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Der Grundsound eines Synthesizers zeigt sich besonders? in seinen "Sweet-Spots"!?

  • #61
Jupiters hingegen können schnell auch richtig scheisse klingen

Kann ich bestätigen.
bei der SH-101 ist es viel einfacher Sweetspots zu finden als beim Pro-One..... Pro-One im Sweetspot fickt die 101 weg,
aber ein Anfänger macht mit der 101 bessere Sounds und vor allem schneller

Ich hätt's nicht besser beschreiben können. Der Pro-One hat viel weniger Sweet Spots als 101, aber bei holzigen Bässen und schnappigen Reso-Sounds kommt eine 101 nicht mit.
Das sind also wesentlich schmalere Sweet Spots beim Pro-One, die aber eben genau seinen "Grundsound" in den Ohren der Zuhörer ausmachen.

Imho wird der Grundsound hauptsächlich durch die Filter bestimmt (Korg Traveller, Moog Ladder hört man fast immer raus, ebenso ein SSM2044).

Die "Ausstattung" eines Geräts, speziell bei Vintage-Instrumenten macht aber auch einen Teil des Grundsounds aus.
  • Der 101/202 oder auch 303-Sequencer...
  • Der Chorus bei den Junos
  • Die 12bit-Struktur alter Sampler (eingeschränkte Oldschool-Digitaltechnik als Feature)

Ich gebe zu, dass ich die meisten meiner Instrumente im Sweet Spot nutze, habe fast gar keine neutralen Klangerzeuger. Ein gewisser Charakter eines Instruments ist für mich ja auch Teil meiner Musik.
Dabei ist es essenziell, dass wenn überhaupt jemand meine Musik hört derjenige meist aus dem Klientel derer stammt, die sie auch wegen meiner Instrumente hört. Da freut man sich dann, wenn man es auch hört womit es gemacht wurde. Die tanzende Crowd auf dem Festival interessiert sich nicht für genau den einen Pro-One-Bass, die warten nur auf den Drop. Das ist hauptsächlich funktionell.
 
  • #62
Der Pulse klingt halt hart - und das kann man oft nicht gebrauchen im Arrangement. Hab hier die Erfahrung gemacht man fängt besser mit dem Pulse an und baut alles andere drumherum...
Zum Prozedere: ich hör mir erst mal den initsound an, das ist meistens ein oszillator bei offenem Filter. Dan dreh ich weitere osc bzw Wellenformen rein und veränder mal die Parameter ausgiebig auf osc Ebene. Danach nur 1 osc und das Filter wird durchprobiert.

Sowas ist z.bsp am microbrute gut zu erfahren, der ist schön übersichtlich
 
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M.i.a.u.: Palindrom
  • #63
Mag ich auch, aber passt halt oft nicht.
Dafür fehlt das warme weiche. Deswegen kommt der jx8p halt oft gut fürn bass wenn der Pulse nicht passt.
Hab früher versucht nen guten 303.bass mit der Microwave hinzubekommen und fürs verrecken nicht geschafft . Hieß doch die is super für Bass... :selfhammer: .
Passt oder passt nicht, das ist das ding
 
  • #64
Am beispiel des Waldorf PULSE MK1:

a) Ein toller druckvoller synth, mit ganz vielen möglichkeiten.
b) Die patches klingen auch erstmal unterschiedlich...
c) Es hat kein jahr gedauert da ging mir der PULSE mal so richtig auf´n 3ack - In jedem patch war etwas was ich nicht mehr ertragen konnte - alles klang gleich: hatte immer die gleiche "folie" vor dem sich die sounds abspielten.
d) Ich musste ihn verkaufen.
Ohne einen Pulse zu haben, aber einige Synths ändern ihren Charakter wenn man den Input Level des Filters ändert - Stichwort Sättigung, z.B. in der Mixer Sektion. Der Pulse soll ansonsten ziemlich Harsh klingen, das sind so Sachen die man hier im Forum erfragen und nicht so ohne weiteres intuitiv begreifen kann. Wir haben was Waldorf Synths betrifft hier ja so ein paar Fanboys, die dir hätten helfen können.
 
  • #65
Grundsound und Sweetspots haben insofern eine Parallele als das Sweetspot-Synths einen guten Grundsound haben müssen.
 
