Kann gelöscht werden

Was meinst du mit Administrator? Für welche Aufgaben?

Ich meine damit das, was eigentlich nicht direkt mit der Musik zu tun hat, sich aber auch nicht von alleine erledigt. Denke jetzt, vielleicht hat der Threadersteller das deswegen auch weggelassen, weil es sonst schlicht ausufert und wir irgendwann beim täglichen Zähneputzen ankommen.

In the Box, wären da Treiber, Updates und Lizenzen verwalten. Ggf. alte Systeme, Software am Laufen halten, die so nicht mehr unterstützt werden. Probleme lösen, wie warum startet dies eine Plugin plötzlich nicht mehr und so weiter. Mich hat das soweit genervt, dass ich heute so wenig wie möglich am Rechner mache. Aber bei mir ist Musik nur Hobby und ich sitze zudem beruflich nur vorm Rechner.

Bei Hardware ist es aber auch nicht besser. Instrumente, Effekte, Kabel, Strom, Racks, Raum - bis alles Platze steht und funktioniert dauert es und dann kommt eine Brummschleife. Wenn man genug Platz hat und dann nichts mehr ändert, ist vielleicht gut - trifft aber auf mich nicht zu. Ich glaube das ist aufwändiger als wenn man alles im Rechner macht, und ich tu mir das nur an, weil es mir Spaß macht. Letztens hab ich nen halben Samstag damit verbracht eine Speicherbatterie zu wechseln (weil ich keine Ahnung hatte) - musikalisch ist das nicht!

Aber irgendwie finde ich mehr und mehr, das gehört nicht mehr zu den eigentlichen "Rollen" - ich hätte gar nicht mit dem Thema anfangen sollen.

Deswegen hör ich jetzt auf zu labern, geh duschen und mach Musik!
 
Ist ganz am Anfang vielleicht noch nicht so wichtig bei eins, zwei, drei Geräten, wird aber später immer bedeutender. Bei mir war es das Verkabeln als DAWless und auf Ergonomie hin einrichten plus guter Signalfluss mit MIDI.
 
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M.i.a.u.: CBS
Die Rolle ist eins, die Arbeitsweise und das oft noch zu findende Kreative Schaffen ist meiner Ansicht auch ein Kriterium, was die Rolle in sofern mit einbezieht, als dass zB jemand der das eine oder andere macht unterschiedliche Zugänge haben kann und nicht alles davon reißt eine Entscheidung um. Zumindest nicht pauschal, dennoch will ich deine Idee nicht torpedieren oder sowas - eher erweitern.

Wenn ich wirklich Fragende habe, die ein Instrument suchen, dann höre ich erst einmal ab, was er oder sie vor hat, was mittelfristig geplant ist, ob es ein Liveding ist und wie man so grob sich vorstellt, damit Musik zu machen. Besonders schwer ist es, wenn Leute noch nicht oder nicht viel Musik gemacht haben, denn dann musst du mit ihnen zusammen herausfinden was das ist oder noch wahrscheinlicher ist - Fragende müssen sich Dinge überlegen, die sie ohne die Praxis kaum beantworten können. Andererseits gibt es da draußen wenig wirklich schlechte Instrumente - es gibt immer mehr auch speziellere Sachen, deren Nutzen man allerdings bald herausfinden kann durch Fragen - ansonsten lässt sich auch ohne Rolle und genaue Arbeitsweisenanalyse aber genug Wissen über die Idee durchaus einige Ideen zu, welches Teil gekauft werden kann.

Ich selbst habe wenig "Zeug was ich nicht behalten will" gekauft, bzw. echte Fehlkäufe gehabt. Aber ich habe auch besonders am Anfang nicht alles behalten und getauscht, um weiter zu kommen. Dabei habe ich bei jeder Stufe gelernt und hatte damit auch die Möglichkeit das ein oder andere kennenzulernen. Die waren ansich alle irgendwie gut und hätten mehr oder weniger genug Sinn für meine Ziele ergeben.


