jahr in dem alle Computer zu Rundfunkgerten erklrt wurden. Alles redet von Sicherheit, wir haben schon Ende dieses Jahres alle einen Biometrie-Chip im Ausweis mit unseren Fingerabdrcken – wieso schaffen es die Anstalten zur Aussendung von Kultur wie Karl Moiks Mutantenstadl und anderen tollen Stars eigentlich stets den Gesetzen des guten Geschmacks weitgehend zu entkommen? Nicht zweckgebundene Gebhr?

Planet der Visionen?
Wir wissen es nicht. Ebenso verschlossen bleibt es, wieso man keine dreifach 128-Bit-Schlssel-kodierte virtuelle Mega-Schliessanlage fr ihre oft eher gar nicht vorhandenen Streams anbietet bei den TV-Stationen, schon wre der wichtige Content angemessen geschtzt. Die pekunire Hardware fr diese Hochsicherheits-Logins mit hbsch animiertem Stacheldraht zu so wichtigen Dingen wie besagtem Seifenoper-Streifen am Horizont wre dann endlich sicher vor dem bsen Zuschauer. Hatte die weinende Dame, Ex-Ministerprsidentin des Nordlandes, doch selber ein wunderbares Gesetz auf den Weg gegeben, der faktisch jeden Computer mit Internetanschluss offiziell zu einem Rundfunkapparat macht. So etwas knnte selbst in aufgeklrten Zeiten den Eindruck erwecken, weibliche Ministerprsidentinnen verstnden nichts von Technik? Sollte sie etwa dumm sein oder fr ihr Amt nicht taugen?

Hatte die Kaiserin doch nichts an?
Dieser Eindruck scheint richtig, hatte sich krzlich doch kund getan von diesem Vorsto. Nun muss selbst der hart arbeitende Grafikdesigner oder Studiorechnernutzer sich unterstellen lassen whrend der Arbeitszeit mutmalich und vorstzlich Unterschichten-Unterhaltung gesehen zu haben und der Klner Hilfs-Sherrifsclub fr Hobbydetektive schaut vorbei, ob auch alle ihre Rechner hbsch gemeldet und neben dem blichen Terrorismus- und Pornoszeug auf den Festplatten von Kumpels jetzt auch niemals das Sandmnnchen auf der Arbeit gestreamt wurde. Generalverdacht ist prima. bertragen auf unsere geliebten Instrumente sollte vielleicht eine Augen-scan-abhngige Vorsorgegebhr gegen problematische kulturelle Entwicklungen, wie der klsche Schlager, schon provisorisch beim Softwarekauf mit eingezogen werden. Echten Gefahren muss man sich stellen. Da wundert sich selbst Herr Orwell noch ber seine hilfreichen Ideen zur Aufrechterhaltung der plusguten demokratischen Neu-Struktur. Und das schafft Arbeitspltze! ffnen sie nun ihren Laptop und halten sie ihren Daumen auf das kleine mausgraue Feld neben dem Trackpad. Es ist immer und berall fr sie da, solange sie nicht schon wieder heimlich ferngesehen haben. Ist aber egal, denn schon der Besitz ist strafbar. Hoffentlich hat man sich bis dahin auch alle Patente dazu gesichert, hinterher knnte die nun europisch weitertransportierte Patentrechts-Initiative zum Schutz von Kleinstfirmen wie Moccashift oder RWE unseren Synthesizern noch zu einem begehrten Auslaufmodell machen. Grund: Fortschrittbalken ist von Herrn Fortschritt und Balken oder Winzigweich vor 30 Jahren erfunden worden. Wegen solcher Dinge darf ganz Amerika keinen heissen Kaffee mehr trinken, weil irgend ein Doppelhirni unbedingt klagen muss, weil er vorher nicht brav gepustet hat.

Ausblick 2010 √Ǩ I have a Stream!
Versteckt euch! Versteck deine Gerte, bevor sie auch als Rundfunkgert entdeckt werden, ein Gesetz pro Gesunder-Menschenverstand ist nicht in Sicht. Als nchstes gibt es auch eine Gebhr auf Handies und Teremine, die haben Antennen! Potentieller TV-Empfang! Einige gut geschulte Anwlte knnen derweil etwas Geld in die Kassen bekommen, indem sie sich endlich um die hei umstrittene Domain http://www.Verschiebebahnof.musik verdient machen. Da hat doch wieder so ein armer Netzmusiker eine Seite aufgemacht mit fein selektierten Musikstcken freier Musiker, die alle natrlich nicht in der Gema sind. Es knnte aber schon sein, jemand findet seinen Zuganschluss nicht, weil er .musik mit .de verwechselte. Das Gesetz dazu wurde sicher schon mit Erfindungen der Dampfmaschine eingefhrt. Das Wort Software und Webspace drfte ich eigentlich nicht nennen, da ein schlauer amerikanischer Multimillionr noch Erben hat, die sich auf dem Mars ein Eigentumshuschen gekauft haben. Begrndung ist mitterweile egal. Hinweis in eigener Sache: Die Buchstaben K, A,E, S und T sind eingetragene Warenzeichen der Firmen K-OS-Tec, S-Consulting und TT-Comics, daher mssen wir das Heft aus lizenztechnischen Grnden in Zukunft leider mit dem schnen Namen B verffentlichen. Es macht sicher nicht allzu viele Umstnde, auf diese ohnehin sinnlosen Zeichen zu verzichten.
In diesem Sinne: Viln Dn fr ihre Aufmerksamkeit, wir haben soeben ihre Luftbuchungsgebhr entgegen genommen.

Sanfte Grsse. Eure Lenina Huxley.

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euer moogulator