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M.i.a.u.: Palindrom
  • #66
Grundsound und Sweetspots haben insofern eine Parallele als das Sweetspot-Synths einen guten Grundsound haben müssen.
wie würdest du das z.B. bei FM-Synths einordnen? Die haben m.E. in der Regel einen neutralen (oder gar keinen?) Grundsound, aber sie haben definitiv Sweetspots (die sich meist deutlich von den Sour-Spots unterscheiden). Oder gilt die These nur bei subtraktiv und/oder Filtereinsatz?
 
  • #68
Oh, das hatte ich im anderen Posting schon:
Die haben schon auch Grundsound - es gibt die Basiswellen und der Sound wie die FM selbst klingt kann auch variieren, ebenso Dinge wir Hülkurvenverhalten, Reaktion etc. - die haben idR kein Filter, also sind das andere Qualitätskriterien, sehr dreckige Waves führen zu mehr Obertönen, die Geisterklänge erzeugen können oder auch der Druck hinter allem - ich hatte zB den FS1R deshalb wieder verkauft, obwohl ich alles andere gut fand - ok, die Bedienung war auch mies.
Aber als einziger Sweetspot funktioniert ein FM Synth nur, wenn man ihn verRolanden würde, also ihm eine Oberfläche gäbe, die die ungewünschten Dinge in der FM nicht zeigt, oder selten. Das ist zwar so, dass gerade heute einiges auch gut genutzt werden würde - aber eine Art Prodigy in FM gibt es "so" nicht - man muss da mehr wissen, was man tut. Man KÖNNTE aber einen Sweetspotler bauen. Glaube Sonicware versuchen das - hab aber nie einen gehabt.
 
  • #69
wie würdest du das z.B. bei FM-Synths einordnen? Die haben m.E. in der Regel einen neutralen (oder gar keinen?) Grundsound, aber sie haben definitiv Sweetspots (die sich meist deutlich von den Sour-Spots unterscheiden). Oder gilt die These nur bei subtraktiv und/oder Filtereinsatz?
Eigentlich müsste dir ja schon dein MegaFM zeigen dass deine Aussage mit dem Grundsound nicht der Realität entspricht, auch bei sehr ähnlichen FM-Synths gibts div. Unterschiede im Verhalten, Halion 7 FM-X klingt nicht wie Montage FM-X oder FS1R. Es gibt zwar den DX7 Bereich wo sie die Engines sehr ähnlich Verhalten, aber auch Bereich wo die Unterschiede extrem sind.
Wenn du jetzt natürlich nur den Sound eines Operators meinst, da wäre so ähnlich wie bei 'nem subtraktiven Synth den Oszillator ohne Einfluss des Filters zu vergleichen.
 
  • #70
Eigentlich müsste dir ja schon dein MegaFM zeigen dass deine Aussage mit dem Grundsound nicht der Realität entspricht, auch bei sehr ähnlichen FM-Synths gibts div. Unterschiede im Verhalten
ich würde auch nicht sagen wollen, dass sich FM-Synths (oder additive, Sampler etc.) beim Grundsound oder besser Verhalten nicht unterscheiden - in sofern war mein Satz oben etwas missverständlich formuliert.
Aber der MEGAfm ist ein gutes Beispiel: ich würde z.B. nicht sagen, dass der einen "guten" Grundsound hat, aber er hat (subjektiv gesehen) definitiv seine Sweetspots. 🤷‍♂️

EDIT: bei genauerer Betrachtung finde ich es bei z.B. FM schwierig: Kann man "Grundsound" wirklich mit "Verhalten" gleichsetzen? 🤔 Bei einem FM-Synth vermutlich, aber z.B. beim Hydrasynth wird es für mich schwieriger. Zeigt sich der Grundsound schon bei einem oder zwei Oszillatoren (ggf. mit halber Cutoff), oder ist der wirklich erst beim komplexeren Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten definierbar?

Vermutlich gibt es beides.
 
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  • #71
Die haben schon auch Grundsound - es gibt die Basiswellen und der Sound wie die FM selbst klingt kann auch variieren, ebenso Dinge wir Hülkurvenverhalten, Reaktion etc. - die haben idR kein Filter, also sind das andere Qualitätskriterien, sehr dreckige Waves führen zu mehr Obertönen, die Geisterklänge erzeugen können oder auch der Druck hinter allem - ich hatte zB den FS1R deshalb wieder verkauft, obwohl ich alles andere gut fand - ok, die Bedienung war auch mies.
Das liegt nicht am FS1R, bin damals ja vom TX81z gekommen, der Ansatz ist beim FS1R ein anderer, viele eher halbherzige Einstellungen die DX7 & Co noch mit guten Sounds belohnen, funktionieren beim FS1R nicht mehr.
 