Was will ich sagen?
Es kann gut sein, dass verschiedene Instrumente den Zweck erfüllen - es gibt sogar Leute, die haben dann noch "Einsteigerinstrumente" empfohlen und der Mensch hat sich später dann was anderes gekauft oder kaufen müssen. es ist auch ein gutes Gefühl von etwas aufzusteigen. Aber ein gutes Teil was gut klingt hat somit keine echte Aufstiegsoption. Sagen wir man hat etwas gekauft, was nahezu perfekt ist und nie mehr raus geht - es kann sein, dass ein Einsteiger das nicht bemerkt und durch lernen merkt, dass es so ist. Das muss nicht an dem Instrument liegen. Das alles ist Teil der Lernphasen, die verdammt lange sind - da man ja nicht nur Synthese und Harmonie etc lernt sondern auch noch eine eigene Entwicklung durchlebt, Fertigkeiten wie Ideen sich wandeln und dadurch auch andere Konzepte nützlicher werden können.
Gerade hier aber sicher auch anderswo gibt es ganz felsenfeste Empfehlungen (meist auf der Basis habbichauch), nicht nur weil man selbst sowas hat - aber oft. Das Fragen was man macht und liebt, wie man das macht etc. ist seltener - aber ich glaube das würde weiter bringen. Dazu gehört vielleicht auch diese Rolle und der Stand - sicher gibt es auch Leute, die nur ein Hobby verfolgen und damit andere Prioritäten haben aber dennoch auch coole Ergebnisse wünschen.
Naja - es wäre schön, wenn man das alles erfassen könnte und wirklich genau zielen und die Antwort sagen kann, weil man jedem die eigene Suche ersparen möchte.
Aber die Suche ist Teil der Musikfindung und Werdung - das muss nicht in Fehlkäufe münden, aber auch ich wusste nicht von Beginn an, was eine 808 ist oder wie Grooveboxen sind oder eine Workstation - allerdings gab es die Sachen nacheinander, als ich begann musste man sich um Workstations nicht kümmern (es gab noch keine). Aber all das ist nicht soooo entscheidend - Moden haben natürlich Geräte auch geändert - Stichwort kein Multimode. Und du kannst jetzt eben viele Entscheidungen treffen und die sind echt weit reichend bei dem was es gibt, du kannst einkreisen und dann sagen - das IST ein passendes Instrument für den Stil und die Idee die du hast.
Und nach 3 Jahren kommt der Mensch wieder und sagt - ich hab mir dann den Dingens 2000 geholt, der war doch besser für mich. Man kann es sehr schnell "falsch" machen bei der Beratung aber das erfährst du mit Glück nach Monaten. So lange dauert eine echte Einfindung für viele - besonders Einsteiger.

Ich hatte als ersten Synth etwas, was wohl niemand hier jemandem empfohlen hätte - war aber cool.
Mir fehlt nur noch was, damit es runter wird und das kam dann auch.

Und es wuchs…
und man lernte und möchte es vielleicht nicht missen, dies alles gelernt zu haben.
Ich habe einiges gekannt aber nicht genutzt, ich habe heute eine etwas andere Strategie die mit dem Selbstkennen aber auch optimiert ist - sie passt auf meine Musik und Ziele - ich glaube auch für andere was finden zu können, wer nicht zu eng denkt, kann damit auch rein kommen und ich würde auch jemanden was anderes empfehlen als das was ich habe oder liebe.
Da sind also so viele Hasen im Pfeffer, dass man von eine tierisch-gewürztechnischen Problematik ausgehen darf.

Ich wünsche, dass alle schnell und gut "rein kommen".
Manchmal ist hören und sagen - das ist was und machen gar nicht so schlecht. Es gibt so gute Teile, dass man die auch noch weiter nutzen wird.
Nach etwas Grundsätzlichem kann das auch gut sein - ein bisschen lernen und machen muss dann folgen und Praxis Praxis Praxis -- machen.. und dann verschwimmt schonmal die Wichtigkeit diesen oder einen etwas anderen genommen zu haben. Viele Wege können nach ROM führen, manche davon nach Moskau und sonst muss man halt heraus finden, ob Moskau nicht auch ganz schön ist.

So, hoffe es erweitert da wo es hin soll..
 
Das mit dem Administrator hat schon Würze bei homerecording. Ich bin ja jetzt Informatiker, stehe aber auch manchmal blöd da. Dafür gibt's das forum....

