Erica Pico System III – let’s do the Easel

Erica Pico III Gesamtsystem

Sehr kompakt sind die Pico-Systeme. Jedes Modul ist jeweils gerade so breit wie eine Miniklinken-Buchse (2HP). Dadurch wird das System enorm klein. Dies ist mittlerweile das dritte System und klassischer orientiert. Es gibt nämlich eine Reihe neuer Module. Diese sind offenbar traditioneller, sodass man auch ein ganz „normales“ System haben kann. Bisher gab es Wavetables und ganze Stimmen in einem Modul.

Allerdings findet man ein LPG (Low Pass Gate) – also eine Filter-VCA Kombination und sie sind jeweils mit LPG 1 und 2 beschrieben, das dafür spricht, dass die Modulwahl fester ist als bisher und das Frontpanel nur ein Mal hergestellt werden muss. LPGs mit Resonanz für den Filter-Teil – also ein bisschen Zugabe von Ostküstendenkweise ist schon drin – das ist gut so! Das gefällt! Dennoch gibt es ja bereits die Module, wo man das kann, was darauf hinweist, dass dieses System günstiger sein kann. Es hat auch einen „User Port“ auf der linken Seite und ermöglicht sicherlich auch ein internes Routing, wo bestimmte CVs und Gates intern verlegt werden ohne Platz in Anspruch nehmen zu müssen. Diese Vorteile könnten den „Nachteil“, der nicht Wählbarkeit der Module mehr als aufwiegen.

Ich hatte mit dem System II einen großen Spaß, da wirklich verdammt viele Funktionen auf so kleinem Raum möglich werden und sowas ist eigentlich wesentlich besser für Live geeignet und kann auch jene „überreden“, sich mal mit Modular zu befassen.

Tja, und wenn man sich das so ansieht, ist es zwar klassisch, erinnert aber an Korgs Modular Volca und das das ein wenig easelig wirkt. Genau genommen sogar richtig stark – Das Layout ist anders, aber die Idee ist nicht weniger als großartig, weil hier ist einfach alles normaler was die Übersicht an geht, aber zB der 4-Step Sequencer und ähnliches – aus dem Easel – das ist alles da!

VCOs können: Lineare FM, Shaping, Rechteck/Dreieck, PWM – was der erste nicht kann, kann der andere VCO.

Der Controller ist ein VCA für die FM, es hat also klare Westtoast-Gedanken gegeben, sowas findet man nämlich eher selten.

Der LFO ist eine kleine Fassung des großen Moduls und macht S/H und Random (Zufalls)-Bewegungen. Es gibt also eine S&H Einheit mit Noise in diesem Modul.

Die AR Hüllkurve hat Loopfunktion – kann also als LFO verwendet werden.

Und ein schönes Schepperdelay – BBD ist auch an Bord.

Preise: 400 ohne, 450 mit Case plus MwSt.


Spannend bleibt es. Auf Ericas Page ist noch nichts dazu zu sehen – Preis und Co weiss ich also NOCH nicht. Das wird aber, wie immer, nachgetragen. Wer das Blog hier kennt, sieht nach 1-2 Tagen oft sehr viel mehr und korrigierte Fassungen und meist mehr Videos..

Hier ist auch eine kleine Demo dabei – dort sieht man auch viel von dem Easel-artigen Konzept mit Speicherkarten für den „Userport“ – Also Buchla Easel – ähnlichkeit ist nicht zufällig.
no talking – Pico III Demo