  • #72
Aber der MEGAfm ist ein gutes Beispiel: ich würde z.B. nicht sagen, dass der einen "guten" Grundsound hat, aber er hat (subjektiv gesehen) definitiv seine Sweetspots. 🤷‍♂️
Den Demos nach zu schließen sollte man die Unterschiede schon bei einem Operator hören, der MEGAfm ist ja recht spezialisiert, wer sich sowas holt sollte den Gundsound dann auch "gut" finden, ist eher Marke One-Trick-Pony.
Ansonsten find ich die Unterschiede zwischen den FM-Synth zum Teil extremer als z.B. zwischen manchen analogen Synths, daher hab' ich hier auch so viel von der Sorte rumstehen.
Ich hab' den Verdacht was du unter Charakter verstehst hat eher was mit so Sachen wie Basslastig, Mittig und vielleicht auch "HIFI" Höhen zu tun, also Sachen die ich hier von vielen Synth User als Argument höre. Das sind aber doch Eigenschaften die sich meiner Erfahrung nach meist mit 'nem EQ korrigieren lassen.
 
  • #73
Das liegt nicht am FS1R, bin damals ja vom TX81z gekommen, der Ansatz ist beim FS1R ein anderer, viele eher halbherzige Einstellungen die DX7 & Co noch mit guten Sounds belohnen, funktionieren beim FS1R nicht mehr.
Hmm, also ich hab ihn zu lang nicht mehr, ggf. zu kurz - würde wohl heute den Montage M nehmen, aber ist "zu viel Hardware" zu 3 FM Synths. Druck ist bei Opsix / Reface keine Problem - witzigerweise sogar mehr bei Reface - tolles Ding. Opsix "schiebt" anders - schwerer zu steuern - glaube damit haben manche Mischprobleme, ist interessant das auszureizen.

Hintergrund: Das andere Mindset hat sehr viel geändert, wie ich Sounds mache - Sweet Spot hin oder her - Fs1R war technisch was ich wollte, aber fand diesen "Grundsounds" ernüchternd. Mittig, flach. Hab aber nix gegen Tipps, so mir einer begegnet, wird er wohl aber nicht.
 
  • #74
Hmm, also ich hab ihn zu lang nicht mehr, ggf. zu kurz - würde wohl heute den Montage M nehmen
Was FM-X in Montage & Co so kann ist nunmal nur 50% von dem was den FS1R ausmacht, dessen Factory Presets zeigen nicht ansatzweise was man erreichen kann, wenn man die Formanten gezielt in der FM einsetzt. Ich hatte die Hoffnung dass man mit den Operator Funktionen des Opsix erreichen könnte, aber am ehesten erreicht man ähnliches mit dem Iridium, wenn man die Wavetables in Kombination mit Phasen Modulation geschickt einsetzt - mache ich zum Teil schon beim Virus TI. Mit dem PC4 müsste ich mich was länger beschäftigen um zu sehen ob sich da mit FM + Filter & Co Verschaltungen vergleichbares erreichen lässt.

Druck ist bei Opsix / Reface keine Problem - witzigerweise sogar mehr bei Reface - tolles Ding. Opsix "schiebt" anders - schwerer zu steuern - glaube damit haben manche Mischprobleme, ist interessant das auszureizen.
Reface DX ist mein Gartenspielzeug, wär mir fürs Studio zu rudimentär und unflexibel, aber bietet alles was man braucht wenn man als Hardware User was tiefer in die FM einsteigen will. Wie schon oben geschrieben, beim Opsix konnte ich das durchfahren der harmonischen mit den zusätzlichen Funktionen während mehreren Demos Session der Software mit den zusätzliche Operator Modes nicht erreichen, an sowas hatten die Entwickler scheinbar nicht gedacht, zudem würden mir die ADSR-Hüllkurven auf Dauer den Spaß an dem Teil vermiesen.
Montage hab' ich mir gezielt für FM-Drums geholt - wenn der PC4 damals schon auf dem Markt gewesen wär' hätte ich mir das Geld wahrscheinlich gespart :dunno: Der Montage kann und sollte den FS1R bei mir niemals ersetzen.
 