Ich habe mir auch schon ein delay (für Gitarren) gegrillt weil ich mit dem synth mit zu hohem Level rein gegangen bin.
Also einfach einen rack kompressor dazwischen gehängt um den Level runterzukriegen, reamper auf die einkaufsliste. Alte farfisa rauscht wie sau, denoiser fürs rack geholt und zwischen farfisa und exhorec-klon gehängt.

Da wird auch eine Menge kleinzeug fällig das man so nicht auf dem Schirm hatte.

Das ganze rackzeug habe ich oben glatt vergessen...

Alesis micro verb 3
Behringer denoiser
Behringer composer
Yamaha r1000 digital reveeb
 
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Vielleicht noch etwas zu den Rollen...

Erstmal: die Verteilung in klassischen Bands.
Ein drummer ist ja nicht drummer geworden weil er kein Geld für eine Gitarre hätte, sondern weil er da einen Draht zu drums hat. Ebenso Bassisten, rhytmusgitarristen, lead, Sänger....

Der eine ist halt gut bei bass lines oder Riffs, der andere kann gut hooks und Melodien, der dritte drums...
Wieso denken die meisten elektroenthusiasten, die können alles? Wieviel sachen gibt es wo man sich denkt "geile drums" oder "geile bass line", oder "geile Melodie"... und der Rest ist irgendwie so... Meh

Viele, wenn nicht die meisten, erfolgreichen Produzenten arbeiten in teams... Genau deshalb. Kraftwerk waren 4 Leute, nicht einer.

Ein Beispiel für eine symbiose: Guru Josh, infinity. Er hat den Unterbau gemacht, mad mick kam mit der Saxophon-line. Riesen Hit. Als mad mick in Indonesien einfach verschwunden ist kam nichts mehr nach. Da hat einfach ein Teil gefehlt.

Manchmal wie in einer klassischen Band.... Da gibt's den "drummer", den "Bassisten", den "song schreiber"....

Wenn ein Anfänger versucht all das zu vereinen, wirds schwer. Und das tun Anfänger meistens.

Wir haben heute übers Internet mehr Möglichkeiten als je zuvor, kooperationen einzugehen. Wo ich vor 20 Jahren noch wav files mit der Post auf externen Festplatten oder CDs hin und her schicken musste, geht das heute fast in Realtime.

Ich würde, in diesem Rollen-Kontext, da einen grossen Wert darauf legen einem Anfänger zu empfehlen sich erst mal bewusst zu werden wo musikalisch seine Stärken liegen, wo seine Schwächen, und dann zu überlegen ob es möglich und sinnvoll ist an diesen Schwächen zu arbeiten oder ob es besser ist zu kooperieren.

Das hat ja auch Auswirkung auf eine Kaufempfehlung.
Solle ein professionelles drumsynth setup werden mit ein bisschen Bass und Melodie per sequencer zum daddeln, oder starke Melodie mit einer behringer rd-6 fürs bumm-tschak.

Die einfachste Art das rauszufinden ist: mit was fange ich gewöhnlich bei einem neuen song an. Das muss auch nicht immer gleich sein, aber wenn es das ist, habe ich eine starke Tendenz dazu.
Ich persönlich bin gut bei riffs und Bass, drums und Melodie eher so Naja.

Und Ich tendiere dann auch dazu das im Mix nach vorn zu stellen. Muss mich dann echt zurücknehmen, und das mal aus der Ferne betrachten bevor ich weitermache. Immer wieder zwischendurch. Jedesmal. Nicht meine Stärke.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber was ich raten kann, ist erstmal mit einer DAW und VST Instrumenten anzufangen
Das raten ja einige. Und ist in vielen Fällen sicher nicht verkehrt, weil man hier
a) die Möglichkeit hat, mit minimalem Geldaufwand zu starten und
b) in die meisten der hier definierten Rollen mal reinzuschnuppern.

Ich will das (wie schon mehrmals erwähnt) nicht in Abrede stellen. Es gibt aber sicher auch genügend Leute, die dieser Ansatz am Anfang ob der vielen Möglichkeiten und der Komplexität erschlagen würde. Das sind dann Menschen, die sich zunächst eher in der musizierenden Rolle sehen, und denen mit einem Monologue oder einem JD-Xi der Einstieg leicher gemacht würde.
Man muss hier also ebenso eine Sondierung in Richtung Charakter in Betracht ziehen, bzw - besser gesagt: darauf achten, was dem Einsteiger liegt, und was ihn vielleicht überfordert.