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  • #75
1) ist bekannt, hältst du mich wirklich für einen Preset-Hopper? ;)
1b) Der Opsix hat freie Matrix und Shaping und so weiter - andere Qualitäten und eben "nur" 6OPs, andere Waves, S&H Noise und Additive Mischungen etc. - ist schon alles klar und bekannt. Harmonische Durchfahren: meinst du über Modulation oder als Wave oder über Tricks oder sowas? Ansonsten ist das natürlich die normale natürliche Obertonreihe.
Iridium habe ich - wie gesagt - 3 coole FM Synth reichen aus, eigentlich sind es sogar 4. Virus - nicht mein Sound - hab ich nicht, sehe ich auch nicht als FM Synth
2) Ja, bei mir auch eher LiveTeil, SpontanTeil, … FS1R würde ich mir wieder angucken, aber da er eher selten ist - wird es dazu am Ende eh nicht kommen. Und Editoren wären dann wieder absolut nötig. Ich mag, wenn man es so bedienen kann. Aber - natürlich haben sie alle Ihre Spezialsachen, die Formant-Specials beim FS1R sind schon interessant, aber auch nicht so leicht zu benutzen, schon cool - aber ok, Der Platz ist bei ihm zumindest kein Argument gegen ihn. Fand auch gut, dass er immerhin Multitimbral ist. Das können die anderen ja heute alles nicht mehr.

Am Ende ist natürlich das wieder ein Abwägen, müsste ich mir nur für einen entscheiden, wäre das auch schwierig, sehe das ähnlich - bei FM wäre mit die komplexe Hüllkurve und Loops auch lieb, aber egal - hatten wir ja an anderer Stelle, will das hier nicht zumüllen. Aber glaube schon, dass der Fs1R durchaus eine Menge Qualitäten hat, die die anderen so gar nicht liefern können, schon weil es eigentlich noch mehr OPs sind - aber da ging auch Software - bei FM muss es nicht zwingend HW sein - man braucht für sowas eh einen Editor, also beim Fs jedenfalls..
 
  • #76
1) ist bekannt, hältst du mich wirklich für einen Preset-Hopper? ;)
Man schaut doch manchmal in die Presets, wenn man nicht wie gewohnt weiter kommt. Zumindest gings mir am Anfang so, Ende der 90er vom TX81z kommend.

1b) Der Opsix hat freie Matrix und Shaping und so weiter - andere Qualitäten und eben "nur" 6OPs, andere Waves, S&H Noise und Additive Mischungen etc. - ist schon alles klar und bekannt. Harmonische Durchfahren: meinst du über Modulation oder als Wave oder über Tricks oder sowas? Ansonsten ist das natürlich die normale natürliche Obertonreihe.
Was macht der FS1R wenn man Formant als Wellenform auswählt, man kann die Frequenz und die Bandbreite wählen und per bipolarer (ansonsten Pitch) Envelope die "Filter" Frequenz durchfahren und bei bedarf zusätzlich per Controller die Bandbreite und Pitch nochmal steuern. Du kannst dir hoffentlich vorstellen wie flexibel das als Modulator ist, beim TI geht sowas mit Grain/Formant Tables.
Beim Iridium hat man im Kernel Mode die Wavetables - man nutzte meist was das durch die Harmonischen fährt oder Sine Sync Versionen als Basis + Feedback für ähnliche Effekte.
4. Virus - nicht mein Sound
Kann ich bei den Classic Oszillator Modellen nachvollziehen - die nutze ich praktisch nie, aber bei den Wavetables in Kombination mit Grain/Formant Funktionen ist das fast sowas wie ein komplett anderer Synth.
 
  • Gute Idee
M.i.a.u.: Moogulator
  • #77
Ah, die Sachen hab ich mir beim TI mal angesehen - nice, aber gibt inzwischen andere die etwas in der Richtung machen, besten Dank.
Das mit dem FS ist mir schon bekannt, ich hatte ihn ja auch da - und fand das auch gut - es war nur insgesamt etwas drucklos . nicht langweilig, aber eben etwas kraftlos. Übrigens kann der Mayer auch einiges in diese Richtung.