Ich glaube auch, dass die wenigsten die vor der Entscheidung stehen, überhaupt mal anzufangen, schon an Mixing/Mastering denken. Läuft der Einstieg hier nicht meist schon über einen oder mehrere Klangerzeuger? Und sind nicht auch die Einsteiger nicht auch oft schon etwas ältere Semester, die die DAW vielleicht erst zu schätzen wissen, wenn sie mit dem OB-6 oder Matriarch Blut geleckt haben, und dann Lust bekommen mehr zu machen als nur zu schrauben und zu spielen?

Wenn du besonders viel Equipment in den Jahren angesammelt - vielleicht auch wieder verkauft hast - und dies zu deiner Erfahrung/Entwicklung beigetragen hat: Hat es denn auch zu deiner Musik, deinem Output, deinen musikalischen Fertigkeiten beigetragen? Oder hast du in der Zeit die Rolle "Technikbegeisterter Konsument" bedient (immer up-to-date, G.A.S., kaufen/ausprobieren/verkaufen, ...)?
Mal unabhängig davon, auf wen sich die Frage bezieht: Bei mir kann ich sagen, dass das meiste schon zu meiner Entwicklung beigetragen hat. Jede Zeit und jede Stimmung hatte ihre Geräte, und nur wenig davon möchte ich missen. Die paar schnell wieder abgestoßenen Drumcomputer (oder Spontankäufe die den Crave oder EMU Orbit) stören mich da nicht. Ich bin aber auch nicht der Typ, der immer sofort das neuste haben musste, und sehr viel kurz nach dem Kauf wieder abgestoßen hat - obwohl ich inzwischen auch gerne mal neues ausprobiere, aber dabei aufgrund der Erfahrung schon gezielt vorgehen kann.
Zudem haben schon die in der DAW enthaltenen kostenlosen Klangerzeuger, ein paar sehr günstige Synth-Apps für iOS und 1-2 kostenlose VSTis gezeigt, dass das nicht meine Art des Klangschraubens ist. Insofern hier kein/kaum Geld verschwendet. ;-)

Die Rolle ist eins, die Arbeitsweise und das oft noch zu findende Kreative Schaffen ist meiner Ansicht auch ein Kriterium, was die Rolle in sofern mit einbezieht
Die Frage nach dem richtigen Gear ist auch m.E. gar nicht mal so stark von der Rolle abhängig, weil kaum jemand nur mit Mischpult oder Mastering-Tools startet. Meist geht es um hardware-Klangerzeuger vs. DAW.
Und bei Hardware dann noch um die Frage, ob der Sequencer/Sampler onboard sein sollen, oder ob die DAW zusätzlich für diese Zwecke herhalten soll.
... Gibt ja hier auch genügend Leute, die gerne komplett dawless arbeiten.

Dass so ein Hobby eine ganze Reihe unterschiedliche Tätigkeiten/Rollen bietet, ist ja grundsätzlich nichts ungewöhnliches. Wenn ich das mal mit dem Modellbau vergleiche, gibt es da auch Unterschiede zwischen nur Schrauber (RC-Racing), Schrauben, Messen/Einstellen (RC-Helis: Trainer), "Schreinerarbeiten" (Holzbau: Schiff, Modellflug), Prototyping (3D Druck, Bausatzplanung, DYI), Elektroniker/Softwaretechniker (RC, FPV) Fahrer/Pilot usw. ;-) Man fängt dann trotzdem in den meisten Fällen mit einem Modell an, und nicht mit Flugtelemetrie ...

Es fehlt noch der 1) Grafiker und 2) Fotograf für Soundcloud BandCamp
Das mache ich immer fix mit Paint.NET, während der Track bei Soundcloud hochgeladen wird. ;-)
 
Nachdem du ja kein Anfänger mehr bist, mittlerweile wissen solltest was du willst und gern ambitionslos rumdaddelst und ausprobiert betrifft dich dieser thread ja auch nicht.
 

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M.i.a.u.: CBS
Komischer Thread. Dass aus allem ne Wissenschaft gemacht werden muss. Zur gepflegten Anschaffung neuer Spielzeuge gehört immer ein gewisses Maß an Spontanität, Planlosigkeit und fehlender Struktur. Das lass ich mir doch von euch nicht nehmen! :selfhammer:
Das "zur Wissenschaft machen" kommt doch nur durch die Anfänger die meinen man kann alles vorher so durchplanen und die hier Fragen stellen.
(Mich auch rgendwie eingeschlossen. Frage hier zwar nicht weil alle Fragen schon gestellt wurde, aber denke und plane auch noch zuviel.)
 
Dann erkennt man die Defizite und weiß was man dringend noch dazu benötigt.

...ja, wir wissen: immer eines mehr...

...aber: es geht doch um Anfänger - darum, wie man sich vielleicht erstmal einen strukturierten Überblick verschaffen kann und nicht gleich von einer Welle überrollt wird...
 
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M.i.a.u.: CBS
Bei mir war das so, wie Bernie erklärt hat:

Ich wollte Beats bauen und hab mir einen Racksampler gekauft.
Dann habe ich bemerkt, daß die Audition-Taste zum Musikmachen nicht ausreicht.

Hab mir also ein billiges Midikeyboard mit miniTasten gekauft. Der Verkäufer wollte es mir ausreden, weil keine Velocity, aber ich wollte es billig nach dem teuren Samplerkauf.

Dann habe ich festgestellt, daß der Sampler keine Loops halten konnte. Also gebraucht einen Atari ST gekauft.

Der Sampler hatte keinen Halleffekt, also habe ich mir ein Microverb und Samson Mixer gekauft.

Dann war ne Weile Ruhe. Aufgenommen wurde auf Kassette und später miniDisc.

Einige Jahre später habe ich mir einen SH 101 gekauft, weil ich Synthesizersonds haben wollte.

Um einen besseren Mix hinzukriegen kurz darauf auch einen Harddiscrecorder.
Da war ich quasi am Ziel, so 5-6 Jahre später. Hauptgrund für die lange Verzögerung waren Unwissenheit und zuwenig Geld.
 
In den 80/90ern war es hauptsächlich eine finanzielle Hürde.

Darum rät man heutzutage einem Anfänger lieber zu einer Freeware (oder „Light“-Version) DAW. Da ist dann für „umme“ bzw. 20-50€ alles drin, was 1990 in HW mehr als 30.000 DM gekostet hätte.

Das Problem eines blutigen Anfängers ist doch meist, dass aus Unwissen eine große Erwartungshaltung da ist. Was bringt es da ihm zu irgend einem Genre typischen Synthesizer zu raten, obwohl die vorschlagenden Fortgeschrittenen und Semi Profis wissen, dass man am Ende damit solo (meist) keinen Track wie die angestrebten Vorbilder hinbekommt.
 
Wobei ich keinem Anfänger raten würde, ne DAW auszuprobieren, nur weil es quasi kostenfrei ist. Wenn jemand Fußball spielen will, würde ich ihm auch kein Computerspiel empfehlen. (Das war dann auch mein schiefer Vergleich zum Wochenende!) Wer zum Ausprobieren Software nehmen will, soll das gerne tun und wer lieber Hardware möchte, sollte das auch tun. Es handelt sich ja immer noch um Instrumente und da macht es schon Sinn, das haptisch veranlagte Menschen auch haptische Erfahrungen machen.

Erfahrungen gehören aber auch zum Leben dazu und wer sich ne gebrauchte Gitarre, Groovebox oder auch nen Synthie kauft, wird daran nicht allzuviel verlieren. Man muss ja auch mal die schlimmsten Konsequenzen einer "Fehlentscheidung" bedenken und die sind, für Erfahrungen den Betrag X und Zeit Y aufgewendet zu haben. Da kann die falsche Ausbildung, ne Line Koks, betrunken Autofahren, der falsche One-Night-Stand deutlich andere Folgen nach sich ziehen.

Dennoch ist ein zumindest in Teilen systematisches Vorgehen, ne gute Grundlage, nicht vorab schon ganz daneben zu greifen. Wie bei allem im Leben ist der erste Schritt Selbstreflektion und zu schauen, überlegen, fühlen und ausprobieren was man möchte. Da würde vielleicht ein persönliches Treffen bei einem, der bestimmte Geräte hat oder auch der Besuch beim Fachhandel wirklich helfen.