Aber verstehe jetzt zumindest, wieso du dem TI da mehr Interesse gibst, hat mich immer gewundert ggü div. stärkeren Synthese-Maschinen. Wobei ich auch die Waves lieber selbst erstelle, da man sonst etwas abhängiger ist von dem was man da so geliefert bekommt - das liegt natürlich an meiner Waldorf Vergangenheit - hab immer viel mit MW, XT etc. gemacht. Bei Digital.
Ich geh hier mal raus, weil wir hier sonst etwas zu sehr den Laden aufmischen.

Diese Seitenband und Verschiebe-Sachen sind übrigens auch sehr verschieden in der Art wie sie klingen, die "schönsten" Wavetables fand ich - waren in Nina. Das ist schon sehr sweet und musikalisch.
 
  • #78
Ah, die Sachen hab ich mir beim TI mal angesehen - nice, aber gibt inzwischen andere die etwas in der Richtung machen, besten Dank.
Was der Ti da macht ist schon sehr speziell, in Hardware passiert bei Korg hier und da mal was in Richtung verbiegen auf Wellenform Ebene, Hydrasynth ist auch spannend, genau wie bei der Ultranova, aber scheitert gerade bei Korg für mich an Kleinigkeiten. Aber der TI ist schon sehr speziell, da geht den DSPs dann auch schnell die Puste aus.
Übrigens kann der Mayer auch einiges in diese Richtung.
Hatte mir die Anleitung vor einiger Zeit mal angeschaut, hatte damals 'ne Menge meiner Ausschlußkriterien locker erfüllt, da bin ich selbst mit kostenloser Software wie Surge XT besser aufgehoben.
Wobei ich auch die Waves lieber selbst erstelle, da man sonst etwas abhängiger ist von dem was man da so geliefert bekommt - das liegt natürlich an meiner Waldorf Vergangenheit - hab immer viel mit MW, XT etc. gemacht. Bei Digital.
Waves selbst erstellen würde mir nur in "Echtzeit" im FM/Ringmod Zusammenspiel was bringen, hier sind die verbiege Optionen der Synths spannender, die Waldorf Synths sind in der Beziehung meist hoffnungslos veraltet, da kann ich im FM Kontext beim Iridium mehr erreichen als im Wavetable Oszillator Mode.

Diese Seitenband und Verschiebe-Sachen sind übrigens auch sehr verschieden in der Art wie sie klingen, die "schönsten" Wavetables fand ich - waren in Nina. Das ist schon sehr sweet und musikalisch.
Nina sacht mir jetzt nix :dunno: Ich hab da meist ein Bild im Kopf das mir zeigt was die Optionen mit den Wellenformen anstellen, sich das grafisch vorstellen zu können hilft mir zumindestbei beim FM bzw. Phase Modulation mehr als an irgendwelche Obertöne die dabei entstehen zu denken, die ergeben sich aus dem Bild der entstehenden Wellenform.

Ich geh hier mal raus, weil wir hier sonst etwas zu sehr den Laden aufmischen.
Ich hab' nicht wirklich das Gefühl dass du verstehst auf welchen Ebenen solche Sachen funktionieren, auch wenn das an sich ganz einfach und rudimentär für die Verständnis von Synthese ist, sobald man die Zusammenhänge verinnerlicht hat.
 
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M.i.a.u.: Moogulator
  • #79
Ich finde bei manchen Synthsounds mit viel Modulationen geht irgendwie der Sweet Spot verloren. Der Sound verliert dann irgendwie Definition, kann dann auch zu harsch klingen oder unschön digital, im Gegensatz zu Sounds die mit eher weniger Parameter animiert werden und man mit den Modulationsintensitäten eher behutsam umgeht bei der Parametisierung.
 
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M.i.a.u.: Palindrom
  • #80
Für mich zeigt sich der Grundsound eines Synths in erster Linie an drei Dingen:
  • Grundwellenformen
  • Filter in Nähe der Selbstoszillation
  • Hüllkurvenwertebereich und Kurvenform.
 
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M.i.a.u.: subsoniq und Palindrom
  • #81
als selbsternannter Synth-Diabetiker suche ich eher den „Sour-Spot“ oder „Spicy-Spot“ in Synthesizern (Feedback 7 ist zB bei Y-FM mein bester Freund).