Wie weiter oben einer schrieb, vermute ich auch, das viele Verluste von Mitnahmekäufern herrühren. Mal schnell Gerät XY gekauft, weil es gerade günstig war.

Zu meinen persönlichen Fehlentscheidungen gehören:

Meine innere Stiftung Warentest (lies: selbstrecherchierter Vernunftskauf/Preis-Leistungssieger anhand Feateures, ohne praktische Erfahrung zu haben) hätte mir zu ner MPC One geraten, zum Glück bei Session sofort gemerkt, dass sie nichts für mich ist und nicht gekauft > dafür ne TR 8S.
>> Ein guter Kauf, um Erfahrung zu sammeln und zu schauen, ob ich weitermachen möchte.

Stiftung Warentest hatte mir den Blofeld auserkoren, bestellt und nach fünf Tagen zurückgeschickt > stattdessen ne 707 gekauft. Jetzt konnte ich ganze Trackversuche machen. Später kam als Synth zum Schrauben ein Rev2 dazu.

Als Mischpult erst das Soundcraft Signature 22 gekauft und da nach drei Tagen gemerkt, viel zu groß, FX gefallen mit nicht > getauscht gegen Mackie 1402, was deutlich günstiger war. (Und später noch ein Reverb und ein Delay dazugeholt.)

Bis dahin also keinen finanziellen Verluste gehabt.

Roland JU 06A gekauft und diese Woche verkauft für 20 % weniger. Ein rechnerischer Verlust von 20 % oder positiv gewendet für 20 % des Kaufpreises knapp 8 Monate nen Juno gehabt. > Und ich weiß jetzt, das Boutiques o. ä., Ein-Oszillatorensynths/Ein-Hüllkurvensynths nichts für mich sind.

Etwaige GAS-Gelüste erledigen sich nach dem Besuch bei Session meist von selbst, da ich schnell merke, dass mir Gerät XY nichts fundamental neues bieten würde.
 
Synthesizer „Kaufhilfen“ über Foren sind doch auch so ein unendliches Thema und auch sowas für die Katz.

Welchen Wein soll ich trinken
Roten, Rose oder Weißen?

Woher soll ein Forum wissen was mir letztendlich schmeckt?

Man sollte alles selbst probieren und notfalls auch mal Kopfweh in Kauf nehmen.
 
Wenn nur „dringend“ entscheiden würde, wäre wohl Thomann & Co schon pleite :)
Wenn du zu Hause Löcher in die Wand bohren möchtest, weil ein Regal angedübelt werden muss, dann kauft man sich keinen Schneeschieber.
Man sollte also schon vorher wissen, was man mit dem Werkzeug, und nichts anderes sind Synthesizer, machen will, dann ergibt sich das von selbst.
Auch ein Laie kann sich vorher informieren.

Aber hier ist es eher so: Ich hab noch 500 Euros über, soll ich mir einen Schneeschieber oder eine Bohrmaschine kaufen?"
 
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500€ über, dann kauft man Spielzeuge für die Frau, bringt einem selbst dann mehr Zeit zum Musikmachen…win-win…
 
Aber das ist doch bei allen Hobbys so, beim einen liegen Späne in der Tischlerwerkstatt, beim anderen kann man vom Boden essen und ein zB unbenutztes „Makita-Musem“ der kompletten 18v Akku-Geräte Serie bestaunen ;-)
 
Etwaige GAS-Gelüste erledigen sich nach dem Besuch bei Session meist von selbst, da ich schnell merke, dass mir Gerät XY nichts fundamental neues bieten würde.

Das fällt mir auch regelmässig auf. Einen Shop mit Auswahl um die Ecke zu haben wo man anfassen kann, ist Gold wert. Hat mir diverses GAS auf irgendwleche Synthesizer instant getötet. Und anderes verursacht.
 
Das fällt mir auch regelmässig auf. Einen Shop mit Auswahl um die Ecke zu haben wo man anfassen kann, ist Gold wert. Hat mir diverses GAS auf irgendwleche Synthesizer instant getötet. Und anderes verursacht.
Das funktioniert gut. War ja anfangs hin und weg vom OB 6, aber jedesmal wenn ich ihn anspiele - und inzwischen weiß etwas besser, wo ich drehen mus - bekomme ich trotzdem keine Sounds hin, die fundamental besser sind als beim Rev2 (gilt auch für den P 5). So schaffe ich mir daheim Zufriedenheit, spare Geld und habe weniger Frust. Falls sich das Blatt irgendwann wendet, kann ich immer noch zugreifen.