Vielleicht könnte man auch von "Bitter-Spots" sprechen.
In Anlehnung an Bitterstoffe (engl. "bitter substances"), die wohl aus unserer Nahrung über die Jahrzehnte rausgefiltert wurden und wir heute eigentlich zuviel Süßes und Salziges in der Nahrung haben...

Beispiel Bitteres Gemüse:

"Bitter gehört zu den fünf Geschmacksrichtungen - neben süß, salzig, sauer und umami (herzhaft). Es ist die unbeliebteste aller Geschmacksrichtungen. Dabei sind Bitterstoffe sehr gesund: Sie fördern Durchblutung und Verdauung, stärken das Immunsystem und regen den Fettstoffwechsel in Leber und Galle an. Bitterstoffe sind von Natur aus in bestimmten Lebensmitteln enthalten und können indirekt beim Abnehmen helfen.

Warum meiden wir Bitterstoffe?​

Ein Grund, warum Menschen Bitteres nicht so gerne essen, könnte die evolutionäre Schutzfunktion sein: Pflanzen produzieren Bitterstoffe, um Fressfeinde abzuwehren. Bitter gilt also als giftig, auch wenn das nicht immer stimmt. Zudem sind heutzutage viele Lebensmittel stark gesüßt, und dadurch schmeckt dem menschlichen Gaumen Bitteres vergleichsweise noch unangenehmer. Das Bittere wird aus Nahrungsmitteln herausgezüchtet - und auch viele Köche vermeiden es, indem sie bittere Pflanzenteile aus dem Gemüse herausschneiden. Bei Bitter gibt es außerdem eine Besonderheit, die es von anderen Geschmacksrichtungen unterscheidet. Anders als beispielsweise beim Salz, ist die Menge bei Bitterem egal: Es wird vom Gehirn auch in kleinen Dosen als schlecht empfunden."
 
  • Gute Idee
  • hilfreich
M.i.a.u.: Dagalos und micromoog
  • #82
Ich finde bei manchen Synthsounds mit viel Modulationen geht irgendwie der Sweet Spot verloren. Der Sound verliert dann irgendwie Definition, kann dann auch zu harsch klingen oder unschön digital, im Gegensatz zu Sounds die mit eher weniger Parameter animiert werden und man mit den Modulationsintensitäten eher behutsam umgeht bei der Parametisierung.
Naja, wenn der Basiskram stimmt, dann passt auch jede MODmatrix dazu, auch wenn OSCs in den Quellen stehen können.
Leider ist das nicht immer deckungsgleich - also mir scheint der Dmno von UDO ein großer Wurf zu werden, klanglich. Der Matrix12 zB kann viel, (gemessen an seinem Alter) - klingt sehr gut - also da ist extrem viel Sweetspot, würde fast sagen - der ist ein einziger großer Sweet-Pot!

Daher - eher muss ein Hersteller dafür sorgen, dass die Engine gut klingt, die VCAs und Hülkurven zueinander passen etc. Nerdkram - aber wichtig!
Zerlegen kann ich das ja immer - aber wenn's nicht schön ist, kauft man das Ding nicht.

Will sagen - was wir schön finden zB an einem SH101 etc. sind eine Reihe von Verhaltensweisen - die müssen stimmen. Und dann kann man das auch offen gestalten, modular, wie auch immer. Dann ist das noch immer sweeeet.
 
  • #83
Ti da macht ist schon sehr speziell
sehe ich auch so, ich kauf mir ja keinen - aber ich suche bei neuen Synths lange, dass die Engine mir auch zusagt oder aber eine Art von Grundwirken, die ich musikalisch brauche und mich weiter bringen - es gibt so viel, was ich wünschenswert finde - aber manchmal ist diese "muss gut klingen" einfach ganz vorn. Ich habe deshalb 2-3 Polysynths weil die bisher immer nicht alles konnten. Der TI ist da keine Ausnahme - und auch zB der Microkorg ist echt kein Ideal - aber recht flexibel…
Deshalb haben wir eben mehr als einen Synth. Mal sehen, ob es mal jemand schafft, DEN Synth zu schaffen, vermutlich nicht, weil da immer was fehlt, was nicht schön genug ist oder zu starr für meine Musik…

Glaube das gehört zu dem Thema sehr dazu - Sweet Spot ist sehr schwer, wenn man dabei offen sein möchte, aber es wird schneller ein Instrument, was viele annehmen.

Software wie Surge XT
kein Problem - muss ja gefallen.
FM Kontext beim Iridium mehr erreichen als im Wavetable Oszillator Mode.
Naja, ich finde den additiven Edit für Waves eigentlich am einfachsten oder so wie bei Wave Generator von Palm, das ist klar und handfest - Echtzeit in so fern als dass man die Wave hören kann und die additiven so lange bewegt, bis die Wave getroffen ist.
Algo-Typen wären aber auch gut - PWM, Sync, Morph, Sweeps - da siehe Protein Thread - sowas wären für mich erstmal die wichtigsten - gern HiRes - algorithmisch. Halte ich alles nicht für echtzeitfähig wenn man den Wave und Table sowieso eh erst mal bauen muss - dauert das zu lang auf der Bühne.
Oder meinst du es so, wie ich sagte - das man die Waves hören kann und dabei ändern um sie dann einzubauen und dann in Wavetables zu stecken?
Da finde ich die Iridium Arbeitsweise okay, aber nicht ideal - das Display gäbe den additiven Fall auch her. Mir lieber als diese 3D Landschaft.
Sonst bitte sehr gern erklären. Wichtiges Detail zum Verständnis.
Das ist der hier:

Der kann Wavetables in HiRes - ja, klar - Software kann sowas auch. Das ist hier aber nicht so wichtig, wollte nur sagen - bei Nina erkennt man im Wavetable ob es ein Männerchor ist oder gemischt - bei Waldorfs 8-12Bit WTs kann man das gar nicht raushören, bei 24Bit schon.
Ist also nur ein Beispiel - da gibt's natürlich mehr als einen! Ich weiss Software da auch zu schätzen. Die können schneller die Qualität hoch bringen ggü alten langsamen Prozessoren, was allerdings jetzt nicht für Quantum/Iridium gelten würde - der hat Power. Genug.
zumindestbei beim FM bzw. Phase Modulation mehr als an irgendwelche Obertöne die dabei entstehen zu denken,
Ah - ok - ich bin da wohl eher additiv - aber ich kenne auch die Reaktionen von OPs zueinander und deren Frequenzen - vermute das ist eine Frage des Zugangs, der bei uns vermutlich in die 80er zurück reicht - da passt dann einfach was besser funktioniert. Stimmt - damit würde es gut sein, wenn man mehrere Optionen hat …

Ich hab' nicht wirklich das Gefühl dass du verstehst auf welchen Ebenen solche Sachen funktionieren, auch wenn das an sich ganz einfach und rudimentär für die Verständnis von Synthese ist, sobald man die Zusammenhänge verinnerlicht hat.
Den letzten Satz sehe ich auch so - den ersten kann man lösen indem man einfach nachfragt. Bei einigen Ausführungen einiger Sachen von dir verwendest du andere Stichworte die nicht immer den Ansatz offenlegen. Ich tue das übrigens auch. (Hier: Beim Virus zB - wusste ich nicht, dass diese Modi existieren / was sie tun - hab's mir angesehen - kann das nun einordnen - auch die Ebene) - reicht.

Finde nachfragen da eher normal, auch ich schreibe komplexe Dinge, ggf. kommt da auch mal einer nicht mit - nachfragen ist Interesse. Wenn ich Spaß dran hätte, würde ich die alle für unterbelichtet erklären ;)
 
  • #84
sehe ich auch so, ich kauf mir ja keinen - aber ich suche bei neuen Synths lange, dass die Engine mir auch zusagt oder aber eine Art von Grundwirken, die ich musikalisch brauche und mich weiter bringen - es gibt so viel, was ich wünschenswert finde - aber manchmal ist diese "muss gut klingen" einfach ganz vorn.
Ich hatte mir den TI ja eher als klangliche Referenz geholt, zur Erforschung des Schwurbels. Die Funktionen zum verbiegen der Wavetables und die zwei weitere Hüllkurven kamen erst später dazu, sind aus meiner Sicht praktisch ein Bonus. Der Markt wird aktuell mit deutlich langweiligeren hochpreisigen Synths überschwemmt, von daher bin ich mit dem was ich da mittlerweile so rauskitzeln kann ziemlich zufrieden, eine sinnvolle Ergänzung.