Um aber auf das Thema Rollen zurückzukommen. Meine Rolle ist nicht die eines Sammlers oder des Erschaffers besonderer Presets, sondern des Spielers im weitesten Sinne. Ich möchte Jammen und Stücke erstellen, dafür reichen mir wenige Geräte, die möglichst flexibel einsetzbar sind und nen Multimode bieten.
 
Mir ist auch schon öfter aufgefallen, dass die Geräte-Empfehlungen gerne sehr weit vom (einfachen) Anwendungsfall abdriften. Was mir auffällt ist hier, dass gerade die Empfehlungen zu preisgünstigem, gebrauchtem Equipment eher spärlich ausfallen. Ich lerne ja Autofahren auch nicht in einem Bugatti. Sicherlich kann man einfach alles von Elektron kaufen und sich eine tolle Grundlage schaffen. Ob das für einen Anfänger, der erste Gehversuche unterninmt, aber der beste Weg ist sei dahingestellt. Kann aber auch sein, dass der aktuelle Markt einfach so viel bessere Lösungen bereitstellt, dass man besser einfach neu kauft. Das war Anfang 90 sicherlich ganz anders, wenn ich mich zurückerinnere. Wir suchten „den“ Sound und das ging halt nur mit x0x. ✌️
 
Mir ist auch schon öfter aufgefallen, dass die Geräte-Empfehlungen gerne sehr weit vom (einfachen) Anwendungsfall abdriften. Was mir auffällt ist hier, dass gerade die Empfehlungen zu preisgünstigem, gebrauchtem Equipment eher spärlich ausfallen. Ich lerne ja Autofahren auch nicht in einem Bugatti. Sicherlich kann man einfach alles von Elektron kaufen und sich eine tolle Grundlage schaffen. Ob das für einen Anfänger, der erste Gehversuche unterninmt, aber der beste Weg ist sei dahingestellt. Kann aber auch sein, dass der aktuelle Markt einfach so viel bessere Lösungen bereitstellt, dass man besser einfach neu kauft. Das war Anfang 90 sicherlich ganz anders, wenn ich mich zurückerinnere. Wir suchten „den“ Sound und das ging halt nur mit x0x. ✌️
Definitiv, aber ein Bobbycar muss es halt auch nicht sein. Zu meiner Zeit wären das ein Kadett E, Golf 2 oder Escort gewesen ;-)
 
Dazu noch ergänzt: Geräte mit vielen Funktionen schrecken mich immer noch ab. Für einen Anfänger vermutlich auch nicht gut.
Wäre ich Pädagoge für Freunde der DAWlosen Tanzmusik: Am besten sollten alle einfach mit einem Acid Setup anfangen! Dafür gibt es heutzutage wirklich sehr gute, günstige Geräte in neu, d.h. für weniger als 500 EUR hat man ein Setup (inkl Mixer).
 
Warum so kompliziert?
Bei Gefallen Kaufen.
So lange Behalten wie Gefallen anhält.
Bei aufkommenden Nichtgefallen abstoßen.
Irgendwann hat man sein persönliches Best of.✨

Niemals andere Meinungen lesen oder auf andere hören. Anderen gefallen andere Dinge. Das Wichtigste überhaupt.🙌
 
Zuletzt bearbeitet:
Dazu noch ergänzt: Geräte mit vielen Funktionen schrecken mich immer noch ab. Für einen Anfänger vermutlich auch nicht gut.
Wäre ich Pädagoge für Freunde der DAWlosen Tanzmusik: Am besten sollten alle einfach mit einem Acid Setup anfangen! Dafür gibt es heutzutage wirklich sehr gute, günstige Geräte in neu, d.h. für weniger als 500 EUR hat man ein Setup (inkl Mixer).

Du meinst ein BAcid Setup? ;-) Sicherlich für Technofans gut. Sollte es Trance sein, eher ne 707.
Einstiegsynths mit Tastatur geht ja auch polyphon von Gaia/Deepmind bis Take 5 einiges.
 


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