aber manchmal ist diese "muss gut klingen" einfach ganz vorn.
Das ist das Grundsound Problem das hier so viele haben, aber wenn man sich nicht gerade so einen Spezialisten mit limitierten Parameter Set nimmt ist Grundsound das was man aus den vorhandenen Funktionen macht. Idealerweise mit zwei flexiblen verschaltbaren filtern und in den Oberönen skalierbaren Oszillatoren. Aber wenn man es einfach und leicht am Gerät zu bedienen haben will, muss man sich halt für jede bevorzugte Grundsound Option einen eigenen Synth holen, die Synth Industrie und die Influencer leben davon. ;-)

Das ist der hier:

Der kann Wavetables in HiRes - ja, klar - Software kann sowas auch. Das ist hier aber nicht so wichtig, wollte nur sagen - bei Nina erkennt man im Wavetable ob es ein Männerchor ist oder gemischt - bei Waldorfs 8-12Bit WTs kann man das gar nicht raushören, bei 24Bit schon.
Ist also nur ein Beispiel - da gibt's natürlich mehr als einen! Ich weiss Software da auch zu schätzen. Die können schneller die Qualität hoch bringen ggü alten langsamen Prozessoren,
Den hatte ich schon wieder vergessen, meinen Verlauf nach zu schließen hab' ich damals das Video von Loopop dazu angeschaut, ich sehe da keine besondere Funktionen zum verbiegen der Wavetables oder sind die mit 'nem Update dazu gekommen? Der war für mich so uninteressant, dass es sich nicht mal gelohnt hat 'ne Liste mit Ausschlußkriterien zu machen
Die können schneller die Qualität hoch bringen ggü alten langsamen Prozessoren, was allerdings jetzt nicht für Quantum/Iridium gelten würde - der hat Power. Genug.
Mit dem Iridium bzw. dessen Filter hab' ich änliche Probleme wie bei der Ultranova, da müsste ich wohl einiges an Arbeit reinstecken bzw. die richtige Kombination finden bis der Sound für mich funktioniert, speziell bei hoher Resoanz fühlt sich das mit der Filterinterpolation nicht richtig an - fast so als würde das was rückwärts laufen - zum Glück spielen die Filter bei den Kernal Mode PM/FM/Ringmod Geschichten nur eine untergeordnete Rollen. Das verschalten der Filter um das auszugleichen wird einem duch die "Legacy" Kompatibilität zum Quantum unnötig erschwert, die Sättigungmodelle kaschieren das Problem ein wenig so lange der Level stimmt, wird man aber eher nicht für Pads nutzen wollen. Keine Ahnung ob das Problem bei der Prozessor Power zu suchen ist, weil FM/PM Geschichten sind da zum Glück nicht ganz so hungrig.
Insgesammt könnte ich mir vorstellen dass mit mehr Power auch mehr als nur 2fache Mulititimbralität möglich sein könnte, von daher spielt das vielleicht schon irgendwo 'ne Rolle.
Den letzten Satz sehe ich auch so - den ersten kann man lösen indem man einfach nachfragt. Bei einigen Ausführungen einiger Sachen von dir verwendest du andere Stichworte die nicht immer den Ansatz offenlegen. Ich tue das übrigens auch. (Hier: Beim Virus zB - wusste ich nicht, dass diese Modi existieren / was sie tun - hab's mir angesehen - kann das nun einordnen - auch die Ebene) - reicht.
Ist ja nicht so als ob ich nicht ständig davon im Forum geschwärmt und div. Tutorial Vides von Access gepostet hätte. ;-) Ein wenig schade ist es dass ich nur mit etwas Glück 4 Controller/Spielhilfen fürs morphing habe und die Parametrisierung der Grain/Formant Parameter ist nicht immer optimal, aber generell bzw. klanglich ist das im Vergleich zu div. grafischen Optionen zum verbiegen der Tables im Detail nochmal was anderes.
Aber Insgeammt läuft das mit dem durchfahren der Harmonischen beim Modulator für FM/PM/Ringmod/Waveshaping - mit was auch immer Funktionen der Synth einem bietet - auf ein flüssiges durchlaufen der Timbres aus. Ein erstellen der Wellenform bzw. Morphen on the Fly, ohne auf irgendwelche gespeicherte/geladene Wellenform Verläufe abhängig zu sein.
 

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